Blackbox KW 13 – Szenen einer Ehe

Merz und Klingbeil, Union und SPD sind wie Katz und Maus, ihr Bund im Irrenhaus geschlossen. Das Publikum ist längst gelangweilt. Zum Trost hat es diese Ulmens…

Ist die Gattin zufrieden oder gar glücklich, stehen der Ehe herrliche Zeiten bevor, fanden vor einigen Jahren Forscherinnen der Rutgers Universität in New Brunswick (New Jersey) heraus, und was für Partnerschaften gilt, gilt auch für unsere Regierungskoalition. Eine unglückliche SPD führt auch am Kanzlertisch zu Frust und Ärger, und womöglich zu einem vorzeitigen Beziehungs-Aus.

♦ Deshalb tut Fritz alles, um dem Lars ein Strahlen ins Gesicht zu zaubern. Nicht nur, dass er auf sein Äußeres achtet – innerhalb weniger Monate in 2025 wurden für Merz‘ Frisur 12.000 Steuer-Euros investiert –, er lässt Lars auch in den Augen der Bürgenden gut dastehen. So durfte der SPD-Chef nun eine Einkommenssteuer“reform“ verkünden, „mit dem Ziel, dass 95 Prozent der Beschäftigten entlastet werden“. Wobei, Fritz, kleiner Hinweis aus der Brunswick-Studie, es ist nicht hilfreich „wenn der Mann seine Frau mit spanielhafter Dienstfertigkeit umschleicht“…

♦ Es steht zu erwarten, dass tatsächlich einige der Wahl-Narren nicht merken, dass ihnen die eingesparten paar Euros durch Mehrwertsteuererhöhung und Sonderabgaben für Raucher, Zucker- und Alkoholfreunde vielfach wieder aus der Tasche gezogen werden. Fritz geht dabei so weit, die Mehrwertsteuererhöhung auf seine Kappe zu nehmen, die Union hat ja noch ein paar Prozente mehr auf der Wahlwaage.

♦ Aber, ach, vergebens all die Müh`! Denn der Bund von Unionist und Spezialdemokrat wurde wohl im Irrenhaus geschlossen. Es ist, als wollten Roulette Spieler und Bausparer einen gemeinsamen Haushaltsplan erstellen. Und längst hofft eine Mehrheit der Bürger, dass die Bundesregierung vorzeitig platzt.

♦ Nach der Wahl in Rheinland-Pfalz sagte ARD-Schönborn zwar „Die SPD ist der Sieger dieser Wahl“, aber da zeigte die Grafik bereits das Gegenteil an: SPD -9 Prozentpunkte, Grüne -1,4. In Berlin registrierten die Genossen schnell, dass bei Schönborn der Wunsch Vater des Gedankens war, und der sensible Lars nahm das Wahlergebnis irgendwie persönlich und forderte, man solle ihm doch bitte offen sagen, „wenn es eine Meinung im Präsidium gibt, dass ich nicht der Richtige bin“. Nein, Lars, du bist unser Mann, murmelten die Genossen, und Mit-Chefin Bärbel gab sich im Staatsfunk gleich wieder der Zukunft zugewandt: „Wir müssen über einen Grundsatzprogrammprozess wieder zu den Menschen…“, dann brach der Ton leider weg.

♦ Friedrich Merz wollte die AfD bekanntlich halbieren, in Rheinland-Pfalz konnte die Partei die Zahl ihrer Wähler verdoppeln, bei den 18 bis 24-Jährigen schaffte sie es auf den ersten Platz. Deshalb will Fritz im Rahmen einer Frühlingsoffensive „Reformen über den Koalitionsvertrag hinaus“ auf den Weg bringen. Was ihm bis zu den Wahlen im Osten das Genick brechen könnte, denn er will den Wählern weismachen, ihm seien Reformen „bei Migration und innerer Sicherheit bereits gelungen“.

♦ Nachdem sich die Wähler in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (Ur-Pfälzer Trump würde wohl sagen Low IQ) als grundsätzlich unbelehrbar erwiesen – schwarzgrün oder schwarzrot ist da die Haselnuss –, bekommen sie nun die Quittung: Der Ehepartner soll bei der Krankenkasse grundsätzlich nicht länger mitversichert sein. Mehrwertsteuer auf 21%? Da hat dann jeder was davon.

♦ Claudia Roth hat geweint, NGOs waren aufmarschiert, Katrin Göring-Eckardt voran, und Justizministerin Hubig hat schon neue Gesetze in der Partei-Schublade – zum ersten Mal erschütterte eine Vergewaltigung das aufgeklärte Milieu. Also keine echte natürlich, keine der zehntausende Sexualdelikte gegen Frauen (drastische Zunahme seit 2015) und keine der täglichen zwei Gruppenvergewaltigungen, sondern eine imaginär digitale, sprich: virtuelle. Weil die Justiz in Spanien und Deutschland ihre Sicht auf die Dinge nicht ausreichend berücksichtigte, wandte sich die Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes an Spiegel, HateAid, SPD, Grüne, Omas gegen Ulmen und ZDF-Hayali, damit diese die Dinge in ihre bewährten Hände nehmen. Eine Grüne namens Lena Gumnior ordnete die Tat für die begriffsstutzigen Männer im deutschen Bundestag erst einmal statistisch ein: So wie besagte Schauspielerin werden „Millionen unserer Töchter Opfer von digitaler sexualisierter Gewalt“, glaubt Lena zu wissen.

