Klimaschutz ist auch nur Esoterik

Die Klimakatastrophe ist etwas, an das man glaubt. Und nicht etwas, von dem man weiß. Klimaschutz ist daher auch nur gelebter Aberglauben und wäre eigentlich ein schönes Thema für die GWUP. Eigentlich ...

Nichts dreht sich: Stehende Windkraftanlagen - um die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zu garantieren, sind riesige Überkapazitäten notwendig und trotzdem ein kompletter Notfall-Kraftwerkspark fossiler Energieträger.

Die „Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“, kurz GWUP genannt, vertritt ein bedeutendes Anliegen. Ihre mehr als 1.400 Mitglieder, darunter viele Naturwissenschaftler und Ingenieure, kämpfen gegen Aberglauben und Esoterik, entlarven selbsternannte Wunderheiler und decken die Tricks sogenannter Wahrsager auf. Ein Lichtblick in Zeiten, in denen allerlei esoterischer Unfug durch die sozialen Medien immer mehr Verbreitung und immer mehr Anhänger findet, in denen viele Menschen irrationalen Verschwörungstheorien anhängen, sich von Bauernfängern leiten lassen oder gar ihre Gesundheit mit teuren aber wirkungslosen Substanzen wiederherzustellen trachten. Denn allein die wissenschaftliche Methode, die getrieben von Skepsis die Überprüfbarkeit von Phänomenen unter kontrollierten Bedingungen verlangt, um sie als objektiv wahr ansehen zu können, verhindert, Quacksalbern aller Art auf den Leim zu gehen. Vor diesem Hintergrund fehlt in der von „A“ wie „Astrologie“ bis „W“ wie „Wünschelrute“ reichenden Themenliste der GWUP noch ein wichtiger Eintrag. Der „Klimakatastrophismus“ kommt nicht vor.

Viele Politiker, Lobbyisten, Medienschaffende und als Wissenschaftler getarnte Aktivisten führen das Wort vom „Klimawandel“, meinen aber eigentlich die „Klimakatastrophe“. Denn nur letztere würde die radikalen und tiefgehenden Eingriffe in unsere Lebens- und Wirtschaftsweise rechtfertigen, die von allen derzeit im Bundestag vertretenen Parteien gleichermaßen gefordert und Schritt für Schritt etabliert werden. Die Datenlage jedoch deckt die Gleichsetzung klimatischer Veränderungen mit der Apokalypse nicht. Schließlich sind Fakten, wie es der Duden definiert, „unumgängliche Tatsachen“ beziehungsweise „tatsächliche, nachweisbar vorhandene oder geschehene“ Dinge. Düstere Prophezeiungen fallen nicht unter diese Begriffsbestimmung. Vielmehr hat sich, wer Energiewende und Emissionshandel, wer Verbrennerverbot und Dämmwahn, wer Konsumverzicht und Deindustrialisierung als unbedingt notwendige, durch den gegenwärtigen Wissensstand der Klimaforschung begründete Maßnahmen ansieht, von Skepsis und kritischer Rationalität vollständig zu verabschieden. Und einer Religion zu folgen, deren erstes Gebot lautet:

Du sollst keinen anderen Klimafaktor kennen als die menschgemachten Treibhausgase!

Was wäre eigentlich peinlicher für die Klimakatastrophisten: Eine warme Welt, die sich trotz massiver Emissionsminderungen einstellt? Oder eine Abkühlung, obwohl die Menschheit einfach so weitermacht wie bisher? Jede Klimaschutzagenda verlöre ihren Sinn, könnte sich das Klima in Zukunft auch völlig unabhängig vom anthropogenen Treibhausgasausstoß entwickeln. Alarmisten müssen daher schon das Nachdenken über natürliche Triebkräfte wie Vulkane, Sonne, Wolken oder Strömungsmuster in den Weltmeeren vermeiden und als Häresie brandmarken. Ignoranz ist auch erforderlich gegenüber Einflüssen des Menschen auf den irdischen Strahlungshaushalt, die nichts mit der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zu tun haben, man denke an Landnutzungsänderungen.

