Die Revolutionsgarden haben die Macht ergriffen – Trump will Hormuz-Straße später regeln

Trump: Konzentration auf die Zerstörung der militärischen Infrastruktur des Iran. Zivilregierung des Iran nur noch Aushängeschild, die Revolutionsgarden bestimmen allein.

Screenshot X / Open Source Intel
Iran-Präsident Pezeshkian

Der Fernsehsender Channel 14 berichtet über ein Gespräch des Präsidenten der Islamischen Republik, Massud Pezeshkian, und dem Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionsgarden, Ahmad Vahidi.

Pezeshkian: „Ich möchte an den Verhandlungen mit den USA beteiligt sein. Ohne ein schnelles Abkommen wird unsere gesamte Wirtschaft innerhalb von drei Wochen zusammenbrechen.“

Vahidi: „Genau deshalb können Sie nicht beteiligt sein. Sie würden alles für ein Abkommen aufgeben.“

Nach dem Gespräch soll Pezeshkian seinen Gesprächspartnern gesagt haben, er fühle sich wie eine Geisel: „Ich kann nicht zurücktreten, ich kann keine eigenen Entscheidungen treffen, ich kann nur einen vorgegebenen Text ablesen.“

Channel 14 schließt seinen Bericht mit der Feststellung, dass die Revolutionsgarden das Land faktisch regieren. So etwas nennt man Putsch.

President Trump soll Berichten nach die militärische Operationen zur Öffnung der Straße von Hormuz abschließen wollen, auch wenn diese weitgehend unpassierbar bliebe. Stattdessen konzentriere sich das Weiße Haus auf strategische Kernziele: Neutralisierung der Marine + Zerstörung der Raketenarsenale + Demontage der militärischen Infrastruktur + Verhinderung der Entwicklung von Atomwaffen.

JFeed zitiert Trump aus einem Fernsehinterview von 1987: „Der wahre Schuldige ist der Iran … Warum konnten wir nicht einmarschieren und uns einen Teil ihres Öls aneignen? … Wer schwach ist, riskiert einen Krieg … Wenn der Iran dieses Land (Israel) angreift, dann schnappt euch eine ihrer großen Ölanlagen und holt eure Verluste wieder zurück, denn dieses Land hat durch den Iran schon viel verloren.“

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Kommentare ( 3 )

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M. Stoll
44 Minuten her

War es nicht das Ziel dieses Krieges, einen Machtwechsel („Regime Change“) zu erreichen?
Herzlichen Glückwunsch!

Marcel Seiler
47 Minuten her

Die Straße von Hormuz nicht öffnen: Geschickter Schachzug des Präsidenten. Da viele Länder, aber nicht die USA, auf das Öl des persischen Golfs angewiesen sind, wird der Iran sich viele Feinde machen, wenn er die Straße nicht öffnet, so dass Israel und die USA dann nicht allein gegen den Iran stehen.

Gleichzeitig zeigt er den Europäern, dass es eine Lüge ist, wenn sie sagen, dies sei nicht ihr Krieg – in der jetzt widerlegten Hoffnung, Israel und die USA würden für sie die Drecksarbeit machen,

Bravo, Präsident Trump!

Last edited 46 Minuten her by Marcel Seiler
Haba Orwell
1 Stunde her

> Zivilregierung des Iran nur noch Aushängeschild, die Revolutionsgarden bestimmen allein. Wurde Preußen nicht früher mal als eine Armee bezeichnet, die einen Staat habe? In Kriegszeiten bestimmt überall verstärkt das Militär das Geschehen – wem es nicht passt, sollte keine Kriege starten. > JFeed zitiert Trump aus einem Fernsehinterview von 1987: „Der wahre Schuldige ist der Iran … Warum konnten wir nicht einmarschieren und uns einen Teil ihres Öls aneignen? Die Welt nach Trump – wieso kann man sich nicht einfach das Öl anderer Länder aneignen? Mit Russland hat es auch nicht geklappt, aber sowas von wahrhaft schuldig im Trump’schen Sinne… Welch Glück, dass… Mehr