Liberalismus und Linksliberalismus – eine kleine Freiheitslehre

Jede politische Richtung bezeichnet sich selber als „freiheitlich“. Selbst die Nationalsozialisten haben 1935 ihren Reichsparteitag unter dem Slogan „Freiheit“ durchgeführt. Daraus ergibt sich die Frage: Welche Definition von Freiheit liegt dem jeweils zugrunde und welche Freiheitsdefinitionen sind wirklich freiheitsförderlich?

Liberalismus ist eine offene Lebenseinstellung, die in Anerkenntnis augenblicklich nicht veränderbarer Unfreiheiten die individuellen Denk-, Sprach- und Handlungs-Spielräume erweitern möchte.

Damit sind Pflöcke eingeschlagen, die für den Liberalismus zentral sind:

  • Der einzelne Mensch ist im Liberalismus wesentlich. Freiheit muss dem Spielraum möglichst aller Individuen zugute kommen.
  • In alle freiheitlichen Bestrebungen sind unfreiheitliche Elemente eingewoben. Wenn ich im Supermarkt einen Joghurt einkaufe, dann kann ich lediglich frei aus den Produkten wählen, die der Supermarkt in seinem Sortiment hat. Meine Vorwörter zum Sonntag sind frei und gleichzeitig durch die unfreiheitlichen Elemente meiner augenblicklichen geistigen, zeitlichen, kreativen und sprachlichen Kapazität eingeschränkt. Und wenn jemand in einem Mehrfamilienhaus Saxophon üben will, ist seine Freiheit durch die zumutbare Lärmbelästigung der Mitbewohner begrenzt.
  • Das Gegenteil von Freiheit ist also nicht Unfreiheit, da jede Freiheit immer auch unfreie Elemente enthält. Das Gegenteil von Freiheit ist Konformismus, der gar nicht mehr auf die Idee kommt, die möglichen Freiheits-Spielräume zu sichten und zu erweitern.

Menschen mögen in sich einen Drang zur Freiheit haben. Doch ebenso haben Menschen den Drang in sich, dazuzugehören und Teil einer Gemeinschaft zu sein; in diesem Drang wurzelt der Konformismus. Liberalismus und Konformismus liegen damit anthropologisch bedingt in einem ständigen Kampf miteinander.

Ein religiöser Glaube mit rigiden und starren Moralvorstellungen ist dem Liberalismus hinderlich. Liberalismus muss darum eine religionskritische Seite haben. Aber der christliche Glaube kann eine Ressource zum Liberalismus sein, sofern er zentral als Geborgenheitsglaube entfaltet wird, wodurch der Gläubige in Gott eine Zugehörigkeit und sichere Bindung hat, die ihn von der konformistischen Anpassung an Menschen und den Zeitgeist befreit.

Auch Linke nehmen für sich den Liberalismusbegriff in Anspruch, wenn sie sich selber gerne als „linksliberal“ bezeichnen. „Freiheit“ ist ein zu angesehener Begriff, sodass Linke diesen Begriff natürlich auch für sich reklamieren wollen. Es ist allerdings die Frage, ob der Freiheitsbegriff überhaupt zu „links“ passt. Bei den Linken steht nicht das Individuum und seine Freiheit im Mittelpunkt, sondern etwa der zwangsnotwendige dialektische Verlauf der Geschichte hin zur kommunistischen Gesellschaft (Karl Marx) oder die sozial gerechte und solidarische Gesellschaft (SPD). Frei ist hier also nur der, der sich der zwangsläufigen geschichtlichen Entwicklung hin zum Sozialismus anpasst oder dem soziale Gerechtigkeit und Solidarität weit wichtiger sind als individuelle Freiheiten.

In diesem linksliberalen Sinne konnte der FDP-Politiker Christian Lindner bei der Windkraft von „Freiheitsenergien“ sprechen. „Frei“ meint dann nicht mehr eine Erweiterung des individuellen Handlungsspielraums, sondern im Gegenteil die Verengung auf eine bestimmte Art der Stromerzeugung. Diese Verengung des Freiheitsraumes kann nur dann als „Freiheit“ interpretiert werden, wenn man eine bestimmte Klimaideologie für absolut wahr und alternativlos hält. Während die Freiheit des Liberalismus jedem Menschen einleuchtet, weil sie unmittelbar als Freiheit erlebt wird, ist die Freiheit des Linksliberalismus an die Anerkennung einer Ideologie gebunden.

