Blackbox KW 16 – Gaga statt Maga?

Diese Frage spaltet Amerika: Ist Donald Trump verrückt oder ein Meisterschüler des alten Sun Tsu (Die Kunst des Krieges)? Bei uns ist alles eine Nummer kleiner. Wir müssen uns mit billigen Gauklertricks der Regierung abspeisen lassen...

Der Iran gibt die Straße von Hormus frei, dafür blockiert nun der Donald den Schiffsverkehr. Außerdem will er in „gemächlichem Tempo“ in den Iran einrücken, wenn der ihm nicht das dortige angereicherte Uran übergibt. Wird am Wochenende weiterverhandelt (Trump) oder rückt er gemächlich ein? Das wissen wir am Montag.

♦ Ist Donald verrückt geworden? Gaga statt Maga? Die „Demokraten“ wollen, dass sich ein Arzt den Präsidenten mal genauer anschaut. 
Hiesige „Experten“ haben schon lange den Faden verloren, wie gut, dass es dieses Internet gibt. Dort verbreitet sich die Theorie, dass der Donald auf den Spuren des Meisters Sun Tsu wandeln könnte, der vor mehr als 2.000 Jahren schrieb, die „höchste Kunst der Kriegsführung“ bestehe darin, den Sieg ohne direkte militärische Auseinandersetzung zu erringen. 

Und obwohl Trump nie bei der Lektüre irgendeines Buches (nicht mal vom Bestseller „Melania“) ertappt wurde, feiern ihn seine Fans schon als „Don Tsu“.

♦ Allerdings gab es bei Sun Tsu keinen Bibi Netanjahu. Nach Trumps strengem Post, „Israel wird den Libanon nicht länger bombardieren. Die USA haben es verboten. Genug ist genug!!!“, gab sich Netanjahu seinem „Freund Präsident Trump“ gegenüber konziliant, beschoss aber gleich mal vier UN-Blauhelme im Libanon (einer tot).

♦ Die nächste Dienstreise dürfte unseren Kanzler ins Westjordanland, sprich nach Israel, führen. Denn Israels Finanzminister Bezalel Smotrich verlangt, der „deutsche Bundeskanzler solle sein Haupt neigen und sich tausendmal im Namen Deutschlands entschuldigen, anstatt es zu wagen, uns Moralpredigten darüber zu halten“! 

Das Haupt neigen ist eine Unterwerfungsgeste ähnlich dem Gang nach Canossa. Aus TV-technischen Überlegungen wäre daher eine dreimalige Umrundung frisch besetzter Dörfer im Westjordanland durch Fritz – barfuß natürlich – vorzuziehen.

♦ In der Villa Borsig am Tegeler See, ein halbes Stündchen vom Kanzleramt entfernt, hatte die Regierung am Wochenende getagt, der Staatsfunk lungerte vor den Toren, um den außergewöhnlichen Arbeitseinsatz zu dokumentieren. Heraus kam, wie immer, nichts, aber, so Lars Klingbeil, „uns war es wichtig, ein geschlossenes Signal zu setzen“. In der Tagesschau um acht. Wenn die Regierung von einem „Entlastungspaket“
 spricht, dann weiß der Bürger, dass es teuer wird. Bevor einige Journos alles schönrechnen: Die KI weiß schon jetzt, dass der Staat dank der versprochenen „Entlastung der Bürger“ mehr einnimmt als er ausgibt.

♦ Der neueste Trick von Spezialdemokraten und Scheinkonservativen: Unternehmen sollen ihren Angestellten eine 1.000-Euro-Prämie für die Folgen des politischen Treibens (Spritpreise, etc.) zahlen. 

Die Kapitalisten jammern doch eh bloß auf höchstem Niveau.

♦ Selenskyj war mal wieder in Berlin. Ja, der Rubel, Entschuldigung, Euro und Hrywnja müssen rollen für den Sieg. Borissimus Pistorius ließ seine Kapelle aufmarschieren, Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) machte Versprechungen. Und unser Riesenstaatsmann Merzelmann stellte fest: „Russland hat keine Chance, den Krieg zu gewinnen.“ 
Das war schon mal nicht schlecht, aber doch nur ein halber Trump. Der hätte noch was von Auslöschung der Zivilisation und ein Ultimatum hinzugefügt. Selenskyj aber ging es nicht um hehre Worte, sondern „vor allem um weitere Hilfen für die Ukraine“, so unsere Gesinnungspresse, die aufdröselte, dass 60 der 90 EU-Milliarden (bald von Ungarn freigegeben) in die ukrainische Armee investiert werden sollen. Der Rest, na, Sie wissen schon. Oder wie es bei der SPD immer heißt: Die gehen in Infrastruktur und Schulen. Hauptsächlich Schulen.

