Was Nordkorea wirklich will

Welche Ziele verfolgt Nordkorea? Welche Interessen verfolgen seine Nachbarländer China, Japan und Südkorea? Hat China wirklich einen maßgeblichen Einfluss auf den nordkoreanischen Staat?

© STR/AFP/Getty Images

Wie kann eine tatsächliche Entspannung auf der koreanischen Halbinsel herbeigeführt werden, wenn angenommen werden kann, dass die Partei der Arbeit Koreas (PdAK) mit der Familiendynastie Kim an deren Spitze in absehbarer Zeit weiterhin ihr Machtmonopol über Nordkorea behält?

Dies sind Fragen, die heute die ganze Weltöffentlichkeit bewegt. Auch in Deutschland gehört die Krise auf der koreanischen Halbinsel seit Wochen zu den Top-Themen in der deutschen Außenpolitik und in der Medienberichterstattung.

Der Grundtenor der medialen Öffentlichkeit und der Politik in Deutschland lautet dabei wie folgt:

  1. Die US-Regierung unter der Führung von Donald J. Trump und Nordkorea agieren unberechenbar und treiben die nordkoreanische Halbinsel an den Rand eines großen Krieges, wobei Trump insbesondere in Deutschland diesbezüglich im Fokus des medialen Dauerbeschusses steht.
  2. China habe aufgrund der hochgradigen wirtschaftlichen Abhängigkeit Nordkoreas von China sowie des traditionellen Bündnisverhältnisses einen entscheidenden Einfluss auf die nordkoreanische Partei- und Staatsführung. Der Schlüssel zur Lösung der Krise liege deshalb in China.

Doch stimmen diese Aussagen? Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, einen näheren Blick auf die Geschichte der koreanisch-chinesischen Beziehung zu werfen.

Der ewige Streit um den Ursprung des koreanischen Volkes

Der Legende des koreanischen Volkes nach wurde bereits im Jahre 2333 v. Chr. ein koreanisches Königreich durch den Halbgott Dangun gegründet. Die Existenz dieses uralten koreanischen Königreiches „Dangun Joseon“ (Dangun-Korea) kann aber bis heute nicht nachgewiesen werden.

Realhistorisch gesehen dürfte das Reich des Dungun-Koreas genauso in die Welt der Mythen und Legenden gehören wie die später überlieferten chinesischen Reiche zwischen „dem Erschaffer der chinesischen Zivilisation“ (der Gelbe Kaiser Huangdi 2698–2598 v. Chr.) und der sogenannten Xia-Dynastie (2200 v. Chr. bis ca. 1800 v. Chr).

Übrigens genauso wenig nachgewiesen ist ein anderes koreanisches Königreich „Gija Joseon“, welches nach der chinesischen Überlieferung von Gija (chinesisch: Jizi), einem Onkel des letzten Königs der chinesischen Shang-Dynastie, im Norden Koreas erschaffen wurde. Die Legende dieses Königreiches könnte durchaus von chinesischen Nationalisten als ein Argument genutzt werden, um darzulegen, dass das koreanische Volk aus China hervorgegangen sei und dass Korea daher ein Teil der chinesischen Welt darstelle.

Während viele chinesische Historiker die Existenz des „chinesischen“ Königreiches „Gija Joseon“ auf Korea für wahr und im Gegenzug den ur-koreanischen Staat „Dungun-Korea“ für eine Erfindung des koreanischen Nationalismus halten, kommt der heftigste Gegenwind ausgerechnet aus der heutigen „Demokratischen Volksrepublik Korea“.

Kim Il-sung, Gründer des kommunistischen nordkoreanischen Staates, etwa hält das Reich „Gija Joseon“ für eine Fabrikation der Chinesen zur Zeit der Han-Dynastie, um die Invasion Nordkoreas durch das chinesische Reich zu legitimieren. Nach Kims Ansicht sei die These, dass die Koreaner Nachfahren des Chinesen Gija seien, eine Beleidigung des koreanischen Volkes. Auf Kims Befehl hin wurde deshalb die historische Grabstätte des Königs Gija im Jahr 1959 zerstört. Dementsprechend taucht das Reich „Gija Joseon“ in der Geschichtslinie Koreas in offiziellen nordkoreanischen Geschichtsbüchern gar nicht auf.