So konnte der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach im Bundestag in seinem Plädoyer für die allgemeine Impfpflicht sagen: „Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit (…) Die dreifache Impfung ist der sichere Weg, diese Freiheit zurückzuerlangen.“ Die Impfpflicht als Aussetzung der individuellen Freiheit auf körperliche Unversehrtheit wurde von Lauterbach als Freiheit uminterpretiert. Linksliberale wollten im Namen der Freiheit individuelle Handlungsspielräume beenden zugunsten einer Notwendigkeit, die auf bestimmten Vorurteilen zur Gefährlichkeit von Covid und zur nebenwirkungsfreien Wirksamkeit der Gen-Impfung beruhte.

Und wenn der linksliberale CDU-Ministerpräsident Daniel Günther Parteienverbot und Zensur von liberal-konservativen Portalen als wichtig für „unsere freiheitliche Demokratie“ kennzeichnet, dann widerspricht das sämtlichen individuellen Erfahrungswerten von Freiheit, in denen eine Vielfalt der Presse positiv geschätzt wird. Günthers Äußerungen sind nur verständlich auf dem Hintergrund einer Weltsicht, in der die Staatsbürger als eine verführbare und dumme Masse angesehen werden, die von Aufwieglern gelenkt wird. Darum müsse man das Volk vor falschen Ansichten schützen, um seine Freiheit zu erhalten. Günther fällt dabei nicht auf, dass man mit seiner menschenverachtenden Ideologie keine echte Demokratie verwirklichen kann, sondern höchstens „UnsereDemokratie“.

Wenn Zensur, Parteienverbote, Zwangsimpfung, Windräder und Steuererhöhungen zur großen Freiheit hochstilisiert werden, dann ist das eine „Sprache mit orwellschem Beigeschmack“, „die in ihrem Bestreben, immer inklusiver zu sein, darin mündet, diejenigen auszuschließen, die sich nicht den Ideologien anpassen, von denen sie beseelt ist“ (Papst Leo XIV).

Angesichts dieser Verdrehungen plädiere ich dafür, allen Linksilliberalen den Adelsbegriff des „Linksliberalismus“ zu verweigern. „Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles weitere“ (George Orwell). In diesem Sinn bedeutet Freiheit zu sagen, dass Unfreiheit Unfreiheit ist, selbst wenn sie unter dem Etikett „progressiver Linksliberalismus“ daherkommt.


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Kommentare ( 56 )

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56 Comments
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W aus der Diaspora
1 Monat her

Individuelle Freiheit ist immer verbunden mit der Verantwortung für andere. Früher erwartete man schlicht, dass sich der Saxophonspieler mit den anderen Mieter abspricht über den Zeitraum in dem sein Üben am wenigsten stört. Diese Form der Verantwortung ist als erstes gestorben. An die Stelle traten Gesetze in deren Folge es Anzeigen und Gerichtsprozesse gab. Da durch Gesetze grundsätzlich Freiheit beschnitten wird starb die individuelle Freiheit immer mehr – heute existiert sie fast nicht mehr. Es war aber eine sehr lange Entwicklung, die nicht erst mit Merkel einsetzte sondern nur beschleunigt wurde. Etwas, dass mich auch nicht wundert – Merkel kannte… Mehr

Peter Triller
1 Monat her

Inhaltlich gibt es meinerseits wenig Widerspruch, dennoch sind die vorgeschlagenen Definitionen verbesserungswürdig. Der Widerpart zum Liberalismus ist nicht der Konformismus sondern der Kollektivismus. Konformismus ist ein Anpassungsverhalten von Menschen in unfreien Systemen, um möglichst ungestört ein privates Leben noch führen zu können. Ob das vernünftig und zielführend ist, ist allerdings eine andere Frage. Linksliberalismus ist ein Widerspruch in sich. Entweder ist man links, also kollektivistisch oder liberal/libertär, also freiheitlich. Ich vermeide daher diesen Begriff. Die Begrenzung der eigenen Fähigkeiten sind keine Freiheitseinschränkungen oder Elemente von Unfreiheit. Das schränkt nur die Anzahl der möglichen Handlungsalternativen ein. Freiheit bedeutet eben nicht unendlich… Mehr

achijah
1 Monat her
Antworten an  Peter Triller

Danke für die Anmerkungen. Sachlich-inhaltlich liegen wir m.E. nicht weit auseinander, auch wenn wir es sprachlich unterschiedlich ausdrücken.

