Keir Starmer rechtfertigt sich um Kopf und Kragen. Angeblich wusste er bis letzte Woche nichts von der negativen Sicherheitsprüfung von Lord Mandelson. Über kurz oder lang wird der Premier über sein Lügengebäude stürzen. Seine Glaubwürdigkeit ist jetzt schon irreversibel beschädigt. Wann kommen die Neuwahlen?
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Für Keir Starmer, den links-autoritären Regierungschef in Großbritannien, gäbe es schon lange genug Grund für einen Rücktritt. Labour hat enorm an Zustimmung verloren und musste sich schon in mehreren Nachwahlen geschlagen geben, teils nach rechts, teils im Zweikampf mit den Grünen. Die Partei liegt aktuell bei 16 Prozent, deutlich hinter Nigel Farages Reform UK und manchmal auch hinter Konservativen und Grünen.
Starmers konkrete Probleme reichen von der Migrationslage bis hin zu den Streitkräften, die nicht als einsatzfähig gelten. Man vergesse nicht die streitigen Diskussionen um so breitgestreute Themen wie Transgender-Kliniken, Messerangriffe oder „Digital ID“. Ohnehin schmiedet Starmer seit langem Pläne zur Wiederannäherung Großbritanniens an die EU, die nicht weniger im Gegensatz zum Wählerwillen stehen. Die BBC sagte ihren Lesern erst dieser Tage die Wahrheit über diesen Umstand. Starmer habe das schon vor den Wahlen gesagt, „wenn auch in recht unspezifischen Worten“.
Und nun geht es wieder einmal um jenen Mann, von dem es ein Bild gibt, auf dem er im Bademantel mit Jeffrey Epstein auf einer Veranda sitzt. Keir Starmer war es, der Peter Mandelson Ende 2024 in sein vermutlich letztes Staatsamt an der Spitze der Washingtoner Botschaft beförderte – also auf den wichtigsten Posten, den das einstige Weltreich heute zu vergeben hat. Und doch wurden wichtige Sicherheitsfragen dabei umgangen. Aber ein erpressbarer Botschafter ist nicht eben das, was ein Land brauchen kann.
Sogar König Charles soll damals zwei Aktennotizen geschrieben haben, in denen er von einer Berufung Mandelsons abriet. Laut Private Eye hatte der König die Frage an den Rand geschrieben: „Halten Sie das wirklich für klug?“ Charles war sozusagen dank der Affäre um seinen Bruder Andrew sensibilisiert für solche Fragen. Kein Jahr später sah sich Starmer gezwungen, Mandelson zu entlassen, nachdem dessen enge Beziehungen zu Epstein bekannt geworden waren.
Atemberaubend ist Starmers vorgegebene Unwissenheit
Inzwischen ist das Skandalgeschehen nach vielen Ausflüchten im Meta-Stadium angekommen. Starmer wird vorgeworfen, den ersten Skandal um die mangelhafte Sicherheitsüberprüfung von Lord Mandelson vertuscht haben, um den eigenen Verbleib im Premierminister-Amt zu retten. Angeblich wusste niemand in Downing Street No. 10 von dem negativen Ergebnis, das die Prüfung Lord Mandelsons durch das Außenministerium ergeben hatte. Das ist die letztlich unhaltbare Linie von Downing Street No. 10.
Starmer selbst nannte es „atemberaubend“, dass er erst letzte Woche, am 15. April, von dem Ergebnis erfahren habe. Ein dazu passendes Memo wurde entgegen sonstiger Gepflogenheiten veröffentlicht, beweist aber leider nichts außer dem Willen zur Aktenfälschung.
Angeblich hatte ein hochrangiger Berater des Premiers, der Außen-Experte Olly Robbins, Starmer die Ergebnisse der Prüfung vorenthalten. Dieser Starmer-Vertraute musste seinen Posten im Außenministerium räumen – das nächste Bauernopfer in der Mandelson-Affäre nach dem Ex-Botschafter selbst und weiteren Labour-Funktionären, darunter der einstige Stabschef Morgan McSweeney.