Die Annahme, vor allem das bei der Verbrennung fossiler Energieträger anfallende Kohlendioxid würde die klimatische Entwicklung der kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte bestimmen, verlangt zudem zwingend den Glauben an hypothetische Verstärkungsmechanismen. Denn für sich genommen wäre die Treibhauswirkung dieses Spurengases viel zu gering. Um lediglich ungefähr ein Grad vermag eine Verdoppelung der Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre die Temperatur der bodennahen Luftschichten im globalen Mittel nach oben zu treiben – wenn sich sonst nichts ändert – und die dafür notwendigen Mengen hat die Menschheit bei weitem noch nicht freigesetzt. Eine spürbare Erwärmung wird nur eintreten, wenn der kleine Kohlendioxid-Effekt weitere Prozesse auslöst, die zu einer Eskalation führen. Die Existenz solcher Rückkoppelungsmechanismen ist bislang nicht bewiesen. Aber selbst wenn es sie gibt und selbst wenn auf diesem Weg anthropogene Emissionen allein die klimatische Entwicklung der kommenden Jahrzehnte prägen, folgt daraus noch lange nicht der Zwang zum Pessimismus.

Das zweite Gebot: Du sollst keinen anderen Klimawandel kennen als den katastrophalen!

Die Idee von der Klimakatastrophe beruht auf der meist unausgesprochenen Annahme, kein Klima könne besser sein, als das gegenwärtige. Was angesichts der realen Umstände auf diesem Planeten, auf dem riesige Gebiete entweder zu kalt oder zu trocken oder beides sind, eine doch einigermaßen gewagte Ansicht darstellt. Warum sollen strenge Winter erstrebenswert sein? Welcher Nachteil steckt in einer Verlängerung der Vegetationsperiode? Vor allem dann, wenn eine solche in Verbindung mit dem düngenden Effekt des Kohlendioxids auf die Pflanzenwelt die Produktivität der Landwirtschaft erhöht? Auch eine günstigere Niederschlagsverteilung ist vorstellbar, schließlich würde eine Erwärmung den Wasserkreislauf ankurbeln. Sind fruchtbar werdende Wüsten denn keine positive Aussicht? Durch geringere Temperaturdifferenzen zwischen hohen und niedrigen Breiten könnte gar die Häufigkeit und Intensität von Stürmen sinken. Und außerdem eröffnet der Rückgang des Meereises bessere Zugänge zu Rohstoffen und günstigere Schifffahrtsrouten. Wem nutzt es eigentlich, wenn große Areale der polaren Meere mit Eis bedeckt sind? Den Menschen nicht und den Eisbären gefällt es vielleicht sogar besser, ihre Robben bequem an Land zu erlegen.

Die von den Katastrophisten in fetischistischer Verehrung angebetete mittlere globale Temperaturanomalie sagt jedenfalls nichts aus über die konkreten Folgen eines Klimawandels. Vor allem sind dessen Auswirkungen auf regionalen und lokalen Skalen unvorhersehbar. Gibt es mehr oder weniger Dürren? Werden schwere Stürme häufiger oder seltener? Ertrinken wir alle, bevor wir verdursten? Wer Spekulationen zu Wahrheiten erklärt, agiert außerhalb des Rahmens der wissenschaftlichen Methodik.

Das dritte Gebot: Du sollst nicht an der Allmacht des Klimas zweifeln!

Meine Großmutter erblickte das Licht der Welt, während in Berlin noch der zweite Kaiser Wilhelm herrschte. Als sie uns verließ, führte eine Kanzlerin Merkel die Regierung. Im Verlauf ihres Lebens sind, so sagen es die besten verfügbaren Daten, die Temperaturen der bodennahen Luftschichten im globalen Mittel um etwa ein Grad gestiegen. Und nichts tangierte Oma weniger, angesichts all der technologischen, ökonomischen, sozialen und politischen Umwälzungen, die sie erlebte. Vielleicht lesen eines Tages meine Enkel Texte wie diesen in einem virtuellen Internet-Museum und fragen sich erstaunt, mit welch unwichtigen Dingen sich ihr Vorfahr auseinandersetzte. Obwohl es bis dahin um ein weiteres Grad wärmer wurde.

