Nach monatelangen schweren Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt zeichnet sich möglicherweise eine kurze Atempause ab: US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe von Russlands Präsident Wladimir Putin die Zusage erhalten, für die Dauer einer Woche auf Luftangriffe gegen Kiew und andere große Städte zu verzichten.
picture alliance / Anadolu | Kremlin Press Office
Anlass dieser Initiative des US-Präsidenten sind die extremen winterlichen Temperaturen und die dramatische Lage der zivilen Infrastruktur in der Ukraine. Seit Wochen leidet Kiew – 2,5 Millionen Einwohner vor Beginn des Krieges – unter massiven Stromausfällen durch gezielte Angriffe auf Energieanlagen. In vielen Stadtteilen bleiben Wohnungen unbeheizt, während die Temperaturen bis zu Minus 13 Grad erreichen.
In dieser Situation, so Trump, habe er persönlich bei Putin interveniert. Während einer Kabinettssitzung sagte der US-Präsident, er habe den russischen Staatschef gebeten, angesichts der außergewöhnlichen Kälte von weiteren Angriffen abzusehen. Wladimir Putin habe dem Wunsch zugestimmt. Eine öffentliche Bestätigung aus Moskau steht allerdings weiterhin aus.
In der Ukraine wurde die Ankündigung positiv aufgenommen – Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, sein Land rechne nun mit der Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Stromversorgung sei überlebenswichtig, betonte er, insbesondere im Winter. Die Unterstützung internationaler Partner beim Schutz der Zivilbevölkerung sei von zentraler Bedeutung. Gespräche über die temporäre Deeskalation seien auch bei jüngsten Verhandlungen im Nahen Osten thematisiert worden. Und humanitäre Schritte dieser Art könnten echte Fortschritte auf dem Weg zu einem Kriegsende ermöglichen, hieß es aus Kiew.
Die Aussagen Trumps fallen in eine Phase intensiver diplomatischer Aktivitäten, ide aktuellen Gespräche zwischen den Konflikparteien könnten bereits bald zu einem längerfristigen Waffenstillstand führen. Bereits vor Trumps Anruf bei Putin hatte der Kreml Hinweise auf eine mögliche Vereinbarung zum Schutz von Energieanlagen weder bestätigt noch dementiert. Der letzte Luftalarm in Kiew wurde in der Nacht zu Mittwoch ausgelöst, in den darauffolgenden Nächten blieben direkte Treffer in der Hauptstadt aus, während andere Regionen weiterhin Ziel von Drohnenangriffen wurden.
Russlands Blogger verurteilen Abmachung als „Verrat“
Innerhalb Russlands stößt die mutmaßliche Angriffspause jedoch auf scharfe Kritik. Vor allem in militärnahen Onlinekanälen ist von Unmut und Empörung die Rede. Mehrere bekannte Militärblogger berichten, dass russischen Einheiten bereits untersagt worden sei, Ziele in und um Kiew sowie die kritische Infrastruktur anzugreifen. In veröffentlichten Stellungnahmen ist von „Verrat“ und einem unzulässigen Entgegenkommen die Rede.
Andere Stimmen sehen in der möglichen Feuerpause eher ein taktisches Manöver – also einen Zusammenhang mit einer weiteren bevorstehenden Gesprächsrunde zwischen russischen und ukrainischen Vertretern, die unter internationaler Vermittlung stattfinden soll. Eine zeitlich begrenzte Zurückhaltung könnte demnach dazu dienen, die Verhandlungsatmosphäre zu verbessern.
Gleichzeitig wird in russischen Kommentaren der humanitäre Nutzen einer solchen Maßnahme offen infrage gestellt: Der Schutz der ukrainischen Bevölkerung vor Kälte sei kein ausreichender Grund für eine Waffenruhe, argumentieren einige Autoren. Angriffe auf das angeschlagene Energienetz würden aus ihrer Sicht weiterhin als wirksames Druckmittel gelten.

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Da kann Putin doch entgegen kommen und was ihm derzeit als Schwäche mit dem Fortkommen an der Front ausgelegt wird ist nichts anderes als warten auf die Dinge die da kommen, denn warum soll man vor der Übergabe noch eigene Soldaten opfern, bis der Rest Teil von Rußland wird und man keine Eile mehr hat, wenn es um die wenigen km² geht, die von den Ukrainern ehedem abgegeben werden, weil ihnen durch andere Maßnahmen bereits die Luft ausgeht, siehe Odessa, wo man auch keine Perspektive mehr sieht und alles zusammen kracht.
