Würzburg: Somalischer Täter barfuß, mit 40 Zentimeter-Messer und FFP2-Maske

Der anhaltende hunderttausendfache Missbrauch des Asylrechts soll unter anderem deshalb von der Bundesregierung stillschweigend gebilligt worden sein, um unschöne Bilder der Zurückweisung von illegalen Grenzübertritten zu vermeiden. Seitdem gibt es andere unschöne Bilder wie nun in Würzburg.

IMAGO / Marius Schwarz

Ein 24-Jähriger Somalier, der seit 2015 in Deutschland lebt, der also als Minderjähriger, gerade erst Erwachsener, zu uns gekommen ist, hat gestern Abend in Würzburg einen Amoklauf begangen und – bestimmten Handyaufnahmen zu Folge – mit einem geschätzt etwa 40 cm langen Messer drei Menschen ermordet, weitere teilweise schwer verletzt. Mindestens eine Person soll noch in Lebensgefahr schweben. Komplizierte Operationen, die Leben von Schwerverletzten retten sollen, dauerten am Abend noch an.

Die Frage ist so alt wie die Massenzuwanderung seit 2015 selbst: Sollen wir uns an solche Amokläufe quasi als Kollateralschaden gewöhnen? Gerade schrieb der Kollege Roland Springer bei TE davon, dass das Wahlprogramm der Union unter Kanzlerkandidat Armin Laschet – mutmaßlich als Handreichung an den grünen Wunschkoalitionspartner – keine Wende in der Asyl- und Migrationspolitik beabsichtige.

Täter Illegal & polizeibekannt
Würzburg: Eklatantes, mehrfaches Staatsversagen hat diese Bluttat möglich gemacht
Müssen wir uns gewöhnen an das wiederkehrende Grauen in unserer Mitte? Es ist viel schlimmer: Wir haben uns bereits an das Unaussprechliche gewöhnt. Das Gesamtbild der Kommentare der Deutschen, ob nun in den sozialen Medien oder über den Gartenzaun hinweg, dokumentiert auch eine eklatante Abstumpfung gegenüber solchen Bildern, die jede zivilisierte Gesellschaft in einen Daueralarmzustand versetzen müsste, bis dieser Zustand abgestellt ist. Stattdessen verbreiten sich teilweise schon gleichgültige bis lakonische oder gar höchst unsensible ironisch sein wollende Kommentare zu Tat und Tathergang.

Bilder tauchen auf wie Blitzlichter aus einer Twilight-Zone mitten hinein ins deutsche Idyll, sickern dort ein, sorgen für eine Verstimmung – für ein ungutes Bauchgefühl – und verflüchtigen sich bald wieder:

Der Somalier vor der Würzburger Sparkasse unter einer dort aufgehängten Regenbogenflagge, das obszön große Küchen- oder Bajonettmesser in der rechten Hand, welches zu dem Zeitpunkt schon drei Opfer in einem Kaufhaus der Würzburger Innenstadt gefunden hat.

Was berichten die Medien? Die grünpopulistische TAZ bemüht sich reflexartig darum, einen islamistischen Hintergrund auszuschließen – der Täter soll zwar „Allahu akbar“gerufen haben, aber „(a)ndererseits hatte sich der Täter zuletzt (…) psychisch auffällig verhalten, auch mit Gewalttaten. Er sei deshalb kürzlich in psychiatrische Behandlung eingewiesen worden.“, auch der bayrische Innenminister hatte nach der Tat davon berichtet.

Aber was für eine Debatte ist das eigentlich? Ist nicht der Islamismus selbst, egal in welcher gewaltbereiten oder schon gewalttätigen und mordenden Ausprägung Zeichen einer offensichtlichen Entmenschlichung nach westlich-aufgeklärten Maßstäben, die darüber auch nur ansatzweise jedwede Relativierung verbieten?