Laurenz
1 Monat her

Werter Herr Zorn, eine liberale Gesellschaft funktioniert nur unter Liberalen. Christen, Juden, Muslime & Linke müßten aus einer liberalen Gesellschaft sofort ausgeschlossen werden, weil sie keinen liberalen Freiheitsbegriff vertreten, sondern nur den absoluten, dienenden Gehorsam. Bei Juden ist es eh klar, Nicht-Juden sind von den für Juden geltenden Gesetzen ausgeschlossen. Bei den Christen ist es noch schlimmer. Ihr Erlöser, Ihr Messias, auch ein Jude, war Nationalist & bezeichnete uns als Hunde & hatte die Paulinische Heiden-Mission vorab schon abgelehnt. Paulus ist also ein falscher Apostel & Christen (als Nachkommen von Heiden) sind gemäß Johannes von Patmos, dem Autoren der Apokalypse,… Mehr

Last edited 1 Monat her by Laurenz
achijah
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Nein. Der christliche Glaube ermöglicht eine liberale Lebenseinstellung: nehmen Sie nur die Sätze Jesu:. „Der Mensch ist nicht um des Sabbats da, sondern der Sabbat um des Menschen“ „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, wS Gottes ist“ „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ „Nichts was von außen in den Mund kommt, macht den Menschen unrein“ Usw. Ihre Polemik gegen den christlichen Glauben sieht nicht seine tiefe Freiheitskraft. Und durch die Exkommunikation Jesu aus dem jüdischen Volk am Kreuz hat sich der christliche Glaube mit Ostern über das Judentum hinaus mit der Heidenmission entwickelt, nicht erst mit… Mehr

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  achijah

Was heißt hier Polemik, Herr Zorn. Ihr Glaube ist Polemik. Wenn das reich des Jesus von Nazareth nicht von dieser Welt ist, warum sollen wir uns dann damit jetzt beschäftigen? Warten wir doch ab, bis es soweit ist, wenn Sie dahin kommen. Und die Taufe, die Sie ansprechen gilt nur bei der Akzeptanz der (Jüdischen) Gesetze, die Jesus von Nazareth nie in Zweifel zog.

achijah
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Jesus hat das jüdischen Gesetz vollkommen neu interpretiert. Siehe das Sabbatgebot.
Die jüdischen Speisegebote hat er sogar insgesamt für obsolet erklärt. Ihre letzter Satz ist daher falsch.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  achijah

Das stimmt so nicht. Jesus hat nichts selbst aufgeschrieben, wir wissen also nicht, ob die vielen Evangelisten auch gelogen haben. Denn der Satz erscheint doch recht dubios & als nachträglich eingefügt. Denn, wenn die (echten) Apostel, (die in dieser Epoche des Judentums gar nicht gegen die Mission eingestellt waren), das so verstanden hätten, wäre es erst gar nicht zum Apostelkonzil zu Jerusalem gekommen & Paulus wäre auch nicht herbeizitiert worden. Es ging konkret um die Einhaltung der Gebote.

Last edited 1 Monat her by Laurenz
verblichene Rose
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Sehr häufig verhält es sich bei den sich selbst bezichtigenden Christen wie z.B. mit all den Fernsehköchen. Die nennen sich zwar Koch, aber würden einen Teufel tun (sic.), sich nach Erlangung ihrer zweifelhaften Berühmtheit wieder für zwölf Stunden in eine stinkende Küche zu stellen. Soweit ich von Herrn Zorn weiß, wurde er von den „Berühmten“ geschasst. Er ist also „einer von uns“!

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  verblichene Rose

Frau Rose, warum sollte ich mit Herrn Zorn überhaupt debattieren, wenn ich Ihm nicht zugeneigt wäre oder Ihn als Menschen achten würde? Natürlich kann man Herrn Zorn die eigene Inkonsequenz vorwerfen. Aber wie sagte Ihr Verführer? Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Jeder hat halt Schwächen. Ihrer Beider Schwächen benenne ich ja bei jedem 2. Zorn-Artikel. Sie können natürlich auch gerne meine benennen.

verblichene Rose
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Ihre „Schwäche“ ist, zu vermuten, daß es mir wegen meiner Überzeugung an irgendetwas mangelt.
Und ich fürchte, daß Sie mich deshalb schlicht unterschätzen.
Ja, ich wäge ab, was ich denke und wie ich handle. Aber das ist ausschließlich ein Ding zwischen mir und Gott.
Also zunächst absolut nichts, was Dritte tangieren würde.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  verblichene Rose

