„Manchesterismus“: Der Zehn-Jahres-Plan von Starmers Nachfolger Burnham

Kein Beruf im Vereinigten Königreich bietet derzeit so wenig Sicherheit wie der des Premierministers. Mit Keir Starmer ist der sechste innerhalb von zehn Jahren gestürzt. Heute wurde sein Nachfolger ernannt. Wer ist Andy Burnham, der Starmer vom Thron gestoßen hat? Von Christian Geib

picture alliance / Henry Nicholls/Pool AFP via AP | Henry Nicholls

Der neue britische Premierminister Andy Burnham ist im Amt. Der Labour-Chef übernahm am Montag die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Keir Starmer. Nach einem Atomkrieg bleiben nur Küchenschaben und Keir Starmer übrig, scherzte noch kürzlich der Komiker Nick Dixon. Starmer bekam Spitznamen wie „Starminator“ oder „Starmbot“.

Nichts schien ihn zum Rücktritt bewegen zu können: Nicht die Berufung und der spätere Rücktritt des Epstein-Amigos Peter Mandelson zum US-Botschafter – der bereits dreimal wegen Skandalen hatte zurücktreten müssen und vor dem die Geheimdienste gewarnt hatten. Auch nicht der Rücktritt seiner stellvertretenden Premierministerin Angela Rayner wegen steuerlicher Ungereimtheiten bei einem Hausverkauf. Spektakulär niedrige Umfragewerte, Bauernproteste gegen die hofzerstörende Erbschaftsteuer, seine pauschale Diffamierung wütender Bürger als Rechtsradikale. All das konnte Starmer nicht zur Aufgabe seines Amtes zwingen. Nur eines konnte seine Partei ihm nicht vergeben: eine Wahlniederlage.

Die Kommunalwahlen in England waren eine krachende Ohrfeige für Starmers Labour-Partei. Sie verlor 1.498 ihrer zuvor 2.568 Ratsmandate. Auch die andere Volkspartei, die konservativen Tories, wurde abgestraft: Sie stellt nur noch 801 Ratsmitglieder. Bei den schottischen Parlamentswahlen erreichte Labour 16 Prozent und im ehemaligen Machtzentrum Wales reichte es bei den Parlamentswahlen nur noch für 11,1 Prozent.

Burnhams Wahlintrige

Dieses Wahlergebnis rief den populären Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, auf den Plan, der am heutigen Montag zum neuen britischen Premierminister ernannt wird. Es gab nur eine Hürde: Er musste einen Parlamentssitz erringen, um den Parteichef und Premierminister Starmer herausfordern zu können. Erst fünf Monate zuvor hatte Starmer eine Parlamentskandidatur Burnhams verhindern können.

In dem sicheren Wahlkreis Makerfield im Großraum Manchester tat ihm der dortige Amtsinhaber Josh Simons diesen Gefallen. Er trat zurück, woraufhin für den Wahlkreis Neuwahlen angesetzt wurden. Den Traditionswahlkreis, der seit 1906 stets Labour gewählt hatte, konnte Burnham souverän gewinnen: Auf seine Partei entfielen 54,8 Prozent der Stimmen – ein Plus von zehn Prozentpunkten. Farages Reform kam auf 34,8 Prozent und legte um drei Prozentpunkte zu. Auf Rupert Lowes Restore Britain entfielen immerhin 6,8 Prozent – die Partei stand zum ersten Mal zur Wahl. Unter ferner liefen firmierten die „konservativen“ Tories mit blamablen 2,2 Prozent der Stimmen.

Burnham – ein Sozialdemokrat wie vom Reißbrett


Würde man Burnham auf Deutschland übertragen, wäre er ein Sozialdemokrat wie vom Reißbrett: Er kommt aus dem einst industriellen Norden und spricht mit nordenglischem Akzent. Das ist, als würde die SPD einen Kandidaten namens Kalle Grabowski aus dem Ruhrpott aufstellen, der einen kernigen Ruhrdialekt spricht.

