Die muslimische Eroberung Wiens und der gesamten westlichen Welt

Was hat die Geschichte des Kahlenbergs mit der überall in der westlichen Welt stattfindenden demonstrativen Besitznahme des öffentlichen Raumes durch muslimische Einwanderer zu tun? Natürlich überhaupt nichts.

screenshot x / @Esterreicherr

Der Kahlenberg ist ein nicht ganz 500 Meter erhobener Aussichtspunkt im Wiener Bezirk Döbling. Bei der zweiten Türkenbelagerung 1683, der letzten Belagerung durch ein muslimisches Heer, wurde die Stadt von hier aus von einem polnisch-litauischen Entsatzheer befreit. Der Kahlenberg gehört zum Wienerwald und ist ein Sonntagsausflugsziel der Wiener. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht auf ganz Wien und bei guter Sicht bis zu den Kleinen Karpaten in der Slowakei.

Im Dezember 2017 stellte Sebastian Kurz (ÖVP) am Kahlenberg seine neue Regierungskoalition mit der FPÖ vor. Bei der anschließenden Pressekonferenz fragte ein deutscher Journalist, unter dem Gelächter seiner österreichischen Kollegen, warum Sebastian Kurz die Vorstellung seiner neuen Regierung ausgerechnet auf den Kahlenberg verlegt hat.

1683 wurde Wien, und damit Europa, einmal mehr von einem muslimischen türkischen Heer belagert. Militärischer Führer der osmanischen Türken war Kara Mustafa Pascha. Er begann seine militärische Karriere in führender Position 1668 bei der Belagerung der Insel Kreta. Vier Jahre später, 1672 war er gegen Polen-Litauen im Gefolge des Sultans bei einem Feldzug erfolgreich. Im darauffolgenden Krieg (1676–1681) in der heutigen Ukraine gegen die prorussischen Kosaken und das Zarentum Russland nicht. Bei der Belagerung der Kosakenstadt Tschyhyryn 1678 nahm er die Stadt ein und wehrte gleichzeitig ein russisches Entsatzheer ab.

Das glaubte er vor Wien wiederholen zu können. Der selbstgeschaffene Vorwand war 1678 ein von den Osmanen geförderter Aufstand gegen die Herrschaft der Habsburger. Kara Mustafa sagte seine Unterstützung zu und wollte so die Gebiete des Königreichs Ungarn, die 1526 an die Habsburger gegangen waren, erobern. Nach der schnellen Eroberung Ungarns war sein Ehrgeiz gewachsen und er setzte sich die Einnahme der habsburgischen Hauptstadt Wiens, allerdings ohne die Genehmigung des Sultans, zum Ziel. Nachdem die türkischen Truppen das Burgenland und Niederösterreich überrannt hatten, begann er im Juli 1683 mit der Belagerung der Stadt.

Seine Vorbereitung und die Ausrüstung der muslimischen türkischen Truppen waren aber ungenügend. So konnten die Verteidiger unter Ernst Rüdiger von Starhemberg die Stadt bis zum Eintreffen des polnisch-deutschen Entsatzheeres unter dem polnischen König Jan III. Sobieski und Karl von Lothringen halten. Dass Kara Mustafa versäumt hatte, den Kahlenberg rechtzeitig zu besetzen, wird von Militärhistorikern als ein entscheidender taktischer Fehler von ihm angesehen.

Die verheerende Niederlage bei der Schlacht am Kahlenberg beendete dann die zweite Belagerung Wiens durch die muslimischen Osmanen. Ein Entsatzheer unter der Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski schlug die osmanische Armee. Die Niederlage bedeutete den Anfang vom Ende der türkischen Hegemonialpolitik. Unterstützt wurden die Österreicher von Truppen aus Bayern, Sachsen, Baden und den Kirchenstaaten. Schlachtentscheidend war aber das polnisch-litauische Heer unter dem polnischen König Johann III. Sobieski.

Ungarn, Serben, Polen, Österreich, aber auch Russland trugen bei der Abwehr der muslimischen Truppen des Osmanischen Reiches auf dem Balkan und im östlichen Europa dabei die Hauptlast. Der Rest Europas profitierte davon, ohne die Leistung dieser Länder je zu würdigen. Kara Mustafa Pascha wurde danach, da er die Schlacht verloren hatte, auf Befehl des Sultans mit der berühmten Seidenschnur erdrosselt.

