Kubicki nennt Merz „Eierarsch“, Fritz brüllt den Lars an, die Kriminalpolizei rät, keine Beziehung mit einem Mann einzugehen. Da versteht sich von selbst, dass der nächste Bundespräsident auf keinen Fall ein Mann sein darf!
Was der Deutsche in der vergangenen Woche erfahren musste: Die Rente ist sicher, nur zu niedrig und nicht für jeden (Fritz), der Staatsfunk ist selbstverständlich ausgewogen und die Zwangsabgabe rechtens (Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg), und Armin Laschet ist mit einem E-Scooter umgefallen (Lokalpresse). Der gestrandete Ostsee-Wal hat mit Meckpomms Umweltminister Till Backhaus, SPD, einen neuen Sprecher, die „Letzte Generation“ heißt jetzt „Neue Generation“, und der Schah-Sohn könnte morgen schon den Thron in Persien besteigen, wenn es nach Berliner Demonstranten geht.
♦ Boris Pistorius, aus unerfindlichen Gründen beliebtester Politiker unter den inzwischen grundsätzlich Unbeliebten, hat nach zwei Jahren im Amt nun endlich „das große Konzept zur Modernisierung der Bundeswehr und der militärischen Verteidigung“ vorgelegt. Leider können wir hier nicht weiter darauf eingehen, auch wenn Bild „das Wichtigste zusammenfasst“. Pistorius warnt ausdrücklich „vor Veröffentlichung der Kriegspläne“, sonst könne er ja gleich den Putin in seinen Email-Verteiler aufnehmen. Müssen die Russen halt Bild lesen.
♦ Da schau her. Wolfgang Kubicki, Kandidat für den FDP-Vorsitz, steigt plötzlich im Politiker-Ranking auf einen Spitzen-Platz, kaum dass er formuliert, was wohl Millionen vom Kanzler halten: „Eierarsch“. Aber Obacht, verehrte Leser, nicht, dass Sie den Fritz jetzt auf ähnliche Art schmähen! Fritz verklagt gern! Kubicki, der schlaue Advokat, hat nicht „Du Eierarsch“ gesagt, sondern das nur gedacht und dann seinen Gedanken referiert. Wie schreibt Roland Tichy so treffend: Kubicki ist charmant und eloquent, aber eben auch „ein Schlingel wie Friedrich Merz“. Er sagt dieses, er sagt jenes, und macht dann das Gegenteil.
♦ Die CDU verliert nun auch in Umfragen in NRW, wo die SPD längst nur noch röchelt. Deshalb plante Fritz eine XL-Steuersenkung, leider hatte sich das „Entlastungspaket“ schon CDU-intern schnell erledigt. So versuchte er sich wieder als Außenkanzler zu profilieren, und seine Freunde bei „Bild“ posaunten in die Welt hinaus: „Merz bietet Iran Sanktionslockerungen an.“ Dummerweise gibt es keine deutschen Sanktionen gegen den Iran, die Fritz lockern könnte, nur EU-Sanktionen, die Deutschland umsetzt.
♦ Die Regierung ist inzwischen auf dem Niveau aktueller Reality-TV-Formate (Make Love/ Fake Love; Prominent getrennt) angekommen, nur leider ohne Sympathieträger. Hat der herzlose Merz den armen Klingbeil angeschrien?
So jedenfalls soll es sich für den sensiblen Lars angefühlt haben. Dabei weiß jeder Küchenpsychologe, was passiert, wenn Probleme nicht offen angesprochen werden: Missverständnisse häufen sich und ungelöste Konflikte führen zur Trennung. Also sollten der Fritz und der Lars mal zusammen essen gehen und miteinander reden. Viel reden. Am besten auch mal ohne die Bärbel…
♦ Also die Ilse wird es schon mal nicht. Auch wenn Bayerns Söder meint, die Ilse Aigner wäre eine prima Bundespräsidentin, so gilt doch die Regel: Wer zuerst aufs Schild gehoben wird, der wird zuerst medial geschrottet. Wir bleiben dabei: Nur ein Geschlechtswandler kann die BRD 2.0 adäquat im höchsten Amt verkörpern.