Man stelle sich vor, es ist Klimawandel, und niemand stört sich daran. Kaum etwas verdeutlicht die Misanthropie der Klimakatastrophisten besser als deren Verleugnung der Fähigkeiten des Menschen, sich an widrige Umstände anzupassen und Veränderungen zu seinem Vorteil zu nutzen. Nein, an der gottgleichen Allmacht des Klimas darf nicht gezweifelt werden. Denn sonst läge die ketzerische Idee nahe, eine globale Erwärmung könnte schlicht irrelevant sein. Dabei hätte diese selbst im schlimmsten Fall nichts anzubieten, was der Menschheit nicht schon bekannt ist. Wetterextreme aller Art gab es schon immer, und es wird sie auch immer geben, ganz unabhängig von der Menge an Treibhausgasen in der Lufthülle. Wer in Flussniederungen siedelt, wird sich auch weiterhin vor Überschwemmungen schützen müssen – ob wir nun auf Elektroautos umsteigen oder nicht. Wer in trockenen Regionen seinen Acker bestellt, wird auch weiterhin künstlich bewässern müssen – ob wir nun Kohlekraftwerke abschalten oder nicht. Und wessen Haus gelegentlich einem Wirbelsturm im Wege steht, wird auch weiterhin stabil bauen müssen – ob wir nun Vegetarier werden oder nicht.

Ein Klimawandel kann nur dann zu einer Katastrophe werden, wenn die Menschen ihn passiv hinnehmen, ohne in irgendeiner Form zu reagieren. Die Alarmisten zeichnen die Apokalypse, indem sie die Risiken möglicher klimatischer Veränderungen der kommenden fünfzig oder hundert Jahre anhand ihrer Auswirkungen auf die heutige Menschheit beschreiben. Das ist absurd. Seit man über valide Zahlen verfügt, war außerdem die Zahl der Opfer wetterbedingter Naturkatastrophen absolut wie relativ noch nie geringer als heute. Die Vorstellung, dieser Trend könne sich nicht fortsetzen, vermag nur in bornierten Gehirnen zu gedeihen.

Das vierte Gebot: Du sollst keine andere Politik als die Risikovermeidung akzeptieren!

Selbst denjenigen, die bis hierhin den orthodoxen Dogmen folgen und darauf beharren, eine menschgemachte Klimakatastrophe sei rein physikalisch möglich und müsse daher unbedingt vermieden werden, gelingt die Verteidigung der gegenwärtigen Klimapolitik nur bei einer umfassenden Realitätsverweigerung. Denn von der internationalen Klimadiplomatie bis hin zu nationalen Alleingängen wie der deutschen Energiewende blieben alle auf Emissionsminderungen zielende Maßnahmen bislang wirkungslos. Aufgrund ihrer Verfügbarkeit und ihrer Einsatzflexibilität vermögen eben allein fossile Kohlenwasserstoffe den Energiehunger der Welt zu stillen. Deswegen ist ein funktionierender Klimaschutz nur gegen den Markt mit erheblichen Regulierungen bis hin zu Technologieverboten zu haben. Manche hängen noch immer der Phantasie an – oder täuschen dies zumindest vor – Vorschriften zur Dekarbonisierung würden Innovationen initiieren und so zu einer „Modernisierung“ beitragen.

Tatsächlich reduziert die Abtötung ganzer Wertschöpfungsketten nur die Optionen für Forschung und Entwicklung. Parallel erhöht die Besserstellung politisch protegierter Produkte durch Subventionen das Risiko für Investitionen in neue Ideen erheblich. Nein, Klimaschutz ist nicht möglich, ohne das gegenwärtige Wohlstandsniveau deutlich zu reduzieren und uns und unseren Nachkommen viele Entwicklungschancen zu nehmen. Manche Katastrophiker, wie der Soziologe Harald Welzer oder der Ökonom Niko Paech haben das längst erkannt und werben für eine deutliche Absenkung der Produktivität, ja gar für die Rückkehr zu einer mittelalterlichen Suffizienzwirtschaft. Und sie liegen damit völlig richtig. Wer eine „kohlendioxidneutrale“ Gesellschaft anstrebt, hat Verzicht zu erzwingen, und das global. Was weder in Ländern mit frei gewählten Administrationen funktionieren wird, noch in den Diktaturen, die einen wesentlichen Teil ihres Staatshaushaltes aus dem Verkauf fossiler Energieträger bestreiten. Wirksamer Klimaschutz ist und bleibt eine niemals realisierbare Utopie.