Wenngleich die Existenz von Gija Joseon auf koreanischem Boden ebenfalls in Südkorea umstritten ist, so gibt es dort durchaus Historiker, die die Theorie einer Co-Existenz von Gija Joseon (an der Westspitze Koreas) mit dem national-koreanischen Staat „Dungun-Joseon“ bejahen.

An diesem einfachen Beispiel sieht man schon den nationalistischen Charakter des nordkoreanischen Staates, der zuweilen noch nationalistischer agiert, als Südkorea ohnehin schon ist.

Doch wie war die Geschichte in Korea wirklich?

Wahrscheinlich siedelten vor tausenden von Jahren Nomadenstämme aus dem sibirisch-nordostasiatischen Raum im Norden der koreanischen Halbinsel und proto-austronesische Völker im Süden des heutigen Koreas, während proto-sinitische Nomadenstämme West- und Zentralchina besiedelten, aus denen jeweils die Vorfahren der heutigen Koreaner und Han-Chinesen hervorgingen.

Unumstritten ist dabei die Tatsache, dass der chinesische Kaiser Wu von Han (posthum genannt „der Kriegerische“), der als einer der größten Kaiser Chinas in die Geschichte eingehen sollte, im Jahr 109 v. Chr. Truppen für einen Eroberungsfeldzug nach Korea aufmarschieren ließ. Drei Jahre später war der Norden Koreas unterworfen und in vier kaiserlich-chinesische Kommandanturen aufgeteilt. Die wichtigste dieser Kommandanturen war die Lelang-Kommandantur, deren Verwaltungssitz im heutigen Pjöngjang lag. Während der Zeit der chinesischen Herrschaft im Norden Koreas siedelten zahlreiche Chinesen in die Kommandanturen, die damals das Zentrum der chinesischen Zivilisation auf der koreanischen Halbinsel bildeten.

Mit dem Niedergang des Chinesischen Kaiserreiches und dem Erstarken des koreanischen Reiches Goguryeo ging schließlich die letzte chinesische Bastion in Korea im Jahre 313 n. Chr in den Besitz von Goguryeo über. Fortan konkurrierten drei koreanische Reiche um die Vorherrschaft auf der koreanischen Halbinsel: Goguryeo im Norden Koreas sowie Baekje und Silla im Süden.

Eines der mächtigsten Imperien Chinas zerbrach an Korea

Das koreanische Reich Goguryeo kontrollierte jedoch nicht nur einen Großteil der koreanischen Halbinsel, sondern erlangte auf dem Höhepunkt seiner Macht auch die Herrschaft über die Liaodong-Halbinsel in der chinesischen Mandschurei.

In Nordchina selbst ergriff das han-chinesische Adelshaus Yang nach jahrhundertelanger Fremdherrschaft durch die proto-mongolischen Nomadenclans die kaiserliche Macht. Yang Jian, Kaiser Wen (posthum genannt: „der Gelehrsame“), schuf das mächtigste han-chinesische Kaiserreich seit dem Zerfall des Ersten Imperium Sinica anno 316 (die mit der Qin-Dynastie begann und mit dem Ende der westlichen-Jin-Dynastie endete): das Reich Sui.

Kurz nach der Thronbesteigung und Ausrufung der Sui-Dynastie entsandte Kaiser Wen im Jahre 583 eine Streitmacht in den Norden, welche dem (Gök-)Türkischen Großreich eine schwere Niederlage zufügte. Als eine Konsequenz der Niederlage löste sich das Großtürkische Reich in zwei Teile auf: Das Westliche Türkische Reich sowie das Östliche Türkische Reich.

