Bio – ein trojanisches Pferd

Viele Landwirte stehen inzwischen mit dem Rücken zur Wand. Seit ihre Funktionäre die Parole ausgegeben haben, die Konventionellen sollten Bio als ebenbürtig betrachten, geht’s mit dem guten Ruf der konventionellen Bauern bergab. Nichts gegen ein respektvolles Miteinander. Aber davon kann keine Rede sein: Bio lebt auf Kosten der Kollegen.

 

Immer mehr Bürger glauben inzwischen, die Bio-Bauern seien die anständigeren, die klügeren, sie würden ohne Pestizide, ohne Kunstdünger, im Einklang mit der Natur ihre Ernten einfahren, während die anderen Raubbau betreiben, das Klima mit giftigen Gasen anheizen, das Trinkwasser verseuchen und nun sollen einer neuen Studie zufolge ihre Erzeugnisse sogar Krebs verursachen. An diesem Gemälde a la Hieronymus Bosch haben die Bio-Verbände und die ihnen ergebenen Redaktionen fleißig gepinselt. Seither gelten traditionelle Landwirte als unbelehrbare, ewig gestrige Schänder der Natur, als Gefahr für Leib und Leben.


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