Glücklicherweise, denn er würde die Menschheit in einen Status der Verletzlichkeit gegenüber destruktiven natürlichen Einflüssen versetzen, der viele Katastrophen auch ohne Klimawandel herbeiführt.

Das Versagen der GWUP

Die Klimakatastrophe ist also etwas, an das man glaubt, und nicht etwas, von dem man weiß. Und man hat ziemlich viel Wissen durch ziemlich viel Glauben zu ersetzen, ziemlich viele Schritte kritischer Betrachtung auszulassen, um von ihrem zwangsläufigen Eintreten überzeugt zu sein. Die unwiderlegbare wissenschaftliche Begründung fehlt der gegenwärtigen Klimapolitik. Ihre Ziele kann sie ohnehin niemals erreichen. Insofern ist Klimaschutz auch nur Esoterik.

Eigentlich sollte dieses Thema daher ein gefundenes Fressen für die GWUP darstellen, zumal die intellektuellen Mechanismen esoterischen Denkens immer dieselben sind, ob in der Klimafrage oder bezüglich der Wirksamkeit von Homöopathie. Evidenzen ignorieren, Nachweise durch (ideologische) Überzeugungen und Faktenwissen durch Emotionalität ersetzen, das findet man bei Klimakatastrophisten ebenso wie bei Globuli-Freunden. Daher ist es eine richtige und wichtige Entscheidung der GWUP, dieses Thema auf die Tagesordnung ihrer diesjährigen Konferenz zu setzen, die Ende April in Berlin stattfindet.
Leider aber fördert der Blick ins Programm Enttäuschendes zutage. Statt die Apokalyptiker aufs Korn zu nehmen, stellen die „Skeptiker“ von der GWUP ausgerechnet die Klimaskeptiker an den Pranger.

Ganz gleich, ob man Zweifel an der Macht anthropogener Emissionen äußert, ganz gleich, ob man die Risiken klimatischer Veränderungen gering einschätzt und gegen diese die Vorteile, die jeder Wandel ebenfalls mit sich bringt, aufrechnen möchte, ganz gleich, ob man Sinn, Nutzen und Erfolgsmöglichkeiten einer auf Emissionsreduzierung fokussierten Klimapolitik in Frage stellt, in jedem dieser Fälle blüht einem die Etikettierung mit dem widerwärtigen, am „Holocaustleugner“ angelehnten Begriff „Klimawandel-Leugner“, sprich „Klimakatastrophen-Leugner“.

Dieser Diffamierung schließt sich nun selbst die GWUP an, obwohl gerade dort bekannt sein sollte, dass man Ereignisse, die noch gar nicht stattgefunden haben, schon sprachlogisch kaum „leugnen“ kann. Ausgerechnet die GWUP wendet sich gegen Menschen, die nicht der Meinung sind, die künftige Entwicklung eines hochkomplexen Systems aus einer Glaskugel ablesen zu können, und werde letztere auch mit Bildern aus einem Computermodell gefüttert. Ausgerechnet die GWUP wendet sich gegen Menschen, die nicht der Meinung sind, man dürfe wissenschaftliche Arbeiten wie Horoskope interpretieren. Und ausgerechnet die GWUP lädt sich dazu auch noch Referenten ein, die von der Furcht vor dem Klimawandel leben. Aktivisten, deren Geschäftsmodelle in einer Gesellschaft, die angstfrei und rational mit der Thematik umginge, nicht mehr funktionieren würden. Wer solche Protagonisten als Aufklärer ansieht, kann sich auch gleich von Okkultisten das Jenseits erklären lassen. Oder von Kreationisten die Evolutionstheorie. Wäre naheliegend, denn das Konzept eines „intelligenten Gestalters“ der biologischen Vielfalt auf Erden mit dem Menschen als seinem Meisterstück ist ähnlich anthropozentrisch, wie das einer allein durch das menschliche Handeln determinierten klimatischen Entwicklung. Der Klimakreationismus trägt den Klimakatastrophismus.