Eher weniger, Frau Rose. Sie haben etwas zu viel, einen fast unheilbaren, deswegen gefährlichen spirituellen Virus. Hierbei geht es nicht um die Akzeptanz einer, wie auch immer gearteten Allmacht. Aber die menschliche Interpretation dieser Allmacht ist abzulehnen. Und Sie schweben hier auch im diametralen Widerspruch. Wenn etwas nur zwischen Ihnen & Ihrem Gott passiert, für was brauchen Sie dann die antiken Hollywood-Märchen oder irgendwelche Geistlichen, die irgendwas predigen?

verblichene Rose
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Zunächst zu dem, was Sie kritisieren, nämlich daß Jesus nichts selber aufgeschrieben hat. Nun, Sie haben den Satz des Pythagoras auch nicht selber aufgeschrieben, aber vertrauen auf das, was man ihnen erzählt und das hat bis heute ja auch gut funktioniert. Aber was z.B. nach dem Tod kommt, ist nicht ausreichend gut vorstellbar, genauso, wie die wirkliche Unendlichkeit des Raumes. Oder glauben Sie etwa an die Krümmung der Zeit, oder des Raumes? Dann müssten Sie auch an den Weihnachtsmann glauben, denn leiblich haben Sie ihn bestimmt noch nicht gesehen, oder doch? Aber insgesamt und in der Wirklichkeit betrachtet geht es… Mehr

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  verblichene Rose

Frau Rose, Eminenz ist immer eine Frage der Perspektive. Für viele Milliarden Bakterien & Mio. von Zellen ist der Mensch ein ganzes Universum, quasi Gott. Bei der menschlichen Dämmerung in die Anderswelt stirbt auch das Universum & wir werden quasi wieder zu Sternenstaub. Wo unsere Seele verbleibt, da erzählt jeder etwas anderes. Nur mal so als Beispiel um die jeweilige Perspektive als entscheidendes Bewertungstool in den Raum zu werfen. Was Äußerungen Ihres Verführers angeht, so sind nachweislich viele Bibelstellen gefälscht oder verfälscht worden, also nicht mehr das Original der Evangelisten. Die Bibel-Kommission macht das quasi alle 2 Jahre. Da müssen… Mehr

Peter Pascht
1 Monat her

Freiheit ist das, was die Katholische Kirche, der Islam, die Jakobiner, Leninismus-Stalinismus, Maoismus, den Menschen geraubt haben,
indem sie alle die Gewalt und Missbrauch ihrer verirrten Ideologien den Menschen aufgezwungen haben unter der Fals-Flagge
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.
Jesus Christus hat die Freiheit des Menschen mit zwei Worten definiert:
„Ecce Homo“ = die Würde des Menschen ist unantastbar
Das war aber nie Maßstab der Katholischen Kirche.
Die katholische Kirche war der größte Unterdrückungsapparat der Menschheitsgeschichte, heute vom Islam abgelöst in deren Namen Menschen versklavt wurden und werden.

Last edited 1 Monat her by Peter Pascht
Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Peter Pascht

Nein, Herr Pascht, bei Jesus von Nazareth haben Sie Ihren guten Kommentar versaut. Christus kam nicht für die „Menschen“, sondern wurde, laut eigenen Worten „nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.“

verblichene Rose
1 Monat her
Antworten an  Peter Pascht

Es gibt mehr Menschen außerhalb der Kirchen und Parlamente, die ihre Würde über die anderer Mitmenschen stellen. Die allermeisten von denen benutzen Kirchen und Parlamente lediglich für ihr menschenunwürdiges Verhalten. So einfach und gleichzeitig schwierig ist das.
Weiter unten schrieb übrigens jemand vom Ausnutzen der Gesetze. Genau darum geht es, wenn die Freiheit bedroht ist! Die Menschen testen ihre Grenzen aus. Koste es, was es wolle…

Peter Pascht
1 Monat her
Antworten an  verblichene Rose

„Ausnutzen der Gesetzen“? – Gesetze können nur ausgenutzt werden wenn sie es zulassen, wenn sie dafür geschaffen wurden.
„Ausnutzen der Gesetze“ – ist also nur eine Folge, keine Ursache welche die Freiheit bedroht.
Das Erlassen solcher Gesetzte ist die Bedrohung für die Freiheit.
Fake-Wahlgesetzte(Parteilisten), wie auch Gesetze zum (dys)funktionieren der Justiz sind die Einfallstore dazu.
Auch totalitäre Systeme sind „Rechtstaat“ – nach eigenen Prinzipien.