♦ Gut, dass die Justiz auch in Glaubensfragen schlüssig Klarheit schafft. So gilt in Schleswig-Holstein jetzt die Dreifaltigkeit nach Günther. Der dortige Ministerpräsident tritt gleichzeitig wie wahlweise in Talkshows als Amtsträger (der Neutralität verpflichtet), als Privatperson (Stammtisch-Format) und als politisch handelnde Privatperson (sprich Parteipolitiker) auf. Ein Wunder!
♦ Wir wissen nicht, wie es bei Kommissar Dirk Peglow zuhause zugeht, aber Sorgen machen wir uns schon, wenn der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter Frauen im Hinblick auf die Kriminalstatistik empfiehlt, „besser keine Beziehung mit einem Mann“ einzugehen.. Peglows Ratschlag verbreitete ZDF-Hajali, die eh keine Beziehung mit einem Mann eingeht. Auch bei Interpretationen zu den kursierenden Gewalt-Daten im öffentlichen Raum ist Peglow eine dankbare Quelle. Wo Hajali einst den Messerstecher Uwe als neue Referenzgröße einführte und ARD-Klamroth seinen verblödeten Zuschauern weismachte, unter den zahlreichen Messerstechern könnten neben Syrern und Afghanen ebenso gut australische Austauschstudenten erfasst sein, brachte Peglow nun auch seine Expertise ein. Es seien „Touristen“ unter den nicht deutschen Tatverdächtigen.
♦ Dazu passt der junge Einmann, der in Leipzig mit einem Beil auf einen Busfahrer losging, von dem die Polizei nur weiß, dass er 22 Jahre alt ist, aber nicht, wo er herkommt. Wahrscheinlich ein kanadischer Austausch-Holzfäller…
♦ Was wäre „unsere Demokratie“ ohne ihre Journos? Die USA reichen „Gehaltslisten“ von 50.000 IS-Terroristen ans BKA weiter, schreibt die Welt. Mit dem Zusatz: „Viele in Deutschland vermutet.“ Das ist schon mal sehr hilfreich. Noch hilfreicher wäre es, die „vielen“ etwas einzuordnen: 50? 500? 5.000 Terroristen in Schland? Noch mehr?
♦ CDU, SPD, FDP, Linke und Grüne in Sachsen-Anhalt haben schnell noch wichtige Regeln geändert, bevor sie sich ab September einer absoluten AfD-Mehrheit im Landtag gegenübersehen. „Unsere Demokratie“, wie sie leibt und lebt. So könnten die Blockparteien wenigstens den Landtagspräsidenten behalten und weiterhin die Richter am Landesverfassungsgericht aus ihren Reihen besetzen.
♦ Seit den 70er Jahren hält sich die Erkenntnis „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm, er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken“ (Alfred Tetzlaff; „Ein Herz und eine Seele“), und es vergeht keine Woche ohne einen aktuellen Beweis. Nehmen Sie nur den Andy Grote, SPD – Sie erinnern sich, der mit dem Pimmel-Einsatz. Genosse Andy findet nach der Veröffentlichung neuester Statistiken des Innenministeriums – Afghanen und Syrer sind gegenüber Deutschen bei Gewaltdelikten fast 10-fach überrepräsentiert –, „dass Deutschland eigentlich über die Jahrzehnte ein immer sichereres Land geworden ist“. Beim ZDF-Morgenmagazin wurde ein Genosse nach dem Unmut vieler kleiner Unternehmen, die die 1000-Euro-Prämie nicht zahlen können, befragt, und der sagte ernsthaft, das könne er gar nicht verstehen, denn „wir haben doch die Gewerkschaften gefragt“.
Übrigens. Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass die Gewerkschaften die geplante steuerfreie 1000-Euro-Entlastungsprämie an ihre eigenen Angestellten auszahlen.
♦ Und noch ein Genosse. Niedersachsens SPD-Ministerpräsident (Gott, wie heißt er gleich?) war zu Besuch in China und kam mit der brillanten Idee zurück, Chinas Autokonzerne könnten doch bei VW in Wolfsburg ihre Autos bauen. So würden wenigstens die Pförtnerjobs gerettet.
Schönen Sonntag!
