Was jahrelang Ursula von der Leyen und die ganze EU-Kommission verweigerten, soll nun stattfinden. Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, ist für direkte EU-Gespräche mit dem russischen Präsidenten. Das sei auch mit Wolodymyr Selenskyj abgestimmt.
picture alliance/dpa | Markus Lenhardt
Seit 2022 galt jeder, der direkte Friedensgespräche der EU-Spitze mit Wladimir Putin einforderte, fast als Hochverräter – jetzt dürfte Brüssel endlich bewusst sein, dass der Krieg in der Ukraine ohne Diplomatie nicht zu beenden sein wird. Aktuell bereitet sich die EU-Führung auf ein direktes Gespräch mit Russlands Präsidenten vor – geht aus Äußerungen Costas hervor, die in einem Bericht der Financial Times detailliert wiedergegeben werden und durch offizielle Bestätigungen aus Kiew und Brüssel untermauert sind.
In einer Rede an der Europäischen Universität in Florenz erklärte Costa dazu: „Ich spreche mit den 27 nationalen Führern, um den besten Weg zu finden, uns zu organisieren und auch zu identifizieren, was wir effektiv mit Russland besprechen müssen, wenn der richtige Moment gekommen ist.“
Auch Selenskyj für Verhandlungs-Initiative
Bereits beim EU-Gipfel im April in Zypern habe Selenskyj die anderen aufgefordert, sich positiv auf Verhandlungen vorzubereiten. Selenskyjs Büro bestätigte laut Financial Times diese Abstimmung. Ein hochrangiger ukrainischer Vertreter betonte die Notwendigkeit stärkerer europäischer Koordination: „Wir brauchen mehr Koordination auf europäischer Ebene – möglicherweise durch einen Sprecher, der im Namen aller Europäer mit Russland sprechen und mehr Druck ausüben kann.“
Die EU-Außenpolitik soll aber unverändert bleiben: Keine Entscheidungen über die Ukraine ohne Beteiligung Kiews. Dennoch wächst in vielen europäischen Hauptstädten die Frustration. Die trilaterale amerikanisch-russisch-ukrainische Diplomatie unter Trump macht nur schleppende Fortschritte. Das letzte direkte Treffen fand am 18. Februar statt. Seitdem dominieren nur separate Kontakte, und der Iran-Konflikt lenke die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten vom Krieg in Europa ab. Costa versicherte jedoch, Brüssel wolle den von Trump geleiteten Prozess „nicht stören“. Allerdings: Es gibt derzeit keine Signale aus dem Kreml, dass Putin bereit sei, mit EU-Vertretern zu sprechen.
Moskau will Waffenruhe am Samstag
Am Dienstag reiste der ukrainische Sicherheitsratssekretär Rustem Umerow nach Miami, um Trumps Sonderbeauftragte, darunter Steve Witkoff, zu treffen. Ziel sei die „Wiederbelebung des diplomatischen Prozesses“, wie Selenskyj mitteilte. Kiew bleibe in ständiger Abstimmung mit Washington und kenne die russischen Kontakte der US-Seite. Gleichzeitig kritisierte Selenskyj das mangelnde konstruktive Verhalten Moskaus beim Waffenstillstand. Russland hatte einen kurzen Waffenruhe für die Siegesparade am 9. Mai angekündigt. Selenskyj reagierte mit einem einseitigen Waffenstillstands-Angebot ab 6. Mai, um die russische Haltung zu testen. Stattdessen folgten russische Angriffe, bei denen 27 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt wurden.
Russland fordert als Vorbedingung für weitere Gespräche den Abzug ukrainischer Truppen aus Teilen des Donbass, Putin sei entschlossen, den Rest der Region noch in diesem Jahr militärisch einzunehmen. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow erklärte kürzlich, die Ukraine müsse „einen ernsthaften Schritt“ tun, damit die Kämpfe enden und echte Verhandlungen beginnen können.
Im Februar reisten der französische Sicherheitsberater Emmanuel Bonne und Bertrand Buchwalter nach Moskau, um Europa einen Platz am Verhandlungstisch zu sichern. Die russische Seite lehnte dies zwar ab, signalisierte aber Offenheit für andere europäische Botschaften. Ein Insider aus dem Umfeld Putins fasste zusammen: „Putin sagt allen: Wir sind konstruktiv, wenn ihr es seid. Sonst nicht.“ Belgiens Premierminister Bart De Wever und andere haben eine direkte Gesprächskanal-Initiative vorgeschlagen, doch fehlt noch ein Konsens unter den 27 Mitgliedstaaten über Personen, Zeitpunkt und Inhalt. Gleichzeitig stärkt die EU ihre Unterstützung für die Ukraine: Im April wurde ein 90-Milliarden-Euro-Kredit für 2026/2027 beschlossen, ein neues Sanktionspaket verabschiedet und Fortschritte beim EU-Beitrittsprozess Kiews gemacht. Costa nannte die Eröffnung des ersten Verhandlungsclusters als nächsten logischen Schritt.
