Was Nordkorea wirklich will

Welche Ziele verfolgt Nordkorea? Welche Interessen verfolgen seine Nachbarländer China, Japan und Südkorea? Hat China wirklich einen maßgeblichen Einfluss auf den nordkoreanischen Staat?

© STR/AFP/Getty Images

Für die chinesische Führung steht die Aufrechterhaltung der inneren Stabilität Chinas und des Machtmopols der KPCh an erster Stelle in ihrer Entscheidungsfindung. In diesem Zusammenhang ist es höchst fraglich, dass die KPCh-Führung ihr eigenes Machtmopol in China für Nordkorea riskieren würde. Von der enormen Bedeutung des Auslandshandels für Chinas wirtschaftliche Stabilität abgesehen, der im Falle eines Kriegs mit den USA in sich zusammenbrechen würde, kann sich niemand in der Pekinger Führung sicher sein, dass China einen erneuten Korea-Krieg gegen die USA militärisch auch gewinnen kann. Eine Kombination von militärischer Niederlage gegen eine Fremdmacht und wirtschaftlich-gesellschaftlichen Krisen im Inland jedoch, darüber ist der Führung in Peking bewusst, hat früher zahlreiche chinesische Dynastien schon zu Fall gebracht: So zum Beispiel das bereits erwähnte Schicksal der Sui-Dynastie.

China hat also kein Interesse an einem Krieg in Korea. Hat aber China den Einfluss darauf, Nordkorea grundsätzlich von dem Kurs der Nuklearbewaffnung abzuhalten?

Die nordkoreanische Führung sieht im Besitz der Nuklearwaffen aber die existenzielle Sicherung ihrer Herrschaft. Damit ziehen die kommunistischen Machthaber Nordkoreas ihre Lehre aus den Erfolgsgeschichten der ehemals ebenfalls in der internationalen Isolation befindenden Nuklearmächte wie die VR. China sowie aus dem Untergang der nicht nukler bewaffneten Regimes wie das von Saddam Hussein.

Zudem sehen die Machthaber in Nordkorea in der Nuklarerbewaffnung die Erfüllung der Ziele ihrer „Juche-Ideologie“ für eine politische nationale Selbstständigkeit, da sie sich dadurch unangreifbar sehen.

Darüber hinaus wird Chinas Einfluss auf Nordkorea auch von westlichen Politikern und Beobachtern falsch eingeschätzt. Deren Annahme basiert nämlich im Grunde auf zwei Pfeilern: nämlich zum einen, dass China der einzige Verbündete Nordkoreas sei und zum anderen, dass Nordkorea ohne chinesische Wirtschaftshilfen in sich zusammenbrechen würde.

Wie vorhin bereits erwähnt, kann sich Nordkorea im Kriegsfall nicht darauf verlassen, dass China auch tatsächlich auf der Seite Nordkoreas in den Krieg eingreift, weshalb der erste Pfeiler nicht wirklich überzeugend ist.

Im Falle der wirtschaftlichen Abhängigkeit Nordkoreas zu China hat der chinesische Wissenschaftler Song Guoyou aus der Schanghaier Fudan-Universität im Jahr 2007 seine Studie zum wirtschaftlichen Einfluss Chinas auf Nordkorea publiziert (China’s Economic Influence on DPRK, Song Guoyou  Korean Studies, No.16, Dec 2007).

Die Befunde in seiner Studie:

  1. Im Fall der Lebensmittelhilfen für Nordkorea habe Chinas Anteil zwischen 1997 und 2005 24 Prozent betragen. Der größte Liferant von Lebensmittelhilfen für Nordkorea sei hingegen Südkorea gewesen.
  2. Der Einfluss Chinas auf Nordkorea im Bereich Energie bestehe eher in seinem Import von nordkoreanischen Rohstoffen, aber weniger in der Lieferung von Energie. Korea sei zwar knapp an Erdöl-Ressorcen, aber reichlich an Kohlevorkommen und anderen Naturressourcen. China sei aber nicht der einzige Exporteur von Erdöl nach Nordkorea, in zunehmendem Maße spiele auch Russland beim Ölexport nach Nordkorea eine wichtige Rolle und könnte Chinas Rolle als größter Ölexporteur nach Nordkorea ersetzen.
  3. Der größte Investor in Nordkorea sei mit Abstand Südkorea, nicht China.