Mausi
1 Monat her
Antworten an  Peter Pascht

Wo hat Jesus Christus die Freiheit des Menschen definiert als die Würde des Menschen ist unantastbar? Und selbst wenn er sie definiert, so ist diese Definition immer noch auslegungsbedürftig. In meinen Augen war Jesus Christus zutiefst unpolitisch. Gutes zu tun, und zwar ganz konkret im täglichen Umgang unserem Nächsten – einem einzelnen Menschen – hat nichts mit Politik zu tun. M. E. kann er mit einer solchen Definition daher nur jeden Einzelnen von uns angesprochen haben: Egal, was Dir zustößt, sei Dir in Deinem Innern Deiner menschlichen Würde bewußt. Sie lässt sich nicht antasten. Du bleibst würdig. Der andere Gesichtspunkt… Mehr

Last edited 1 Monat her by Mausi
Peter Pascht
1 Monat her
Antworten an  Mausi

Wo hat Jesus Christus die Freiheit des Menschen definiert als die Würde des Menschen ist unantastbar?
Ich habe es doch zitiert: „Ecce Homo“
Ich bin nicht da um ihr Unwissen zu korrigieren.
Sie haben nichts verstanden, weil sie sich nicht bemühen zu verstehen.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Mausi

Frau Mausi, genau das Gegenteil ist der Fall. Herr Zorn zitiert gerne, „mein Reich ist nicht von dieser Welt“, ja was wollen mir dann jetzt mit Jesus. Aber diese Aussage steht auch im diametralen Widerspruch zum Neuen Testament. Jesus war überzeugter Jude. Im Gegensatz zu Ihnen, ist bei den Juden Himmel & Erde nicht getrennt, bei Jesus & den Zeugen Jehovas auch nicht. Deswegen ist bei Jesus & den Juden Gott immer politisch zu verstehen.

KoelnerJeck
1 Monat her

Freiheit ist nach meiner Auffassung eine Beziehung zwischen einer Person und einer Handlung, z.B. Meinungsfreiheit, die Freiheit, dem Eigentum umzugehen (es ist Eigen), die Freiheit mit anderen Menschen Verträge abzuschließen. Das Kennzeichen ist das selbst bestimmte Handeln. Wenn Freiheit von jemanden gewährt wird, ist das ein Recht. Das klassische und echte Recht entsteht aus einem Vertrag, mit gegenseitigen Rechten und Verpflichtungen. Ein Recht ist eine Beziehung zwischen einer Handlung und zwei Personen. Wenn Linksliberale oder Sozialisten von einer Freiheit sprechen, sprechen sie von etwas anderem. Während echte Freiheiten und echte Rechte die Selbstbestimmung voraussetzen, ist diese unechte Freiheit eine Freiheit… Mehr

Last edited 1 Monat her by KoelnerJeck
Stefanrich
1 Monat her
Antworten an  KoelnerJeck

Bei den Grundrechten wird es mit Ihrer Definition aber schwierig. Es sind Rechte auf Freiheit in gewissem Rahmen, von Menschen gemacht und Menschen gewährt, aber unwiderruflich und nicht entziehbar (zumindest theoretisch, so war es jedenfalls ursprünglich gemeint), also „a-priori-Rechte“. Recht als Vertrag zwischen zwei Parteien kann immer ein- oder beidseitig aufgekündigt werden.

KoelnerJeck
1 Monat her
Antworten an  Stefanrich

Bei Rechten, die der Mensch von einer Regierung/Staat erhält bin ich skeptisch. Hat man bei Corona schön sehen können, was die wert sind: nichts!
Man könnte diese „Grundrechte“ vom Naturgesetz ableiten, da wären wir dann bei Aristoteles und bei der Christlichen Soziallehre. (Thomas von Aquin). Das wären dann Rechte, die der Mensch von Gott erhält und nur Gott – keine menschliche Regierung – kann sie entziehen.

Peter Pascht
1 Monat her

Es gibt keinen Begriff Freiheit, es gibt nur gelebte Freiheit, oder keine.

