Ausgerechnet in Berlin, der Stadt, die wie keine andere für deutsche Zeitgeschichte der letzten 150 Jahre steht, in der man auf Schritt und Tritt den Hinterlassenschaften von zwei Diktaturen begegnet, sollte die Geschichte der DDR nicht mehr Pflichtgegenstand in der Oberstufe sein. Und das gefördert von einer CDU-geführten Berliner Schulbehörde. Die zuständige Senatorin rudert nun zurück.
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Berlin mal wieder! Was funktioniert dort überhaupt noch außer dem Christopher Street Day und der Einführung eines Internationalen Tages gegen Islamfeindlichkeit? Wahlen? Staatsfinanzen? Schutz der kritischen Infrastruktur? Aufdeckung linksterroristischer Anschläge? Der ÖPNV kränkelt ohnehin, Brücken sind einsturzgefährdet. Dazu Parallelgesellschaften, ausufernde Kriminalität usw.
Und dann erst das Berliner Bildungsniveau: In Studien über die Schulleistungen von Viertklässlern teilt sich Berlin mit Bremen im Vergleich aller 16 deutschen Länder die Rote Laterne in den Fächern Deutsch und Mathematik.
Nun will das Berlin mit einer für Bildung zuständigen CDU-Senatorin Katharina Günther-Wünsch, zugleich Lebensgefährtin und Tennispartnerin des „Regierenden“ Kai Wegner (CDU), auch noch die Ansprüche in der historischen Bildung herunterfahren. Konkret soll die Geschichte der DDR nicht mehr Pflichtgegenstand in der Oberstufe sein. Nach den Plänen der Bildungsverwaltung soll Geschichte hier künftig nur noch in den ersten beiden Kurshalbjahren verbindlich belegt werden müssen. Die beiden späteren Kurshalbjahre, in denen im Berliner Lehrplan die deutsche Teilung, die DDR und im Anschluss Erinnerungskultur und Aufarbeitung verankert sind, würde viele Schüler dann gar nicht mehr erreichen. NS und Weimarer Republik bleiben dagegen im Pflichtteil der ersten beiden Halbjahre abgesichert. Deutsche Teilung und DDR sind curricular indes nicht mehr verbindlicher Stoff. Das Ganze auf einer ohnehin wackeligen Basis in der Mittelstufe. Dort ist das Fach Geschichte ohnehin oft nur einstündig, oder es wird in Fächerverbünden erteilt.
Man könnte meinen, die Pläne stammen von einer Bildungsministerin, die die Ex-SED (heute: Die Linke) stellt. Was übrigens ab Herbst 2026 in Berlin nicht einmal ausgeschlossen ist. Ja, das Ganze in Berlin, der Stadt, die wie keine andere deutsche Stadt für deutsche Zeitgeschichte der letzten 150 Jahre steht. Die Stadt, in der man auf Schritt und Tritt den Hinterlassenschaften von zwei deutschen Diktaturen begegnet.
Der Verband der Geschichtslehrer protestiert. Auf Anfrage der Berliner Zeitung dazu signalisierte die Behörde Gesprächsbereitschaft. Martin Klesmann, Pressesprecher der Bildungssenatorin, äußerte sich wie folgt: „Die Senatorin hat den offenen Brief des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gestern erhalten und gelesen. Die darin angesprochenen Hinweise nehmen wir zum Anlass, den betreffenden Sachverhalt nochmals in den Blick zu nehmen.“ Das übliche Blabla also!
Ein historischer Analphabetismus greift um sich
Folge: Das Wissen um die DDR ist bei Alt und gerade bei Jung erschreckend defizitär. Laut früheren Studien des – im Dezember 2024 aufgelösten (!) – „Forschungsverbundes SED-Staat“ der Freien Universität Berlin kennt mehr als die Hälfte der Schüler das Jahr des Mauerbaus nicht. Nur jeder Dritte weiß, dass die DDR die Mauer gebaut hat. Nur 27 Prozent der west- und 17 Prozent der ostdeutschen Schüler haben Kenntnis von der Todesstrafe in der DDR. 71 Prozent aller Schüler finden es gut, dass in der DDR jeder einen Arbeitsplatz gehabt habe. Außerdem sei es der Umwelt – und den Rentnern – dort besser gegangen als in der Bundesrepublik. An diesen Defiziten hat sich seit diesen Studien augenscheinlich nichts zu Besserem gewendet.
Will etwa Berlin mit seiner Schulpolitik signalisieren, dass die DDR doch gar nicht schlimm war und durchaus dem Vergessen unterliegen darf? Und das in Zeiten, in der die real existierende Bundesrepublik sich Schritt für Schritt einer DDR 2.0 – mit Moment noch etwas mehr Wohlstand – nähert. Und das in einer Zeit, in der die zur „DIE LINKE“ gehäutete Rechtsnachfolgerin der vormaligen SED bundesweit jeden achten bis siebten Wähler anspricht.
Oder aber es ist diese aktuelle Berliner Geschichtspolitik gar ein Brautwerben der CDU um eine „Linke“ als Koalitionspartnerin nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am 20. September 2026.
Aktualisierung (16:50 Uhr): Soeben wurde bekannt, dass Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) die beschriebenen Pläne für den Geschichtsunterricht zurückgenommen hat: Die DDR-Geschichte bleibt Pflichtstoff in der Oberstufe, wie die JF berichtet.
Die Sentorin sollte dennoch nicht zur Tagesordnung übergehen und ernsthaft überprüfen, ob in den Berliner Lehrplankommissionen seriöse Fachleute sitzen.