Der Ukraine-Krieg dauert nun mehr als vier Jahre und hat Hunderttausende Opfer gefordert. Die EU-Führung befürchtet, bei einem reinen US-Russland-Deal marginalisiert zu werden und ein Abkommen akzeptieren zu müssen, das eigene Sicherheitsinteressen nicht berücksichtigt. Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass ein langfristiger Frieden ohne europäische Beteiligung kaum stabil sein kann. Die EU setzt deshalb weiter auf eine massive militärische, finanzielle und wirtschaftliche Unterstützung für Kiew, kombiniert mit erhöhtem Druck auf Moskau durch Sanktionen.
Nun will die Union nicht mehr nur Zuschauer sein, sondern wieder aktiver Mitgestalter. Ob Wladimir Putin darauf eingeht, bleibt offen.


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Das 90 Milliarden Euro Geschenk an die Ukraine alleine für 2026 und 2027 manifestiert doch den Willen der EU, den Ukraine Krieg am Laufen zu halten, oder sehe ich da etwas falsch? Wieso sollte sich Russland nach den Minsker Vereinbarungen erneut auf die „Europäer“ einlassen? Seit 2022 schiebt die EU gegen Russland: Drohnen über Flughäfen, durch die russische Schattenflotte sabotierte Unterseekabel etc.. ( Was ist eigentlich mit NordStream???) „Wir müssen bis 2030 kriegsbereit sein“. St. Petersburg wird von ukrainischen Drohnen angegriffen die u.a. über Polen, den baltischen Staaten und Finnland abstürzen. Jetzt wird mit Hochdruck daran gearbeitet Russland von der… Mehr
„Wieso sollte sich Russland nach den Minsker Vereinbarungen erneut auf die „Europäer“ einlassen?“ Hm-m… Und wieso sollte sich Ukraine nach den Minsker Vereinbarungen erneut auf die „Europäer“ einlassen? Haben Russen das Versprochen gehalten? Was ist mit dem Versprechen vom ganzen Westen den vollständigen Schutz der Ukraine vor jedem Angreifer, als man sie dazu überreden wollte, ihre Atomwaffen an Russland abzugeben? Und warum sollte die Ukraine auf Putins Dummheit reagieren? Sie hat im letzten Monat 120 km² ihres Territoriums zurückerobert. Und ohne das wird Putin nicht zustimmen, da er in ein oder zwei Monaten abgesetzt (und wahrscheinlich getötet) wird, worüber in… Mehr
Als Bürger der Deutschen Demokratischen Republik ( ich bin Jahrgang 1963 ) weiss ich ja nicht , was in den Köpfen der EU bzw. BRD Politiker , Militärs , „Journalisten“ und anderer NATO – Länder so vor sich geht . Bedenken die ihr Tun und Handeln , inkl. u.a. den täglichen verbalen Beleidigungen , Drohungen , Verleumdungen gegenüber der russischen Föderation und dessen Präsidenten überhaupt nicht ? Denken diese Leute ernsthaft , daß es KEINE ! persönlichen Konsequenzen für sie haben wird und sie ewig so weiter machen können ? Glauben die allen Ernstes , die Führung der russischen Föderation… Mehr
Medwedjew: „Deutschland wird vollständig vernichtet“. Das geht in deren Köpfen vor. Sie sind ein Perversling.
Dass „Diplomatie“, also das Reden mit Putin unter den gegenwärtigen Umständen etwas bewirken werde, ist eine alberne Hoffnung. Außer, man will die Ukraine dem russischen Despoten zum Fraß vorwerfen.
Putin wird sich nur unter zwei Umständen zurückziehen: Entweder sind seine Truppen auf dem Schlachtfeld geschlagen, oder er gerät innenpolitisch so unter Druck, dass er den Krieg beenden muss, um seine Macht zu behalten. Beides ist bisher nicht eingetreten. Wenn aber Putin endlich soweit sein sollte, seinen Angriffskrieg zu beenden, wird er das mit US-Präsident Trump verhandeln, nicht mit der EU, die er (nicht ohne Grund) verachtet,.
> Selenskyj reagierte mit einem einseitigen Waffenstillstands-Angebot ab 6. Mai, um die russische Haltung zu testen. Stattdessen folgten russische Angriffe, bei denen 27 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt wurden.
