Der freiwillige Untergang: Wie Politik und Linksextremisten Deutschland von innen schwächen

Deutschland schießt sich selbst sturmreif: Linksextremisten testen die Verwundbarkeit, die Politik liefert die Vorarbeit – mit dem Hochzüchten eines radikalen Milieus, mit einer "Energiewende" ohne Autarkie, Deindustrialisierung und einem Staat, der seine Infrastruktur nicht mehr schützt. Der freiwillige Untergang läuft mit Ansage.

picture alliance / Chris Emil Janßen

War es beim Teetrinken oder beim Schneeschippen? Irgendwann jedenfalls überfiel mich die Erleuchtung: Endlich weiß ich, wieso Linksextremismus in der politmedialen Bubble so beliebt ist. Man denkt ja normalerweise, ein Staat habe die Aufgabe, die Infrastruktur zu schützen und das Land unangreifbar zu machen. Nichts da: ungeschützt liegt Deutschland da, bar jeder Autarkie in der Energieversorgung, und es hat sich mit dem Anschlag auf das Stromnetz in Berlin als verwundbar wie ein blinder Maulwurf erwiesen. Sollte irgend jemand Appetit auf den einstigen Riesen haben – wir sind wehrlos, kommt und holt euch, was ihr brauchen könnt.

Tja. Aber was gibts denn da noch Brauchbares? Die Industrie ist entweder abgewandert oder liegt am Boden. Venezuela hat wenigstens Öl, wir könnten Gas haben, wenn da nicht die Angst vorm Fracking wäre. Bodenschätze? Vielleicht die als Sondermüll verbuddelten Rotorblätter unserer Windmühlen?

Und wovon sollte so ein kühner Deutschlanderoberer das Bürgergeld für Nichtbürger bezahlen? Wovon die für irgendeinen Wahn beauftragten überschüssigen Akademiker? Wovon die warmen Unterkünfte für all die mehr oder weniger illegal Eingewanderten, die, wenn Knappheit droht, womöglich messerschwingend durch die verlotterten Innenstädte ziehen würden? Kein Eroberer bei Verstand dürfte sich eines Problems annehmen wollen, das in Deutschland seit Jahren ungelöst bleibt, weil „die da oben“ glauben, allen möglichen Leuten a la Merkel ein „freundliches Gesicht“ zeigen zu müssen.

Doch irgendein politisches Genie muss eine Doppelstrategie erfunden haben.

Erstens: es braucht keinen Weltkrieg mehr, um Deutschland am Boden zu sehen. Das erledigen dessen politmediale „Eliten“ schon selbst. Mit Hilfe der Linksextremisten. Wirtschaftskonkurrenten freuen sich über den Ruin etwa der deutschen Autoindustrie, zumal die Vernünftigen längst Toyota fahren, deren Kisten sind nicht totzukriegen. Die Folge: trotz offenkundiger Schwachstellen will niemand das Land erobern. Putin denkt sowieso nicht dran, durchs Brandenburger Tor zu marschieren. Was soll er da auch?

Mit den inzwischen hier ansässigen Migranten, darunter offene und verdeckte islamische Influencer, will sich auch niemand anlegen. Die aber sind Teil des zweiten Pfeilers der Strategie, der selbst wiederum in zwei Teile zerfällt.

Der eine: will man die verbliebene deutsche Bevölkerung so richtig aufbringen, verfahre man wie während des Berliner Stromausfalls: als erstes werden Flüchtlinge evakuiert, am besten in noch immer geheizte Hotels, die über Notstromaggregate verfügen. Ungeheizte zuugige Turnhallen sind für Altenheimbewohner gedacht.

Der zweite Teil: Weder Eroberer noch Migranten sind an einem zerfallenen Gemeinwesen interessiert, das keine honey pots mehr hat, mit denen es locken könnte. Da geschlossene Grenzen ja bekanntlich des Teufels sind, könnte der Wegfall von Lockspeisen dabei helfen, die Migration einzudämmen.

Merke: Wer sich in Lumpen kleidet, wird seltener ausgeraubt.

Deutschland aber wird sich in die Unsichtbarkeit zurückziehen, seine Wunden lecken und ganz ganz langsam wieder entdecken, was ihm nach zwei Weltkriegen wieder auf die Beine geholfen hat und von dem Vati erzählt, den Franz Josef Degenhardt einst unfairerweise verspottet hat, obwohl der doch ganz vernünftig argumentiert hat: „Kaputtschlagen kann jeder. Aber wie ist es denn mit: Ärmel hochkrempeln, zupacken, aufbauen?“

Das glauben Sie nicht, liebe Leser? Weder das eine noch das andere? In der Politik der Deindustrialisierung können Sie keine Logik erkennen? Keine Regierung könne so blöd sein wie unsere mit der völlig unsinnigen „Energiewende“? Und wer halb Kalkutta aufnimmt, Sie wissen schon, wird selbst zu Kalkutta?

