Warnungen der Nachrichtendienste hätten die Armeeführung alarmiert: Polen hat eine besondere Sicherheitsoperation entlang der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad gestartet. Auch Antiterroreinheiten erhielten Marschbefehle.
IMAGO / Anadolu Agency
Russland könnte in den kommenden Tagen Sabotageaktionen und mögliche bewaffnete Grenzverletzungen planen – so wird die Spezialoperation von Polizei, Grenzschutz und Armee begründet. Der Truppenaufmarsch wurde zunächst vom privaten Sender RMF FM gemeldet und ist nun vom polnischen Polizeichef Marek Boroń bestätigt. Er erklärte gegenüber dem Sender, die Polizei sichere das Gebiet um Kaliningrad gegen mögliche Vorfälle, die zu Sabotageakten führen könnten. Die Informationen stammten auch von externen Diensten.
Neues Einsatzzentrum in Warschau
Ein spezielles Einsatzzentrum wurde in der Hauptpolizeidirektion in Warschau eingerichtet; die regionalen Kommandos in Olsztyn und Białystok sind eingebunden. Zusätzliche Kräfte aus anderen Woiwodschaften sowie Antiterroreinheiten sind vor Ort. Die Operation wird gemeinsam mit dem Militär, dem Grenzschutz und den Geheimdiensten durchgeführt.
Kurz vor Beginn der Grenzoperation eskalierte in Warschau ein langjähriger Konflikt um den Verfassungsgerichtshof (Trybunał Konstytucyjny): Am Wochenende versuchten Richter, die dem pro-europäischen Lager der Regierung von Donald Tusk nahestehen, den bisherigen Präsidenten des Gerichts, Bogdan Święczkowski (ein Vertrauter des nationalistischen Lagers), und seinen Stellvertreter zu suspendieren. Richterin Anna Korwin-Piotrowska erklärte sich zur kommissarischen Leiterin. Święczkowski und die Opposition sprachen von einem Putsch.
Innenpolitische Krise
Präsident Karol Nawrocki brach eine Auslandsreise ab, kehrte zurück und warf der Regierung eine gewaltsame Übernahme einer Verfassungsinstitution vor. Vor dem Gerichtsgebäude in Warschau kam es zu Protesten, auch mit Zusammenstößen mit der Polizei.
Nawrocki weigert sich seit Monaten, vom Sejm gewählte Richter zu vereidigen, was den Gerichtshof de facto handlungsunfähig macht. Premierminister Tusk und Justizminister Waldemar Żurek verteidigen die Schritte als notwendige Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit nach Jahren politischer Einflussnahme unter der früheren PiS-Regierung. Der Konflikt zwischen dem pro-europäischen Kabinett und dem nationalistischen Präsidenten hat sich damit offen zugespitzt und belastet die innenpolitische Stabilität.



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Na, ich weiß nicht. In der „Welt“ gibt es eine Siegesnachricht der Ukraine nach der anderen. Danach gibt es schon gar keine russischen Truppen mehr. Die Polen übertreiben maßlos.
Eine Klingonen-Invasion droht aber nicht? Den meisten Leuten müsste klar sein, dass es nichts als Hysterie-Schüren ist. Vielleicht soll es von der Verfassungsgericht-Sache ablenken?