♦ Die SPD weiß genau, was sie tut. Schon 2015 sagte deren „Flüchtlingsbeauftragte“ Aydan Özoguz, wegen der Masseneinwanderung müsse „das Zusammenleben täglich neu ausgehandelt werden“. Abertausende Gewalt-Berichte später müssen längst auch die Kleinsten und Hilflosesten in Schulen die Migrationspläne ausbaden. Die ehemalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken dazu kaltschnäuzig: Schule ist „keine selbst gewählte, sondern eine zusammengewürfelte, eine quasi erzwungene Gemeinschaft“, in der „vieles ausgehandelt werden“ müsse. Ausnahmen gelten selbstverständlich für Kinder von Abgeordneten, von Nutznießern der Transformation oder besonders Erfolgreichen, die ihren Nachwuchs aus dem Aushandlungsprozess heraushalten können: Die Zahl der Privatschulen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt und wächst weiter.

♦ Wir haben extra nachgefragt: Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann bedenkenlos als Kandidatin für den FDP-Chefposten antreten. MASZ hatte ihre Kandidatur zurückgezogen. weil eine solche aufgrund ihrer Aufgabe als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament nicht möglich sei. Aber wir haben es abgeklärt: Doch, das geht. Also fassen Sie sich ein Herz, und machen Sie dem Elend der FDP jetzt ein schnelles Ende…

♦ Was heißt Brandmauer auf Europäisch? Kleiner Scherz. Gibt ja kein „Europäisch“, sondern 24 Amtssprachen in Babylon-Brüssel. Und eine politische Brandmauer, eigentlich „Antidemokratischer Schutzwall“ existiert nicht einmal in Brüssel. Zuerst stimmte die Union dort mit der AfD für sogenannte Abschiebungszentren außerhalb der EU (Riesengeschrei bei rotgrünem Staatsfunk und Qualitätspresse), dann stimmten Grüne und Kommunisten gemeinsam mit der AfD gegen die sogenannte „Chatkontrolle“ (die Qualitätspresse sammelt sich noch).

♦ Weil die CSU bei den Kommunalwahlen deutlich abgestraft wurde – Aiwangers Freie Wähler und die AfD legen genauso deutlich zu – will Parteichef Söder die CSU-Provinz-Kandidaten zukünftig persönlich aussuchen: Zu alt? Zu jung? Zu schlicht? Ist er/sie/es bei TikTok? Nicht dass die CSUler noch darüber nachdenken, ob der Markus womöglich zu häufig auf Instagram und TikTok war anstatt bei der Arbeit…

♦ Wissen Sie, was die USA im Iran eigentlich genau wollen? Trösten Sie sich, unser Außenminister Wadephul weiß es auch nicht. Dabei ist es „für die Bundesregierung von großer Bedeutung, dass wir genau wissen, was unsere amerikanischen Partner beabsichtigen“. Anscheinend hat auch der Don den Überblick verloren. Krieg zu Ende, Marines in der Region zum Einmarsch eingetroffen – heute so, morgen so, dass Bitcoin und Öl schon ganz verrückt werden. Nun behauptet Donald, er habe vom Iran ein „kostbares Geschenk“ bekommen, etwas besonders Wertvolles, aber er dürfe nicht sagen, was es ist. Kann also alles sein: Hundescheiße in einer verzierten Schuh-Box oder eine Gold-Tiara von Großkönig Xerxes…

♦ Um Energie zu sparen, arbeiten Verwaltungen auf den Philippinen nur noch vier Tage pro Woche. Das wär doch auch was für uns. Natürlich bei vollem Lohnausgleich. Bangladesch schloss Universitäten. Hm. Die Genderstudies an der Berliner Hogwarts-Uni sollten vielleicht auch mal eine längere Pause machen…
Schönen Sonntag!


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Kommentare ( 59 )

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HansKarl70
22 Tage her

Herr Merz hat wirklich ein neue Frisur? Ja wo ist die denn? Darf man die auch mal sehen?

verblichene Rose
22 Tage her

Vier Tage bei vollem Lohnausgleich? Also bei mir ist das ein Fünftel weniger, aber wer rechnet heute noch mit Brüchen?
Das Kartell hat übrigens schonmal damit angefangen. Offensichtlich „arbeiten“ die nämlich nur noch einen Tag in der Woche (wenn überhaupt) aber dafür bei vollem Stromverbrauch 😖

Riffelblech
22 Tage her

Also – 12 000 T Euro für den „“ Haarschnitt „“ von Merz ,seines Zeichens Kanzler und Weltmeister des verdrehenens der Aussagen vor der Wahl und nach der Wahl .
Aber ,nein nicht egal ,vielmehr beschämend stellt man fest / wieviele Haare hat der Mann eigentlich ?
Doch nicht mehr als 12000.
Teures Vergnügen meine ich . Lässt der die vergolden ?

