Alarmsignal für die Golf-Region: Alle amerikanischen Botschaftsmitarbeiter müssen Saudi-Arabien und weitere Länder verlassen. Es drohen offenbar weitere Bombardements und Raketenangriffe.
picture alliance/AP Photo | Senior Airman Keifer Bowes
Die Vereinigten Staaten haben angesichts einer weiteren dramatischen Zuspitzung der Lage in der Golfregion die Ausreise der Botschaftsmitarbeiter und ihrer Familien aus Saudi-Arabien angeordnet. Der Sprecher des US-Außenministeriums Tommy Pigott bestätigte über die Plattform X eine sogenannte „ordered departure“ für nicht in Notfällen tätiges Personal und Angehörige in Saudi-Arabien. Als Begründung nannte er die zunehmenden Angriffe der iranisch unterstützten Huthi-Miliz aus dem Jemen auf zivile Ziele, darunter Flughäfen und kritische Infrastruktur, die bereits zu Todesopfern und umfassenden Reiseunterbrechungen geführt haben.
„Ordered departure“
Andere Missionen in der Region passen ihren Personalbestand unter dem Status eingeschränkter Operationen an, ohne eine vollständige verpflichtende Evakuierung zu verhängen. Eine „ordered departure“ geht nach den Regeln des State Department über die freiwillige Abreise hinaus und ist für die erfassten Personen verbindlich, eine komplette Schließung einer Botschaft ist damit aber nicht angeordnet.
Diese Entwicklung ist eng mit dem größeren regionalen Konflikt verknüpft, der im späten Februar 2026 mit dem US-israelischen Krieg gegen den Iran begann: Die Huthi, die weite Teile des Nordjemens kontrollieren und seit 2015 gegen die international anerkannte Regierung und die von Saudi-Arabien geführte Koalition kämpfen, haben ihre Angriffe nach dem Scheitern von Friedensbemühungen massiv ausgeweitet.
Rohölpreise könnten weiter steigen
Für die globalen Energiemärkte ist die Entwicklung in Nahost ein deutliches Warnsignal. Saudi-Arabien ist einer der größten Ölexporteure der Welt, Angriffe auf Aramco-Anlagen – darunter das große Shaybah-Feld im Empty Quarter, Ansprüche auf Yanbu und die Aramco-Zentrale in Dhahran – sowie Störungen im Schiffsverkehr haben bereits einen geopolitischen Risikoaufschlag erzwungen. Mitte Oktober stieg der Brent-Rohölpreis zeitweise auf über 111 Dollar pro Barrel, das war ein Fünfmonatshoch. Weitere Treffer auf die Produktions- oder Exportinfrastruktur könnten den Preis weiter in die Höhe treiben. Und das riesige Land – Saudi-Arabien ist sechsmal so groß wie Deutschland – verfüge nicht über genügend Flugabwehrsysteme, um alle Flughäfen, Pipelines und Ölanlagen gleichzeitig zu schützen.


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Ach? Ich konnte in den USA lesen, dass die USA zwei Trägerraketen auf Sirik getroffen haben sollen und der Iran noch nicht reagierte.