Kaum hat die „Freedom Flotilla" am vergangenen Sonntag aus Barcelona abgelegt, da wird die Aktion bereits von schweren Vorwürfen überschattet: Einer der bekanntesten Aktivisten der Global Sumud Flotilla hätte während der Fahrt sexuelle Beziehungen zu mindestens drei Teilnehmerinnen gehabt.
picture alliance / Anadolu | Salvatore Allegra
Die palästinensische Gruppe Heart of Falastin sprach in den sozialen Medien von einem klaren „Verstoß gegen Ethik und Machtmissbrauch“: „Nicht eine Person. Nicht zwei. Drei verschiedene Personen – und das auf einem Schiff auf dem Weg in ein Land, in dem angeblich Völkermord geschieht.“ Die New York Post titelt den Skandalfall auf Thunbergs Flotte mit „Lefty Love Boat“: Mehrere brasilianische und linke Kritikergruppen identifizierten den Beschuldigten als den 39-jährigen brasilianischen Aktivisten A. Er soll seine Frau und sein Kind in Brasilien zurückgelassen haben, um sich nun bereits zum vierten Mal an solchen Fahrten zu beteiligen – zweimal nach Gaza, einmal nach Kuba und nun wieder.
A. bestreitet die Vorwürfe vehement: „Das sind offensichtlich falsche Anschuldigungen, eine Schmutzkampagne“, teilte er per WhatsApp mit. Die Ethikkommission der Flottille habe alle Beteiligten befragt und bestätigt, dass nichts vorgefallen sei – man sei lediglich „Kameraden“. Eine der betroffenen Frauen, die Brasilianerin Lisi Proença, sprach in einem Instagram-Video von kulturellen Missverständnissen: Brasilianer seien eben sehr herzlich, umarmten viel und teilten sich auch gerne die Kabinen.
Die Flottillen-Organisation selbst erklärte, eine Untersuchung der bereits im November 2025 aufgetauchten Vorwürfe habe keine Beweise erbracht. Man habe nach den Reisen 2025 sogar eine professionelle „Ethikkommission“ aus Juristen eingesetzt, um künftig solche Fälle zu prüfen – und in anderen, nicht näher benannten Fällen bereits Disziplinarmaßnahmen ergriffen. Dass Disziplinarmaßnahmen folgen mussten, wirkt aber wie ein Eingeständnis systematischer Probleme.
Der aktuelle Skandal komplettiert die Serie an Zwischenfällen bei gescheiterten und umstrittenen Fahrten. Bereits im Juni 2025 nahm Greta Thunberg an der kleinen „Madleen“-Mission der Freedom Flotilla Coalition teil. Das Boot wurde von der israelischen Marine abgefangen, die Besatzung festgenommen und deportiert.
Im Juli folgte dann die „Handala“ mit 21 Aktivisten, sie wurde ebenfalls gestoppt.
Im September und Oktober 2025 startete die deutlich größere Global Sumud Flotilla mit 50 Schiffen und etwa 500 Teilnehmern aus Dutzenden Ländern. Auch hier war Greta Thunberg an Bord, ebenso der nun beschuldigte A. Die israelische Marine fing die meisten Schiffe etwa 70 bis 130 Seemeilen vor Gaza ab, die Aktivisten wurden nach Israel gebracht, verhört und ausgewiesen. Thunberg berichtete später von einer harten Behandlung nach der Festnahme, darunter angeblichen Misshandlungen und Demütigungen. Israel wies diese Vorwürfe zurück.
Schon zuvor gab es Sabotagevorfälle: Ein Schiff der Koalition („Conscience“) wurde im Mai 2025 vor Malta angeblich von Drohnen angegriffen und beschädigt. Während der September-Fahrt kam es zu internen Streitereien, Thunberg trat dann frustriert vom Lenkungskomitee zurück und wechselte mit ihrem Koffer zu einem anderen Schiff. Dann wurde das Radio eines Schiffs gehackt, es spielte laut ABBA-Songs. Gleichzeitig feierten die Aktivisten mit Konzerten und Partys in Barcelona, was palästinensische Stimmen wie „Palestinian Reveals“ als respektlos gegenüber den Menschen in Gaza kritisierten.
Viel Kritik am Aktivismus
Der Skandal nährt den Vorwurf, die Flottillen seien weniger echte humanitäre Hilfe als Selbstdarstellungsversuche linker Aktivisten. Trotz ambitionierter Spendenaufrufe (aktuell wurden 3,5 Millionen Dollar eingenommen) bleibt die Spenderliste intransparent. Kritiker, darunter palästinensische Journalisten wie Mohammed AbuSalama, zitieren Gaza-Bewohner mit den Worten: „Besser das Geld direkt nach Gaza spenden, statt es ins Meer zu werfen.“
Tatsächlich erreichte bisher kaum Hilfe das Ziel: Die Schiffe wurden abgefangen, die Ladung beschlagnahmt oder umgeleitet. Israel argumentiert, die Aktionen seien reine Propaganda, die der Hamas nutze.