China und Rom
Aufstieg und Niedergang von Zivilisationen
Umkreist vom Westtürkischen Reich und vom Chinesischen Reich, unterwarf sich Khan Ishbara des Osttürkischen Reiches im Frühling 584 dem chinesischen Kaiser und wurde dessen Vasall. Das offizielle Schreiben des Osttürkischen Khans an den chinesischen Kaiserhof lautete: „ Der Himmel kennt keine zwei Sonnen. Die Erde hat keine zwei Könige. Der Kaiser der Großen Sui ist der wahre Kaiser! Wie sollte ich es je wagen, mit Truppen und schwer einnehmbaren Festungen nach diesem Titel zu schielen! Heute empfinde ich Ehrfurcht und Dankbarkeit. Mein Herz gehört jenen, die den rechten Weg kennen. Ich knie nieder und senke mein Haupt. Für immer werde ich euer Vasall sein!“ (Rolle 176, Zizhi Tongjian) .

Nach dem Sieg über die Türken setzte das Kaiserreich Sui im Jahr 588 mehr als eine halbe Million Mann in Bewegung, um das chinesische Südreich zu erobern, das bis dahin das fruchtbare Land vom Jangtse bis Nordvietnam kontrolliert und sich als den wahren Erben des Ersten Imperiums Sinica und dessen Zivilisation betrachtet hatte. In nur vier Monaten nahm die Sui-Armee die Hauptstadt Jiankang (heute: Nanking/Nanjing) des Südreiches ein. Der Kaiser des Südreiches indes wurde lebend gefangen genommen. Die Große Vereinigung der chinesischen Welt (Dayitong) war somit vollzogen. Nichts und niemand schien den ungebremsten Aufstieg des Sui-Imperiums aufhalten zu können.

Doch im Jahre 598 fasste Kaiser Wen einen fatalen Entschluss. Er entsandte 300.000 Mann auf einen Feldzug zu Land und zu See gegen das Koreanische Reich Goguryeo. Doch von Seuchen und Sturm dezimiert, erlitten die chinesischen Truppen eine verheerende Niederlage gegen die Koreaner. Weniger als 10 Prozent der chinesischen Truppen konnten nach China zurückkehren.

Vierzehn Jahre später entfachte der zweite Kaiser der Sui-Dynastie, Yang Guang (posthum auch bekannt als Kaiser Yang), einen noch größeren Krieg gegen Goguryeo. Insgesamt mobilisierte der chinesische Kaiser 1,13 Millionen Soldaten (Rolle 181, Zizhi Tongjian) und setzte somit die größte Armee in Bewegung, die die Welt bis dahin je gesehen hatte. Das Ergebnis der Schlacht war eine vernichtende Niederlage der chinesischen Armee: Von den 305.000 chinesischen Soldaten, die den Fluss Liao überquert hatten, kehrten nur 2.700 Überlebende nach China zurück (Rolle 181, Zizhi Tongjian).

Kaiser Yang sollte noch zwei weitere Feldzüge gegen Goguryeo führen. Doch die vorherigen schweren Niederlagen der Sui untergruben die kaiserliche Autorität, da sie als Schwäche der Kaiserdynastie von unzufriedenen Bauern und intriganten Adeligen ausgelegt wurden, die ihre Chance gekommen sahen, um Aufstände anzuzetteln. Die inneren Aufstände und Rebellionen im Kaiserreich führten dazu, dass auch die letzten Feldzüge der Sui erfolglos blieben. Der vierte und letzte Feldzug der Sui gegen Goguryeo wurde durch eine symbolische Kapitulation der Koreaner und die Auslieferung eines nach Korea geflüchteten Rebellen jäh beendet. Vier Jahre später wurde Kaiser Yang ermordert. Anno 619 ging die Dynastie Sui endgültig im Chaos und Krieg unter.

Die katastrophalen Folgen der Goguryeo-Feldzüge für das Chinesische Reich: Zwischen 611 und 628 n. Chr. (Reichseinigung unter der Tang-Dynastie) ereigneten sich insgesamt 136 Militärputsche, Aufstände aus dem Volk und Staatsstreiche am Kaiserhofe. Über 50 Personen krönten sich in China zum Kaiser oder König. Zwischen 606 und 639 war ein Bevölkerungsrückgang in China infolge der Kriege, Hunger und Seuchen um 73 Prozent zu verzeichnen: von 46 Millionen Einwohnern im Jahre 606 auf 12 Millionen im Jahre 639.