Das allein macht ihn bei den wenigen verbliebenen Labour-Stammwählern populär. Noch beliebter macht ihn sein Bekenntnis zum vom Süden lange vernachlässigten Norden. Die Gründe für die Deindustrialisierung des Nordens – sowohl Nordenglands als auch Schottlands – sind zwar vielschichtig. Die Politik unter Thatcher und ihren Nachfolgern begünstigte jedoch vor allem den Großraum London und die dort ansässige Dienstleistungs- und Finanzindustrie. Der Norden dagegen verlor seine Industrien weitgehend und musste sich obendrein vom Londoner Umland belehren und verspotten lassen

Burnhams „Manchesterismus“-Rede – ein zweiter Regierungssitz im Norden

Nach seiner Wahl hielt Burnham eine Rede, die in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert war. Er begann mit der Abwandlung eines alten, ursprünglich konservativen Tory-Wahlslogans: „Westminster has not been working for people“ – das Parlament in Westminster habe nicht für die Menschen geliefert. Das Original dieses Slogans aus dem Jahr 1978 lautete: „Labour is not working“ – die Arbeiterpartei liefert also nicht. Daher müsse Großbritannien beziehungsweise sein politisches und wirtschaftliches System, so Burnham, neu „verkabelt“ werden.

Geradezu revolutionär schlug Burnham in seiner Rede eine „No. 10 des Nordens“ vor – in Anlehnung an No. 10 Downing Street, den Amtssitz des Premierministers –, in der er einen Teil seiner Zeit als Premier verbringen würde. Seine neue Vision von Großbritannien bezeichnete er als „Manchesterismus“.

Die Aufgabe dieser „No. 10 des Nordens“ beschrieb Burnham als Verlagerung und Koordinierung politischer Macht weg von der Zentralregierung in London und hin zu den Städten und Regionen. Dabei hob er besonders den Norden und Mittelengland hervor, betonte aber, dass dies auch für den Großraum London größere Autonomie bedeuten würde

Um Assoziationen mit planwirtschaftlichen Fünfjahresplänen zu vermeiden, sprach Burnham von einer Zehnjahresmission, deren drei Kernaufgaben die Reform der öffentlichen Daseinsvorsorge, die Reindustrialisierung und die Erneuerung von Städten seien. Ferner beschwor er die Bedeutung von Praktika und Lehrstellen. Letzteres ist bemerkenswert: Unter Blair galt noch die Zahl der Universitätsabsolventen als Erfolgsmetrik der Bildungspolitik und der sozialen Mobilität. Inzwischen ist häufig vom deutschen Modell der Berufsausbildung die Rede.

Damit verbunden forderte er ein Wiederaufbau- und Investitionsprogramm für den Norden. Für einen britischen Politiker ungewöhnlich, bezog er sich dabei auf das deutsche Grundgesetz und die darin verankerten gleichwertigen Lebensverhältnisse nach Artikel 72 Absatz 2 GG.

Seine Vision des Manchesterismus weiterspinnend, schlug er weitreichende Selbstbestimmungsrechte für Städte und Regionen vor. Das „Herz“ der auf diese Weise befreiten lokalen Ökonomien liege, so Burnham in seiner Rede, bei den Universitäten. Anschließend schwärmte er abstrakt von jungen Unternehmen, die dann schon irgendwie entstehen würden. Auch Wohnraum solle geschaffen und ansonsten sollten sämtliche Wünsche erfüllt werden

Das Thema Migration komplett ausgeklammert

Migration klammert Burnham bewusst aus. Hatte Keir Starmer bezüglich Migration noch im Wahlkampf 2024 die „konservativen“ Tories wenigstens verbal rechts überholt, so meidet Burnham dieses Thema bislang komplett.

Um das Thema wird er in der aufgeheizten Stimmung des Jahres 2026 indes nicht umhinkommen. Veteranen, die in Suppenküchen nächtigen, während Migranten in Hotels untergebracht sind, brutale Messermorde in Southampton und Belfast sowie der Grooming-Gang-Bericht halten das Thema am Leben.

Gute Ansatzpunkte, aber viele Widersprüche

Wahltaktisch hat Burnham mit seiner Rede und seinem Wahlkampf keinen schlechten Kurs gewählt. Er bietet eine positive Vision – anders als der Wahlkampf der inzwischen bedeutungslosen ehemaligen Regierungspartei, der Tories, oder Nigel Farages Partei Reform, die vor dem totalen Zusammenbruch warnt.

Absolut berechtigt ist auch Burnhams Vision eines dezentraleren Großbritanniens. Fast ein Viertel der Wirtschaftsleistung des Vereinigten Königreichs wird im Großraum London erwirtschaftet, während der Rest des Landes von der Downing Street und den Regionalparlamenten in Schottland und Wales zunehmend zentralistisch gesteuert wird.

Und um die Sozialromantik nicht zu vergessen: Burnham möchte das Verschwinden der Kneipen, der Pubs, verhindern. Dumm nur, dass Labour mit seinen neuen Lohnerhöhungen und der Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge nicht unerheblich zum Pub-Sterben beigetragen hat.