Die TAZ relativiert die Tat, aber der Münchner Merkur kann es zunächst noch besser. Dort heißt es: „Würzburg: Menschenmenge hetzt mutmaßlichen Mörder durch die Straßen.“ Mittlerweile allerdings wurde der Shitstorm in den sozialen Medien über diese Behauptung einer Hetzjagd so groß, dass die Schlagzeile umgeschrieben bzw. entschärft wurde: „Würzburg: Menschenmenge folgt mutmaßlichem Mörder durch die Straßen.“

Die seit 2015 ihrem emotionalen Input nach immer unglaubwürdig klingenden Beileidsbekundungen der Politik kommen erwartbar und nach einem mutmaßlichen Sondieren der Stimmungslage in der Bevölkerung folgt auch die Belobigung der Bürger von Würzburg, welche den Täter gestellt hatten, bevor er von einem Beamten mit einen gezielten Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt wurde.

TE spricht mit einem Polizisten, der selbst schon von der Schusswaffe Gebrauch machen musste. Der erzählt, wie es nun weitergeht für den schießenden Polizisten: „So eine Körperverletzung im Amt muss natürlich ausermittelt werden. Das wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft erledigt, die sich mit der KV (Red.: Körperverletzung) im Amt befasst.“

Auf die Frage, wie das unter den Polizisten selbst aufgenommen wird, antwortet er: „Da ist schon eine Anspannung, weil man nicht weiß, was der Geschädigte aussagt. Oder ein Zeuge sagt etwas, das nicht stimmt. Da gibt es ja immer selbsternannte Fachleute, die wissen ganz genau, dass das nicht nötig gewesen sein soll – das geht ja hoch bis in die Politik, wo die Grüne Renate Künast in einer Täter-Opfer-Umkehr – übrigens auch ein Fall aus Würzburg – angezweifelt hatte, das der Axt-Angreifer („Zug-Attentäter“) von der Polizei hätte erschossen werden müssen. Es gibt bei der Polizei immer auch das Angebot, sich anschließend psychologisch betreuen zu lassen. Der Schusswaffengebrauch gehört zum seltensten, das es im Dienst gibt, wenn, dann muss die Polizei mal auf ein Tier schießen, wo das beispielsweise auf der Autobahn Menschenleben gefährdet.“

Causa Würzburg
Versagen wir im Kampf gegen den Dschihadismus?
Insbesondere die Bilder des Somaliers brennen sich dann aber doch ein. Selten noch sind so umfänglich Aufnahmen vorhanden, wo wieder eine grausame Tat von Zugewanderten begangen wird. Es sind die Details solcher Aufnahmen, die heute weit über die Taten hinaus irritieren: Der somalische Täter hält sich weiter brav an die Maskenpflicht, trägt sogar eine FFP2-Maske, während er keine Schuhe an hat.

Wer kann Auskunft darüber geben, wie es jetzt den Überlebenden geht? Oder den Angehörigen? TE telefoniert dazu mit Karsten Hempel, sein Sohn wurde 2017 im sachsen-anhaltinischen Wittenberg von einem Syrer totgeprügelt, der Täter auf zwei Jahre Bewährung plus einhundert Arbeitsstunden entlassen.

TE fragt Hempel: Was empfanden Sie gestern, als sie von dem Anschlag in Würzburg erfahren haben?

„Ich weiß, das viele Leute in Deutschland eine schlimme Nachricht bekommen haben – allein in dieser Woche. Man ist einfach hilf- und fassungslos. Und es sind ja nicht nur die Morde in Würzburg, gerade gibt es auch Meldungen aus Mali, da sollen Soldaten teilweise schwer verletzt worden sein und auch sie haben Angehörige in Deutschland. Was haben wir dort zu suchen? Und bitte nicht zu vergessen: Der Täter von Würzburg war schon vorher auffällig geworden. Der war polizeibekannt. Es hat sich sogar herausgestellt über einen Zeugen, dass er „Allahu akbar“ gerufen hat. Bei mir kommt zwangsweise alles wieder hoch, ich weiß, was bei den Angehörigen passiert ist, als der Anruf kam oder die Beamten vor der Tür standen. Es ist grausam und es ist beschämend bei so vielen Verbrechen in Deutschland. Die Verantwortlichen in Berlin haben nichts daraus gelernt oder wollen nichts daraus lernen. Und so wird das Morden, das Töten, das Vergewaltigen in Deutschland weitergehen.“

Demgegenüber gibt es aber auch Äußerungen in den sozialen Netzwerken, die irgendeine Art von Verständnis signalisieren für den Täter. Und das klingt dann so, als wäre da einer von den realen Verhältnissen in Deutschland derart in die Enge getrieben worden, dass er zuletzt nicht mehr ein noch aus gewusst hätte. Oder alternativ ist von einem „traumatisierten Flüchtling“ die Rede.

