Das ist eine klare Absage an die von Brüssel schon lange propagierte Idee von einem gemeinsamen „Schutz der EU-Außengrenze“: 71 Prozent der Europäer fordern, die Kontrolle über nationale Grenzen wieder stärker in die Hände der einzelnen Mitgliedstaaten zu legen.
picture alliance / dpa | Matthias Balk
Die aktuelle Umfrage in 23 EU-Ländern zeigt ein zunehmendes Misstrauen gegenüber der Migrationskoordination auf EU-Ebene – die meisten Europäer kennen offenbar die Fakten zur Massenmigration: 113.000 Asylanträge in Deutschland wurden allein im Jahr 2025 gestellt, weitere 16.500 Asylanträge im viel kleineren Österreich. Und die Kritik an einer Frontex-Grenzschutztruppe der EU mit mehr als 2.500 Beamten, die bereits knapp eine Milliarde Euro pro Jahr kostet, wächst: Frontex ist offensichtlich viel zu schwach, um die EU-Außengrenze wirksam zu überwachen – wenn sie das denn überhaupt soll.
Breite Mehrheit für Rückkehr zu nationalem Grenzschutz
Laut Befragung des Kommunikationsberatungsunternehmens FGS Global, aktuell von Politico veröffentlicht, stimmen 71 Prozent der 11.714 Befragten der Aussage zu, die Europäische Union müsse den Mitgliedstaaten „deutlich mehr Kontrolle über ihre eigenen Grenzen“ einräumen, um Migration besser steuern zu können. Die Ergebnisse fallen in eine Phase, in der Brüssel an Reformen arbeitet, um den Schutz der EU-Außengrenzen zu stärken und besonders belastete Staaten stärker zu unterstützen.
Gleichzeitig birgt dieser Wunsch nach Renationalisierung Risiken für einen der Grundpfeiler der europäischen Integration: den Schengen-Raum. Die 29 Schengen-Staaten – davon 25 EU-Mitglieder – haben sich verpflichtet, auf Kontrollen an den Binnengrenzen zu verzichten. Zwar erlaubt das Regelwerk bei ernsten Bedrohungen zeitlich befristete Ausnahmen, diese sollen jedoch auf maximal zwei Jahre begrenzt bleiben. In der Praxis sieht es anders aus: Seit 2025 haben zwölf EU-Staaten bei der Europäischen Kommission temporäre Grenzkontrollen gemeldet, acht davon mit Verweis auf die belastende Migration. Einige Länder kontrollieren ihre Grenzen faktisch bereits seit Jahren selbst – wie etwa auch Deutschland.
Bei einem Treffen der EU-Innenminister auf Zypern wurde zuletzt darüber beraten, wie sogenannte Sekundärmigration, also das Weiterziehen von Migranten innerhalb der EU, eingedämmt werden kann, ohne Schengen weiter auszuhöhlen. Der zyprische Justizminister Costas Fytiris betonte, das Fortbestehen des grenzkontrollfreien Raums beruhe auf „Vertrauen und geteilter Verantwortung“.
Aber genau über diesen Punkt wird schon seit langem innerhalb der EU diskutiert: Staaten an den Außengrenzen wie Italien und Griechenland klagen über eine massive Überlastung, während andere Länder die teuren Folgen von Sekundärbewegungen tragen. Der österreichische EU-Migrationskommissar Magnus Brunner meinte dazu: Es gehe um Verantwortung der Grenzstaaten, aber ebenso um Solidarität der übrigen Mitgliedsländer.
Ein zentrales Instrument dafür sei der sogenannte Solidaritätspool, der finanzielle Beiträge oder die verpflichtende Aufnahme von Migranten in bestimmten Nationen – wie etwa auch Ungarn – vorsieht. Doch auch hier herrscht Uneinigkeit. Länder wie Ungarn, Belgien und Schweden lehnen verpflichtende Umsiedlungen ab. Belgiens Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt erklärte, der belgische Beitrag sei bereits auf 12,9 Millionen Euro gesenkt worden; man verhandle mit Italien und Griechenland über weitere Reduktionen unter Berücksichtigung früherer Sekundärbewegungen.
Während viele Staaten die Massenmigration zunehmend als Belastung für Schengen betrachten, steht Luxemburgs Regierung mit ihrer Sichtweise relativ allein da: Innenminister Léon Gloden warnte davor, Freizügigkeit und Migration gleichzusetzen: Schengen sei „weit mehr als nur eine Frage der Migration“.
7.600 Asylwerber in nur einem Jahr untergetaucht
Dass die Umverteilungspläne Brüssels auch an den Migranten selbst scheitern könnten, zeigen aktuelle Daten aus Deutschland und Österreich: 7.600 Asylwerber sind in Deutschland einfach „verschwunden“, 1.600 wurden vom Innenministerium in Wien „verloren“ – die Zuwanderer dürften einfach in andere Nationen weitergezogen oder untergetaucht sein, jedenfalls haben sie sich einem korrekten Asylverfahren entzogen.