Steuererhöhungen? Ein Flügelkampf zwischen „Centrists“ und „Soft Left“ deutet sich an

Zu den Steuern beziehungsweise zur Finanzierung seiner Manchesterismus-Vision bleibt Burnham äußerst sparsam mit Einzelheiten. Er versprach, dem Labour-Parteiprogramm, mit dem Starmer gewählt worden war, treu zu bleiben. Das würde bedeuten, dass Lohnsteuern, Mehrwertsteuer und Sozialbeiträge nicht erhöht werden.

Stattdessen denkt Labour über Erhöhungen der Kapitalertragsteuer und der Unternehmenssteuern nach. Dass dies nicht zur Wiederbelebung der Wirtschaft beiträgt, wird geflissentlich übersehen. Auch die Folgen einer höheren Kapitalertragsteuer in einem Land, dessen Finanzsektor die einzige verbliebene Industrie ist, werden ausgeklammert.

Burnham gehört zur sogenannten „Soft Left“, der weichen Linken, die so weich allerdings auch wieder nicht ist und mit allerlei Umverteilungsrhetorik aufwartet. Starmer hingegen gehörte zum angeblich wirtschaftsfreundlichen Teil der Partei. Der Flügel der sogenannten „Hard Left“ hingegen, zu dem auch der Wahlverlierer von 2019, Jeremy Corbyn, gehört, wurde von Keir Starmer aus der Partei gedrängt und ist seither innerhalb von Labour bedeutungslos.

Burnhams Vergangenheit – „Grooming Gangsund anderer Ballast

Doch wer in Burnham einen Erneuerer sieht, der Labour reformieren wird, täuscht sich. Anders als es Burnhams Selbstdarstellung als begeisterter Bürgermeister des Nordens nahelegt, der sich erst jetzt anschickt, in die nationale Politik zu wechseln, ist er ein altgedienter Parteifunktionär auf nationaler Bühne. Das Bürgermeisteramt in Manchester war für ihn eher eine Zwischenstation, bevor er nun auf die nationale Bühne zurückkehrt.

So war er bereits Abgeordneter für einen Wahlkreis im Großraum Manchester, bekleidete verschiedene Ministerämter unter Brown und Blair und bewarb sich bereits zweimal erfolglos, 2010 und 2015, um den Parteivorsitz. Obwohl er der gemäßigten Linken zugerechnet wird, hatte er sogar einen Posten im Schattenkabinett des weit links stehenden Jeremy Corbyn inne. Das kann wohlwollend als Pragmatismus, etwas zynischer aber auch als Wendehalsigkeit gedeutet werden.

Ferner unterstützte Andy Burnham als Parlamentarier 2003 Blairs desaströse Entscheidung, sich am zweiten Irakkrieg zu beteiligen – eine Entscheidung, die er später zumindest rhetorisch bereute.

Burnhams 100 Millionen „Clean Air Zone“-Fiasko

Auch in Manchester blieb er nicht ohne Kontroversen. So wurden 100 Millionen Pfund an Steuergeldern für das große Projekt einer „Clean Air Zone“ verschwendet. Dafür hatte man spezielle Kameras und Verkehrsschilder angeschafft, mit deren Hilfe die Besitzer besonders schadstoffreicher Autos mit einer Abgabe von 50 britischen Pfund pro Tag belegt werden sollten. Es kam zu Protesten aus der arbeitenden Bevölkerung, und das Projekt wurde eingestampft.

In den Skandal um die Grooming-Gangs ist Burnham zumindest am Rande verwickelt. Zwar sprach er sich, anders als die Labour-Regierung unter Starmer, bereits 2025 für eine umfassende nationale Untersuchung aus. Auch ereigneten sich die Skandale vor seiner Amtszeit in Manchester. Doch die organisierten Vergewaltigungen in Oldham und Rochdale, die auch in Deutschland für Aufsehen sorgten, fielen beide in den Zuständigkeitsbereich der Polizei von Manchester. In Oldham war einer der Drahtzieher der Grooming-Gangs sogar als Sozialbeauftragter der Stadt angestellt. Zudem pflegt Burnham eine große persönliche Nähe zu jenen Labour-Politikern, die vor Ort jahrelang weggeschaut haben. Hat er den Sumpf wirklich trockengelegt oder nur über die Feuchtigkeit geschimpft?

