Die Universität Wien streicht Rudolf Taschner die Ehrung, weil er Gender Studies, Klimadebatte und Förderpraxen kritisiert. Aus Wissenschaftsfreiheit wird Gesinnungstest, aus Leistung ein politisches Gnadenrecht.
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Die Universität Wien wollte Rudolf Taschner ehren. Dann fiel ihr offenbar ein, dass der Mathematiker nicht nur rechnen, schreiben und erklären kann, sondern auch gerne mal öffentlich widerspricht. Also wurde die Verleihung des Goldenen Doktordiploms kurzfristig abgesagt. Ein Mann, dessen mathematische und publizistische Leistungen unbestritten sind, soll nach fünfzig Jahren nicht geehrt werden, weil seine Ansichten nicht in den ideologischen Betriebsfrieden passen.
Taschner zählt zu den bekanntesten Wissenschaftlern Österreichs. Er hat zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher geschrieben, verfasst regelmäßig Kolumnen für große österreichische Zeitungen, und 1999 wurde sogar ein Asteroid nach ihm benannt. Seit 2017 ist er für die ÖVP politisch aktiv, zuletzt wieder als Abgeordneter. Genau dieser Mann sollte am 13. Mai gemeinsam mit zwei Kollegen das Goldene Doktordiplom der Universität Wien erhalten. Die Auszeichnung wird fünfzig Jahre nach dem Studienabschluss an Absolventen verliehen, die „herausragende wissenschaftliche Leistungen“ oder „außergewöhnliche berufliche Beiträge“ vorweisen können.
Der Termin stand bereits fest. Taschner hatte seine Dankesrede nach Berichten schon vorbereitet. Dann stoppte die Universität die Feier. Der Vorsitzende des Universitätssenats, Stefan Krammer, erklärte gegenüber der Presse, es habe „Bedenken“ wegen Taschners Äußerungen im Zusammenhang mit Evidenz, Autonomie und akademischer Freiheit gegeben, insbesondere zum Klimawandel sowie zu Gender- und postkolonialen Studien. Auch Taschners Kritik an den Förderrichtlinien des Österreichischen Wissenschaftsfonds wurde angeführt.
Nicht die mathematische Leistung zählt. Nicht das wissenschaftliche Lebenswerk. Nicht die publizistische Arbeit. Entscheidend ist, ob ein Wissenschaftler bei den politisch bewachten Themen die politisch genehme Tonlage trifft. Wer Gender Studies und postkoloniale Studien kritisiert, wer den Klimadiskurs nicht mit dem gebotenen Kniefall behandelt, wer fragwürdige Förderpraxis attackiert, verliert im akademischen Milieu seine Ehrenfähigkeit.
Taschner hatte in der Vergangenheit die starke Präsenz von Gender Studies und postkolonialen Studien an Universitäten kritisiert. Auch zum Klimawandel äußerte er sich scharf und bezeichnete ihn als „Nicht-Thema“, während Entscheidungsträger sich lieber mit „realen“ Problemen befassen sollten. Man kann diese Aussagen falsch finden, zugespitzt, provokant oder politisch unklug. Aber genau dafür gibt es Wissenschaftsfreiheit und Meinungsfreiheit: nicht für brave Sätze, die ohnehin jeder Dekanatsflur unterschreibt, sondern für den Widerspruch.
Ein weiterer Auslöser soll Taschners Kritik an einer Förderung von 400.000 Euro durch den Österreichischen Wissenschaftsfonds gewesen sein. Das Geld floss demnach in ein Kunstprojekt zur Ästhetik des Schlafs. Taschner nannte das nachvollziehbar „nutzlos“ und „zum Fenster hinausgeworfenes Geld“. worin er sicher die Meinung von 95% der Bevölkerung vertritt. Diese Kritik soll den Rektor der einreichenden Wiener Musik- und Kunstuniversität, Andreas Mailath-Pokorny, dermaßen verärgert haben, ein prominenter Spezialdemokrat.
Wer wie Taschner öffentlich bezweifelt, dass solche Projekte mit Hunderttausenden Euro alimentiert werden sollten, greift direkt ein nutzloses Milieu an, das sich an staatlich finanzierte Selbstbestätigung gewöhnt und sich fett darin eingerichtet hat.
Die Universität Wien versucht nun, aus einer Ehrung für Leistung eine Abstimmung über Gesinnung zu machen. Taschner soll nicht wegen fehlender Verdienste leer ausgehen, sondern wegen seiner öffentlichen Positionen.
Eine Universität, die sich auf Evidenz, Autonomie und akademische Freiheit beruft, verweigert eine Auszeichnung, weil ein Wissenschaftler diese Freiheit tatsächlich nutzt. Bei dieser Uni wird also keine Wissenschaft verteidigt, sondern ideologische Reinheit verwaltet. Gut zu wissen.
Die Reaktionen darauf fallen entsprechend heftig aus. ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti sprach von ideologischer Zensur in der Wissenschaft, die nicht toleriert werden dürfe. Die Universität Wien müsse ihre ideologischen Scheuklappen ablegen und zu ihren Kernprinzipien zurückkehren. Franz Schellhorn, Leiter der wirtschaftsnahen Denkfabrik Agenda Austria, nannte die Absage „Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn“.
Bemerkenswert ist, dass die Kritik nicht nur aus dem politischen Lager kommt, dem Taschner angehört. Auch Linke zeigen sich irritiert über diese akademische Strafaktion. Der deutsche Autor Hasnain Kazim, früher Wien-Korrespondent des Spiegel, schrieb sinngemäß, es sei Unsinn, wenn eine unpassende, aber legitime Meinung dazu führe, dass mathematische Leistungen nicht mehr geehrt würden. Eine solche Haltung sei einer freien Gesellschaft unwürdig.
