EU-Kommission will noch zusätzlich 2.500 Beamte 

Massiver wirtschaftlicher Druck, steigende Lebenshaltungskosten, dazu geopolitische Spannungen - doch anstatt sparsam zu wirtschaften, plant die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen den nächsten Ausbau ihres Verwaltungsapparats.

picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Laut internen EU-Dokumenten sollen bis zu 2.500 neue Stellen in EU-Institutionen und Agenturen geschaffen werden. Diese teuren Pläne provozieren Kritik: Die Kommission konzentriere sich auf Selbsterhalt und Machtausbau, anstatt auf effiziente Kernaufgaben.

Schon jetzt operiert die EU mit einem gewaltigen Bürokratieapparat: Aktuell umfassen die EU-Institutionen, Agenturen und Einrichtungen 60.000 Mitarbeiter, dafür fallen jährliche Personalkosten von 13 bis 14 Milliarden Euro an.

In elf Jahren 13.600 EU-Mitarbeiter mehr

Diese Zahlen spiegeln einen kontinuierlichen Bürokratieaufbau wider, der seit der Jahrtausendwende anhält. Im Jahr 2000 belief sich der Personalstand der EU-Institutionen auf etwa 25.000 Mitarbeiter, hauptsächlich in der Kommission und im Parlament konzentriert. Bis 2010 war diese Zahl auf 40.000 angestiegen, getrieben durch die Erweiterung der Union und die Schaffung neuer Agenturen. Im Jahr 2015 lag der Gesamtpersonalstand bei 46.356 Beschäftigten, einschließlich aller Institutionen, Agenturen und Einrichtungen. Und bis 2020 hatte sich diese Zahl weiter auf etwa 50.000 erhöht, trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten der Finanzkrise und des Brexit.

Die stetige Expansion wird mit neuen Kompetenzen in Bereichen wie Umweltschutz, Digitalisierung und Migration begründet.

Die im EU-Parlament als „Patrioten“ gemeinsam agierenden Rechts-Parteien kritisieren deutlich das Wuchern der EU-Bürokratie: Der Personal-Ausbau sei unnötig. „Während die Menschen in Europa den Gürtel enger schnallen müssen, genehmigt sich die Kommission neue Posten ohne spürbaren Mehrwert“, sagte dazu etwa der östererichische EU-Abgeordnete Haral Vilimsky (FPÖ).

Besonders werden auch die ineffiziente Strukturen wie der monatliche „Wanderzirkus“ des Parlaments zwischen Brüssel und Straßburg kritisiert, der jährlich Millionen kostet und nun durch zusätzliche Stellen weiter gestützt werden soll. Harald Vilimsky fordert einen sofortigen Stellenstopp, einen radikalen Personalabbau und das Ende doppelter Strukturen: „Die EU produziert immer neue Zuständigkeiten und Kosten, bezahlt von den Bürgern, die keinen Nutzen spüren.“

Die EU-Kommission rechtfertigt den Stellenaufbau mit neuen Herausforderungen: Der Green Deal, die Digitalstrategie und die Bewältigung geopolitischer Krisen wie dem Krieg in der Ukraine erfordern zusätzliche Expertise. Und im Arbeitsprogramm für 2026, das kürzlich vorgestellt wurde, betont die Kommission Maßnahmen zur Vereinfachung und Reduzierung bürokratischer Hürden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Schon jetzt 12.000 Berichtspflichten 

Ökonomen warnen jedoch vor den Kosten: Allein in Deutschland belaufen sich die bürokratischen Belastungen für Unternehmen auf 62 Milliarden Euro pro Jahr, teils durch EU-Vorgaben verursacht. Die Kostenbelastung steigt weit stärker durch Personalaufwand als durch Gebühren, da Mitarbeiter stundenlang damit beschäftigt sind, Informationen zusammenzustellen, Beweise zu sichern und Fristen einzuhalten.

Die Berichte umfassen den Zeit- und Ressourcenaufwand für Steuererklärungen, statistische Meldungen, Arbeits- und Sozialversicherungsberichte, Umweltauflagen, Produktsicherheitsdokumentationen sowie eine Vielzahl von EU-Vorschriften – von Nachhaltigkeitsberichten bis hin zum Datenschutz.

Insgesamt sehen sich deutsche Unternehmen mit mehr als 12.000 einzelnen Berichtspflichten konfrontiert, von denen viele aus Richtlinien hervorgehen, die in den komplexen Strukturen der EU-Kommission entstanden. Wirtschaftsverbände wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnen seit Langem, dass diese regulatorische Überlastung die Wettbewerbsfähigkeit massiv beeinträchtigt – insbesondere in einer Phase, in der die deutsche Wirtschaft ohnehin ins Stocken geraten ist.
Der Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit mahnt ebenfalls, dass übermäßige Regulierungen das Wachstum behindern und Investitionen in Höhe von bis zu 5 Prozent des BIP erfordern, um den Rückstand zu den USA aufzuholen.

In der Debatte um EU-Europas Zukunft spielt die Verwaltungs-Expansion jetzt eine zentrale Rolle. Befürworter argumentieren, dass ein starker Verwaltungsapparat notwendig ist, um die Union in einer unsicheren Welt zu positionieren, von der Energiekrise bis zur technologischen Transformation. Kritiker wie der EU-Abgeordnete Harald Vilimsky sehen darin jedoch einen „unnötig aufgeblähten Beamtenapparat außer Kontrolle“.