Das Fazit von Song Guoyou lautete daher, dass China zwar einen relativen, aber keinen absoluten wirtschaftlichen Einfluss auf Nordkorea hätte.

Die Wirtschaftszahlen zwischen Nordkorea und China dürften sich inzwischen zwar viel geändert haben. Die Grundprämissse  jedoch, dass  China nicht der einzige Liferant an kritischen Waren nach Nordkorea ist bzw. nicht die einzige Quelle, bei der Nordkorea an Devisen herankommen kann, dürften gleich geblieben sein. Vom Westen wenig beleuchtet ist etwa die Rolle der Südkoreaner oder die von hunderttausenden koreanischstämmigen Menschen in Japan, die im Fall der Fälle ihren Landsleuten in Nordkorea unter die Arme greifen würden und das trotz der vielen UN-Sanktionen, die inzwischen gegen Nordkorea verhängt worden sind.

China hat auch kein Interesse daran, seinen verbliebenen wirtschaftlichen Einfluss auf Nordkorea auf andere Nationen zu verlieren. Nordkorea indes kann sich finanzielle Unterstützungen durch andere Nationen und Gruppierungen im Notfall gewiss sein. Denn weder Südkorea, noch die USA, noch Russland oder Japan dürften ein ernsthaftes Interesse an dem Zusammenbruch des nordkoreanischen Staates und auf eine rasche Einheit der koreanischen Halbinsel haben.

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Südkorea hat viel mehr Sorge vor einem plötzlichen Kollaps des nordkoreanischen Staates und den damit einsetzenden unberechnenbaren Folgen als vor den Risiken des Status-Quo, mit denen Südkorea schon seit mehr als 60 Jahre leben musste. Zudem scheut die Republik Korea  trotz des ausgeprägten Nationalismus ihrer Bevölkerung vor den Kosten einer raschen Wiedervereinigung. Die ökonomische und mentale Kluft zwischen den beiden koreanischen Staaten ist nach mehr als 60 Jahren Teilung größer als jene zwischen der DDR und BRD im Jahre 1990. Demgegenüber ist das Größenverhältnis zwischen Nord- und Südkorea hinsichtlich der Bevölkerungszahl und Fläche wesenlich kleiner als es je zwischen den beiden deutschen Staaten der Fall gewesen ist.  Entsprechend groß wäre die Last für die südkoreanischen Staatsfinanzen, den gescheiterten Norden wieder auf die Beine zu bringen.

Die USA dürften derzeit ebenfalls eher dazu tendieren, den Status-Quo beizubehalten, als eine rasche Einheit Koreas in den Weg zu leiten. Mit einer koreanischen Vereinigung könnte die Stimmung in Korea endgültig zuungunsten der USA kippen und die nationalistischen Forderungen nach einer Beendigung der Stationierung der US-Truppen könnten schnell die Oberhand gewinnen. Ein US-koreanisches Militärbündnis würde gar im Zweifelsfalle in Frage gestellt werden. Zudem beziehen die USA in den wichtigsten Fragen bezüglich Nordkorea immer ihre nordostasiatischen Allierten mitein : Südkorea und Japan. Denn das Bündnis USA-Südkorea-Japan ist die wichtigste Grundlage der US-Sicherheitspolitik in Ostasien. Sollten Südkorea und Japan kein Interese an einem Zusammenbruch Nordkoreas haben, so werden die USA auch keinen Alleingang zur Beseitigung des nordkoreanischen Regimes wagen.