Nicht genug? Lesen Sie Stephan Paetow täglich auf
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„Geschlechtswandler“: Gelungene Wortwahl. Beabsichtigt?
„Unsere – Demokratie – Volkstreter“, in Einigkeit gegen Recht und Freiheit agierend, können und wollen nur noch in ihrem Blockparteien- Koalitionsgefüge überleben. Hinter ihrem politischen Brandmauer-Mahnmal brennte es bereits in allen Ecken und sie haben ergänzend dazu bereits einen zum Himmel stinkenden politischen Misthaufen angehäuft. Für diejenigen, die den Misthaufen beseitigen wollen, gilt folgendes: Wer im Schweinestall ausmisten will, der muss zuerst die Schweine aus dem Stall jagen.
„Übrigens. Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass die Gewerkschaften die geplante steuerfreie 1000-Euro-Entlastungsprämie an ihre eigenen Angestellten auszahlen“
Das die Gewerkschaften äußerst unattraktive Arbeitgeber sind ist schon lange bekannt.
Das „Urteil“ des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist eines – weitere 6000 Klagen vor solchen Gerichten sollen bundesweit laufen – was heißt, jegliche Forderung eines „Rundfunkbeitrags“ bleibt weiterhin strittig – und kann deshalb nicht beigetrieben werden. Nochmal der Hinweis, dass in der bisher veröffentlichten Begründung die Beweislast für die linke Ausrichtung der Sendungen nicht mehr!!! beim Kläger liegt – sondern entsprechende „Gutachten“ anders beschafft werden müssen! Wobei TE ja schreibt, dass aus der Schweiz eines vorliegen würde: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/rundfunkbeitrag-urteil-mannheim/ . Auch wegen des gewissen uns beschallenden Klamroth kommt Danisch erneut auf die Kaderschmiede LSE zu sprechen – denn u.a. auch Baerbock oder ein… Mehr
Ohne damit einen subjektiven Vorwurf zu verbinden, entwickeln sich Herrn Paetows Sonntagskolumnen zunehmend zu einer Art Totengebet für ein Land, das sich entgegen der Wirklichkeit noch das Land der Deutschen nennt.
🎶Lars plays with Dunja, Fritze plays with Lars
Wolfgang plays with Fritze, calls him Eierarsch
Boris plays with Leo, Timmy suffers Till
Ursula builds a bonfire, wants you to pay the bill
> Niedersachsens SPD-Ministerpräsident (Gott, wie heißt er gleich?) war zu Besuch in China und kam mit der brillanten Idee zurück, Chinas Autokonzerne könnten doch bei VW in Wolfsburg ihre Autos bauen.
Wenn er den Klimagedöns streicht und für einen Strompreis wie in China sorgt… Dazu AKW-Bau wie in China und Kohlekraftwerke dazu…
Boris Pistorius
„Das Wehrdienstgesetz sieht eine Genehmigungspflicht bei längeren Auslandsreisen vor. »Die Regelung hätte niemals im Gesetz stehen dürfen«, sagt der Verteidigungsminister. »Dieses Versäumnis ist seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens niemandem aufgefallen«, sagte Pistorius nun. »Weder mir oder meinem Haus noch dem Kabinett oder dem Parlament – und auch den Medien erst später. Wenn so ein Fehler auftritt, gilt es, so schnell wie möglich für Klarheit zu sorgen: Wir haben dies per Erlass und Allgemeinverfügung getan.«
Das Gesetz ändern will er aber nicht!
Boris Pistorius, aus unerfindlichen Gründen beliebtester Politiker – ein Beweis, dass es keine Schwarmintelligenz gibt, wohl aber Schwarmblödheit
> Die USA reichen „Gehaltslisten“ von 50.000 IS-Terroristen ans BKA weiter, schreibt die Welt. Mit dem Zusatz: „Viele in Deutschland vermutet.“
Steht im Arbeitsvertrag nicht, dass man den Wohnort mitteilen soll? Die CIA sollte bessere Juristen einstellen.
> Kubicki nennt Merz „Eierarsch“
Aha. Was er von Mattz hält, ist mir genauso egal wie Pahlevi Junior.