Erhebungen belegen aber längst, dass die allermeisten nicht als Flüchtlinge, sondern als Wohlstandsmigranten kommen. Sie kommen mit großen Erwartungen, geweckt von einer anhaltenden Aufnahmebereitschaft und immer neuen Signalen aus Politik und von Nichtregierungsorganisationen (NGO), die die Einladung der Kanzlerin von 2015 immer wieder erneuern.

Die so angesprochenen vorwiegend jungen Männer aus islamisch geprägten Kulturkreisen kommen mit einem dicken Bündel falscher Erwartungen, welche aber in Deutschland nicht erfüllt werden können. Wenn es hier überhaupt eine Traumatisierung geben sollte, dann basiert sie auf diesem Clash der Kulturen: Hier der gleichberechtigte deutsche demokratische Rechtsstaat mit seinem religionsfreien Räumen, zu Hause die archaischen Strukturen einer oft noch zutiefst mittelalterlichen Stammeskultur.

Wer aber diese Menschen hier glaubt integrieren zu können oder zu müssen, der trägt auch einen Teil die Verantwortung. Der anhaltende hunderttausendfache Missbrauch des Asylrechts soll unter anderem deshalb von der Bundesregierung stillschweigend gebilligt worden sein, um hässliche bzw. unschöne Bilder der Zurückweisung von illegalen Grenzübertritten zu vermeiden. Aber die Vermeidung dieser Bilder hat neue Bilder und Taten produziert – so wie jetzt wieder am 25. Juni 2021 in Würzburg, als ein Somalier mehrere Menschen mit einem 40 Zentimeter langen Messer vom Leben in den Tod beförderte und dabei „Allahu akbar“ gerufen haben soll.

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Kommentare ( 243 )

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Alt-Badener
27 Tage her

All die vielen Kommentare hier zu dieser Bluttat werden nichts, aber auch gar nichts verändern. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass diese Tat und die unzähligen anderen Taten durch diese Zuwanderer, Asylanten, Schutzsuchenden, Flüchtlingen oder wie sonst noch heißen mögen, etwas im Land ändern wird, oder gar das Wahlverhalten verändert? Nein, es wird nichts geschehen. Die Deutschen sind eine sterbende Nation, sie wollen es so. Über all diese Taten wundere ich mich schon lange nicht mehr, ich wundere mich höchstens noch ein ganz klein wenig darüber, dass die Deutschen das alles tatsächlich nicht nur wehrlos über sich ergehen lassen, sondern es… Mehr

Friedrich Wilhelm
27 Tage her

Sehr geehrter Herr Wallasch, sehr geehrte Redaktion,
nicht nur aber besonders angesichts der nachvollziehbaren und berechtigten Reaktion auf die Merkur-Formulierung ….
„Würzburg: Menschenmenge hetzt mutmaßlichen Mörder durch die Straßen.“ Mittlerweile allerdings wurde der Shitstorm in den sozialen Medien…“
… sollten Sie grundsätzlich statt den vulgären und pejorativen Terminus „Sh…orm“ zu gebrauchen, bspw. von Empörungswelle sprechen.
Danke im voraus.

LadyGrilka55
27 Tage her

„… eklatante Abstumpfung gegenüber solchen Bildern …“ Diese ist zwar beklagenswert, aber vielleicht auch verständlich. Solche Taten erzeugen Wut und den Wunsch, etwas gegen diese ständigen Gewalttaten von Migranten gegen Deutsche zu tun, oder wenigstens den Wunsch, dass endlich etwas dagegen getan wird. In einem Land, in dem von verantwortungslosen Politikern nichts gegen diese Gewalt getan wird, in dem stattdessen genau diese Politiker noch immer mehr Gewalttäter herlocken, kann man nur noch verzweifeln. Und Verzweiflung führt irgendwann zur Abstumpfung, weil man die Situation anders nicht mehr aushält. Vielleicht ist ja genau das gewollt: eine abgestumpfte Schafherde, die wider alle Vernunft… Mehr