Die Universität Wien hätte Taschner nicht zum Klimapapst ernennen sollen. Sie hätte ihm auch keinen Lehrstuhl für Gender Studies übertragen. Sie hätte einen Mathematiker für ein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt. Stattdessen macht sie aus dem Goldenen Doktordiplom ein politisches Führungszeugnis. Wer bei Klima, Gender, Postkolonialismus und Förderkritik falsch spricht, wird aus der Ehrenreihe gestrichen.
Der Fall Taschner zeigt, wie eng der Meinungskorridor an immer mehr Universitäten geworden ist. Wer mitläuft, bekommt Preise, Podien und Förderlogik, in die er sich warm einrichten kann. Wer widerspricht, muss erklären, warum seine fachlichen Leistungen plötzlich weniger zählen sollen. Die Universität Wien hat damit nicht Taschner beschädigt, sondern sich selbst.

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Verengung. Und Spaltung aller gesellschaftlichen Bereiche, der gesamten Gesellschaft.
Schauen Sie sich den „Wissenschaftsbetrieb“ in D/Europa an. Speichelleckerei und Anbiederung an den Zeitgeist. Das Gegenteil von Wissenschaft! Gender Studies, Pädagogik, Politik“wissenschaft“, Soziologie… alles Laberfächer. Für die, die Komplexdenken nicht beherrschen…
Wer immer nur im Hamsterrrad seines eigenen Weltbildes läuft kann die Welt ausserhalb nicht begreifen. Dann wird sein Weltbild zum Dogma.
Wenn ein Wesen ohne Vernunft versucht die Welt mit seiner Vernunft zu erklären, dann handelt es sich um das Wesen Mensch.
So ist es schon seit 10.000 Jahren in der Menschheistgeschichte und wird auch die nächsten 10.000 Jahre so sein, wenn „die Vernunft ohne Vernunft“ das Wesen Mensch nicht schon vorher vernichtet hat.
Mathematiker – sagt schon alles = Null Akzeptanz im politischen Nihilismus aus Hybris und Narzissmus – denn von Mathemathik verstehen sie nichts. Sie brauchen immer einen „Propheten“ in ihrer ungebildeten Welt. Jeder ehrliche Mathematiker kann diesen Klimawandel-Blödsinn in ein paar Sätzen zunichte machen. ich habes auch schon öfter hier erklärt warum es ein mathematischer Blödsinn ist, egal wieviele Professoren Unsinn erzählen. Der größte Fake der Wissenschaftgeschichte ist Einsteins ART Relativitätstheorie. Aktuelle Messungen von 2025 haben gezeigt, die phantasierte „Raumexpansion“ gibt es nicht. (experimentelle Studie Junhjuk Son et al., 2025). Seit über 100 Jahren erzählen Professoren und ihre Apologeten geharnischten Blödsinn… Mehr
Keine Expansion? Wie erklären Sie die mit der Entfernung zunehmende Rotverschiebung?
Wenn man Johann Deutschers Buch „DIE WEISSE RASSE“ liest, kann man anschließend den Vorgang um Taschner nachvollziehen!
das ist ja gerade die Auszeichung bzw. Ehrung. Darauf kann er künftig hinweisen und stolz sein, denn das rote Wien geht den Bach hinunter auch wenn die dortigen Verantwortlichen nicht müde werden zu betonen, wie toll doch dort alles wäre. Sehr empfehlenswert diesbezüglich Fahrten mit Bus, Tram und U-Bahn.
Nun, es muss doch einen Grund geben, warum 99% der Wissenschaftler (unabhängig von der Fachrichtung) den Klimawandel als menschengemacht ansehen und die Meinung vertreten, dass bei der Anzahl von 99 Geschlechtern noch mehr geht. Die Uni Wien hat da eben den Beweis angetreten. Da war man in der DDR ehrlicher. Da wurde jedem Doktoranden im Rahmen des Promotionsverfahrens ganz offiziell ein Glaubensbekenntnis zum Sozialismus/Kommunismus abverlangt. Ohne das keine wissenschaftliche Karriere. Frau Dr. Merkel, übernehmen Sie!
Das was da an der Universität geschieht sollte für einen Mann mit einer solchen akademischen und wissenschaftlichen Karriere geradezu einem Ritterschlag sein. Zeigt es doch, dass dieser Mann wohl ganz offenbar zumindest noch teilweise auf dem Boden der Tatsachen und der Wissenschaft steht.
Ich gratuliere diesen Mann unbekannterweise also ganz herzlich zu dieser Ehre durch die Universität.
Man scheint bei der Universität Wien nicht zu begreifen, dass man nicht den Ruf des Herrn Taschner beschädigt mit diesem Vorgehen, sondern den Ruf der eigenen Universität. Was sollte ein akademischer Titel von einer Universität noch wert sein, die nach Gesinnung entscheidet und wertet? So ruiniert eine Hochschule nach der anderen ihr Renommée und man sieht entsetzt zu bei diesem schaurigen Schauspiel.
Das erinnert mich stark an den Unversitätsbetrieb in der „DDR“. Wer zu Beginn seiner Karriere regelmäßig oder auch nur gelegentlich Kritik übte, hatte keine Chance auf eine Promotion oder gar auf eine Professur – unabhängig von der Qualifikation. Bestenfalls konnte er Oberassistent seines Faches werden, trotz bereits erarbeiteter Doktorarbeit oder Habilitation. Heute wäre der Prof. Taschner auch auf dieser Stufe stehengeblieben, würde er heute seine Karriere beginnen. Nichts ist anders in unseren heutigen „Rechtsstaaten“ oder „Wissenschaftsinstitutionen“ als in der „DDR“.