♦ Warum sollte es den Ungarn auf Dauer besser gehen als uns? Warum sollten die Ungarn auf Bereicherungen durch Facharbeiter verzichten dürfen? Das fragten sich viele in den entfremdeten Städten der EU, aber nun ist Schluss damit. Die Ungarn wählten einen neuen Chef, Péter, den Ungar (Péter Magyar), und dessen erstes Versprechen: Die 90 Milliarden Euro für Selenskyj werden nicht länger boykottiert. Die EU macht bereits die Regenbogenfahnen versandfertig und überschlägt die Kontingentlisten für neue Zuwanderer. Außerdem will der neue Chef alle Nachrichtenprogramme des Staatsfunks abschalten,
 bis dieser ausreichend mit „unabhängigen“ Journos aus dem Medienunternehmen seiner eigenen Partei (unter Leitung seines Bruders) besetzt ist. Dann hat Ungarn bald auch „unsere Demokratie“.

♦ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Streeck, vielen als Virologe aus Corona-Zeiten unvergessen, „und sein Mann Paul Zubeil sind Eltern eines Sohnes geworden“ (t-online). Donnerwetter, wird manch Genderforscher staunen, hat der Mikrobiologe Streeck geschafft, wovon die Geschlechter-Theoretiker träumen? Zwei Männer und ein Baby? Leider nein. Das Männerpaar musste sich ein Baby in den USA kaufen (in Deutschland verboten).

♦ Gute Presse könnte auch unser Genosse Präsident Frank-Walter mal wieder gebrauchen, aber was soll er tun? Einen Halb-Marathon laufen wie die Grüne Ricarda? Wozu die Mühe, wenn am Ende keiner zuschaut? Waren es seine Freunde bei der Bild-Zeitung, die auf die Idee kamen, dass auch ein gestrandeter Wal in der Ostsee zum Einflussgebiet unseres verehrten Präsidenten gehört? Passende Schlagzeile: „Bundespräsident schaltet sich bei Timmy ein.“ Und was sollen wir sagen, der Wal bewegt sich wieder …

♦ Urlaub schon geplant? Vielleicht eine schöne Fernreise? Gemach, gemach. Die Internationale Energieagentur meint, dass das Kerosin in Europa nur noch sechs Wochen
 reicht, wenn Donald und Bibi so weitermachen. Trost: In Deutschland ist es ja auch ganz schön.

♦ Eigentlich ist es uns zu dumm, aber unterschlagen wollen wir es nicht: „Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt: Die Bevölkerungszahl ist 2025 um 100.000 auf 83,5 Millionen gesunken. Bis 2045 rechnet das Institut mit einem weiteren Rückgang um 2,9 Prozent auf rund 81,1 Millionen.“ 
Deshalb brauchen wir weiteren qualifizierten Nachschub für die bereits importierten Fachkräfte. Hoffentlich verstehen sie beim IW mehr von Wirtschaft als von Demographie. Es gibt seit den 80ern keine Volkszählungen mehr (Angst vor Linksextremisten). Alle, sprich alle Zahlen, sind geschätzt und unsinnig.

♦ Dass die Unionisten längst die Kontrolle über ihr Leben im Politischen und Allgemeinen verloren haben, zeigt ein Fall im sächsischen Kreis Görlitz, wo die Oberschule Schleife, die laut CDU-MP Kretschmer pädagogisch „in der Champions League“ spielt, zur Projektwoche „gegen Rechts“ geladen hatte.

 Als wäre das nicht dumm genug, bekamen im Rahmen der Projektwoche auch queere Aktivisten, gefördert von der Amadeu-Antonio-Stiftung, die Gelegenheit, unter Neuntklässlern Nachwuchs für ihre Community zu rekrutieren, indem sie Pornobildchen verteilten. Weil die Eltern auf die Barrikaden gingen, will nun niemand geahnt haben, was die Geschlechterwechsler geplant hatten. Als Wahlhilfe gegen Links dürfte die Veranstaltung wenigstens ihren tieferen Sinn gehabt haben.