Im übrigen sei Toyota so erfolgreich, dass denen die deutsche Autokrise völlig am Heck vorbeigeht? Und die Kosten der Migration werden halt auf Pump beglichen, danach die Sintflut? Sie fürchten gar, es gebe beim politischen Handeln hierzulande weder eine Logik noch eine Strategie? Und zur Not versaufen die da oben der Oma ihr klein Häuschen?

Tja. Sie könnten recht behalten.

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Kommentare ( 42 )

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42 Comments
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Dieter Rose
1 Monat her

Was hört man denn über die Verantwortlichen des Anschlags? Besteht Interesse an einer Aufklärung oder befürchtet man falsche Ergebnisse, besondere Verstrickungen?

DDRforever
1 Monat her

Die BRD hatte und hat genau zwei Probleme. Das erste ist ihr Sozialsytem, das zweite ihre Bewohner.

Fatmah
1 Monat her

Keine Zeile zum Iran? Liefern wir jetzt Schutzhelme für den Fall, das die USA einen Angriffskrieg starten? Iraner direkt ins Bürgergeld gem. Massenzustromrichtlinie? Lauter ungeklärte Fragen.
Übrigens ist das Satire, wird ja vom Verfassungsschutz gerne mißverstanden.

Laurenz
1 Monat her

Werte Frau Dr. Stephan, Ihre Erleuchtung beim Schneeschippen blieb dann doch wohl mehrheitlich im Hochnebel hängen. Wenn Sie Deutsche Energie-Souveränität wollen, heißt unsere Lösung nicht Fracking, sondern Kohlebergbau. Wir haben noch für über 1k Jahre Kohle im Boden. Bei dem Grundwasserbedarf von völlig übersiedelten, oder besser übervölkernden 234 Einwohnern pro Quadrat-KM, können wir uns kein Fracking erlauben. Wir sind nicht die USA mit 34 Einwohnern pro Quadrat-KM oder Australien mit 3en. Zur souveränen Not könnten wir mit Kohle sogar eigenen Sprit hydrieren. Natürlich will die Linke Deutschland als Identität & als Staat vernichten, zumindest handelt sie so. Man stellt sich… Mehr

Last edited 1 Monat her by Laurenz
ceterum censeo
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Ob 1000Jahre Kohle oder ca. 20 Jahre Gas: wir werden niemals autark sein, was die Energie betrifft. Wir brauchen zuverlässige Verträge. Dazu braucht es zuverlässige Politiker als Vertragsverhandler. Keine hirnbefreiten Ideologen mit null komma null Sachverstand. Komisch, daß sogar die Ukraine bis vor kurzem Gas aus Russland bekam. Oder im WK II die Kriegsparteien die Auslandsgelder der Gegner nicht anrührten. Soweit zum Charakter „unserer“ Politiker…

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  ceterum censeo

Sie schreiben leider wieder mal völligen Quatsch. Alles Auslandvermögen Deutschlands & von Deutschen wurde im & nach dem Krieg einkassiert zu Reparationszwecken. Man muß nicht alles auf Kohle aufbauen. Aber so viel, daß wir zur Not auch ohne Ausland auskommen. Sie sehen doch wie unsere eigene BunteRegierung Verträge bricht & Biden gegen uns Krieg führte, wie immer schon.

Last edited 1 Monat her by Laurenz
Gerhard_F_Mossmayr
1 Monat her
Antworten an  ceterum censeo

Stimmt schon ganz genau so.
Allerdings möchte ich dazu anmerken, dass wer zuverlässige Verträge abschließen möchte, auch etwas anzubieten haben sollte.
Sonst werden die Verträge zuverlässig sehr einseitig …

ceterum censeo
1 Monat her
Antworten an  Gerhard_F_Mossmayr

Eben. Deswegen auch zuverlässige Vertragspartner und nicht diese Underperformer…

Haba Orwell
1 Monat her

> Erstens: es braucht keinen Weltkrieg mehr, um Deutschland am Boden zu sehen. Viel hat beigetragen, dass Buntschland aus dem „Garten“ vertrieben wurde. Ganz gut kann es vielleicht ein Zitat von Röper erklären: „Wenn der Spiegel die neue Lage in der Welt erklärt – Anti-Spiegel“ > „… Deutsche „Journalisten“ und Politiker verstehen gar nicht, was passiert ist. Dass es in der Welt schon seit Jahrzehnten nur „das Gesetz des Dschungels“ gibt, ist nun wirklich nicht neu. Fragen Sie mal die Iraker, die Libyer, die Syrer und all die anderen Völker, die der Westen in den letzten 30 Jahren bombardiert hat,… Mehr

Peter Pascht
1 Monat her

Deutschland wird schon seit 80 Jahren von innen zersetzt durch die diffamierenden linksextremistische Geschichtslügen der „Siegermächte“ über das deutsch Volk und über Deutschland, welche die Linksextremisten dankbar übernommen haben. „Der Untergang des Abendlandes“ – Oswald Spengler, 1918/1922 „Der vergessene Spengler rächt sich, indem er droht, recht zu behalten“ – schrieb Theodor W. Adorno, 1950 „Indem man den Faschismus mit dem Nationalcharakter und der Geschichte Deutschlands identifiziert,wird den Menschen weisgemacht, die Zerschlagung Deutschlands sei ein Synonym für die Ausrottung des Faschismus. . Quelle: Hannah Arendt, „Das deutsche Problem“, 1945 Auf diesen Lügenzug sind die linksextremistischen ungebildeten Banausen gern aufgesprungen, weil sie ein… Mehr

Fatmah
1 Monat her
Antworten an  Peter Pascht

Wir wurden in Deutschland West schon in der Grundschule gegen die Alten aufgehetzt, weil das alles Nazis waren.

