Menschenrechte werden nicht mit Sonntagsreden verteidigt, sondern mit Konsequenz und Druck. Botschafter a.D. Volker Seitz schildert, wie er in Kamerun deutsche Frauen aus einer faktischen Entrechtung befreite – gegen den Zeitgeist der konfliktscheuen Diplomatie und gegen die Bequemlichkeit des eigenen Apparats.
picture-alliance / dpa | Jörg Carstensen
2004 übernahm ich die Leitung der Botschaft in Jaunde, der Hauptstadt von Kamerun. Bei Gesprächen mit den ansässigen Deutschen erfuhr ich von der ungeheuerlichen Lage deutscher Ehefrauen von Kamerunern. Nach dem Gewohnheitsrecht und mit staatlicher Duldung galten die Ehefrauen als Eigentum und unterstanden in weiten Teilen der Vormundschaft des Ehemannes. Auch in Notfällen, z.B. Todesfällen in der deutschen Familie, konnte eine Ehefrau nicht ohne eine ausdrückliche, schriftlich notariell beglaubigte Einverständniserklärung des kamerunischen Ehemannes ausreisen. Die Ausreise wurde an Flughäfen Jaunde oder Douala verweigert. Diese Rechtlosigkeit mit dem Entzug der persönlichen Freiheit konnte ich so nicht hinnehmen.
Die üblichen Protestnoten reichten da nicht mehr. Konfliktscheue Diplomatie in autokratischen und korrupten Staaten ist wirkungslos. Deshalb verknüpfte ich die Vergabe von Visa für hochrangige Beamte, Minister und deren Familien mit der Bedingung, dass im Gegenzug die Ausreisesperren für die deutschen Ehefrauen aufgehoben werden. Natürlich musste ich bluffen, denn das Auswärtige Amt hätte mir niemals solch ein konsequentes Handeln gestattet.
Trotzdem wurde ich von der kamerunischen Führung ernst genommen, weil ihre eigene internationale Bewegungsfreiheit zu wertvoll war. Keine privaten Luxusreisen, Bankbesuche oder medizinische Behandlungstermine mehr. Das hatte Wirkung, weil mich auch der britische Kollege unterstützte. (Franzosen und Kanadier hatten diese diskriminierende Behördenpraxis schon Jahre früher beendet, weil sie den Schutz der eigenen Bürger im Ausland als Pflicht ansahen und mit der Einstellung von Entwicklungshilfe drohten)
Ich habe nicht mehr in Erinnerung, wie rasch diese Ungeheuerlichkeit der kamerunischen Regierung auch für Deutsche aufgehoben wurde. Ich glaube, es war nach vier Wochen.
Die Geschichte habe ich ganz bewusst nicht in mein Buch aufgenommen, weil es eine Maßnahme hinter verschlossenen Türen war. Ich konnte mehr für die Frauen erreichen als durch öffentliche Auftritte. Auch dem Auswärtigen Amt hatte ich nicht die Hintergründe aufgedeckt. Vielleicht wäre ich auch wegen eigenmächtigen Handelns abgezogen worden.
Der Menschenrechtsschutz ist eine westliche Idee. In verschiedenen Kulturräumen gab und gibt es unterschiedliche Auffassungen von Menschenrechten. Das hat man mir in Afrika immer deutlich zu verstehen gegeben. Aber das ändert nichts an dem universellen Anspruch, den wir nicht halbherzig, sondern vollständig vertreten müssen. Wir können nicht hinnehmen, dass Menschenrechte, die wir für die Grundlage menschlichen Zusammenlebens halten , mit Füßen getreten werden. Wir werden unglaubwürdig, wenn wir über Werte und Würde des Menschen reden und doch hinnehmen, was in manchmal Afrika geschieht. Statt Verhätschelung müssen wir gegenüber Autokraten prinzipientreu und selbstbewusst auftreten. Das allein beeindruckt.


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„Wir werden unglaubwürdig, wenn wir über Werte und Würde des Menschen reden und doch hinnehmen, was manchmal in
AfrikaDeutschland geschieht!“* Unversehrtheit ist auch ein Menschenrecht
In gewissen Kulturkreisen hilft nur die klare Ansage mit sofortigen Konsequenzen und dies nicht nur im Herkunftsland, sondern vor allem in Europa.
Wer sich von fremden Kulturen auf der Nase herum tanzen lässt, finanziert die strategischen Reserven der Dritten Welt und opfert dazu noch seine Kinder und deren Zukunft.
Wegtreten für die eigenen Bürger aber nicht für Gewalttäter und illegale Migranten.
Syrien: Ahmed al-Scharaas „strategische Reserve“
Ad letztem Absatz, in dem der Autor über die Bedeutung der Menschenrechte referiert: Vielleicht ist es im konkreten Fall weniger ein Problem „universeller Menschentrechte“, sondern ob und inwieweit man den eigenen Staatsangehörigen zur Seite steht. Denn auch das gehört zu den Aufgaben diplomatischer Vertretungen im Ausland.
Wie bitte? Wer rief hier gerade, der Schutz und das Wohl Deutscher im In- und Ausland sei das Letzte, was deutsche Regierungen seit Jahrzehnten interessiere? Wer kann dem widersprechen?
Wenn Europa und der ganze Westen komplett am Ende ist, die einheimischen Powerfrauen in Quoten und Sachbearbeiter Jobs vom Kinderkriegen abgehalten werden, oder wenn sie ihre rezessiven Gene nur in Mischehen mit dunklen Partnern und stark dominanten Genen weitergeben, wenn jeder Bereich von Wirtschaft, Gesellschaft, sogar Polizei und Militär immer mehr Richtung Kindergarten transformiert und durch weibliche Hysterie zersetzt wird – dann irgendwann, wenn niemand mehr leugnen oder übersehen kann dass die Deutschen den Weg der Kelten gehen, von einem großen Volk zur genetisch/kulturellen Beimischung, dann werden sich die Leute vielleicht doch irgendwann fragen ob die Kameruner in ihrem Umgang… Mehr
Kann man sich drüber freuen…muss man aber nicht.
Den deutschen Frauen die meinen sie müssten sich, sehenden Auges, in die (Ehe-)Hölle begeben hätte ich eine ausgiebige Lektion „Lernen durch Schmerzen“ gegönnt. Oma hätte gesagt: „Wenn das Mädel mit dem Arsch denkt dann kann man ihr sowieso nicht helfen.“
Mitten in Europa leben Menschen mit dem selben Gedankengut ihre archaische Un-Kultur aus. Da gibt es mittlerweile Millionen von Fällen wo ein paar knallharte Ansagen und Bedingungen angebracht wären.
Der Schutz der eigenen Bürger sollte zuallererst im eigenen Land gewährleistet sein bevor man sich aufmacht die Welt zu retten.
Wenn Sie ein bißchen die Verhältnisse kennen würden, wüßten Sie, dass z.B. viele Frauen in der DDR der kommunistischen Diktatur nur entkommen konnten, wenn sie z.B. Afrikaner heirateten und dadurch ausreisen konnten. Es gab zahlreiche solche Fälle in fast allen afrikanischen Ländern. Eine diplomatische oder konsularische Vertretung hat die Pflicht sich um seine Landsleute zu kümmern. Das hat mit Weltrettung nichts zu tun.