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Es ist doch unmöglich die Grenzen wirksam abzusichern. Das funktioniert nur bei einem Virus 😉
Schengen war ein großer Fortschritt. Es war aber für die Bürger Europas gedacht und nicht als Einwanderungs, besser Unterwanderungs Orgie. Einfach den Geldhahn abdrehen und fertig.
Die Sozialisten wollen die Zerstörung unserer Kulturen, denn sie glauben das danach der supertolle Kommunismus eine Chance hat.
Es ist tatsächlich so, dass sie uns Themen vorgeben, die schon lange abgehakt sind. Postfaktisch, seit Merkel. Auf Englisch heißt das übrigens „POSTTRUTH“ . «Wir sind jetzt ein Weltreich», so der Berater, «und wenn wir handeln, schaffen wir unsere eigene Realität. Und während Sie in dieser Realität Nachforschungen anstellen, handeln wir schon wieder und schaffen neue Realitäten, die Sie auch untersuchen können, und so entwickeln sich die Dinge. Wir sind die Akteure der Geschichte, und Ihnen, Ihnen allen bleibt, nachzuforschen, was wir tun.» https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/googeln-statt-wissen-das-postfaktische-zeitalter-ld.111900 . Laut EU wird eingeflogen. 20 Millionen aus Indien, weitere Millionen sonstwoher und dann noch über… Mehr
Was soll das Gequatsche? Auch temporär kann man alle Grenzen für 100+ Jahre absichern, solange der bedrohliche Zustand sich nicht ändert.
Ich hätte nicht nur gern wieder einen eigenen Grenzschutz sondern gern auch die DM zurück. Sch… Teuro, sch… EZB, sch… EuGH!
Die Konzeption für Aussengrenzenschutz war ursprünglich ganz anders. Schengen innen, aber rechtlich und professionell einen angepaßten Grenzschutz durch die Länder mit Aussengrenzen – mit koordinierender und finanzieller Unterstützung durch EU-Frontex, einer Agentur und keine “ EU-Bundespolizei. Dagegen gab es seit den 80er und 90er Jahren ideologische Widerstände von Links-Grün gegen eine “ Festung Europa“, die wir heute alle haben möchten, die aber in mehr als 25 Jahren nicht entstanden ist. Sowohl auf der Rechtsebene, als auch organisatorisch-operativ, und damit auch finanziell, ist alles dermaßen zerfleddert worden, dass niemand mehr durchblickt, und demnach auch nichts zufriedenstellend funktioniert. Man müßte noch einmal… Mehr
Ja, dann hätten die Bekloppten nicht links-grün wählen dürfen.
Gut, dann hätte man vielleicht Länder die bekanntermaßen korrupt und inkompetent sind nicht aufnehmen und zu den Hütern der Außengrenzen machen dürfen.
Das interessiert die vermeintlichen Interessenvertreter des Volkes einen feuchten Kehricht.
Und wie Viele sind für die Entmachtung der EU?
Wie Viele dafür daß wieder als erstesl wieder nationale Gesetze, Verordnungen, Vorgaben der einzelnen Staaten gelten vor dem Was die EU bzw. derzeitigen Monarchen der EU vorgeben?
Nationales Recht vor EU recht
„Einige Länder kontrollieren ihre Grenzen faktisch bereits seit Jahren selbst – wie etwa auch Deutschland.“
Also Deutschlands Grenzen sind nach wie vor für alle Migranten aus dieser Welt offen wie ein Scheunentor. Wenn mal kontrolliert werden sollte, dient es nur dazu die Migranten sicher ins nächste Auffanglager zu chauffieren damit ja kein zukünftiger Mieter auf Staatskosten entwischt. Und wenn schon die Bundesregierung Migranten per Flugzeug gezielt einfliegen lässt sind Grenzkontrollen am Boden sinnlos und nur vorgetäuscht. In Wahrheit kommt jeder der will in unser Land. Wann und wo immer er will, Tag und Nacht, rund um die Uhr.
Menschen, Geld, Raubgut, Drogen Waffen…
„WO VERSAGT BRÜSSEL NICHT?“
Antwort: Bei der Umverteilung von Geld, das per SMS und mit geheimen Verträgen den Eigentümer wechselt.
Auch eine schöne Geschichte, uns an der Nase zu führen.
Bei Pfizer muss es eine Kopie geben.
Bzw. Rechnungen. Und Steuerunterlagen.
Trotz vielleicht in den Orkus verschwundener „Provisionen“.