Eine große Wende in der Migrationspolitik kündigt sich an. Die nordischen Länder machen es vor. Nun will der französische Justizminister sogar die legale Zuwanderung für drei Jahre aussetzen und den Familiennachzug ebenso. Frankreich sei „an den Grenzen seiner Assimilationsfähigkeit“. Der Rechtsruck erreicht das Macron-Lager.
picture alliance / SIPA | Martin Rodier
Es sind nur einige Ideen, aber die kommen von einem möglichen Anwärter auf die Präsidentschaft nach Macron. Julien Darmanin ist Justizminister, also im weitesten Sinne noch für die Immigration und ihre Folgen zuständig, die sich in Frankreichs Kriminalstatistik so gut abzeichnen wie in der von irgendeinem europäischen Land. Aber Darmanin zehrt wohl auch von seiner Erfahrung als Innenminister bei seinem neuen Aufschlag zur Migrationspolitik. Es geht dabei gar nicht mal um die illegale Migration, die in Frankreich ohnehin seit langem bekämpft wird, sondern um die legale.
Vorgeschlagen hat Darmanin ein Moratorium für die legale Zuwanderung, einen Einwanderungsstopp, der zunächst auf drei Jahre begrenzt ist. „Wir haben die Grenzen unserer Integrations- und Assimilationsfähigkeit erreicht“, meinte der Minister im Gespräch mit dem Journal du Dimanche und fügte sogleich hinzu: „Der Einwanderung, wie sie heute stattfindet, muss ein Ende gesetzt werden.“ Diese Frage werde, so oder so, eine wichtige Rolle bei den Präsidentschaftswahlen spielen. Man müsse die Zuwanderung „sehr stark versiegen lassen“, so Darmanin in einem sehr eigentümlichen Bild.
Was folgt, sind einzelne Ideen. Das Interview enthält keine X-Punkte-Plan, sondern einen Strauß denkbarer Maßnahmen. So könnte sich Darmanin vorstellen, den Familiennachzug für importierte Arbeitskräfte abzuschaffen oder auszusetzen. Mit anderen Worten: Arbeitsvisa sind wichtig, helfen angeblich der Wirtschaft. Sie sollen aber nicht bedeuten, dass einer seine Familie nachholen müsse. Das erinnert an das Deutschland der 60er- oder 70er-Jahre oder ähnliche Regelungen im Nahen Osten heute.
Außerdem fordert Darmanin feste begrenzende Quoten für die Zuwanderung statt der bisherigen „indikativen“ Quoten mit Empfehlungscharakter. Man müsse die Zahl der Immigranten bestimmen können, außerdem ihre Herkunftsregion und die gesuchten Qualifikationen. Dazu müsse man die Verfassung ändern, so Darmanin. Auch vor einem Referendum zur Immigration hätte er laut eigenem Bekunden keine Angst.
Daneben fordert er die Abschiebung jener, die schon ausreisepflichtig sind. Das will er erreichen, in dem er die Visavergabe bei Ländern einschränkt, die ihre ausreisepflichtigen Bürger nicht zurücknehmen. Und daanach könne man dann an der Assimilation der Verbleibenden arbeiten. Und das scheint als Aufgabe im heutigen Frankreich groß genug. Acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung Frankreichs sind heute Ausländer mit legalem Aufenthaltsstatus, von den Kindern ganz zu schweigen.
RN-Bürgermeister vor Gericht – wegen Ausreisepflichtigem
Im September wird der RN-Bürgermeister von Béziers, Robert Ménard, vor Gericht stehen, weil er sich weigerte, eine Französin und einen ausreisepflichtigen Algerier zu verheiraten. Aus der Politik wurde Ménard scharf kritisiert. Doch Darmanin gibt sich in dieser Frage verständnisvoll: „Der Bürgermeister handelt im Rahmen seiner Amtspflichten, wenn er im Grunde erklärt, dass er den Verdacht auf eine Scheinehe hegt.“ Darmanin will die Eheschließung mit Ausreisepflichtigen in einem neuen Gesetz verbieten. Man wird sehen.
Darmanin ist seit langem der Rechtsaußen der Macron-Regierung, der – obwohl selbst zum Teil Nordafrikaner – für eine strikte Ausländerpolitik steht. Ob er selbst bei den Präsidentschaftswahlen 2027 seinen Hut in den Ring werfen wird, lässt Darmanin noch offen. Binnen eines Jahres könne sich noch viel ändern. Er kritisiert aber schon fleißig seine direkten Konkurrenten um die macronistische Kandidatur, als da wären der junge Parteiführer Gabriel Attal und der ehemalige Premierminister Édouard Philippe.
Darmanin gehörte zu fast allen Macron-Regierungen seit 2017, nur nicht zu der von Michel Barnier, von dem er sich übrigens die Idee des Moratoriums ausgeliehen haben mag. Dem Sinn nach ist es eine Forderung, die jahrelang exklusiv dem Rassemblement national gehörte und nun immer weiter „nach links“ vorrückt, zumindest an das angebliche „Zentrum“ heran, dessen Teil Darmanin sein will.