Nichts als Zustimmung gebührt der GWUP, wenn sie in ihrer Selbstdarstellung ausführt: „Eine offene und demokratische Gesellschaft braucht sachliche Informationen – gerade bei emotional besetzten Themen.“ Wer aber dies sagt und trotzdem einer Mythologie verfällt, die erstens behauptet, die Zukunft genau zu kennen, und die zweitens mit apokalyptischen Bildern der angeblich drohenden Klimakatastrophe direkt auf die Gefühle der Menschen zielt, schadet seiner Glaubwürdigkeit. Skeptiker sind nicht diejenigen, die es besser wissen. Skeptiker wird man durch die Erkenntnis, dass andere die Dinge niemals so genau wissen können, wie sie vorgeben. Eine Organisation, die der Propaganda der Klimakirche eine Plattform bietet, führt das Gütesiegel „skeptisch“ daher zu Unrecht.

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Kommentare

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  • Pe Wi

    Das sollte wohl ein Scherz sein, oder? Eigentlich habe ich in meinem Kommentar alles gesagt, aber noch einmal für Sie gaaanz langsam: Naturwissenschaftler, also auch Physiker, wissen, dass die Erde, kein statisches System ist. Ergo ist jede Messung, jede These, jede Antithese eine Augenblicksaufnahme. Da die Erde schon zig Milliarden Jahre alt ist, aber unsere Wetteraufzeichnungen erst rund 150 Jahre, liegt es auf der Hand, dass sie nich aussagekräftig für das GESAMTSYSTEM Erde sind, da früher die Messung (wie man auch weiß) außerdem mit Fehlern behaftet war. Wenn ich Naturwissenschaftlerin bin, weiß ich, dass man ein nichtstatisches System, wie die Erde, in kein statisches umwandeln kann. Wenn die physikalischen Gesetze etwas sagen, dann, dass sich alles verändert. Da wir noch nicht wissen, welche ganzen Einflussmöglichkeiten es auf das Wetter und damit auf das Gesamtklima der Erde gibt, können wir nicht vorhersagen, wie genau die Erde sich in einem bestimmten Zeitrahmen, z.B. von 50 Jahren, uns klimamäßig darstellt. Wir kennen noch nicht 100% wie sich der große Wasserkreislauf ändert, wir kennen noch nicht 100% den Vorgang, ab wann sich die Manganknollen in Gase auflösen. Naturwissenschaftler wissen z.B., dass es in der älteren Erdzeit Perioden gab, wo die Erde kühler war, aber trotzdem das CO2 als Spurengas höher als jetzt. Ein Naturwissenschaftler, ein Physiker, der wirklich Wissenschaftler ist, würde niemals seinen Mund aufreißen und fordern, dass die Erderwärmung auf 2 Grad begrenzt werden soll. Wer das macht, disqualfiziert sich selbst als Naturwissenschaftler. Auch wenn man selbst kein Naturwissenschaftler ist, aber sich naturwissenschaftlich gebildet hat, weiß man, dass das ein Ding der Unmöglichkeit und völlig unwissenschaftlich ist. Übrigens auf der Erde, auch in vorangegangenen Gesellschaften weit vor uns, hat das Klima immer wieder geschwankt und manches Mal änderte es sich recht kurzfristig. Meist war das Klima sogar etwas wärmer als jetzt. Dabei gab es damals keine Industrieanlagen, keine Autos und sehr, sehr viel weniger Menschen. Geologen haben diese Klimaschwankungen bewiesen und oft auch Erklärungen dazu erforscht und es kamen Ursachen heraus, die wir als Mensch niemals beeinflussen werden können. Gletscher sind in der Erdgeschichte immer wieder abgetaut oder haben sich vergrößert – auch ohne Menschen. Es sei denn, eine Frau Merkel bildet sich ein, Gott zu sein. Es ließe sich noch viel mehr dazu sagen, aber das würde zu weit führen.

  • GRÜBELMONSTER

    Glücklicherweise können wir auf höchst kompetente Menschen wie Sie zählen. Allein die Fülle an sehr überzeugenden fachlichen Argumenten, die Sie vorbringen, qualifiziert Sie in meinen Augen über jedes menschliche Maß hinaus.

    Daher möchte ich mich dafür bedanken, dass Sie mir einen so überzeugenden Einblick in die Welt der Wissenschaft gewährt haben.