Was hat die Geschichte des Kahlenbergs mit der überall in der westlichen Welt stattfindenden demonstrativen Besitznahme des öffentlichen Raumes durch muslimische Einwanderer zu tun? Natürlich überhaupt nichts.

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Kommentare ( 97 )

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97 Comments
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Fralarovi
27 Tage her

Wir sollten uns in Europa alle wieder auf unsere christlichen Wurzeln besinnen. Bestätigt wird das von Wissenschaftlern wie Larry Siedentop und Rodney Stark, die auch aufgrund der fundierten Arbeiten von Spezialisten zeigen, dass christliche Grundlagen, die in anderen Kulturen nicht so ausgeprägt waren, die Entwicklung von Individualität, Freiheit, Rationalität (aus dem Glauben an einen rationalen, redenden Gott) sowie Naturwissenschaft und Demokratie befördert haben.  Der Sieg des Abendlandes. Christentum und kapitalistische Freiheit (Edition Sonderwege bei Manuscriptum) eBook : Stark, Rodney, Flach, Stefan: Amazon.de: Kindle-Shop Larry Siedentop – Larry Siedentop – 2 Bücher – Perlentaucher In anderen Religionen und Weltanschauungen konnte die… Mehr

Wuehlmaus
27 Tage her

Während viele Europäer mit ihren Truppen den Einfall der Muselmannen gestoppt hatten, nutzten die Franzosen dies, um im Südwesten Deutschlands zu brandschatzen.

Haba Orwell
27 Tage her

Böses Medium gestern über westliche Barbarei: „Iran erlebt eine Invasion der Barbaren“ > „… Die Angriffe auf historische Denkmäler des alten Persiens sind keineswegs zufällig – sie könnten durchaus absichtlich und sogar demonstrativ erfolgen. Bereits im Jahr 2020 hatte sich US-Präsident Donald Trump dahingehend geäußert. …“ Wie der bombardierte Golestan-Palast: > „… Washington äußert sich nicht zu den Schäden am Golestan-Palast, obwohl der Palastkomplex zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die USA versuchen, diesen Vorfall als bedauerlichen Zufall darzustellen, der durch Irrtümer der künstlichen Intelligenz verursacht wurde – derzeit versuchen sie, auch den Massenmord in Minab mit einem „nicht-menschlichen… Mehr

Haba Orwell
27 Tage her

> Was hat die Geschichte des Kahlenbergs mit der überall in der westlichen Welt stattfindenden demonstrativen Besitznahme des öffentlichen Raumes durch muslimische Einwanderer zu tun? Natürlich überhaupt nichts.

Eben. Heutige Besitznahme erfolgt, nachdem westliche „Zivilisation“ in Chaos und Barbarei abgeglitten ist.

MartinKienzle
27 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Bitte hegen Sie keine Illusion: Ihre muslimischen Glaubensbrüder werden nicht Europa übernehmen, wenngleich Sie davon träumen!

BeastofBurden
27 Tage her

Der olle Clausewitz ist auch heute noch für uns relevant. Nicht als Lieferant von Patentrezepten, sondern weil er hilft, die richtigen Fragen zu stellen und unser Denken zu disziplinieren.

Das schreibt John Spencer, Executive Director des Urban Warfare Institute, auf X: https://x.com/spencerguard/status/2035206809905209686

MartinKienzle
27 Tage her

Wie damals: Wenn das christliche Europa zusammensteht, wird es den Versuch der muslimischen Landnahme erfolgreich abwehren!

Haba Orwell
27 Tage her
Antworten an  MartinKienzle

> Wenn das christliche Europa zusammensteht

Gibt es denn überhaupt noch Christentum in Westeuropa? Ich sehe nur Epsteinokratie, Todeskulte, Klimakulte, Piraterie, Russophobie und Hybris ohne Ende.

Schwabenwilli
27 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Oswald Spengler hat das im „Untergang des Abendlandes“ auch treffend beschrieben, Abkehr von der Religion, Hinwendung zum weltlichen Götzentum.