Erst nach banderistischen Angriffen wenige Minuten nach dem Anfang vermeintlicher Waffenruhe.
…Das sei auch mit Wolodymyr Selenskyj abgestimmt…
Ich habe nur bis hier gelesen und mir den Rest gespart. Denn seit wann wird zusammen mit einem Bittsteller abgestimmt, um dessen Existenz es geht? Oder sitzt das Schaf etwa mit den Wölfen zusammen und diskutiert darüber, was es zum Abendessen gibt? Schliesslich tangiert dieser Krieg den Frieden und das Über/Zusammenleben ganz Europas! Aber gut, das ist den Leuten in Brüssel ja ohnehin vollkommen egal. Mit, oder ohne Ukrainekrieg…!
Who is this picture missing? https://x.com/WallStreetMav/status/2052327586194157850
Tja. überall brennt es bereits – und ich glaube nicht an ein ernsthaftes Vorgehen der EU – alles nur, um Zeit gegen uns zu schinden.
.
Und der Ukrainer ist, seine!!! Interessen vertretend, immer mittenmang:
Ukrainian President Volodymyr Zelensky has paid a visit to Armenia to participate in the European Political Community summit. https://x.com/visegrad24/status/2052401809788977212
Einer, der über Kanzlern zu stehen zu kommen scheint, wie auch ein Al Dscholani, kann doch hier nicht derart verkannt werden – oder?
Brutale Denke, nachdem die Kremlkriminellen die UA in die Verteidigungsposition gezwungen haben – bloß weil die endgültig die Schnauze voll haben von ihren russisch-orthodoxen Brüdern da in Moskau. Jetzt ist es noch endgültiger, für lange Zeit. „Mit, oder ohne Ukrainekrieg…!“ Ach was, ohne wäre es Brüssel lieber. Wetten dass?
Wer nach so langer Zeit der Verantwortung nichts anderes als das zur Verfügung stehende vorweisen kann , sollte besser was anderes machen. Meine Meinung.
Geduldet von seiner Gnaden Selenskyj will die EU-Spitze Gespräche mit Putin führen. Ach wie schön. Was soll da rauskommen? Das geht doch aus wie das Hornberger Schießen.
So wirds auch gedacht sein.
Alles nur, um den Menschen weiter Sand in die Augen zu streuen. Die lachen sich doch tot über uns alle, denen sie das Geld aus der Tasche ziehen und sich auch nicht scheuen, sie als „Kollateralschäden“ ihrer Politik link liegen zu lassen.
Sehr vernünftig, wenn man es richtig anpackt, aber sicherlich aus der Not heraus geboren wurde, denn ohne Ami wird es zum Faß ohne Boden und man sitzt sogar noch neben dem Stuhl und die Welt dreht sich weiter, auch ohne EU, die schon längst erste Verfallserscheinungen zeigt. Es ist nie zu spät, Gespräche einzuleiten, wenn es der guten Sache dient und wenn sie glauben, mit der alten verlogenen Taktik in Moskau voran zu kommen, dann ist der Weg zum Mißerfolg schon vorgezeichnet und in solchen schwerwiegenden Fragen müßte man im eigenen Interesse sehr vorsichtig sein, denn vom eigenen Bahnhof hat… Mehr
Das freut uns aber, dass der kleine Wolodimir der EU die Genehmigung erteilt, mit Russland und Putin sprechen zu dürfen. Die Ukraine ist kein EU Mitgliedsland führt sich aber auf als wäre die Ukraine Chef im Ring. Pisst das nicht Ursels Ego an? Und wenn man sieht, wie diese selbstgekrönte „Monarchin Europas“ diesen Lügner und Terrorist anhimmelt, dann fragt man sich“Was hat dieser Komiker in der Hand gegen sämtliche EU Staaten.“ Und wer soll dieser eine Sprecher sein. Die EU regiert, besser agiert doch nicht für die Bevölkerung Europas, die agiert nur für die Bonzen und ihren Zirkel. Vielleicht merken… Mehr
Da wollen also die,die den Krieg seit 3 Jahren verlängern und finanzieren,jetzt „mehr Druck auf Moskau“ machen….na,dann viel Erfolg 🙂
Diese Gurkentruppe der EU sollte mal durchleuchtet werden,wieviel „Kickback“ auf deren Konten gelandet ist von den ganzen „Geldtransporten“,die so wundersam über europäische Strassen rollen
Hawala wird auch genutzt werden – zumal der Schauspieler in verschiedensten islamischen Staaten seine Drohnen anpreist – wozu er jeweils mit allen Ehren empfangen wird.
Den Krieg macht Putin, niemand sonst.
Also gut, wer isses dann?