    Und noch was: Falls Sie jemand jemals als „Troll“ zu diskreditieren versucht, ignorieren Sie das bitte einfach. Sie sind der Hüter der einen und absoluten Wahrheit.

    Ich verneige mich!

  • Gerd Garstig

    Eben, es spielt keine Rolle wer die Erde zerstört, jedenfalls im kosmischen Maßstab. Nur, wenn wir es schaffen, andere Planeten zu besiedeln, dann könnten wir noch ziemlich lange existieren. Liegt ein Sinn darin? Nur der, das Abenteuer besser ist als Langeweile. Aber ein Universum, das sich in keinem Teile selbst bewußt ist, ist sicherlich komplett sinnlos.

  • Gerd Garstig

    Antihumanismus. Wir sind auch nur Tiere die Ihren Lebensraum so gut wie möglich ausfüllen, wir sind aber auch einzigartig, wer sollte sich an der Erde und am Universum erfreuen, wenn nicht wir, vernunftbegabte Affen? Was für einen Sinn hätte die ganze Schöpfung wenn Sie nur für einen Moment existierte und dann verginge, ohne das jemals ein vernunftbegabtes, zur Reflexion fähiges Wesen einen Blick darauf geworfen hätte?
    Dieser Planet wird in ferner, oder naher Zukunft wieder ein steriler Felsbrocken sein, besser, wir erfreuen uns an der Vielfalt, so lange Sie existiert.

  • Sören Hader

    Okay, auf einen Satz will ich noch eingehen, aber dann soll es das mit der Textanalyse gewesen sein: „Kaum etwas verdeutlicht die Misanthropie der Klimakatastrophisten besser als deren Verleugnung der Fähigkeiten des Menschen, sich an widrige Umstände anzupassen und Veränderungen zu seinem Vorteil zu nutzen.“
    Interessanterweise zweifeln teilweise dieselben Leute, dass wir uns an mehr muslimische Bürger im Land oder 6 Cent EEG-Umlage pro kWh anpassen können. Also wenn wir schon an sowas scheitern, wie wollen wir es hinbekommen, bei einigen Grad Celcius mehr auf der Erde denselben Wohlstand für alle Menschen halten zu können?

  • js389014

    Grüß Gott,
    ich bin 1975 geboren und während meiner Schulzeit versuchte man mir sehr viele Ursachen für das kommende aussterben der Menschheit ins Gehirn zu einzuspeisen dies begann mit dem „sauren Regen“ und führte zur Aluminiumfolie praktisch alles was wir machten sollte das jüngste Gericht heraufbeschworen…..eingetreten ist nichts davon…

  • Megaman

    Herr Heller, wenn sie das nächste Mal einen Artikel schreiben, dann wäre es echt nett, wenn Sie den Satz „Die unwiderlegbare wissenschaftliche Begründung fehlt der gegenwärtigen Klimapolitik.“ auch auf Ihre Behauptungen mal anwenden würden. Im Kern stimme ich Ihnen zu: Wir wissen es nicht. Ihnen reicht das aber nicht. Den Satz „Skeptiker wird man durch die Erkenntnis, dass andere die Dinge niemals so genau wissen können, wie sie vorgeben.“ könnte man Ihnen ja auch vor die Nase halten. Es spricht schon für Sie, dass der Skeptiker sein eigenes Wissen nicht hinterfragt. Auch spannend, dass Sie alle „Anderen“ kennen und niemals einer sein Wissen ehrlich vermitteln wird. Übrigens haben kalte Winter den Vorteil, dass mehr Wespenvölker den Winter nicht überleben. Warme Winter garantieren uns also mehr Aufträge im Kammerjägerbereich. Stimmt das oder ist das Verschwörungstheorie? Der Satz „Ein Klimawandel kann nur dann zu einer Katastrophe werden, wenn die Menschen ihn passiv hinnehmen, ohne in irgendeiner Form zu reagieren.“ ist auch fragwürdig. Ich sehe es als problematisch an die nächste Eiszeit als nicht katastrophal zu bezeichnen, weil man ja ein Lagerfeuer anmachen kann. Fazit: unwiderlegbare wissenschaftliche Argumente gegen den Klimaschutz haben Sie auch nicht.