Karl Schmidt
27 Tage her

Sie entdecken in Deutschland noch einen demokratischen Rechtsstaat (Demokratie und Rechtsstaat werden oft zusammen gemixt; sind aber tatsächlich keine Freunde, weil das Demokratieprinzip – die Mehrheit – dazu neigt, den Rechtsstaat zu beseitigen)? Von beidem findet sich immer weniger, woran diese Art der Zuwanderung auch ihren Anteil hat. Auch die religionsfreien Räume nehmen ab: Das liegt nicht nur an der Antirechts-Sekte, sondern auch daran, dass aufdringliche religiöse Symbole inzwischen wie Alltagsmode in das öffentliche Leben dringen und die negative Religionsfreiheit eben gerade nicht geschützt wird. Sie dürfen sich nicht öffentlich nackig machen – diese Form der Selbsterniedrigung dürfen sie niemanden… Mehr

Bleichgesicht
27 Tage her

„Wer übernimmt die Verantwortung?“ Diese Frage, Herr Wallasch, ist schnell beantwortet: NIEMAND, der die Verantwortung dafür trägt.

LadyGrilka55
27 Tage her
Antworten an  Bleichgesicht

Oder die Verantwortlichen lassen uns wissen, dass es ihnen egal ist, wenn sie schuld sind … (Merkel)

RS
27 Tage her

Zumindest hat er die Coronaverordnung eingehalten. Das muß man ihm schon zugute halten. Stellen Sie sich die Schlagzeile vor „Flüchtling mißachtet Corona-Verordnung und…“! Da hätte König Markus sich aber aufgeplustert.

Mika W.
27 Tage her

Wiedermal hervorragend, Herr Wallasch. Einschlägige Berichte und Kommentare zu weiteren „X“ Vorfällen dieser „Art“ muss man nicht lange suchen. Warum nur tut sch nichts? So blöd kann doch ein Volk nicht sein. Da hilft nur noch Hoffnung gemäß dem Motto von Abrahm Lincoln „Es gelingt wohl, alle Menschen einige Zeit und einige Menschen allezeit, aber niemals alle Menschen alle Zeit zum Narren zu halten.“

country boy
27 Tage her

Beim SPIEGEL aus Hamburg findet sich aktuell kein Bericht auf der Titelseite des zugehörigen Internetauftritts SPIEGELonline. So verkrümeln sich diese Journalisten, wenn es darum geht, unsere Demokratie vor Islamisten zu verteidigen.

Thomas BW
27 Tage her

Danke für diesen Artikel. Es ist nicht mehr auszuhalten, wie jedes mal nach so einer Tat unsere Poltik mit den gleichen Floskeln vor die Presse tritt. Die Bevölkerung wird dann ruhiggestellt, in dem die Politik wieder verspricht alles zu tun, um solche Taten zu verhindern. Aber dieser Staat hat sich mit dieser politischen Elite ins Abseits gestellt. Der Rechtstaat ist lahmgelegt. Das einzige was noch funktioniert ist eine gesteuert Meinungsbildung in einen fest vorgegeben Richtung. Ich selber musste mich schon von einer türkischstämmigen grünen Kommunalpoltikerin als „Nazi“ beschimpfen lassen, nur weil ich die Aussage getroffen hatte, dass ich dafür plädiere,… Mehr

Mausi
27 Tage her

Bayern kann sich in erster Linie an den treuen CSUler Seehofer wenden. Der hätte es in der Hand, die offene deutsche Grenze zu schliessen. Aber so was geht nur wegen Virusalarm. Niemals gegen AM. Gegen AM kann sich nur der Aussenminister durchsetzen, indem er einfach ausländischen Schadensersatzforderungen zustimmt und einen Präzedenzfall schafft. Und desweiteren kann Söder sich an der eigenen Nase packen, weil er keinen deutlichen öffentlichen Einfluss auf die CSU Bundespolitik genommen hat. Oder das seltsame Migrationsabkommen nicht kritisch öffentlich gemacht hat. Aber als harter Hund kommt auch er nur beim Virus daher. Alles andere ist ein Fliegenschiss.