Die EPP-Fraktion fordert in ihren Prioritäten für 2026 ebenfalls einen „Growth Boost“ durch Abbau von Red Tape und Simplifizierung, um Jobs zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Auch beim WEF in Davos wurde erst kürzlich die EU-Bürokratie als Hemmschuh für Innovation kritisiert, mit Forderungen nach tieferer Integration und weniger Regulierungen. Und Vilimsky warnt: „Europa braucht Unabhängigkeit, nicht mehr Bürokratie.“

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Kommentare ( 14 )

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yeager
20 Minuten her

Jeder dieser EU-Bürokraten muss natürlich sein Dasein rechtfertigen, und das geht natürlich immer am besten mit noch mehr Bürokratie.
Das teure an all diesen Bürokraten ist nicht mal deren Lohn, sondern all der bürokratische Mist den die sich ausdenken und der dann anderen zur Last fällt.

OJ
44 Minuten her

Ich bin unsicher, mit welcher Organisation kann man die EU vergleichen, Ndrangheta, Camorra oder Cosa Nostra❓

Klaus D
53 Minuten her

EU-Kommission will noch zusätzlich 2.500 Beamte….ist ja „witzig“! Je mehr beamte desto mehr EU bürokratie für die mitgliedsländer – ob es da vieleicht einenzusammenhang gibt?

Martin Beckmann
55 Minuten her

Wenn die AFD an die Macht kommt, sollten wir aus der hoch verschuldeten und korrupten EU austreten. vdL gehört im Prinzip vor ein Gericht und aus dem Amt gejagt.
Wer wird am Ende den Schuldenberg abtragen? – Na? Wer wohl? Die „DDR 2.0“ (ex BRD ) natürlich oder es gibt eine Währungsreform, wenn es den digitalen € gibt. Auf den Knopf drücken und dann sind wir unser hart erspartes Geld los. Die links-woken „Eliten“ haben dann ihr Geld und Reichtum gesichert und können über den neuen Regierungsflughafen, auch den hat der Steuerzahler finanziert, in Ruhe die Biege machen.

Dr. Bomke
1 Stunde her

Die soziale Korruption im Interesse von guten Freunden und Verwandten fordert ihren Tribut. Und diese 2500 zusätzlichen Gefälligkeitspositionen für irgendwas Unnützes – eher zum Schaden an uns – sind noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Die biologische Reproduktion von EU-Kadern läuft prächtig.

Last edited 1 Stunde her by Dr. Bomke
OJ
1 Stunde her

Liebe Uschi, besetzt doch 10.000 neue Stellen, dann bist du auf der sicheren Seite. Es ist dann noch einfacher für euch die Bürger zu kontrollieren und auszuspionieren.
Zusatzbonus,: Die Vereinfachung, weltweite Wahlen zu manipulieren❗

Last edited 1 Stunde her by OJ
Endlich Frei
2 Stunden her

Versailles 2.0: Alle haben sich in Brüssel zu versammeln.
Die nationalen Parlamente – anders als Brüssel noch halbwegs demokratisch – sind komplett enteiert. Aber genau das ist die Absicht hinter der Demokratie-Umschiffungsbehörde namens „EU“.

humerd
3 Stunden her

Deutschland ist größter Nettozahler zum EU Haushalt. In Deutschland werden Forderungen nach Rentenkürzungen, Leistungskürzungen bei den gesetzlich Versicherten immer massiver und lauter. Da geht schon noch mehr

Klaus D
48 Minuten her
Antworten an  humerd

Die nettoempfänger machen genau das gegenteil siehe Orban in Ungarn. Da wird mit unserem geld was wir via EU an dieses zahlen dem rentner ordentlich was gegönnt….“Ungarn führt eine 14. Monatsrente ein, um die finanzielle Lage der Senioren neben der bestehenden 13. Monatsrente weiter zu verbessern, wie aus den Balaton Zeitung und wir in Ungarn Meldungen vom Dezember 2025 hervorgeht. Die Maßnahme wird schrittweise umgesetzt, beginnend mit einem Viertel des Gesamtbetrags im Februar 2026, berichten wir in Ungarn und die Balaton Zeitung.“ (google KI)

November Man
4 Stunden her

„EU-Kommission will noch zusätzlich 2.500 Beamte“
Die Bürger müssen schließlich überwacht, ausspioniert, bespitzelt werden. Es muss in Erfahrung gebracht werden was sie Reden, welche Meinung sie haben und was Schreiben. Und wenn sie nicht absolut rotgrünlinksextrem sind, wenn sie sich nicht willenlos unterwerfen und spuren, dann müssen sie durch Erpressung und Sanktionen hart bestraft werden. Dazu braucht man viele Beamte, die anschließend zum Dank ihre Arbeitgeber wählen. Dito Beamtenstaat-Deutschland als Musterbeispiel.   

WIING
4 Stunden her

korrupt-korrupter-vdL
zerstörerisch-zerstorerischer-EU
mafios-mafioser-Parteienlandschaft
nicht überlebensfähig-dem Tode geweiht-unser aktuelles System

Klaus D
45 Minuten her
Antworten an  WIING

Und es ist nicht nur die EU! Was passiert mit unserem geld was via EU an die nettoempfänger verteilt wird. Wie viel vom dem geld verschwindet da ins nirgendwo siehe zb Ungarn….

Ungarn ist das korrupteste Land der EU

https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/ungarn-ist-das-korrupteste-land-der-eu