Von der Einigung Koreas bis zum treuen Chinesischen Vasallenstaat

Wenngleich das koreanische Reich Goguryeo in den Kriegen gegen die chinesische Sui-Dynastie den faktischen Sieg davon trug, so war das Königreich im Norden Koreas durch die Kriege mit China ebenfalls materiell wie personell ausgezerrt. Die darauf folgende chinesische Tang-Dynastie, die das Chinesische Reich um das Jahr 628 wieder vereinen konnte, verbündete sich mit dem koreanischen Köngreich Silla im Süden der koreanischen Halbinsel in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Goguryeo. Das Reich Goguryeo, welches nun in einen Zweifrontenkrieg geraten war, konnte nach drei harten Kriegen mit dem Tang-Silla-Militärbündnis endgültig besiegt und annektiert werden.

Schließlich gelang es dem Köngreich Silla, die koreanische Halbinsel weitgehend zu einigen. Aus dem Reich Silla ging später das koreanische Einheitsreich Goryeo (nicht zu verwechseln mit Goguryeo) hervor, von dem übrigens die europäische Bezeichnung „Korea“ abgeleitet wurde.

Im Laufe des 13. Jahrhunderts wurde das koreanische Königreich Goryeo, wie auch das chinesische Reich der Song-Dynastie, von den Heeren des Mongolischen Großkhans überrannt. Im Gegensatz zum unterworfenen Chinesischen Reich (Song) behielt Korea seine weitgehende Eigenständigkeit unter der mongolischen Oberherrschaft.

Globale Konturen in Asien
China und seine Welt
In der zweiten Häflte des 14. Jahrhunderts bahnte sich erneut ein Machtwechsel in China an. 1368 krönte sich der Han-Chinese Zhu Yuanzhang zum Kaiser Chinas und schuf das letzte han-chinesische Kaiserreich „Da Ming“ (Große Helligkeit). Nach der Lehre des Rotationsprinzips der antiken Schule Yin-Yang wurde so der „Goldene Drache“ der Mongolen vom „feuerroten Drachen“ des Kaiserhauses Zhu ersetzt. Noch im gleichen Jahr fiel die Hauptstadt des „Großmongolischen Reiches der Groß-Yuan“ Cambalu (Chinesisch: Dadu, im Westen bekannt als Peking) an die Truppen der Ming-Dynastie. Das mongolische Kaiserhaus musste zurück in die Steppe flüchten. Die Herrschaft der Mongolen in China fand somit ihr Ende.

In Korea ergriff ein General namens Yi Seong-gye die Macht und krönte sich im Jahr 1392 zum König von Korea. Sodann bat die neue koreanische Herrscherdynastie den Chinesischen Kaiser um eine Namensgebung für ihr Reich und um einen Vasallen-Status. Der chinesische Kaiser Zhu Yuanzhang gab daraufhin Korea den Namen „Joseon“ (Chinesische Umschrift: Chaoxian) und ernannte Yi Seong-gye zum König von Joseon.

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Kommentare ( 10 )

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Sehr interessant, vor allem der geschichtliche Teil, hen you yisi. Die Geschichte spielt in Ostasien eine viel größere Rolle als im Westen. Man kann die gegenwärtige Situation auch mal unter militärischen Aspekten betrachten, denn Washington hat in der Geschichte häufig jede Vernunft zugunsten der puren Kriegslust vergessen, wie zuletzt unter dem Friedensnobelpreisträger Obama, der sieben wehr-, harm- und bedeutungslose Länder vergewaltigte. Warum sollte nicht auch Nordkorea mit Friedensbotschaften Made in USA überbracht per B-52 oder ballistische Missiles beglückt werden? Also angenommen, Trump oder der nächste US-Präsident Zuckerberg entscheidet, das nordkoreanische Nukleararsenal zu zerstören und es gelingt ihm auch. Im allernächsten… Mehr

