Freudenfeiern im Iran nach dem Tod von Khamenei

Im Iran wird der Tod von Ali Khamenei mit Feuerwerk gefeiert. Frauen reißen sich das Kopftuch herunter und tanzen auf der Straße. Deutschland und die EU geben Erklärungen mit den üblichen nichtsagenden Textbausteinen ab. Mit dabei diesmal auch die AfD, die jetzt ebenfalls das Völkerrecht entdeckt hat. Und auch die tagesschau berichtet...

screenshot x/ realMaalouf

Im Iran wird der Tod des verhassten Ali Khamenei mit Feuerwerk gefeiert. Dr. Maalouf auf X:

Iranische Frauen feiern. Kein einziger Hidschab ist zu sehen.
Das ist der Hauptunterschied zwischen dem Iran und Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Im Gegensatz zu diesen Ländern, in denen die Bevölkerung extremistisch ist, ist es im Iran genau umgekehrt.
Das islamische Regime hat sie nie vertreten.

This is the main difference between Iran and Syria, Iraq or Afghanistan.

Unlike those countries, where the population is extremist, it’s the complete opposite in Iran.

The Islamic regime never represented them. pic.twitter.com/tlBB5ZAFLQ

— Dr. Maalouf ‏ (@realMaalouf) February 28, 2026

Auch aus anderen Städten kommen über X Aufnahmen von Feuerwerken, mit denen der Tod des verhassten Mannes gefeiert wird.

Das iranische Volk stürzt derzeit Statuen des ehemaligen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, nachdem er und mehrere hochrangige iranische Militärführer bei Luftangriffen getötet wurden.

Mahmud Abbas: Die Palästinensische Autonomiebehörde verurteilt in einer Erklärung die Angriffe des Iran auf arabische Staaten.

Die Chefkorrespondentin für nationale Sicherheit von FoxNews, Jennifer Griffin berichtet:

Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter teilt mir mit, dass die US-Regierung mit der Einschätzung Israels übereinstimmt, Ayatollah Ali Khamenei ist tot, zusammen mit fünf bis 10 weiteren hochrangigen iranischen Führern, die sich alle am Samstagmorgen in einem Gebäude in Teheran versammelt hatten. Der oberste Kommandeur der IRGC wurde ebenfalls getötet. Mehrere Quellen berichten mir, dass der Zeitplan für den Angriff aufgrund von Geheimdienstinformationen und dieser „Gelegenheit“ vorverlegt werden musste. „Es gab eine bewusste Entscheidung, den Zeitplan zu beschleunigen“, sagten Beamte gegenüber Fox.

Aus diesem Grund trafen die USA und Israel die ungewöhnliche Entscheidung, den Angriff tagsüber durchzuführen, um den Überraschungseffekt zu erzielen und dieses Treffen ins Visier zu nehmen. Normalerweise würde das US-Militär eine solche Operation nicht tagsüber durchführen. Das Treffen beschleunigte den Zeitplan.
„Das war ein massiver, äußerst gewagter Angriff am helllichten Tag“, erklärte mir ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter.

„Er traf die oberste Führung völlig unvorbereitet, an einem Samstagmorgen während des Ramadan und am Sabbat tagsüber.“

„Wir haben die obersten Führer direkt am Anfang getroffen.“ (Israel führte den gezielten Angriff durch).

Auch aus der EU kamen selbstverständlich Erklärungen zu dem Angriff der USA und Israels. Schon am Montag will man, wegen der großen Dringlichkeit, über den Vorfall beraten. Natürlich darf der Textbaustein “dass es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt” in einer korrekten und regelbasierten Erklärung nicht fehlen:
“Angesichts der aktuellen Lage im Iran berufe ich für Montag eine Sondersitzung des Sicherheitskollegiums ein. Für die regionale Sicherheit und Stabilität ist es von größter Bedeutung, dass es nicht zu einer weiteren Eskalation durch ungerechtfertigte Angriffe des Iran auf Partner in der Region kommt.”