Weder Russland noch Japan dürfte Freude daran haben, eine koreanische Großmacht direkt an der Haustür entstehen zu lassen. Während Russland inbesondere einen mit den USA verbündeten koreanischen Einheitsstaat fürchtete, sorgt sich Japan um die Streitigkeiten mit einem erstarkten koreanischen Staat, mit dem Japan eine Tradition der Erbfeindschaft hinter sich hat. Noch bis heute sorgen ungeklärte historische Fragen um die Besatzungsverbrechen der Japaner auf Korea sowie Grenzstreitigkeiten etwa um die Inselgruppe Liancourt-Felsen beständig für außenpolitische Spannungen zwischen Japan und Südkorea. Da sowohl Japan als auch Südkorea enge Verbündete der USA sind und insbesondere gegenüber der nordkoreanischen Militärbedrohung elementare gemeinsame Interessen haben, so bleiben die Streitigkeiten zwischen Japan und Südkorea derzeit meist nur Wortgefechte.  Fallen die nordkoreanische Bedrohung und die USA als gemeinsame Schutzmacht jedoch weg, so bleibt es ungewiss, ob die tiefsitzenden Ressentiments zwischen den beiden Völkern nicht wieder zu größeren Konflikten führen könnten.

Und China? China dürfte den Zusammenbruch des nordkoreanischen Staates mit allen verfügbaren Mitteln verhindern wollen. Eine vereinte koreanische Großmacht könnte auch gegenüber China Grenzansprüche in der Mandschurei erheben, da insbesondere das koreanische Reich Goguryeo zeitweise über einen Großteil der Mandschurei herrschte. Schon heute erheben koreanische Nationalisten Gebietsanspruch auf den Himmelssee an der Grenze Nordkoreas zu China, welcher heute zur Häflte China gehört und laut der Legende der Koreaner die Geburtsstätte des koreanischen Volkes sein soll. Zudem leben in der Volksrepublik China knapp 2,5 Millionen ethnische Koreaner, deren nationale Zugehörigkeit dann genauso Gegenstand von chinesisch-koreanischen Streitigkeiten wären wie die Zugehörigkeit von koreanisch geprägten chinesischen Grenzregionen wie Yanbian oder Changbai.

Ebenso wenig dürfte China die Vorstellung gefallen, den Einflussbereich der USA im Falle einer koreanischen Wiedervereinigung und des Verbleibes des vereinten koreanischen Staates innerhalb des US-koreanischen Bündnisses unmittelbar vor der eigenen Grenze zu haben. Außerdem kann China den gespaltenen Zustand der Halbinsel heute sehr gut nutzen, um Japan und die USA im Zaum zu halten und sich auf internationaler Bühne als Friedensstifter für Korea zu profilieren. Fällt allerdings Nordkorea weg, so könnten Japan und Korea ihre geostrategische Ausrichtung neu bestimmen und ihr Augenmerk verstärkt auf China richten.

Am Ende profitieren alle Großmächte mehr oder weniger von der geteilten koreanischen Halbinsel und tun deshalb alles dafür, um dieses Gleichgewicht der Macht in Korea aufrechtzuerhalten.

China hat aber auch eine andere Sorge: Fühlt sich Nordkorea nämlich zu sehr von China unter Druck gesetzt, so könnte der Fall eintreten, den Chinas Führung insgeheim als die „Vietnamisierung Nordkoreas“ fürchten dürfte .Dies könnte beispielsweise der Fall sein, wenn China Nordkorea die Lieferungen vom Erdöl verweigern sollte.

Nordvietnam, welches damals nur mit Hilfe massiver chinesischer personeller wie materieller Unterstützungen den Krieg gegen Frankreich und die USA/Südvietnam gewinnen konnte, schlug sich nach der Eroberung Südvietnams auf die Seite der UdSSR. Schließlich führte dies 1979 zu dem chinesisch-vietnamesischen Krieg, der mit äußerster Härte zwischen den einstigen Waffenbrüdern angefochten wurde. Heute verbündet sich Vietnam inoffiziell mit den USA in ihrem gemeinsamen Kampf gegen die Bestrebungen Chinas im Südchinesischen Meer.