Zeitweise frischer Wind mit Burnham – dauerhaft gleiche Probleme wie Starmer

Man kann es nicht leugnen: Mit Burnham weht ein frischer Wind durch die totgeglaubte Labour-Partei. Wenigstens ein Umfrageinstitut sieht einen „Burnham-Aufschwung“ von etwa fünf Prozent. Damit schiebt sich Labour mit 27 Prozent auf Platz eins, vor Farages Reform mit 26 Prozent und den Tories mit 19 Prozent. Grüne und Liberaldemokraten folgen mit jeweils 11 Prozent.

Im Auftreten wirkt Burnham positiver und lockerer als der hölzerne, näselnde Starmer. Seine Vision einer Dezentralisierung weist grundsätzlich in die richtige Richtung und wäre populär. Aber der Teufel steckt im Detail, und dieses wurde bislang nicht geliefert. Wo bleibt zum Beispiel die Steuerhoheit? Wenn die Steuerzuständigkeit auf zentralstaatlicher Ebene verbleibt, werden neue lokale Autonomien entweder untergraben, oder das Zentralparlament in London verkommt zu einer Umverteilungsmaschine.

Zum Thema Migration meldet sich bereits jetzt die Parteilinke von Labour zu Wort und fordert, Starmers zaghafte Migrationsreformen zurückzunehmen. Auch die explodierenden Energiekosten muss Burnham angehen. Damit gerät er jedoch in Konflikt mit seinem Minister für Energiesicherheit und Netto-Null – ja, so heißt dieses Ministeramt wirklich –, dem grünen Hardliner Ed Miliband. Auch die Finanzierung seiner übrigen Versprechen muss er plausibel darlegen. Dabei sind ihm bei neuen Steuern enge Grenzen gesetzt. Tausende Millionäre verlassen das Land schon jetzt – und zahlen ihre Steuern dann eben anderswo. Viel Spielraum bleibt angesichts von Inflation sowie hoher privater und staatlicher Verschuldung nicht. Wie er als sozialdemokratischer Populist Stamm- und Wechselwählern den sündhaft teuren Ukrainekrieg weiterhin schmackhaft machen will, wenn es im Inneren genug Probleme zu lösen gibt, bleibt abzuwarten.

Damit wird der politische Spagat für Burnham selbst als erprobtem Wendehals schwierig. Wie so viele Vorgänger wird er zwischen den strukturellen Problemen des Vereinigten Königreichs und den Machtinteressen der Politik zerrieben werden.

Der Labour-Chef übernahm am Montag die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Keir Starmer. Starmer hatte sich am Mittag ein letztes Mal vor der Residenz in 10 Downing Street an die Öffentlichkeit gewandt. „Meine Arbeit ist getan“, sagte er und zog Bilanz: Er habe die Labour-Partei in den sechseinhalb Jahren als Parteivorsitzender „nach einer historischen Niederlage im Jahr 2019 wieder auf Kurs gebracht“. Seinem Nachfolger Burnham wünschte Starmer „viel Erfolg“.

Unmittelbar danach hatte er sich in den nur wenige Hundert Meter entfernten Buckingham Palace begeben, wo König Charles III. seinen Rücktritt akzeptierte. Kurz darauf traf Burnham ein und nahm die Aufforderung des Königs, eine Regierung zu bilden, an. Er ist der siebte Regierungschef Großbritanniens in zehn Jahren. Seit 2022 ist er bereits der dritte Premierminister, der nicht durch Wahlen, sondern durch den Sturz seines Vorgängers ins Amt gekommen ist. Liz Truss von den Tories stürzte nach nur 45 Tagen. Er muss also nicht lange durchhalten, um wenigstens nicht als der kurzlebigste Premierminister der Insel in die Geschichte einzugehen.


Christian Geib lebt in Schottland und ist als IT-Berater tätig.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 15 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

15 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
alter weisser Mann
17 Stunden her

Der ist ja drollig, er macht einen 10-Jahresplan. Sehr optimistisch. Am Ende aber doch nur große Visionen und keine Ahnung wie man hinkommen soll.