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DDR-Geschichte….was soll man zur CDU noch sagen. „Witzig“ ist ja das derjenige den heute die meisten konservativen für den letzten großen konservativen halten die hauptschuld an dem zustand der CDU trägt. Es war ja Helmut Kohl (rip) der Merkel an die spitze der CDU gebracht hat und mit „Kohls Mädchen“ war der niedergang der konservativen CDU besiegelt. Aus der sicht passt das schon was die CDU da in berlin jetzt machen will. Und das mit der brandmauer kam mir auch schon so bekannt vor……„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“.
Das Kapitel ist zu peinlich für die Union. Sie hat ja mitgemacht.
Die Bonner Republik wird dafür mehr und mehr zur Verängerung des Dritten Reichs umgelabelt. Durfte unlängst einer Veranstaltung beiwohnen, wo Psychiater über die Geschichte der Forensik in der BRD vortrugen. Es wurde viel Wert darauf gelegt, es irgendwie menschenunwürdig aussehen zu lassen. In der anschließenden Fragerunde wollte jemand wissen, wie denn die Forensik in der DDR war. Das sei eine gute Frage, hieß es, aber man bedauere, denn darüber wisse man im Grunde nichts. Vielleicht werde man ja aber mal eine Veranstaltung dazu machen.
Es macht sich ohnehin seit Jahren eine erstaunliche Milde im Umgang mit dem roten Verbrecherstaat breit. Na, wen wundert’s? Sind ja die geistigen Erben am Ruder, ergänzt von denen der 68er-Terrorafficionados.
Herr Kraus, bitte erkennen Sie die Realität an: Berlin ist inzwischen eine islamische Stadt (https://www.welt.de/politik/deutschland/article256218682/Skandal-um-Berliner-Grundschule-Mir-wurde-gesagt-ich-muesse-mich-traditionellen-Familien-anpassen-sagt-der-schwule-Lehrer.html), in der dementsprechend (Schul-)Bildung aus genetischen sowie sozialen Gründen ad absurdum geführt wurde (https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/migration_integration/die_cousine_als_ehefrau.html — https://www.welt.de/geschichte/article121699511/Atatuerks-Todestag-Der-Islam-ist-ein-verwesender-Kadaver.html)! Aus meiner Warte sollten wir Deutschen unsere christliche Kultur bewahren und uns vor jenem Hintergrund nicht länger mit BRD-Gebieten wie Berlin beschäftigen, die bereits dahingehend gefallen sind, dass dort Chaos und Gewalt, sprich archaisches Stammesdenken, herrscht (https://www.welt.de/politik/deutschland/plus687a35933511bc17ac86eaba/Nach-Bedrohung-durch-Clans-CDU-will-Gesetz-gegen-Einschuechterungen-von-Zeugen.html), das aus islamischen Ländern bekannt ist!
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Man könnte ja Paralellen ziehen zur heutigen politischen Situation.
Dafür bedarf es allerdings Sprach,- und Textverständnis.
Transferdenken wäre auch hilfreich.
Es kommt mir allmählich so vor, als wenn die Migranten uns überlegen sind.
Die sind nur auf ihren Vorteil bedacht und wir helfen ihnen auch noch dabei.
Da werden mir die Ayatollahs im Iran doch tatsächlich sympathisch.
Die Streichung der DDR-Geschichte aus den Lehrplänen soll wohl der Anfang für eine kommende Geschichtsklitterung sein, um neue Sozialismus-Experimente zu „wagen“? Da sind mögliche Vergleiche zur Vergangenheit mit dem real existierenden Sozialismus seitens der Steuersklaven nur hinderlich.
Ist Heidi Reichinnek schon Bildungssenatorin in Berlin? Die hat uns ja schon erklärt, daß das in der DDR gar kein Sozialismus war.
DDR-Geschichte? – brauchen wir nicht – ist nicht Teil der geschichtlichen Tradition Deutschlands der letzten 250 Jahre, Kann in den Mülleimer. Nazidiktatur war ganz klar Diktatur, genau so wie die Diktatur der Napoleonen in Frankreich auch war, so wie die zaristisch-stalinistische Diktatur in Russland auch war. Die Nazis waren blos Nachahmer. Auch der Nazi-Antisemitismus hat eine 500 jährige Geschichte ausserhalb Deutschlands. (sh. Konferenz von Evian 1938, Irrfahrt der Jüdischen Flüchtlinge auf der Lusitania, Vertreibung der Juden aus Polen 1938 und Sowjetunion zur gleichen Zeit wie die Nazis) Diesen geschichtlichen Kontext kann man nicht trennen, weil das Eine das Andere bedingt.… Mehr
Man könnte durchaus sagen, das ist folgerichtig. Wenn die Kids wüssten, wie es in der DDR zuging, wie die Entwicklung und das Leben dort war, könnten sie u.U. richtige Schlüsse ziehen und merken, dass das ja jetzt und vor allem in Berlin genau dasselbe oder fast noch schlimmer ist. Man könnte Wahrheiten erfahren, die man lieber nicht verbreitet. Da ist es doch viel besser, den Koran zu lehren, den Ramadan zu feiern und sich auf das Kalifat vorzubereiten, das ist die Zukunft. Parallel dazu kann man das Bildungsniveau auf das eine Brotkrümels reduzieren.
Deutsche Geschichte als Wahlfach ?
Erst wird die Geschichte gefälscht und dann Ignoriert.
Danach ein ganzes Volk.
Kein Tag ohne Tiefschläge und Tiefpunkte. Wer steckt hinter diesen Leuten, die uns wieder ins Verderben schicken? Welcher teuflische Plan wurde da von wem ersonnen?