Peter Pascht
1 Monat her

„Daraus ergibt sich die Frage: Welche Definition von Freiheit liegt dem jeweils zugrunde und welche Freiheitsdefinitionen sind wirklich freiheitsförderlich?“
Welche Definition? Auch ihre Welt Herr Zorn besteht nur aus dem Scheinbild der Definitionen. Ihre Definitionen-Welt ist blos blanker Realitätsverlust !!!
Es gilt die normative Kraft des Faktischen, nicht der Unsinn von Definitionen.
Denn eine Definitionen-Welt ist immer die Welt der Stärkern, welche die Macht haben ihre egoistischen Definitionen zum Maßstab zu machen.
Defintion der Freiheit:
„Die Freiheit des Einzelnen endet da wo die Freiheit der Anderen beginnt“

Mausi
1 Monat her
Antworten an  Peter Pascht

Sicher ist gerade die Definition von Freiheit eine Frage der Macht. Das sehen wir doch gerade in D. Bei uns und in der EU wird alles, was Freiheit ausmacht, neu definiert. Aber warum sollten wir nicht versuchen, Freiheit zu definieren? Immerhin manifestiert sich auch undefinierter Freiheitswille: Aktuell im Iran. Immerhin bedeutet Definition, sich mit etwas zu beschäftigen. Und das sollten wir dringend tun, egal wie die „normative Kraft des Faktischen“ einen Begriff definiert. Und ja, ich stimme der Definition in Ihrem letzten Satz zu. Und mit diesem Satz beginnen alle Schwierigkeiten. Die bei uns inzwischen ideologisch – insofern Kraft des… Mehr

Peter Pascht
1 Monat her
Antworten an  Mausi

„Sicher ist gerade die Definition von Freiheit eine Frage der Macht“ – blanker Unsinn.
Die Umsetzung der Definition ist eine Frage der Macht. Die Definition ist es nicht.

Nibelung
1 Monat her

Linksliberal gibt es nicht, denn da stehen ihre Idiologien im Weg, wo Freiheit nur für den gilt der dem gleichen Glauben fröhnt und alles was davon abweicht vehement bekämpft wird und in der Natur der Sache liegt, seit man unter dieser Formel Politik und Religion betreibt. Sozusagen ist das linke oder sozialistische, kommunistische Gedankengut eine Art Verirrung, in der man sich schon seit Jahrhunderten verrannt hat und immer unter dem Label der Barmherzigkeit und individuellen Freiheit daher kommt, weil sie mit ihren zentralen Doktrieen jede Eigeninitiative im Keim ersticken und die Kirchen waren die Vorreiter in dieser Angelegenheit, woraus dann… Mehr

Retlapsneklow
1 Monat her

Freiheit ist allenfalls in zweiter Linie Sache der Politik. Es ist eine Sache zwischen Menschen in allen möglichen Alltagssituationen.

Wer sich Freiheit nimmt, vergrößert sie nicht. Er „konsumiert“ sie.

Freiheit kommt von innen. Jeder, der anderen Freiheit lässt, wer mag, das Menschen frei sind, dass sie sich entfalten können, vergrößert die Freiheit.

Ein Volk, das auf diese Weise frei ist, hätte nicht unsere Politiker. Sie stammen ja aus demselben Volk.

verblichene Rose
1 Monat her
Antworten an  Retlapsneklow

Tja, das kommt dabei heraus, wenn Menschen schon zu faul zum Denken geworden sind. Klassische Symptome der Dekadenz und die Heilungschancen tendieren gemäß der „Krankheitsregeln“ Richtung NULL!

achijah
1 Monat her
Antworten an  Retlapsneklow

Ihre Ausführungen passen sehr gut zu meiner Definition von Liberalismus am Artikelanfang, wo „Politik“ gar nicht vorkommt.

Phil
1 Monat her

Das Kollektiv ist mit der Freiheit in dem Moment unvereinbar, in welchem man sich nicht selbstbestimmt davon lösen kann. Freiheit ist immer eine individuelle Errungenschaft, keine kollektive. Es ist wie Roland Baader sagte: „Selbstbestimmung ist die Essenz der Freiheit, nicht Mitbestimmung.„ Beim Linksliberalismus dreht sich alles um die Befreiung von individueller Verantwortung, sie ist ein Zerrbild der Freiheit, eine Monstrosität, denn es existiert keine Kollektivverantwortung nur die Eigenverantwortung. Ohne Eigenverantwortung gibt es keine Selbstbestimmung und ohne Selbstbestimmung gibt es keine Freiheit, weder im Kopf noch im Herzen der Menschen. Was als linksliberale „Freiheit“ verkauft wird, ist oft nicht mehr als… Mehr