Darmanins übersprudelnder Ideen-Strauß zeigt vor allem, wie flagrant die Lage auch in Frankreich ist. Der Minister sagt es selber: Die kommenden Präsidentschaftswahlen werden um das Thema nicht herumkommen.

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Zitat: „Nun will der französische Justizminister sogar die legale Zuwanderung für drei Jahre aussetzen und den Familiennachzug ebenso. (…………. ……………………). „Wir haben die Grenzen unserer Integrations- und Assimilationsfähigkeit erreicht“ “ > Mhh, un wat denn? Denn maakt wi eenfach as tovör wieder -oder wat?WOZU bitte, sollen diese 3 (drei) Jahre „Stopp“ gut sein? Meint der französische Justizminister Gérald Darmanin etwa, dass sie nach drei Jahre die Grenzen für Frankreichs Integrations- und Assimilationsfähigkeit wieder erweitert haben und dann einfach wie zuvor weiter können? – – – – WAS ich gerne mal von irgendeinen der grünwokelinken „Polit-Elite“ hören möchte, ist, wieviele Millionen… Mehr
Hah! Frankreich hat nicht „die Grenzen seiner Assimilations- und Integrationsfähigkeit erreicht“ – sondern die Grenze einer noch kontrollierbaren inneren Sicherheit.
Wie auf zahlreichen Youtube-Videos aus den banlieus und bei den Gelbwestenprotesten zu erkennen war. Zu dieser Zeit war 50% des französischen Militärs im Inland gebunden, um noch die Ordnung aufrecht erhalten zu können. Damals wurde schließlich bei einer Geldstrafe von 40.000 Euro verboten, die Polizeigruppen im Einsatz zu filmen und ins Netz hochzuladen, um weitere Stimmungsmache zu verhindern. Das sagt doch alles.
Die letzten Tage bin ich durch die französische Pampa gefahren.
Keine Schwarzen, weniger als bei uns, keine Schleiereulen, jedenfalls weniger als bei uns.
Klar haben die Franzosen ein Nafri Problem. Aber das sind ja bekanntlich Kolonialfranzosen.
Die Franzen haben aber enorm viel freies Land und Platz. Die könnten alle 5 Millionen von uns aufnehmen und es würde nicht auffallen.
Also am Ende sind die noch lange nicht.
Wir im Lande D aber schon lange.
Die Folgen einer globalistischen, völlig verantwortungslosen Migrationspolitik werden für viele Länder Europas immer mehr zum Verhängnis. Aber noch immer weichen viele der bitteren Wahrheit aus, dass Integration odert gar Assimilation bei vielen, insbesondere muslimischen Einwanderern nicht funktioniert. Der soziale Wandel schreitet bei anhaltender Zuwanderung und höherer Geburtenrate schnell voran und eines Tages wird in Frankreich, England, Deutschland und anderen Nationen ein Kipppunkt erreicht. Dann haben die „länger hier Lebenden“ die Wahl, sich ihrerseits in eine muslimisch dominierte Gesellschaft zu integrieren oder das Land zu verlassen. Sobald die Migranten mittels Sozialstaat nicht mehr ruhiggestellt werden können (weil unbezahlbar), dürfte es recht… Mehr
Deutsche Steuerzahler müssen die muslimische Vermehrung im eigenen Land finanzieren❗
Nicht nur die Vermehrung sondern auch die Ernährung… und der dann aus dem Ausland importierten Ehepartner samt möglichen Kinderanhang
Ach komm, da geht doch noch was, und wenn ihr eure Migranten Stapeln müsst! Auf den Migranten noch drei Migranten!
Vor Wahlen ziehen die doch jedesmal die gleiche Show ab. „Ich forderte, man müsste, ich warne…“. Migrationswende! Abschieben! Zuzugsstop! Immer die gleichen Worthülsen und hinterher passiert was? Nichts, garnichts! Wann wird das der Wähler endlich verstehen und die Konsequenzen ziehen….
Sinnlos. Die Invasoren sind schon millionenfach im Land und vermehren sich. Da geht’s nicht um Integration da geht’s um eine Umkehr der Auslöschung der europäischen Völker.
Gibt in ganz Europa keinen einzigen Politiker der das angeht.
Tja sieht so aus als ob alle auf einen aus der Ostmark warten. Sieht aber so aus als ob der aus Istambul oder Afrika kommt.
Tja, „replacement migration“ (die deutsche Übersetzung sollte man klugerweise nie posten) wird auch in Frankreich zur Gretchenfrage – leider zu spät. Die Assimilation der Problemethnien ist beim besten Willen unmöglich. Selbst bei ökonomisch erfolgreichen pigmentierten Migranten bleibt die optische Markierung – und macht sie unglücklich. Es bleibt also dabei: Die meisten diversen Gesellschaften sind grausam gescheitert. Laut Prof. David Betz wird auch Frankreich mit höchster Wahrscheinlichkeit dazugehören.
„Man kann zwar die Realität ignorieren, aber nicht die Folgen der ignorierten Realität ignorieren.“ – Ayn Rand