> In veröffentlichten Stellungnahmen ist von „Verrat“ und einem unzulässigen Entgegenkommen die Rede.
Schon öfter hat Russland einen Waffenstillstand bei Energieinfrastruktur angeboten – den wollten die Banderas bisher nicht. Jetzt aber doch oder werden die wie gewohnt weitermachen?
Die Russen können eh pausieren – die meisten Städte und Regionen haben höchstens ein paar Stunden pro Tag Strom. Nicht mal Toiletten in den Wohnungen können mehr genutzt werden, da Kanalisation eingefroren – in etlichen Siedlungen werden Sammel-Plumpsklos eingerichtet (etwa Sanya po Floridie redet auf Rutube täglich darüber).
Na – die sich in Russland befindliche 5. Kolonne der Ukraine (oder andere in der Ukraine direkt) wird schon einen Drohnenangrifft tief in Russland veranstalten.
Dann war es das mit dem Angriffsmoratorium auf Kiew…
Vielleicht reist auch Boris Johnson (im Auftrag von Obama?) wieder einmal nach Kiew…
Die Zündler werden schon einen Weg finden…
Ist schon passiert. Mehrere Drohnenangriffe, darunter auf die Krim…
Wer von den europäischen Kriegstreibern hat wohl mit Selenski telefoniert?
nun,jetzt wissen wir wenigstens,wo die in Deutschland(siehe Berlin letztens) nicht benötigten Stromaggregate hingeliefert wurden….
Quid pro quo. Sollte dies zutreffen, wird Russland hierfür ein „Entgegenkommen“ der USA bekommen haben. Welches, bleibt erstmal offen.
Ich denke am Ende wird wie zu erwarten eine Rumpfukraine mit Sicherheitsgarantien stehen. Zelensky und Co sind im Exil und in der Rumpfukraine gibt es bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Frage dürfte nur noch sein, ob mit oder ohne Zugang zum Meer.
Wiederaufbau und Alimentierung dieser Rumpfukraine finanziert dann über Jahrzehnte die EU.
Nicht nur bis zum letzten Ukrainer, sondern auch bis zum letzten EU´ler.
Tja. Einmal Dhimmi – immer Dhimmi. Da uns oktroyiert wurde, Tribut zu leisten, kommt dann auf die Milliarden für die Ukraine auch nicht mehr an? . 1/5 des Landes ging samt Mann und Maus schon an Russland. Zugeschlagen nach Referenden im Oktober 2022: Die Donbass-Oblasten mit mehrheitliche russischen Einwohnern gehören inzwischen zu Russland – was wohl auch Ziel der Aktion war – wurde halt bei uns nicht berichtet. Putin kann es nur noch um die internationale Anerkennung dessen gehen: Thomas Röper am 1.10.2022: Gegen die westlichen Eliten Putins Rede zur Vereinigung Russlands mit den ehemals ukrainischen Gebieten Nach den Referenden… Mehr
Die Russen haben in vier Jahren des Krieges nichts weiter erreicht, als sich als ernstzunehmende Militärmacht bis auf die Knochen zu blamieren. Jeder weiß jetzt, daß Rußland ein zahnloser Teppich ist. In vier Jahren ist die Wehrmacht von Warschau bis Moskau und wieder zurück gelaufen.
Da können die Russen tatsächlich mal eine Pause von ein paar Wochen machen. Oder einfach gleich ganz damit aufhören.
Die Amis hätten Kiew bereits wie Falludscha eingeebnet…stimmt,die Russen haben das nicht getan…
wer solche „Freunde“ hat,kann über die Russen wohl lachen
Tja. Es scheint ja auch, dass „die Russen“ nicht wie die Wehrmacht wieder zurück laufen will?
4 Oblasten sind seit Oktober 2022 Russland bereits eingegliedert. Wie die Krim schon länger.
> In vier Jahren ist die Wehrmacht von Warschau bis Moskau und wieder zurück gelaufen.
Nicht nur zurück, sogar bis Berlin. Röper erklärte im „Anti-Spiegel“, dass mit dem langsamen Abnutzungskrieg bei Gelegenheit auch Westeuropa entwaffnet wurde – insbesondere die Dänen haben fast alles den Banderas geschickt. So kann die Wehrmacht nicht noch mal nach Moskau gehen.
Opi macht das schon. Schließlich hat er ja den Krieg bereits 24h nach Amtsantritt beendet. Der Witz ist besser als der Ahrtal-Lacher.