Kassandra
27 Tage her
Antworten an  MartinKienzle

In Spanien dauerte es ab des Königs Erlass 1492 bis 1616, bis der letzte Moslem wieder außer Landes war. Nach Jahrhunderten Anwesenheit hatten die Spanier genug – doch auch nach der Reconquista 1492 gab es Unruhen, denn die Moslems, die bleiben wollten, sollten sich an geltende spanische Regeln und Gesetze anpassen – jedoch: „Trotz äußerlicher Assimilierung hielten sie weiterhin an ihrer religiösen und ethnischen Identität fest – und da es immer wieder zu Übergriffen kam wurde das 1609 unter der Regierung Philipps III. herausgegebene Edikt zur endgültigen Vertreibung bis 1614 durchgesetzt.“ http://historicum.jku.at/Graue-Reihe/Graue%20Reihe%2037.pdf Man kann sich also vorstellen, dass Spanien und… Mehr

BeastofBurden
27 Tage her
Antworten an  Kassandra

Passend dazu der Essay von Siegfried Kohlhammer, erschienen 2003 im Münchner Merkur:

https://die-sichel.over-blog.de/article-siegfried-kohlhammer-ein-angenehmes-marchen-97549501.html

Demnach war der Mythos vom toleranten al-Andalus ein Produkt des Kulturkampfes in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Protestanten, unterstützt von Juden, wollten ein möglichst düsteres Bild des katholischen Spanien (inklusive Inquisition) zeichnen und färbten zu diesem Behufe das moslemisch regierte Spanien möglichst schön.

Schwabenwilli
27 Tage her
Antworten an  Kassandra

Tja, wie es so geht in der Geschichte: „Am 2. Januar 1492 war die Alhambra nach einem zehnjährigen, kostspieligen Krieg als letzte muslimische Hochburg einer 700-jährigen maurischen Herrschaft über Spanien gefallen. Dieser Krieg war nur durch massive finanzielle Unterstützung jüdischer Finanziers, insbesondere der beiden Magnaten und Berater der Krone Isaak Abravanel und Abraham Senior, durchgehalten und gewonnen worden. Auf ebendieser Alhambra wurde das nach ihr benannte Edikt beraten und von den „Katholischen Königen“ unterzeichnet“ Dummerweise hat man nämlich die Juden gleich mit rausgeschmissen: https://de.wikipedia.org/wiki/Alhambra-Edikt Ob das der lange Atem des lieben Gottes ist, das Spanien wieder mit Moslems fluten und… Mehr

M. B.
28 Tage her

„Natürlich überhaupt nichts.“

Natürlich nicht. Hier erkämpfen keine moslemischen Heere den Zugang in die Länder, sondern klandestine Kräfte führen und leiten sie als Instrument zur Umsetzung ihrer Interessen.

Kassandra
28 Tage her

Alice Weidel sprach heute in Ungarn auf der CPAC – vor Milei: https://www.youtube.com/watch?v=KajGpOAzk4k

Logiker
28 Tage her
Antworten an  Kassandra

Eine Rede, die einem deutschen Kanzler gut anstehen würde, ja, notwendig ist.

Fralarovi
28 Tage her
Antworten an  Kassandra

Vielen Dank für den Link mit dieser ausgezeichneten Rede von Dr. Weidel.

„God bless Hungary, God bless Germany, God bless the freedom-loving countries of Europe!“

Kassandra
28 Tage her
Antworten an  Kassandra

Hier alle Reden – mit Simultanübersetzung ins Englische: https://www.youtube.com/watch?v=f0ZDER4oDN4

Fralarovi
27 Tage her
Antworten an  Kassandra

Vielen Dank! Wir sollten unsere Hoffnung aber nicht so sehr auf einzelne Menschen setzen, dass wir ihre Fehler, die sie auch haben, übersehen, sondern ein erneuertes Denken unter der gesamten Bevölkerung anstreben.
„2025 wird zum Jahr des großen Umdenkens!“ (Ernst Wolffs Hoffnung) – YouTube

Peter Hahne – Letzter Augenöffner Die Wahrheit erkennen, bevor es zu spät ist – YouTube

Haba Orwell
27 Tage her
Antworten an  Kassandra

Mainstream hetzt gegen die AfD: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/israel-iran-krieg-sprach-und-ziellos-das-nahost-dilemma-der-afd/100137038.html

> „… CSU-Chef Söder: „Die AfD ist der größte Verteidiger des Mullah-Regimes in Deutschland“ … So machten sie sich für „Friede durch ehrliche Diplomatie auf allen Seiten“ stark und warben dafür, dass Europa dabei den Weg der Vermittlung weitergehen müsse, „um im Interesse seiner Bürger eine Eskalation in der Golfregion zu stoppen“. …“

Offenbar liegt Weidel auch hier richtig. Leider berichtet nur Böses Medium, was sie genau sagt.

