Konsequente Zerstörung statt Aufbruch und Neuanfang

Die Politik in Deutschland ist geprägt von einem beispiellosen Abbruchs- und Zerstörungsprogramm. Sie vernichtet die wirtschaftlichen Grundlagen, den Wohlstand und die Sicherheit des Landes.

picture alliance/dpa | Michael Kappeler

„Sind christliche Feiertage noch zeitgemäß?“ Diese Frage will der Bayerische Rundfunk zu Ostern in einem Tagesgespräch klären. Das ist konsequent. Wozu noch dieses Christentum, wo wir doch Ramadan feiern? Am Ostersonntag meldete sich noch schnell und deutlich verspätet Bundeskanzler Friedrich Merz zu Wort: „Ostern, das ist für uns Christen das Fest der Auferstehung und damit wird es zum Fundament unserer Zuversicht. Die Botschaft, dass das Leben am Ende siegt. Ostern steht auch für Neuanfang und damit Aufbruch. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest. Nutzen Sie die Zeit für die Menschen, die Ihnen wichtig sind. Alles Gute, Ihr Friedrich Merz.“

Alles Gute zum Zuckerfest

Zum Zuckerfest gab er sich mehr Mühe: „Für den Ramadan 2026 wünsche ich Ihnen kraftspendende Gespräche und eine friedliche Zeit. Ramadan Mubarak!“. In einer längeren Rede feierte er den Ramadan als Zeit der inneren Einkehr und der Gemeinschaft; der Gastfreundschaft vieler Muslime, die auch Menschen anderer Religionen einladen – das sei vorbildhaft für Toleranz und Offenheit. Er dankte den Muslimen, die sich für ein gutes Miteinander in Deutschland engagieren, für ihre vorbildliche Toleranz und Offenheit. Bekanntlich erfährt das jeder Besucher eines Weihnachtsmarkts: Diese Toleranz hinter Beton-Sperren, die Offenheit blitzender Messer und die Gastfreundschaft der Gäste.

Bravo. Alles Gute, Friedrich Merz. Kühler und kälter kann man mit den Traditionen des Eigenen nicht umgehen; deutlicher nicht äußern, wie wenig ihn die Ureinwohner dieses Landes noch interessieren, nachdem sie ihre Stimme abgegeben haben.

Aufbruch in die Zerstörung

Und ehrlicher geht kaum. Denn von Aufbruch kann keine Rede sein. Ein Jahr Merz-Regierung ist jedenfalls gänzlich ohne Aufbruch vergangen. Im Gegenteil. 1.000 Milliarden neue Schulden, aber kein Wirtschaftswachstum. Nach der Sperrung der Straße von Hormuz zieht eine Energiekrise herauf, die alles Bekannte an Folgekatastrophen übertrifft. Nicht nur an den Tankstellen spüren wir das. Es ist vielmehr eine industrielle Krise, weil durch den Wegfall petrochemischer Ausgangsstoffe die gesamte industrielle Produktion in Deutschland gefährdet ist, durch den Wegfall von Dünger die Landwirtschaft und durch die Blockade der Gasversorgung auch die Stromerzeugung zusammenbrechen könnte. Aber diese Katastrophe wird bejubelt, etwa durch die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Begleitet wird sie von einem Jubel in den Mainstream-Medien: Endlich wird Deutschland lahmgelegt.

Die Eliten haben sich in umfassende Realitätsverweigerung geflüchtet. Umverteilung von oben nach unten löst die Probleme des Übergangs einer Gesellschaft, die von Wind und Sonne leben soll. Die Katastrophe wird als Aufbruch gefeiert. Das ist eine deutsche Besonderheit.

Umverteilung als Lösung

Aber wie geht man mit den beginnenden Verwerfungen um? Bislang ist Merz nur eingefallen, dass die, die noch Arbeit haben, bis 70 arbeiten und Beiträge zahlen sollen. Diese Beiträge werden von den Sozialversicherungen dringend benötigt, um den Zuzug von rund 270.000 Beziehern von Sozial- und Gesundheitsleistungen zu finanzieren. Deutsche Männer zwischen 17 und 45 brauchen ab sofort eine Genehmigung, wenn sie im Ausland studieren, länger leben oder arbeiten wollen. Strikt wird hingegen darauf geachtet, dass die Privilegien des Doppelpasses nicht angegriffen werden. Die, die noch da sind, werden eingesperrt um zu dienen und zu arbeiten für einen Staat, der längst anderen dient. Mit einer ganzen Welle neuer Bürokratien will der Merz-Staat voranschreiten in den von oben geführten Staat, der alle Macht an sich reißen will.

Mit dem Tariftreuegesetz werden Mittelständler, die die Marktwirtschaft noch ernst nehmen, aus dem öffentlichen Vergabeverfahren aus­gegrenzt; wir Steuerzahler werden für die steigenden Preise der gewerkschaftskon­trollierten Kostentreiber herangezogen. Und bei Arbeitsministerin Bärbel Bas wird eine neue Tariftreuebeobachtungs­- und Kontrollbehörde aufgebaut; sichere Ar­beitsplätze für Parteigänger, die angesichts des Niedergangs der SPD um Alimentierung fürchten müssen.