Es gibt viele Gründe für China anzunehmen, dass Nordkorea unter gewissen Umständen erneut die Seite wechseln könnte: entweder auf die Seite der USA oder auf die von Russland, welches sich im Falle einer Beilegung seiner Streitigkeiten mit den USA womöglich erneut als eine ernste Bedrohung für China erweisen könnte.

Die seit Jahrzehnten in Nordkorea indoktrinierte Juche-Ideologie würde sich jedenfalls einem solchen Lagerwechsel nahtlos anpassen. Schließlich dienen nach dieser Ideologie koreanische Reiche den Nordkoreanern als Vorbilder, die hauptsächlich China bekämpft hatten.

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Träte ein solches Szenario ein, so kann sich Nordkorea jedenfalls ziemlich sicher sein, dass es andere Großmächte finden wird, die Nordkorea am Leben erhalten werden. Denn ein echtes Interesse am Zusammenbruch des nordkoreanischen Staates haben die Großmächte im nordostasiatischen Raum nicht. Dies ist auch der Grund, warum China bislang den Lebensader für Nordkorea – also die Eröllieferungen trotz der zahlreichen Sanktionen der UN niemals unterlassen hat und nicht wird. Nordkorea ist in dieser Angelegenheit kein Bittersteller. China hat ein elementares Interesse daran, dass China, nicht andere Länder, der Haupt-Erdölversorger Nordkoreas bleibt.

Dies ist aber auch der Grund dafür, warum sich Nordkorea solche andauernden Provokationen in Richtung USA, Japan und sogar China leisten kann. Das Regime in Nordkorea weiss ganz genau, dass keine Großmacht in dem nordostasiatischen Raum einen  Zusammenbruch Nordkoreas oder einen echten Krieg riskieren würde.

Was aber will Nordkorea mittel- bis  langfristig mit seinen atomaren Bestrebungen erreichen?Vermutlich strebt die nordkoreanischen Führung nach einer Maximierung der Sicherheit für das Regime bei den anschließenden Verhandlungen mit den USA und Südkorea, um auf Augenhöhe den offiziell immer noch andauernden Kriegszustand beenden zu können. Zu diesen Verhandlungen könnten die Fragen aufkommen, wie die nordkoreanische Wirtschaft mit Hilfe Südkoreas und der USA modernisiert werden könnte, während das Machtmonopl der kommunistischen Führung mit der Kim-Dynastie an der Spitze samt ihrer unangefochtenen Autorität aufrecht erhalten werden könnte.

Es liegt dann an der US-Regierung, um der Frage nachzugehen,  inwieweit man die Sicherheit des nordkoreanischen Regimes gewährleisten kann, wenn angenommen werden kann, dass die kommunistische Partei in absehbarer Zukunft weiterhin ihre absolute Kontrolle über Nordkorea aufrechterhält.

Davon wird es im Wesentlichen abhängen, ob eine weitgehende Entspannung auf der koreanischen Halbinsel sowie ein breiterer Austausch zwischen den beiden koreanischen Staaten möglich sein wird.

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Kommentare ( 10 )

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Sehr interessant, vor allem der geschichtliche Teil, hen you yisi. Die Geschichte spielt in Ostasien eine viel größere Rolle als im Westen. Man kann die gegenwärtige Situation auch mal unter militärischen Aspekten betrachten, denn Washington hat in der Geschichte häufig jede Vernunft zugunsten der puren Kriegslust vergessen, wie zuletzt unter dem Friedensnobelpreisträger Obama, der sieben wehr-, harm- und bedeutungslose Länder vergewaltigte. Warum sollte nicht auch Nordkorea mit Friedensbotschaften Made in USA überbracht per B-52 oder ballistische Missiles beglückt werden? Also angenommen, Trump oder der nächste US-Präsident Zuckerberg entscheidet, das nordkoreanische Nukleararsenal zu zerstören und es gelingt ihm auch. Im allernächsten… Mehr

Herrn Zhus Beiträge sind nie leichte Kost, und beim besten Willen kann ich auch nach der Lektüre dieses Artikels nicht behaupten, jede Einzelheit tatsächlich verinnerlicht zu haben und wiedergeben zu können. In jedem Fall aber hebt sich diese Analyse wohltuend vom Alltagsgeschrei der Unzahl „Experten“ in Medienhäusern ab – zumal dort die Trump-Hysterie im Vorfeld jeder „Beurteilung“ steht. Besten Dank!

