US-Streitkräfte: 49 Cruise-Missiles detonieren im Iran

Militärschlag der US-Armee gegen den Iran in der Nacht auf Donnerstag: Laut Angaben des US-Zentralkommandos CENTCOM zerstörten 49 Cruise-Missiles vom Typ Tomahawk sowie Präzisionswaffen aus Kampfflugzeugen iranische Ziele.

picture alliance / AdMedia | AdMedia

Die Operation begann laut Washington am Mittwoch um 23.15 Uhr (MESZ) als „notwendiger Selbstverteidigungsschlag“. Sie zielte auf militärische Überwachungsanlagen, Kommunikationszentren und Luftabwehrstellungen entlang der strategisch entscheidenden Südküste des Iran, insbesondere in der Region der Straße von Hormus.

Iranische Staatsmedien berichteten von lauten Explosionen in mehreren Küstenstädten. Die Nachrichtenagentur IRNA und der staatliche Rundfunk sprachen von „heftigen Detonationen“. Augenzeugen beschrieben Feuerbälle und Rauchwolken.

Trump: „Wurden zu lange provoziert“

Präsident Trump bestätigte die Operation in einem Interview mit dem Sender Fox News. „Ich habe die Einsätze aus dem Situation Room verfolgt. Unsere Streitkräfte haben hervorragende Arbeit geleistet. Der Iran hat uns und unsere Verbündeten viel zu lange provoziert – das hat jetzt ein Ende“, sagte der US-Präsident. Während er sprach, sollen bereits erste Erfolgsmeldungen über zerstörte Radaranlagen und Raketenstellungen eingegangen sein. Neben den seegestützten Tomahawk-Raketen waren auch Kampfflugzeuge der US Air Force und des Marine Corps im Einsatz.

Die Reaktion der iranischen Führung: Laut Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Mehr, die eng mit dem iranischen Regime verbunden ist, feuerten iranische Einheiten Raketen und Drohnen auf US-Schiffe in der Nähe der Meerenge ab. Es soll zu direkten Seegefechten gekommen sein. Teheran verkündete daraufhin die vollständige Schließung der Straße von Hormus – eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt. Jedes Schiff, das versuche, zu passieren, werde „als feindliches Ziel behandelt“, hieß es in einer offiziellen Erklärung.

Das US-Militär wies diese Darstellung entschieden zurück. „Die Meerenge bleibt offen. Handelsschiffe passieren weiterhin unbehelligt“, teilte CENTCOM mit. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags erklärte das US-Zentralkommando die Operation für abgeschlossen, in einem Statement auf der Plattform X hieß es: „CENTCOM-Streitkräfte haben Luftangriffe auf iranische militärische Ziele durchgeführt, die eine direkte Bedrohung für US-Truppen und die internationale Schifffahrt darstellten. Einheiten von Marine, Luftwaffe und Marine Corps haben mit Präzisionsmunition zugeschlagen.“

Bereits am Sonntag hatten iranische Streitkräfte erstmals seit gut zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert und damit die Feuerpause einseitig beendet. Israel antwortete prompt mit eigenen Angriffen auf Ziele im Iran. US-Präsident Donald Trump rief beide Konfliktparteien umgehend zu einer sofortigen Waffenruhe auf. Kurz darauf erklärten sowohl Teheran als auch Jerusalem, ihre militärischen Operationen einzustellen. Doch diese Waffenruhe hielt nur wenige Tage: Bereits in der Nacht zum Mittwoch antwortete das US-Militär mit einer gezielten Vergeltungsaktion auf den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers der US-Streitkräfte durch das IRGC.

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Kommentare ( 9 )

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OJ
36 Minuten her

„49 Cruise-Missiles detonieren im Iran“.
Das sind 500 zu wenig ❗

Petra G
1 Stunde her

Man hätte in den 50er Jahren nicht das schöne Bikini-Atoll als Atombomben-Testgelände aussuchen sollen, ich hätte da eine viel bessere Idee gehabt und die Welt wäre heute eine Bessere… in jeder Hinsicht……. 😉

Nibelung
1 Stunde her

Gerade sind die Amis dabei in ihrer Verzweiflung die letzte Munition zu verballern und das wäre doch die Gelegenheit für die Russen und Chinesen sich an ihrem Mangel gütlich zu tun, während die Juden wie immer bekanntlich über das Wasser laufen und ein Wunder nach dem anderen geschieht, indem sich ihre Waffen von allein vermehren, während ihrem Beschützer so langsam in dieser Frage die Luft ausgeht. Da sind totale Stümper unterwegs, die die Beleidigten spielen und nach alter Manier pupertärer Jünglinge handeln und daran kann man erkennen, um welche schrägen Vögel es sich handelt, gerade auch in der Gewissheit, daß… Mehr

Montesquieu
1 Stunde her

Israel „reagiert“ immer nur und die USA „verteidigen“ lediglich. Beide sind ewige Opfer. Ich habe eine Kerze für die beiden angezündet, es ist kalt draußen.

Lucius de Geer
1 Stunde her

Herrlich, also haben sie noch irgendwo 49 (das sind ja fast 50!) Raketen auftreiben können. Fragt sich, wieviele davon das Ziel verfehlt und wieviele irgendwelche Attrappen zerstört haben. – Das Einzige, was mich hier wundert ist, dass Donald sich vom durchgeknallten US-Militär immer noch wie ein Idiot vorführen lässt: „Haben wieder alle Ziele vernichtet, der Gegner ist völlig entwaffnet und bittet erneut um eine Verhandlungslösung“. – Wie lange soll das eigentlich so weitergehen? Lange nichts mehr vom „Regimewechsel“ und dem „atomwaffenfähigen Uran“ gehört. Was sagen die im Forum sonst so selbstbewusst auftretenden Schreibtischaktivisten gegen das Mullah-Regime?

BellaCiao
1 Stunde her
Antworten an  Lucius de Geer

Viel interessanter scheint mir die Frage zu sein, was die Schreibtischaktivisten im Forum sagen, die fleißig für das Mullah-Regime trommeln?

Lucius de Geer
1 Stunde her
Antworten an  BellaCiao

Mir ist hier noch kein echter Anhänger der Mullahs begegnet – nur einige Realisten, die es für vermessen halten, den Iran mit einer Kombination aus Luftoperationen und leeren Drohungen zu besiegen.

Fulbert
1 Stunde her
Antworten an  Lucius de Geer

Ein Blick in die Geschichte zeigt: noch nie wurde ein Regime durch Luftangriffe allein zum Aufgeben gebracht. Nicht in Deutschland, nicht in Japan (nein, es waren eben nicht die Atombomben, sondern der Untergang der letzten großen Heeresverbände) und nicht in Nordvietnam.