Wohnungen für fünf Millionen Zuzügler sind nicht vorhanden, was zu Verdrängungseffekten führt. Wer staatliche Mietbeihilfe als Zuzügler kassiert, verdrängt Altmieter, die mit ihrem hoch besteuerten Verdienst nicht mithalten können. Neue Wohnungen werden nicht gebaut, weil die Bürokratie zu aufwendig, Bauland zu knapp, Zinsen zu hoch, und Bauvorschriften zu kostentreibend sind – jetzt soll das eine Bundesbehörde für Wohnungsbau richten. Ältere erinnern sich an das Debakel der halbstaatlichen „Neuen Heimat“, einem Gewerkschaftskoloss: Milliardenverluste, Pleiten, Pech und Pannen – aber wahlversorgte Gewerkschafts- und Parteifunktionäre.

Dass die nächste Steuererhöhung ganz bestimmt kommt und Vermieter mit Teilenteignung rechnen, für Mieteinnahmen Renten- und Krankenversicherung entrichten müssen, ist Teil des schwarz-roten Sozialismus­-Programms. Auch Wohnen soll staatlich werden, das ist die eigentliche Botschaft. Endlich dürfen dann die Wohnungsbehörden die Mieter aussuchen.

Sprengstoff als Mittel der „Großen Transformation“

Deutschland bricht nicht auf, Deutschland bricht ab. Buchstäblich. Die grüne Ideologie hat in den letzten vier Jahren neue Gipfel erreicht. Es geht nicht mehr um Verbote – es geht um die unwiderrufliche Zerstörung, um verbrannte Erde.

Funktionsfähige Kohlekraftwerke wie das in Moorburg/Hamburg werden gesprengt, oder dem Verfall preisgegeben. Ebenfalls funktionsfähige Kernkraftwerke werden gesprengt. Schrittweise werden jetzt – die Stadt Mannheim ist Vorreiter – Gasnetze zerstört, die Kosten werden den Gaskunden extra aufgebürdet. Damit zerstört man einen unterirdischen Schatz im Wert von annähernd 500 Milliarden. Unsere Vorfahren haben ihn angelegt, die grüne Ideologie zerschlägt ihn.

Der Braunkohletagebau wird mit Rheinwasser geflutet. Auch spätere Generationen, die aus welchen Gründen auch immer Braunkohle nutzen wollen, sollen schon heute und für alle Zeiten daran gehindert werden, indem künstliche Seen von hunderten Metern Tiefe den Zugang für immer verhindern.

Seit Tichys Einblick diesen Sachverhalt nicht wie die Mainstream-Medien bejubelt, sondern in seinen Konsequenzen dargestellt hat, macht sich Entsetzen breit. Aber Widerstand ist zwecklos. Denn das ist grüne Politik; unterstützt von SPD und CDU.

Gegen den Zusammenschluss der Parteien zu „UnsereDemokratie“ gilt kein Widerspruch. Wer dagegen ist, wird ausgegrenzt, zum Verstummen gebracht.

Dafür werden mit Milliarden an Subventionen Windräder in Schwachwindgebieten gefördert. Milliarden dafür, dass sie keinen Strom erzeugen. Denn in der Landschaft herumstehende Windräder machen keinen Strom. Sie zerstören nur die letzten Freiräume Deutschlands. Die ländlichen Regionen an der Küste, in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz sind längst unbewohnbar oder werden unbewohnbar gemacht. Ideologie zerstört Lebensräume. Die gemeinsam angestrebte Deindustrialisierung, die „Große Transformation“ in einen autoritären Staat, der seine Weltverbesserungspläne gegen die Bevölkerung mit aller Gewalt durchsetzt, erzwingt die Zerstörung letzter Naturräume.

Das ist die Realität von Neuanfang und Aufbruch in Zeiten des Bundeskanzlers Friedrich Merz. Er wird als Kanzler der Zerstörung in die Geschichte eingehen.

Sicherlich werden ihn die ARD und der Bayerische Rundfunk dafür bejubeln. Dafür wird schon ein Rundfunkrat seinen Beitrag leisten. Der angeblich aus Burkina Faso geflüchtete, als Flüchtling nicht anerkannte, aber trotzdem mit der deutschen Staatsbürgerschaft beschenkte Asylaktivist und Rundfunkrat Hamado Dipama feiert beispielsweise den Militärdiktator Ibrahim Traoré. Der hat in Burkina Faso eine der blutrünstigsten und korruptesten menschenfeindlichen Diktaturen Afrikas errichtet – und Dipama lädt zu einer Jubiläums-Veranstaltung mit ihm:

„Der 30. April ist unser Tag, um die Entkolonialisierung zu unterstützen. Ob in Afrika oder in der Diaspora, wir sind für das Ende der unipolaren Welt mit dem Westen an der Spitze, der seine Vision und seine Interessen der ganzen Welt diktiert und bestimmt. Wir sind für wahre Befreiung und Wiedergeburt und unterstützen daher logischerweise alle, die auf diesem Weg arbeiten. Wir sind für wahre Befreiung und Wiedergeburt.“

Wahre Befreiung und Wiedergeburt durch Zerstörung – das ist der österliche „Aufbruch“ in Deutschland. Die industrielle, kulturelle und politische Zerstörung eines Landes geht in seine Endphase über, weil die wichtigen gesellschaftlichen Positionen von Feinden dieses Landes besetzt sind, die von einer Vorstellung wie besessen scheinen: Es zu vernichten.

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