ceterum censeo
22 Tage her
Antworten an  Riffelblech

Vielleicht gibt es ja eine umgekehrte Proportionalität bzgl. der Friseurkosten. Okay, das wirft jetzt ein schlechtes Licht auf Baerbock, Habeck und Co. …

Aliena
22 Tage her
Antworten an  Riffelblech

Sie haben die Kosten für die Politur der freien Flächen nicht ins Kalkül genommen

Jens Frisch
22 Tage her

„Es ist, als wollten Roulette Spieler und Bausparer einen gemeinsamen Haushaltsplan erstellen.“

Ach, Herr Paetow führt uns an der Hand durch die Mannschaftsquartiere des bunt geschmückten Narrenschiffes Utopia.

Else Schrammen
22 Tage her

Und was sagt die SPD-Spitze, der wohlgenährte Lars und sein Gespons, das Bärbelchen, zu den SPD- Fiaskos in München, BaWü und RP (die Wahlen im Osten stehen noch aus)? Ganz unaufgeregt: <Da können wir ja nu nix dafür, wir machen ja nur Bundspolitik. Wir bleinen selbstverständlich auf unseren Posten (und an den Fleischtrögen)>. Jetzt stellt euch nur mal einen Helmut Schmidt in so einer Lage vor. Das ist aus der großen Volkspartie nur geworden!

Else Schrammen
22 Tage her

Männer- allerdings nur weiße und bevorzugt alte – sind schon ein gewaltiges Ärgernis in der Welt der Grünen, Roten und Feministen und Innen aller Couleur. Das einzige, was die im Kopp haben, sind Vergewaltigungen, 24/7, und jetzt auch noch die „virtuellen“ (Männer ohne PC oder Tablet bleiben dabei leider außen vor). Demos ohne Ende, in Berlin (mit Luisa) und Hamburg (mit Luisa). Hamburg hat da wohl den Vogel abgeschossen: Das arme „Opfer“ mit schusssicherer Weste wegen „Todesdrohungen“. Dann von der Bühne der Aufruf, alle Frauen möchten bitte in die Hocke gehen, die anwesenden Männer mussten stehenbleiben, sich schamrot in die… Mehr

November Man
22 Tage her

 Und im Bundestag stimmen die verlogenen Grünen trotz vorherigen lautem Geschrei gegen die AfD und für die Regierung. Die Forderung der AfD-Fraktion nach einer abstrakten Normenkontrolle beim Bundesverfassungsgericht wegen des Bundeshaushaltsgesetzes 2025 und 2026 sowie des Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) wurde am Donnerstag, 26. März 2026, abgelehnt. In dem Antrag wurde geltend gemacht, dass die kreditfinanzierte Ausgestaltung des Sondervermögens mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro verfassungswidrig sei. „Diese massive Schuldenaufnahme ist verfassungsrechtlich nur dann zu rechtfertigen, wenn die aufgenommenen Mittel tatsächlich zu zusätzlichen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur führen. Die Analyse der tatsächlichen Mittelverwendung… Mehr

November Man
22 Tage her

Die Union stimmt gemeinsam mit der AfD für Abschiebungszentren außerhalb der EU, also für die Remigration. Remigration ein ganz normaler Begriff aus der Migrationsforschung. Wo es Migration gibt, gibt es auch Remigration. Es geht doch.

verblichene Rose
22 Tage her
Antworten an  November Man

Warum erst das „RE“?
Das bräuchte es doch gar nicht erst geben, wenn man einfach die Migration steuert. Also ganz ohne „re“…!

Kassandra
22 Tage her
Antworten an  November Man

Erst mal steht jetzt wieder „das Wort“ im Raum – und wann folgt die Umsetzung? Zumal da Alternativ wenig dafür tun kann. Momentan.

Nibelung
22 Tage her

Ein Kommentator in einem anderen Block, der in englischer Sprache zu vernehmen war, hat eine interessante Bemerkung gemacht, die unglaublich wäre, wenn der Wahrheitsgehalt richtig ist. Er meinte, wer auf die bekannten Schmuddelseiten geht, die unter dem Namen Pornographie verbucht werden, kann dort unter dem bekannten Vor -und Nachnahmen so allerlei finden und jetzt müßte man nur noch wissen, ob es sich um Fakes handelt oder produzierte Einheiten sind und in gegenseitigem Einvernehmen stattgefunden haben und erst wenn das einschließlich der Idendität geklärt wäre, könnte man eine abschließende Beurteilung vornehmen um die Klage korrekt bewerten zu können und eine Sache… Mehr

Bernd W.
22 Tage her

„Omas gegen Ulmen“ – das ist famos und somit erneut ein echter Paetow. Weitermachen, uns zum Troste!

verblichene Rose
22 Tage her
Antworten an  Bernd W.

Das ganz offensichtliche Problem mancher Frauen (und einigen „Omas“) ist doch, daß die nichtmal mehr in ein Film hinein montiert werden…