Die Nutzerin Monika Palotai weist auf die Bedeutung der Einhaltung der EU-Vorschriften gerade in einem Konflikt hin:

“Die EU muss ein 12-Punkte-Weißbuch erstellen, um sicherzustellen, dass der derzeitige Krieg in Übereinstimmung mit ESG, DSGVO, Digital Services Act (DSA), Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), EU-Migrations- und Asylpakt und allen grünen Initiativen geführt wird. Andernfalls werden neue Vorschriften für alle künftigen Kriege verabschiedet.”

Auch Bundeskanzler Merz gab eine Erklärung ab:
Das iranische Volk hat das Recht, über sein Schicksal zu entscheiden. Die Bundesregierung ist im Austausch mit den USA, Israel sowie Partnern in der Region. Sie bleibt Frieden und Sicherheit in der Region verpflichtet und unterstreicht ihr Bekenntnis zur Sicherheit Israels.

Auch die AfD glaubte, eine Erklärung veröffentlichen zu müssen. Die klingt allerdings, als hätte sie Frau Baerbock geschrieben:
Zum Angriff auf den Iran und zur Lage im Nahen Osten teilen die Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alice Weidel und Tino Chrupalla mit:

„Mit großer Sorge haben wir die Angriffe Israels und der USA auf den Iran zur Kenntnis genommen. Wir fordern alle Kriegsparteien zur unbedingten Zurückhaltung auf. Die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur müssen geschützt bleiben. Das Völkerrecht sowie das humanitäre Völkerrecht müssen uneingeschränkt eingehalten werden. Die erneute Destabilisierung des Nahen Ostens liegt nicht im deutschen Interesse und muss beendet werden.“

Die tagesschau berichtet über den Iran, wenn sie überhaupt darüber berichtet, auf ihre besondere Art.

Nius fand heraus, dass “nur wenige Tage nach dem KI-Skandal und den gefälschten Videos beim ZDF der nächste jornalistische Tiefpunkt, diesmal bei der Tagesschau: Mit einem Bild, das eine gewaltige Explosion in Bahrain zeigt (ausgelöst durch eine iranische Rakete), bebildert die Tagesschau eine Propaganda-Meldung des Mullah-Regimes, verbreitet von der „Nachrichtenagentur“ Tasnim, die zu den Revolutionsgarden (eine Terrororganisation) gehört. Der angebliche israelisch-amerikanische „Angriff auf Mädchenschule“ ist durch nichts belegt. Die einzige Quelle für die „24 Todesopfer“ ist das Mullah-Regime. Die Tagesschau nutzt das, um mit falschen Bildern Propaganda zu machen.”

Den mehr als nur bedauerlichen Zustand der UNO und warum sie jegliche Bedeutung verloren hat, kann man aus dem X-Post ihres Generalsekretärs António Guterres entnehmen:

»Ich verurteile die heutige militärische Eskalation im Nahen Osten. Die Anwendung von Gewalt durch die Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran und die darauf folgenden Vergeltungsmaßnahmen des Iran in der gesamten Region untergraben den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit.

Alle Mitgliedstaaten müssen ihre Verpflichtungen nach dem Völkerrecht, einschließlich der Charta der UN, einhalten. Die Charta verbietet eindeutig „die Androhung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates oder in einer anderen Weise, die mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbar ist“.

Ich fordere eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und eine Deeskalation. Andernfalls besteht die Gefahr eines größeren regionalen Konflikts mit schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung und die regionale Stabilität. Ich fordere alle Parteien nachdrücklich auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Ich bekräftige, dass es keine tragfähige Alternative zu einer friedlichen Beilegung internationaler Streitigkeiten in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht, einschließlich der Charta der Vereinten Nationen, gibt. Die Charta bildet die Grundlage für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit.”

Anzeige

Unterstützung
oder