Hat es unsere Kultur verlernt, sich zu wehren? Deutschland ganz sicher.

Aber die Alliierten der Weltkriege? Sie kultivieren zu Recht das Gedenken; sind doch viele gestorben für den zweimaligen Wahnsinn der Deutschen.

Und denen wollen wir besserwisserisch Vorschriften machen? Wir, die wir seit 1945 keine andere Verantwortung mehr für unsere eigene Freiheit übernommen haben als beim großen Bruder unter den Rock zu krabbeln?

Unsere Lösung wären wohl Wattebällchen, Stuhlkreise, Lichterketten und Namentanzen auf Koreanisch – also vorauseilende Unterwerfung.

Leider gebärden wir uns seit der Wiedervereinigung, als wären wir die Führung einer Großmacht Europa. Dabei sind wir auf dem direkten Weg zum Entwicklungsland: MINT, PISA, Platz 51 im Sicherheitsranking…

Wow, selten so einen interessanten Artikel gelesen. Danke !!

Überdauern als Ziel aller Politik: Kim erscheint so viel rationaler als unsere angeblich so rationale AM !

Ich denke, das die Partei der Arbeit Koreas (PdAK) mit der Familiendynastie Kim an deren Spitze von „Befreiern“ wie im Irak, in Libyen und in Syrien in Ruhe gelassen werden möchte. Um mehr geht es nicht. Zumindest nicht für Nordkorea.

Respekt für diesen tiefschürfenden Artikel, der allerdings eher Ratlosigkeit befördert, als dass er Handlungsptionen aufzeigt. Er ignoriert die Adenauersche Weisheit, dass politische Fragen sich im Kern auf einfache Fragen reduzieren lassen bzw. reduziert werden müssen um handeln zu können. Macht man diesen Versuch, zeigt sich der grundlegende Widerspruch zwischen dem chinesischen Machtanspruch und den amerikanischen geopolitischen Interessen. In diesem Spannungsfeld sortieren sich die Interessen der lokalen Mitspieler. Dabei ist die wachsende Wirtschaftsmacht China in der Offensive und die schwächelnden USA sind in der Defensive. Niemand hat dabei Interesse an einem katastrophalen Konflikt, obwohl bei Machtversiebungen dieses Risiko immer besteht. Die… Mehr

Mir schwirrt der Kopf ob der vielen fremden Namen für Kaiser, Könige, Vasallen und Reiche, sehr viele interessante Informationen, Vielen Dank für den historischen Exkurs.

Besten Dank, Herr Zu, für diesen hochinformativen Beitrag zur Geschichte und Politik Koreas in Vergangenheit und Gegenwart. Wer die Vergangenheit nicht kennt, Mächtekonstellationen, Geopolitik, Rivalitäten, Bündnisse, Kriege und deren Folgen, Siege und Niederlagen, Feinde und Verbündete, Interessen und die Strategien in Ausübung von Macht und Einflüssen, Abhänigkeiten und Bestrebungen Abhänigkeiten wieder zu beenden, hat nicht die mindesten Voraussetzungen dafür zu verstehen, was Geschichte ist und was Geschichte bedeutet. Wenn die aktuelle Kanzlerin bekennt, sie habe z.B. nicht die mindeste Ahnung in Hinblick auf die Aussenpolitik von Otto von Bismarck, dem Begründer des zweiten deutschen Reiches, ist das ein Armutszeichen sondergleichen… Mehr