MartinKienzle
27 Tage her
Antworten an  Kassandra

Es entzieht sich meiner Kenntnis, weshalb Weidel als Hoffnungsträger gesehen wird: Eine in der Schweiz wohnende lesbische Frau, die für den Erhalt der christlich-bürgerlichen Werteordnung eintritt, welche sie allerdings mit ihrer Lebensweise in Abrede stellt! Kurz: Weidel ist keineswegs authentisch; im Grunde wirkt sie wie ein sogenannter „V-Mann“ des sogenannten „Verfassungsschutzes“!

K.Behrens
28 Tage her

Für nette Ostergüße nach Wien ist es noch ein wenig zu früh. Der Ostersegen „Urbi et Orbi“ wird zivilisiert aus dem Petersdom folgen. Selbst ohne römisch-katholische Erziehung ist mir bis heute nicht bekannt, dass ein römisch-katholischer Mob auf irgendeiner Wiese eine religiöse Versammlung abhält oder mich lautstark belästigt. Noch kann man die wenig appetitlichen männlichen Popöchen als Treibgut sehen, die sich zufällig unkordiniert unter Polizeischutz zusammen rotten. Was mich in Deutschland bei gleichartigen Versammlungen im öffentlichen Raum überrascht, man sieht nie Gäste wie einen Wulff (der Islam gehört zu Deutschland) aus den Reihen an -Ismus Beauftragten bei solchen Veranstaltungen. Last… Mehr

Kassandra
28 Tage her
Antworten an  K.Behrens

In Australien wollte man den australische PremierMinister in der Moschee beim Fastenbrechen nicht leiden – weil die im Konflikt um Gaza eine missliebige Meinung vertreten: https://www.welt.de/politik/ausland/article69bd1d6bcb1f9a070e40380c/australien-moscheebesuch-eskaliert-premierminister-wird-ausgebuht.html?source=puerto-reco-2_ABC-V49.5.A_control
Hier in Bild und Ton: https://x.com/WallStreetMav/status/2035008471284723887
Wohingegen ein „Migrant“ in Griechenland eine orthodoxe Kirche „besuchte“ – um den Gottesdienst zu stören: https://x.com/visegrad24/status/2034981001223422249
Immerhin sind sie da noch Manns genug, solche schnell zu entfernen.

Schwabenwilli
27 Tage her
Antworten an  Kassandra

Für alle Politiker der westlichen Welt welche sich an den Islam ranwanzen wird es noch ein böses Erwachen geben wenn sie nicht so spuren wie es die von ihnen hofierten wollen.

Ganz aktuell, muslimischer Bankett im deutschen Parlamentsgebäude.
Das bleibt in den Köpfen der christlichen Bürger hängen.

Fralarovi
25 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

In ihrer Rede bei der CPAC in Ungarn wies Frau Dr. Weidel auf die Pfeiler der westlichen Zivilisation hin und sprach auch von dem erlösenden Licht des Christentums.   https://www.youtube.com/watch?v=KajGpOAzk4k „Die Geduld der freien Völker ist zu Ende!“ Alice Weidel #CPAC 2026   Sie beendete ihre Rede mit dem Wunsch: Gott segne Sie, Gott segne Ungarn, Gott segne Deutschland, Gott segne das freie Europa.   Ohne den verinnerlichten und praktizierten biblisch-christlichen Glauben mit der Goldenen Regel und den Zehn Geboten gehen wir unter, wir haben kein Weltbild als geeignete Basis für das Streben nach Demokratie, Freiheit, Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Objektivität, nach… Mehr

Chris Groll
28 Tage her

Leider fällt mir in letzter Zeit wieder häufiger auf, daß (meine) Kommentare nicht freigeschaltet werden. Ist das Absicht?

Magdalena
28 Tage her
Antworten an  Chris Groll

Geht mir mit meinen Kommentaren auch so…

Schwabenwilli
27 Tage her
Antworten an  Chris Groll

Zu Ihrer Sicherheit, Stichwort Bademantel.

Chris Groll
27 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

Da habe ich aber schlechte Karten. Die gleichen Kommentare, die hier zensiert werden, werden in anderen Medien veröffentlicht.
Schade, habe von TE mehr erwartet.