Peter Pascht
1 Monat her
Antworten an  Fatmah

Genau so war das 😉

Urmeli
1 Monat her

Mit dem Club of Rome wurde die Sanduhr des lifetime cycle der Bundesrepublik Deutschland erstmals gedreht. Grün und Rot schmarotzen so gut es geht.
Die nächste Drehung erfolgte, damit Nachfolgende das Desaster nicht mehr berechnen können, durch die Abschaffung des Mathematikunterrichts in der Grundschule für „gewöhnliche“ Bürgerkinder. Es reicht für diese, am Smartphone von der Karriere in „Irgendwas mit Medien“ zu träumen, Hauptsache Bildschirm. Und wegen Klima gibts demnächst Bananenbäume um die Ecke, die Pinguine sind auch schon ganz traurig, sagt Luisa und das Fernsehen.

Wolfgang Richter
1 Monat her

Auf „Nius“ wurde gestern ausführlich über die „legale Seite“ der ua „Vulkan-Gruppen“ berichtet, unter dem Namen Lars Wehring engagiert sich Guido Arnold im Kollektiv „Capulcu“, das zur Sabotage als „Selbstermächtigung“ gegen den „technologischen Angriff“ aufruft. In einer Rubrik namens „Dokumentierte Widerstände“ verbreitete „Capulcu“ mehrfach Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“. Aber davon können natürlich die für die „Innere Socherheit“ im Dunklen Tappenden nichts wissen. Und die Verteiler von „Staatsknete“ an linke Ideologen auch nicht. Mal sehen, ob Dobrindts Amtshilfeersuchen an Israelische „Schlapphüte“ mehr Erkenntnisse bringt, als man hier offiziell nicht zu wissen vorgibt.

CasusKnaxus
1 Monat her
Antworten an  Wolfgang Richter

Und er forscht an einem Duisburger Institut und vertreibt Hetzpropaganda beim notorischen Unrast Verlag, der vom Hochstapler Weimer gepämpert worden ist. Willkommen im Murkselland

Gerhard_F_Mossmayr
1 Monat her
Antworten an  Wolfgang Richter

„Mal sehen, ob Dobrindts Amtshilfeersuchen an Israelische „Schlapphüte“ mehr Erkenntnisse bringt, als man hier offiziell nicht zu wissen vorgibt.“ Hmm, die Antwort darauf möchten Sie nicht hören, fürchte ich. Kleine Exkursion (ganz bewußt im Vagen): Es gab eine Zeit, in der die Zusammenarbeit der deutschen Dienste mit den Diensten anderer Staaten zusammengebrochen ist. In dieser Zeit wurden Informationen aus dem Parlamentarischen Kontrollgremium „durchgestochen“. Zu dieser Zeit war – ohne daraus jetzt einen direkten Zusammenhang konstruieren zu wollen – ein radelnder Rechtsanwalt (der früher mal wegen solcher Lappalien wie Unterstützung einer kriminellen Vereinigung gem. § 129 StGB verurteilt wurde) Mitglied dieses… Mehr

Teiresias
1 Monat her

Wenn das ein hausgemachtes, originär deutsches Phänomen ist, wie erklärt sich die Tatsache, daß dieselbe Politik gleichzeitig in vielen anderen westlichen Staaten durchgezogen wird?
Daß so viele Regierungschefs aus der aglo-amerikanischen Finanzindustrie kommen (Merz, Macron, Starmer, Carney….)?
Daß die US-Ratingagenturen mit ihren Kreditratings diese Destruktionspolitik unterstützen?
Daß die in US-Besitz befindlichen Medien nicht nur hierzulande die Narrative der Destruktionspolitik (Corona, Klima, böse Russen) unisono mit dem ÖRR verbreiten?

Das ist kein Selbstmord, das sind Interessen der US-Hochfinanz, die von deren Statthaltern in Brüssel, Berlin, London oder Paris durchgedrückt werden.

Wir werden m.E. nicht von Idioten regiert, sondern von Verrätern.

Last edited 1 Monat her by Teiresias
andreashofer
1 Monat her
Antworten an  Teiresias

Genau. Und das alles ist kein „Linksruck“, sondern nüchtern kalkulierter Kapitalismus. Die Deindustrialierung Deutschlands bedeutet ja nicht den Untergang der deutschen Industrie, sondern nur deren Verlagerung: Dahin, wo bessere Renditen winken. Ist es ein Zufall, dass der DAX jüngst die 25.000 Marke erklommen hat?

Dr.KoVo
1 Monat her

Übrigens Mazda ist genau wie Toyota, unverwüstlich.