Herrn Zhus Beiträge sind nie leichte Kost, und beim besten Willen kann ich auch nach der Lektüre dieses Artikels nicht behaupten, jede Einzelheit tatsächlich verinnerlicht zu haben und wiedergeben zu können. In jedem Fall aber hebt sich diese Analyse wohltuend vom Alltagsgeschrei der Unzahl „Experten“ in Medienhäusern ab – zumal dort die Trump-Hysterie im Vorfeld jeder „Beurteilung“ steht. Besten Dank!

Hat es unsere Kultur verlernt, sich zu wehren? Deutschland ganz sicher.

Aber die Alliierten der Weltkriege? Sie kultivieren zu Recht das Gedenken; sind doch viele gestorben für den zweimaligen Wahnsinn der Deutschen.

Und denen wollen wir besserwisserisch Vorschriften machen? Wir, die wir seit 1945 keine andere Verantwortung mehr für unsere eigene Freiheit übernommen haben als beim großen Bruder unter den Rock zu krabbeln?

Unsere Lösung wären wohl Wattebällchen, Stuhlkreise, Lichterketten und Namentanzen auf Koreanisch – also vorauseilende Unterwerfung.

Leider gebärden wir uns seit der Wiedervereinigung, als wären wir die Führung einer Großmacht Europa. Dabei sind wir auf dem direkten Weg zum Entwicklungsland: MINT, PISA, Platz 51 im Sicherheitsranking…

Wow, selten so einen interessanten Artikel gelesen. Danke !!

Überdauern als Ziel aller Politik: Kim erscheint so viel rationaler als unsere angeblich so rationale AM !

Ich denke, das die Partei der Arbeit Koreas (PdAK) mit der Familiendynastie Kim an deren Spitze von „Befreiern“ wie im Irak, in Libyen und in Syrien in Ruhe gelassen werden möchte. Um mehr geht es nicht. Zumindest nicht für Nordkorea.

Respekt für diesen tiefschürfenden Artikel, der allerdings eher Ratlosigkeit befördert, als dass er Handlungsptionen aufzeigt. Er ignoriert die Adenauersche Weisheit, dass politische Fragen sich im Kern auf einfache Fragen reduzieren lassen bzw. reduziert werden müssen um handeln zu können. Macht man diesen Versuch, zeigt sich der grundlegende Widerspruch zwischen dem chinesischen Machtanspruch und den amerikanischen geopolitischen Interessen. In diesem Spannungsfeld sortieren sich die Interessen der lokalen Mitspieler. Dabei ist die wachsende Wirtschaftsmacht China in der Offensive und die schwächelnden USA sind in der Defensive. Niemand hat dabei Interesse an einem katastrophalen Konflikt, obwohl bei Machtversiebungen dieses Risiko immer besteht. Die… Mehr

Mir schwirrt der Kopf ob der vielen fremden Namen für Kaiser, Könige, Vasallen und Reiche, sehr viele interessante Informationen, Vielen Dank für den historischen Exkurs.

Besten Dank, Herr Zu, für diesen hochinformativen Beitrag zur Geschichte und Politik Koreas in Vergangenheit und Gegenwart. Wer die Vergangenheit nicht kennt, Mächtekonstellationen, Geopolitik, Rivalitäten, Bündnisse, Kriege und deren Folgen, Siege und Niederlagen, Feinde und Verbündete, Interessen und die Strategien in Ausübung von Macht und Einflüssen, Abhänigkeiten und Bestrebungen Abhänigkeiten wieder zu beenden, hat nicht die mindesten Voraussetzungen dafür zu verstehen, was Geschichte ist und was Geschichte bedeutet. Wenn die aktuelle Kanzlerin bekennt, sie habe z.B. nicht die mindeste Ahnung in Hinblick auf die Aussenpolitik von Otto von Bismarck, dem Begründer des zweiten deutschen Reiches, ist das ein Armutszeichen sondergleichen… Mehr
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