Wenn Sie US-amerikanische demokratische Parlamentsentscheidungsprozesse kennen würden, hätten Sie bei seiner Aussage erkannt, dass TRUMP den Willen zwar hatte, es allerdings diplomatische Vorgehensweisen erfordert, um einen Prozess abzuschließen. Darüber hinaus: ein gewählter Präsident kann erst dann Einsicht in die Dossiers erhalten, wenn er das Amt antritt, also nach der Inauguration. TRUMP hat auch nicht gesagt, dass er den Krieg bereits 24h nach Amtsantritt beendet habe.
Bleiben Sie sachlich.
Er hat ja nicht mit den „Allierten“ in der EU gerechnet, die das seit Inauguration gekonnt zu verhindern wissen.
Alles auf unsere Kosten und noch übler: „ukrainischer Soldaten.
„US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe von Russlands Präsident Wladimir Putin die Zusage erhalten, für die Dauer einer Woche auf Luftangriffe gegen Kiew und andere große Städte zu verzichten.“ Ach ja, er nu wieder…! Grossmaul Trump nutzt häufig Selbstzuschreibung diplomatischer Erfolge, auch wenn diese nicht belegt sind. Russland hat in drei Kriegswintern gezeigt, dass Energie- und Infrastrukturangriffe gezielt gerade im Winter intensiviert werden, nicht reduziert. Wäre eine echte Pause vereinbart worden, gäbe es sofortige propagandistische Verwertung aus Moskau – das ist nicht passiert. Trumps Aussage wirkt weniger wie ein Bericht über reale Diplomatie, sondern eher wie politisches Storytelling zur Selbstinszenierung.… Mehr
Sie wissen um die Angriffe der Ukrainer auf russische Energieinfrastruktur, auch tief im Land seit Monaten? Zudem betrifft auch uns, wenn große Gasspeicher dort derart demoliert sind, dass kein Gas mehr Richtung EU transferiert werden kann – bei so gut wie leeren Gasspeichern hierzulande. Es fehlt eine Aufstellung, was alles an Infrastruktur da wie dort bereits unbrauchbar gemacht wurde – und welche Auswirkungen das auf Strommangellagen auch in der EU haben wird. Von Nordstream einmal ganz abgesehen. . Und dass hier in D auch Kraftwerke „gesprengt“ werden und in der Slowakei wie Ungarn welche brennen gehörte in die Gesamtbetrachtung des… Mehr
Nicht verstanden, Kassandra, was dies mit Trumps grossem Maul zu tun haben koennte, aber durchaus angebracht in anderem Sinn.
Da haben Sie vermutlich recht. Man möge mich korrigieren,aber es gibt aus Moskau keine Äusserung zu diesem angeblich vereinbarten Waffenstillstand . Scheint ein Trump Trick zu sein um eine zu erwartende Aussenwirkung auf den angeblich nicht vorhandenen Friedenswillen Moskaus zu erzeugen.
Ja, das koennte sein, so wie ein mit erpresserischen Methoden arbeitender deal maker oder influencer halt so tickt.
Was soll denn das Ganze wenn er von Rußland eine offensive Zurückhaltung in der Ukraine fordert und gleichzeitig seine Armada vor den Küsten des Irans aufbaut, was ein Widerspruch in sich ist und keine sachliche Überlegung zu erkennen ist. Bei einem Angriff könnte es passieren, daß es keine Armada mehr gibt und der kleine Bruder in den Seilen hängt und besser ist es die Finger wegzulassen, als sich vor der Welt blamieren zu müssen, denn jeder Jagdmann weiß, daß man nicht in jeden Bau reinfassen sollte, weil es zu Reaktionen kommen könnte, die äußerst schmerzhaft sein könnten. Der Iran ist… Mehr
Loriot haette gesagt: „Fein beobachtet!“
Hoffe auf eine gerechte Welt und den baldigen Abgang von Putin und seinen Bonzen …
Vergeblich. Hier bei uns wird vielleicht bald so gerichtet werden: in Afghanistan soll ein 4-Klassen-Recht eingeführt werden – also nichts mehr davon, dass vor dem Gesetz alle gleich wären – wobei das noch weiter differenziert werden wird – und Chemnitz bereits „Friedensrichter“ suchen soll: The Taliban has introduced a new law which divides society into four classes, with different punishments prescribed for the same crime depending on social status. Religious scholars are placed in the highest category and are exempt from severe punishment, with admonition deemed sufficient in case of wrongdoing. The second category includes respected elites such as tribal… Mehr