Boris G
17 Stunden her

Von den Kenndaten her, steht UK im Vergleich zu Deutschland nicht schlecht da: BIP pro Kopf 2025 UK 61 000 $, Deutschland 54 000 $, Staatsquote UK 43% Deutschland fast 50%, Staatsverschuldung UK 101%, Deutschland 62% (allerdings mit starker Tendenz nach oben). Warum müssen bei solchen Daten dauernd die Regierungschefs ausgetauscht werden? Der Brexit hat an diesen Kerndaten wenig geändert. Könnte gut sein, dass es tatsächlich eher um ethnisch-kulturelle Identität der weißen Angelsachsen geht, die in London bereits zur Minderheit geworden sind. Die Woken lassen es auf einen täglichen kleinen Bürgerkrieg ankommen – klug, dass Burnham dazu schweigt, denn seine… Mehr

Ohanse
17 Stunden her

Die sind derart weit unten, daß sogar deutsche Verhältnisse eine Verbesserung wären. Die Engländer lassen sich veralbern, wann immer es geht. Was ist bloß aus denen geworden? Nee, Scherz, weiß ich ja.

yeager
18 Stunden her

Ein Maskenwechsel, die Politik bleibt gleich.
Na wenn’s die Leute glücklich macht.

Sabine Schoenfelder
19 Stunden her

The same procedure as every year, Andy !“…oder… „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

woderm
18 Stunden her
Antworten an  Sabine Schoenfelder

Er wird sich auch nicht lange halten, das sieht man ihm doch schon an.

Raul Gutmann
20 Stunden her

Schon am 22. Juni hätte man wissen können und müssen, daß die Ankündigung Keir Starmers, „im Herbst zurückzutreten“, den Usancen britischer Politik widerspricht. Herbst, das hieße spätestens 20. Dezember. Eine so lange Phase der praktischen Handlungs- und Regierungslosigkeit kann man vielleicht den Belgiern oder Deutschen zumuten, doch nicht den Briten. So lange werden weder seine Partei und der designierte Nachfolger nicht warten.
Schon eine wirtschaftlich erfolgreiche Premierministerin und Kriegssiegerin Thatcher mußte erleben, wie schnell sie den Parteivorsitz und damit ihr Amt verlieren konnte. Ähnliches sehen wir gegenwärtig. Jene Machtmechanismen sind weniger eine Frage der Partei, sondern Ausdruck des britischen Politiksystems.

Haeretiker
21 Stunden her

Michael Klein bei https://sciencefiles.org schreibt: „… die Art und Weise, in der Burnham inthroniert wurde, … ist extraordinär und würde in einer beliebigen afrikanischen Bananenrepublik als COUP bezeichnet.“

Das britische Empire stirbt an den Zuständen, die es auf dem halben Globus in den letzten 300 Jahren schuf.
Ach ja, und er sieht in Andy Burnham den britischen Zelensky.

Schwabenwilli
19 Stunden her
Antworten an  Haeretiker

„Ach ja, und er sieht in Andy Burnham den britischen Zelensky.“

Ohje, dann stehen den Briten schlimme Zeiten bevor.

Raul Gutmann
21 Stunden her

„Westminster has not been working for people“ … „Labour is not working“

Wahrscheinlich sind die Ansprüche zu hoch, unangebracht oder für die Lesermehrheit vernachlässigbar, den Sprachwitz der englischen Originalzitate ins Deutsche zu übertragen. Doch vielleicht denkt der eine oder andere TE-Leser darüber nach… Während die deutsche Sprache als die der Präzision galt, hatte das Angelsächsische den Charme der Mehrdeutigkeit. Ein jede Sprache hat ihre Vorzüge und Nachteile.

hoho
21 Stunden her

Der Krieg ist eigentlich eine Lösung für alle diese Verbrecher – so lenkt man ab und man kann auch sagen, der Russe ist schuld usw. Beschränkungen der Meinungsfreiheit kann man auch so begründen – wenn das Kindeswohl nicht mehr genügt.

Dorn
21 Stunden her

Es braucht nur vier Punkte an Überlegung warum dieser “10 Jahresplan” scheitern wird: 1. Die Dezentralisierungs-Illusion: Ein zweites Machtzentrum schafft EU- Erinnerungsromantik pur Burnhams absolut wichtigstes Steckenpferd ist die Zerschlagung des London-Zentrierten Systems. Er träumt von einem „No. 10 North“ in Manchester, um die Macht in die Regionen zu verlagern. Warum es scheitert: Westminster verlagert seit Jahren testweise Beamte nach Darlington, und das dortige Regierungsgebäude ist bis heute nicht einmal fertiggestellt. Ein zweites Downing-Street-Büro (von Kritikern bereits spöttisch „Manc-A-Lago“ getauft) verschiebt keine Macht, sondern sorgt nur dafür, dass britische Spitzenpolitiker die Hälfte ihrer Arbeitszeit in verspäteten Zügen zwischen London und… Mehr