Eigentlich sind die Behauptungen Starmers atemberaubend, so sehr, dass man sich wundert, wie er noch einen Tage länger im Amt bleiben kann. In Kürze will Downing Street einen zweiten Stoß Akten in Sachen der Mandelson-Berufung veröffentlichen, darin vielleicht weitere selbst fabrizierte Entlastungsbeweise. Unwahrscheinlich ist die Veröffentlichung aller relevanten Papiere. Es bleibt dabei: Die Einschläge kommen näher, doch Starmer will an seinem Amt festhalten.
Badenoch: Starmer hat nationale Sicherheit gefährdet
Doch nun trifft den Premier erstmals mit voller Wucht die vereinte Kritik der Opposition. Tory-Chefin Kemi Badenoch hält es für unglaublich, dass hochrangige Regierungsbeamte – darunter eben auch der enge wichtige Berater Robbins – Bescheid wussten, aber der Premier und sein kompletter Amtssitz nicht: „Entweder belügt er uns, oder er hat die Kontrolle über sein Amt in einem Ausmaß verloren, dass er nicht mehr regierungsfähig ist.“ Seit Beginn des Mandelson-Skandals sei Starmers erster Instinkt gewesen, sich vor Konsequenzen „zu drücken, abzulenken und zu vertuschen“, so Badenoch. Das sei kein politischer Fehler, sondern ein moralischer. Starmer habe die nationale Sicherheit gefährdet.
Nigel Farage, Chef von Reform UK, sagte: „Der Premierminister muss noch diese Woche zurücktreten. Starmer hat das Parlament in die Irre geführt und die Öffentlichkeit belogen – in einem Akt unverhohlener, eklatanter Unehrlichkeit. Genug ist genug. Er muss gehen.“ Laut Ed Davey, dem Vorsitzende der Lib Dems, hat Starmer heute „niemanden mehr, den er entlassen könnte. Es ist Zeit für ihn, Verantwortung zu übernehmen. Er sollte gehen.“
Derweil lenkt der Herausforderer sowohl des alten Establishments als auch von Reform UK, Rupert Lowe mit Restore Britain, die Aufmerksamkeit darauf, dass Palästinenser aus Gaza, die für eine NHS-Behandlung ins Land gelassen wurden, inzwischen wohl meist „Asylanträge“ gestellt haben. Lowe bekennt sich zudem zur Schaffung einer „feindseligen Umgebung“ für illegale Migranten.
Soll man die Eltern eines Mädchenmörders abschieben?
Beim Thema Migration haben Starmer und Labour, aber auch die zuvor regierenden Tories am klarsten versagt. In Starmers Amtszeit fielen mehrere Revolten, teils von aufrechten Briten, als in Southport drei junge Mädchen von der Hand eines fanatisierten Messermörders starben, teils von haltlosen Jugendlichen, die in Teilen Londons Chaos verbreiten.
Nun stellt sich die Frage, ob die Eltern des Mädchenmörders von Southport, Axel Rudakubana, abgeschoben werden sollten, denn seine Radikalisierung war ihnen bekannt, auch die Messer und das Kampfgas Rizin, das er sich zu Terrorzwecken beschafft hatte. Er war ein Islamist, wenn auch Sohn christlicher Eltern. Es ist eine verzwickte Lage, aber sie entspricht genau dem Verhältnis des britischen Staats zu einem Teil der Bevölkerung. Die Radikalisierung der britischen Muslime und anderer ethnischer Minderheiten (?) wird von den Behörden mit Schulterzucken hingenommen.
Sich der Realität stellen – das fällt dem britischen Staat heute merklich schwer. Die Wahlurne ist immerhin eine Quelle der Erkenntnis. Aber auch wenn Starmer morgen fallen sollte, kommen noch nicht automatisch Neuwahlen. Es besteht die Möglichkeit, dass einer seiner innerparteilichen Konkurrenten sich zum Nachfolger wählen lässt. Etwa der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, oder die radikal-linke Ex-Ministerin Angela Rayner, die fällige Steuern nicht bezahlt hatte und daher zurücktreten musste. Die beiden sollen sich heimlich getroffen haben. Das sind keine guten Aussichten. Aber vielleicht unvermeidliche Zwischenschritte zu vorgezogenen Wahlen, die normalerweise erst im August 2029 anstünden.