Auch die neuen Vorwürfe sind für die Bewegung alles andere als hilfreich: Machtmissbrauch, interne Machtkämpfe, kulturelle Rechtfertigungen für eine sehr intensive Nähe und eine Feierkultur, die mit dem ernsten Anliegen kollidiert. Der jetzt Beschuldigte postete selbst in seinen Instagram-Stories Bilder, die das Image der „party-liebenden Ultralinken“ eher verstärken als entkräften.
Thunberg schweigt zu den Vorwürfen
Greta Thunberg selbst schwieg bisher zu den neuen Vorwürfen und zu der Frage, ob der Skandal eine Rolle bei ihrem Rückzug aus dem Komitee spielte.
Die Aktivisten der „Friedensflotte“ sind nun mit Kritik an einer offensichtlichen Doppelmoral konfrontiert: Während man Israel scharf für die Blockade und angebliche Kriegsverbrechen verurteilt, scheint man eigene ethische Standards – speziell im Umgang mit Macht und Sexualität – ziemlich zu ignorieren. Die wiederholten Versuche, trotz vorhersehbarer Abfangmanöver, dienen offenbar eher der medialen Aufmerksamkeit und der eigenen Profilierung als einer nachhaltigen Verbesserung der Lage in Gaza. Echte humanitäre Hilfe läuft seit Jahren über geprüfte Landkorridore oder die UN, mit allen bekannten Problemen der Korruption und Zweckentfremdung durch bewaffnete Gruppen.
Statt seriöser Diplomatie oder konkreter Unterstützung vor Ort produziert die Flottillen-Bewegung Skandale, Selfies und Schlagzeilen. Auf den Pro-Gaza-Schiffen ist ein Mix aus moralischer Überhöhung, internem Chaos und fehlender Transparenz mit an Bord.

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Trifft oder traf Thunberg überhaupt ja eigene Entscheidungen, oder macht das schon immer ihr Management?
Es wird spannend, wenn Linke und Islam sich irgendwann „auseinandersetzen“.
Linke Seite der beiden schwarzen Seiten: Solange alle Beteiligten Volljährig sind, können sie es treiben, wie sie wollen. Nacheinander mit drei Personen oder als Vierer. Es ist dabei völlig egal, ob sie nach Gaza unterwegs sind. Es ist auch egal, ob sie als Freiwillige auf einer humanitären Aktion unterwegs sind. Sex ist erlaubt. Die rechte Seite wird in meinen Augen skuril: Aber es auf einem Boot zu tun, das auf dem Weg zu einer Nation ist, die gerade Genozid erlebt, …..ist eine klare Verletzung von Ethik und Macht. Wessen Ethik? Machtmißbrauch? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine dieser ja… Mehr
Wenn die drei Frauen einverstanden waren, sehe ich gerade kein Skandalisierungspotential.
Die „Flottille“ war eine alberne Aktion von ideologisierten Vollpfosten. Aber sich über einverständliche Promiskuitivität zu echauffieren, wenn der Anlass der lustigen Reise ein dauerhafter mörderischer Konflikt mit unzähligen Toten und schwer verletzten Menschen ist, erscheint doch etwas bemüht.
Es gibt in der Region gerade ganz andere Probleme als moralisch fragwürdiges Verhalten Dritter. Soll das von was ablenken?
Naja, vielleicht zeigen solche „Offenlegungen“ ja auch nur, daß Arbeit auch spaß machen kann. Tatsächlich habe ich aber ob dieser Flottille noch nie gehört, welchen tieferen Sinn sie hätte. Aber darüber sollten sich eher die Sponsoren einen Kopf machen.
Es wäre sicher interessant zu erfahren, wie denn die führenden Figuren der beiden großen Kirchen heute über die jesusgleiche Erlösergestalt mit dem Mondgesicht und der psychischen Störung denken. Die schwedische Schulschwänzerin mit dem dumm-naiven Weltbild galt den grün-linken Kirchenfürsten doch als der neue Christus.
Ich verurteile die politischen Ziele dieser „Flotille“, aber warum sollen die daran Beteiligten keinen Geschlechtsverkehr haben? Die sind alle erwachsen, und wenn sie eine „Orgie für Palästina“ organisieren wollen, dann ist das absolut ihre Sache.
Wasser predigen und Wein trinken, genau das sind diese fanatischen links-grün-woke toxischen Ideologen, Lügner und Vernichter par excellence❗
Es geht um Geld, Wichtigtuerei und und vögeln … OK – sind halt irgendwie Teens
Dieser linke Kli-kla-Klawitter-Bus mit Segeln auf dem privilegierte, unterbelichtete Klima-und Palästinagremlins (inclusive Thunfisch) ihre (offensichtlich sinnentleerte) Freizeit verbringen, ist doch eigentlich keine Zeile wert. Dass diese Heuchler ohne jede Bildung immer noch soviel Geld generieren können, macht einen allerdings sprachlos.
Die heutige Blockwart-Linke ist so prüde, wie noch nie. Die Baader-Meinhof-Bande bestand quasi noch aus dem Harem Andreas Baaders, der weniger politisch definiert war, sondern eher als Gockel unter seinen Hühnern. Das ist heute quasi undenkbar. Baader wäre längst als Macho-Nazi exkommuniziert worden.