♦ Und sonst so? Das Oberlandesgericht Karlsruhe entschied, dass die Bezeichnung von Marie-Agnes Strack-Zimmermann als „Adolfine, die Kriegstreiberin“ 
„zulässige Machtkritik“ ist. Und Russlands Außenministerium lässt wissen, dass in Europa hergestellte und für „terroristische Angriffe“ gegen Russland genutzte Drohnen nicht als „ukrainisch“ betrachtet werden. Verdammt! Vielleicht könnte der Söder die zwei wichtigsten Drohnenunternehmen von München in die Berge verlegen. Wäre doch schade um die 150 schönen, neuen Bäume (95.000 Euro pro Baum),
 die der grüne OB in München pflanzen lässt.

♦ Weil Sonntag ist, nun noch etwas aus dem religiösen Bereich: Lasst Brian frei! Wir haben keinen Brian?* Dann Maja! Ja, lasst Maja frei! 
Und schon kümmert sich unser frommer Wadephul „hochrangig“ um die Überstellung der linksterroristenden Maja, (formerly known as Simeon T.) aus Ungarn.
*Aus „Das Leben des Brian“?

♦ In letzter Minute konnte verhindert werden, dass die Union den 1. Mai, den höchsten Feiertag der Sozialisten seit 1933, streicht. Bravo!

Schönen Sonntag!


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Kommentare ( 14 )

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14 Comments
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rschmidgall
51 Minuten her

……….und Donald Trump ging übers Wasser………………….
…………….andere hatten Schlittschuhe.

Haba Orwell
52 Minuten her

> Nach Trumps strengem Post, „Israel wird den Libanon nicht länger bombardieren. Die USA haben es verboten. Genug ist genug!!!“, gab sich Netanjahu seinem „Freund Präsident Trump“ gegenüber konziliant, beschoss aber gleich mal vier UN-Blauhelme im Libanon (einer tot).

Erstaunliche Ehrlichkeit – noch gestern käme hier eine Narration des IDF oder des Hudson Institute, alle vier Blauhelme seien Hisbollah gewesen.

JamesBond
54 Minuten her

Lieber Herr Paetow: „In Deutschland ist es ja auch ganz schön.“ Da haben Sie die Coronazeit vergessen: War es früher ganz schön. Erfahrung macht klug und deshalb findet unser Urlaub seit 2020 in Italien statt. Im übrigen ist der Sprit mittlerweile sogar in der Schweiz billiger als im besten Deutschland aller Zeiten. Die Löhne sind bei uns leider immer noch niedriger, aber wir müssen ja das Bürgergeld, NGOs und die Energiewende finanzieren, dazu die EU, die Ukraine und auch für Entwicklungshilfe der Atommächte soll es noch reichen.

Vallis Blog
55 Minuten her

Der Klugscheißer am Sonntag meint: Laut übereinstimmenden Aussagen einiger mir bekannter Ukrainer schreibt und spricht sich die ukrainische Währung mit einem „G“ vorn, also Griwna. Böse ukrainische Zungen meinen auch mit einem „G“ wie „Garbage“. Ein “ H“ wie Hirni kommt im ukrainischen oder kyrillischen Alphabet nicht vor.

littlepaullittle
56 Minuten her

Zweifel bleiben, obwohl der Rechtsstaat manches Mal versucht, seine eigenen Gesetze zu befolgen.
Seit ARD und ZDF müsste dieser Satz von Joseph Pulitzer streng überprüft werden:
„Die Presse mag ausschweifend sein. Aber sie ist das moralischste Werkzeug der Welt von heute. Durch die Furcht vor der Presse werden mehr Verbrechen, Korruption und Unmoral verhindert, als durch das Gesetz.“

