„Schwulau“: Wiens Verkehrsbetriebe machen Stationen queer

Das Social-Media-Team der Wiener Linien - 903 Millionen Fahrgäste pro Jahr - hat vor der aktuell stattfindenden Pride-Parade mehrere Stationen umbenannt und sorgt damit für Diskussionen.

IMAGO / Harald Dostal
Symbolbild

Die jüngste Bewerbungsaktion des Schwulen- und Lesben-Umzugs auf der bekannten Wiener Ringstraße kommt nicht bei allen Social-Media-Usern gut an. So meinte etwa der langjährige Kanzlerberater Daniel Kosak auf X: „Mir persönlich würde ausreichen, wenn ein Nahverkehrsunternehmen seine Fahrgäste pünktlich und verlässlich von A nach B bringt. Gesellschaftspolitik können gerne andere übernehmen.“ Einer seiner Follower ätzt dazu: „Man muss halt Prioritäten setzen. Wer braucht schon verlässliche, pünktliche, störungsfreie U-Bahnen, wenn man solch geniale Witze bekommt.“

In der Instagram-Community der Verkehrsbetriebe kommen die Umbenennungen aber ganz gut an. So haben die Wiener Linien die U-Bahnstation Spittelau in „Schwulau“ verändert, den bekannten Franz-Josefs-Bahnhof in „Trans-Josef-Bahnhof“ und die Station Längenfeldgasse in „Lesbenfeldgasse“. Dazu posteten die queer-begeisterten Social-Media-Mitarbeiter der mit jährlich mit viel Steuergeld subventionierten Verkehrsbetriebe: „We ride with pride!“

Die Posts erzielten Tausende Likes und Kommentare – von Zustimmung zu diesem Humor bis zu scharfer Kritik an der Geldverschwendung und Prioritätenverschiebung eines öffentlichen Verkehrsbetriebes. Immerhin müssen die Steuerzahler die Wiener Linien jährlich mit mehr als einer Milliarde Euro unterstützen: Auf 485 Millionen Euro summiert sich der jährliche Betriebskostenzuschuss, und mehr als 515 Millionen Euro werden für Investitionen zugezahlt. Der Kostendeckungsgrad liegt bei nur 63 Prozent.

Auch Kinder sollten zur Pride-Parade gelockt werden

Die Homosexuellen-Parade zieht an diesem Samstag mit tausenden Teilnehmern über den Ring in Wien. Auch die Song-Contest-Gewinner JJ und Conchita Wurst treten dabei auf der Pride Stage am Rathausplatz auf. Die Stadt Wien subventioniert die Parade mit 350.000 Euro (also 35.000 Euro pro Stunde).

Aber nicht nur die hohe finanzielle Unterstützung für eine von einem privaten Unternehmen veranstaltete LGBT-Party sorgt in Österreich für Kritik: So flog bereits vor wenigen Tagen auf, dass ein Verein der von Sozialdemokraten und Links-Liberalen regierten Stadt Wien selbst dreijährige Kinder zu diesem Event locken will, auf dem BDSM-Gruppen in Hundemasken und kaum bekleidete Teilnehmer zu sehen sind, die auch relativ wenige Hemmungen haben, ihre sexuelle Orientierung offen bei dieser Parade zu zeigen.

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Kommentare ( 35 )

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a.stricker
1 Monat her

Und die wundern sich, dass die Toleranz gegenüber diesen Gruppen abnimmt…..

Supersilent
1 Monat her

Schwule und Lesben haben jahrzehntelang für ihre Rechte gekämpft, für Annerkennung ihrer Lebensweise, dass es normal ist wenn zwei Männer oder zwei Frauen zusammen leben, da wurde viel geschafft. Die Neuqueeren machen mit ihrem aggressiven Auftreten das alles kaputt, meinen jeder hätte sich jetzt für ihre Art zu leben zu interessieren und es toll zu finden wenn sie ihre Sexualität in die Öffentlichkeit tragen. Sie erreichen damit genau das Gegenteil, zerstören erkämpfte Toleranz und richten mehr Schaden an als ihnen bewußt ist. Ich kenne viele schwule Männer die solches Gehabe ablehnen und sagen: „mit sowas haben wir nichts zu tun“.

Last edited 1 Monat her by Supersilent
Mugge
1 Monat her

Wer sich immer die Frage gestellt hat , was man sich unter der „Grossen Hure Babylon“ (Offb.) vorzustellen hat, bekommt in Wien eine weitere Antwort.

jwe
1 Monat her

Mein erster Gedanke war: Verkommener gehts nimmer. So stelle ich mir die letzten Tage in Sodom und Gomorra vor. Das Ende steht im alten Testament.

Soistes
1 Monat her
Antworten an  jwe

Im Neuen Testament steht’s auch.

Last edited 1 Monat her by Soistes
Jens Frisch
1 Monat her

Ach ja, im schwulen Köln ist die Haltestelle Rudolfplatz mittlerweile dauerhaft im Regenbogendesign – wenn das Pendel zurück schwingt, werden diese Verunstaltungen unsere geringste Sorge sein.

Wolfgang J
1 Monat her

Mit diesen Aktionen steigert doch nur die Abneigung gegen die Minderheit! Sehr zum Nachteil der Mehrheit dieser Minderheit, die ganz normal in der Gemeinschaft lebt!

Last edited 1 Monat her by Wolfgang J
OJ
1 Monat her

Seit Jahren sind kleine Randgruppen das Hauptthema, immer, überall.
Das ist unbeschreiblich erbärmlich ❗

Laurenz
1 Monat her

Die Diktatur der feudal Privilegierten.

Soistes
1 Monat her

Es bekommt ohnehin nur noch die Gruppe, die sie meinen, in nennenswerter Zahl Kinder. Ich saß unlängst mit meinem Enkel in einer Kinderambulanz meiner und wartete auf den Aufruf meines Enkelkindes. Die Aufrufe erfolgten per Bildschirm. Dabei sah ich immer die Namen der Aufgerufenen. Das Ergebnis war eindeutig. Und das war in einer mittelständischen Gegend meiner Heimatstadt.

Mankovsky
1 Monat her

Das rote Wien zeigt seine hässliche Fratze.