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Unter Starmers Ägide als Generalstaatsanwalt konnten pakistanische Gangs über Jahre Tausende Mädchen versklaven und vergewaltigen, etliche Opfer wurden bestialisch ermordet. Und der Mann ist trotzdem an die Macht gekommen und kann sich da halten. Was also soll dem schon passieren? Um sein damaliges Verbrechen zu übertrumpfen, muss er schon persönlich und öffentlich ein paar Dutzend Mädchen schänden oder ein, zwei Babys essen. So schlau wird er aber schon sein, dass er das nicht macht. Und alles, was darunter ist, wird ihm nichts anhaben können. Wenn er einer Ministerin ungefragt eine Hand auf die Schulter gelegt, sich privat mit Rupert Lowe… Mehr
Am 07.05. gibt es ein Zwischenzeugnis für 2tier Keir und das sind keine Meinungsumfragen, sondern echte Wahlergebnisse.
Durchschnittswerte bei den derzeitigen (März/April 2026) Wählerumfragen in der UK:
„Reform UK“ 24% – 26%
„Conservative Party“ 18% – 19%
„Labour Party“ 17% – 19%
„Green Party“ 16% – 18%
„Liberal Democrats“ 12% – 14%
Quelle : YouGov ,Ipsos und PolitPro .
………
Im September/Oktober 2025 lag
„Reform UK“ bei 35-36% ,
„Labour“ bei 22-25% ,
„Conservative Party“ bei 21-22% ,
„Green Party“ bei 17%
„Liberal Democrats“ bei 17%.
Quelle : BMG Research ,YouGov und Electoral Calculus .
Deutschland hat eine umstrittene Person an die Spitze der EU geputscht. Da wären auch mal Konsequenzen angebracht … ist aber aus der Mode gekommen.
Wann lesen wir den wörtlich exakt selben Artikel nur mit ausgetauschten Namen des Hauptprotagonisten? Also anstatt Starmer der Name Merz im Artikel. Natürlich kann man auch den Namen Macron anstelle Starmer einsetzen, ist für Deutschland jedoch genau so irrelevant wie der Name Starmer.
Also liebe Leute der Journaille: Butter bei de Fische. Ihr erwischt Merz gerade mit Lula (Brasilien) auf der Hannover Messe !
Oh, sorry!
Nicht MIT Lula – sondern OHNE Lula !
Merz ist also mindestens so Banane wie Starmer. Und das ganz ohne Brasilien! Muß wohl am Koks liegen @Selensky
Starmer, „Vizekanzler“ Klingbeil, Sanchez, ruhmreiche Helden der Arbeiterklasse, sie alle trafen sich beim Sozialistenkomgtess der neuen Kommintern in Madrid. Des „Vizekanzlers“ Partei bei 12%, PM Stamers bei 16%, Sanchez Chef einer Minderheitenregierung. Ein Trio infernale
„Labour bei 16 Prozent – Neuwahlen jetzt?“
Transformiert auf Deutschland heißt die Frage:
„CDU bei 18%, SPD bei 12 % – Neuwahlen jetzt?“
Der bleibt wie der Voigt einfach sitzen und wird dann von Woche zu Woche mutiger. „Is was, Plebs? Gehen Sie gefälligst weiter, hier gibt es nichts zu sehen!“
Überall das selbe Bild, Regierungschefs aus Parteien mit lächerlicher Zustimmung kleben im Amt und schaden den Land und den Menschen (bis auf die Schnorrer).
> Keir Starmer war es, der Peter Mandelson Ende 2024 in sein vermutlich letztes Staatsamt an der Spitze der Washingtoner Botschaft beförderte – also auf den wichtigsten Posten, den das einstige Weltreich heute zu vergeben hat. Wichtiger als der MP selbst? Das war tatsächlich unvorsichtig. Mittlerweile ist selbst der „Friedensnobelpreis“ durch Epstein kompromittiert: >>>Exklusivbericht: Wie Jeffrey Epstein versuchte, Bill Gates den Friedensnobelpreis zu verschaffen – uncut-news.ch<<< > „… Im Mai 2012 stellte Epstein Jagland seinem gesamten Netzwerk vor. An den ehemaligen Kommunikationsdirektor von Rupert Murdoch: … „Der Leiter des Friedensnobelpreiskomitees verbringt diese Woche bei mir. Gibt es jemanden, den er… Mehr