Kassandra
50 Minuten her
Antworten an  littlepaullittle

Vor dem Verwaltungsgericht in Mannheim klagen Insider des swr gegen die Sendepraxis des Arbeitgebers – und das verwendet Wlke in seine show so: https://apollo-news.net/nuernberger-fernsehverbrecherprozesse-zdf-heute-show-zieht-ueber-konservative-oerr-kollegen-und-sendungen-her/
Einer kommentiert dort so:
„Herr Küppersbusch hat in Teilen Recht. Die konservativen Feigenblätter werden auf Mitläufer plädieren können. Schließlich haben sie mit ihrer Feigheit das System lediglich gestützt.
Den linksextremen Anheizern in den Redaktionsstuben wird man als Tätern diesen Ausweg nicht anbieten können.“

littlepaullittle
58 Minuten her

„Moralisten sind Menschen, die sich dort kratzen, wo es andere juckt.“(S. Beckett)
Da hat der Iran einen Nerv getroffen:
Moral ist kein guter Hebel für Erpressung. Öl und Waffen sind wirksamer:
„Oh, ist das genau das internationale Recht, das die EU hervorholt, wenn sie andere lehren muss?“ — Das iranische Außenministerium reagierte auf Kaya Kallas‘ Aufrufe, „das Völkerrecht zu befolgen“ und die Straße von Hormus zu öffnen. „Genug mit dem Moralisieren; Europas chronische Unfähigkeit, das, was es predigt, in die Praxis umzusetzen, hat sein Gerede über ‚Völkerrecht‘ zum Gipfel der Heuchelei gemacht“, sagte der Sprecher des Ministeriums, Ismail Bagai.

Nibelung
58 Minuten her

Die Kunst des Krieges aus dem damaligen Zeitgeist heraus erklärt, kann man am besten bei Machiavellis „Il Principe“ demonstrativ erklären, der sicherlich als Hommage gegenüber dem damaligen Papsttums der Borgia-Bande zu sehen war und sein Pamphlet so verfaßt hat, daß er dabei nicht aneckt und diese Doppeldeutigkeit ist aus heutiger Sicht sein Gewinn, denn wäre es anders verstanden worden, dann hätte es ihm garantiert nicht zum Vorteil gereicht und er wäre auf dem Scheiterhaufen geendet, weil die nicht lange fackelten, wenn es um ihre Interessen ging und in China war es nicht anders, wo schon die kleinsten Verfehlungen der Untertanen… Mehr

littlepaullittle
59 Minuten her

Seine Nachrichten hören sich irgendwie gegenteilig an:
Die deutsche Mediengruppe Axel Springer lehrt jetzt auch bei „The Daily Telegraph“, nach dessen Übernahme. Das Stichwort: Verbindliche „Kernwerte“ für Mitarbeiter: „Es gibt keinen neutralen Journalismus. Wir unterstützen Israel.“
Angeblich solle Axel Springer-Mitarbeiter, bei der Bewerbung auf eine Stelle ein Dokument zur Unterstützung Israels unterschreiben.
Der Besitzer Europas größten deutschen Verlagshauses, Axel Springer (Bild, Welt, Business Insider, Politico Europe, Telegraph), Matthias Döpfner, bezeichnet sich selbst als „nichtjüdischen Zionisten“ und fordert, dass die Europäische Union sofort Krieg gegen den Iran führt …….

Kassandra
1 Stunde her

Wir sind verloren. Trotz oder wegen solcher Vorturner. Und inzwischen lächerlich gemacht auf der ganzen Welt. Und die Masse ignoriert noch immer. Und wer den Schaden haben wird, braucht für den Spott nicht zu sorgen: France, Germany, Britain and Italy have announced they will send ships to reopen the Strait of Hormuz …   https://x.com/WallStreetMav/status/2045196668593705029 . Vielleicht das noch: Habeck ist samt Frau Palusch in Berkeley gesichtet worden: „Wir können nur ahnen, wie sich ein Student fühlen mag, der in Berkeley einige Zehntausend Dollar pro Semester hinblättert, um dann herauszufinden, dass sein Creative-Writing-Professor Robert Habeck heißt. Im Tandem mit seiner Frau Andrea Paluch… Mehr

Last edited 57 Minuten her by Kassandra
Haba Orwell
1 Stunde her

> Und Russlands Außenministerium lässt wissen, dass in Europa hergestellte und für „terroristische Angriffe“ gegen Russland genutzte Drohnen nicht als „ukrainisch“ betrachtet werden.

Leider wird das in Westeuropa weitestgehend verschwiegen – genauso wie die Hintergründe des Kriegs am Dnepr: https://anti-spiegel.ru/2026/warum-deutsche-medien-die-russischen-warnungen-verschweigen/ In Österreich nicht überall: https://tkp.at/2026/04/17/nimmt-russland-drohnenproduktion-der-eu-ins-visier/