Der Telegraph zeigt wie Großbritannien von außerhalb in Form gebracht wird. Iranische Netzwerke treiben die Unabhängigkeitsdebatte zur Spaltung Großbritanniens voran – während China in London nahe an sensiblen Glasfasertrassen baut. So sieht Unterwanderung im 21. Jahrhundert aus.
England wird übernommen, so viel scheint festzustehen. Die Frage ist nur, von wem. Wichtigster Kandidat in der Wahrnehmung der letzten Jahre war sicher der Islam – oder, wie es im Vereinigten Königreich neuerdings heißt: das asiatische Element. Denn diese Besonderheit gibt es auf der Insel, dass es nicht vor allem Leute aus Nahost und Nordafrika sind, die das Land „bereichert“ haben wie auf dem Kontinent. Auf der Insel sind die Pakistaner und einige Bangladescher vielleicht sogar in der Überzahl, prägen dort das Bild des Islam.
Und der lässt sich nicht mehr so leicht aus dem Bild des Landes verdrängen. Die wichtigsten und auf ihre Weise glanzvollen Einkaufsstraßen Londons sind längst in der Hand der Talahons dortiger Prägung, die sich ebenda mit halbwegs schicken Kleidungsstücken eindecken, was gewissermaßen ihren Aufstieg aus der Nike-Adidas-Jogginghosen-Fraktion signalisiert. Bürgermeister Sadiq Khan sorgt derweil dafür, das christlich-abendländische Element im Straßenbild verschwinden und den Islam weiter vortreten zu lassen. Die Muselmänner – mit ihren wie in Deutschland streng verschleierten Frauen – haben sozusagen Oberwasser an der Themse.
In Schottland wird die Sache dann noch einmal spezieller. In Erinnerung ist der frühere First Minister Humza Yousaf, dem es irgendwann einfiel zu kritisieren, dass das Land noch so viele öffentlich sichtbare Stellen mit „Weißen“ besetzt hatte. Zur Erinnerung: Noch gibt es nur 2,2 Prozent Muslime in Schottland, daneben 0,55 Prozent Hindus und wohl noch ein paar Sikhs und Buddhisten. 3,9 Prozent der Bevölkerung gelten als „asiatisch“, 1,2 Prozent als schwarz, 1,1 Prozent als „gemischt“.
Als die Mullahs den lästigen Kasten abschalteten
Und so sind 93 Prozent der Bewohner weiß, was Ex-Regierungschef Yousaf vielleicht nicht wusste. Bis heute vertreibt sich der Mann und Abgeordnete seine Zeit mit Propaganda für die Sache der Palästinenser, mit denen ihn nichts anderes eint als die Zugehörigkeit zum Islam. Sein neuester Tweet ist hingegen eine interessante Einlassung über den iranischen Aufstand, in der er dazu auffordert, doch auf iranische Stimmen zu hören. Über die Zukunft des Irans habe dessen Volk zu entscheiden, was ja auf der Hand liegt. Aber Yousafs Intervention klingt wiederum verdächtig danach, dass er auch die Mullahs und ihre Unterstützer beteiligen will.
Nun hat der Telegraph aufgedeckt, dass es einige „iranische Stimmen“ gab, die lange versuchten, als schottische durchzugehen. Aufgefallen ist das durch den jüngsten Internet-Shutdown im Iran. Denn just seit diesem 8. Januar, als die Mullahs beschlossen, den lästigen Kasten abzuschalten – was den Europäern dank DSA vielleicht noch bevorsteht –, verstummten auch einige Accounts, die zuvor immer so getan hatten, als seien sie die eifrigsten Befürworter der schottischen Unabhängigkeit. Sie nannten sich „Stolze schottische Frau“ oder „Schottischer Kerl“. Schon im letzten Jahr war aufgefallen, dass viele Profile, die sich lauthals für die Unabhängigkeit Schottlands stark machten, in Wahrheit im Iran saßen. Angeblich geht es um 1.300 Accounts, die zusammen 3.000 Tweets veröffentlichten und dabei 224 Millionen Mal gesehen und über 100.000 Mal geliket, geteilt oder beantwortet wurden. Plötzlich hat man das Gefühl, der gemeine Russen-Bot – den es so nie gab – habe sich zum Iraner transformiert. Man könnte nun sagen: 100.000 Likes, so viel ist das gar nicht. Aber es muss noch nicht das ganze Bild sein.
War die schottische Unabhängigkeitsbewegung also nur von außen in das Land getragen worden? Sicher nicht ausschließlich. Der wichtigere Schluss aus der Sache ist, dass iranische Akteure durchaus versucht haben, über die Brücke der schottischen Unabhängigkeitsbewegung Einfluss auf die britische Politik zu nehmen. Laut der israelischen Cybersicherheitsfirma Cyabra sollte so „Spaltung gesät“, sollten „bestehende Spannungen verstärkt und der politische Diskurs gekapert werden“. Es ist wahr, die Schottische Nationalpartei (SNP) hatte seit langem einen merkwürdigen Schlag ins Woke, Linke, Internationalistische, der sie hier vielleicht anschlussfähig machte. „Gemeinsam gegen England“ könnte das Motto von Nationalschotten und Islam-Iranern gewesen sein. In Deutschland ist ähnliches noch nicht bekannt geworden. Vor allem werden die iranischen U-Boote hierzulande ganz offiziell zu ÖRR-Interviews geladen.
Lässt Labour China absichtlich spionieren?
Und das ist, wie gesagt, nur die eine Seite der Übernahme. Denn zugleich ist wiederum der Telegraph an Unterlagen gekommen, die zeigen, dass es unter der chinesischen Botschaft bald geheime Räumlichkeiten geben soll, die vielleicht das Anzapfen von „Großbritanniens sensibelsten Glasfaserkabeln“ erlauben werden. Die Botschaft hatte freilich nicht selbst offengelegt, wie das Souterrain des Botschaftsgebäudes genau aussehen sollte. Umfangreiche Bereiche waren geschwärzt. Der Telegraph kam an eine ungeschwärzte Version und entdeckte so auch die mögliche Abhörkammer. Die genannten Glasfaserkabel dienen unter anderem der Übermittlung von Finanzdaten von und zur City of London, dem Zentrum der britischen Finanzwirtschaft.
Die chinesische Botschaft wird ohnehin mit 22.000 Quadratmetern die größte Vertretung Chinas in Europa. Der Ausverkauf britischer Universitäten an China ist bekannt und wurde nicht ansatzweise gestoppt. Noch immer müssen Universitäten kritische Forschung zur Volksrepublik einstellen, weil sie auf die Studiengebühren chinesischer Studenten angewiesen sind, schreiben der Guardian und die Website Domino Theory im November.
Wer einmal von Soho nach Chinatown gelaufen ist, kennt vermutlich das gewaltige chinesische Tor, das den Eingang zu diesem Mikrokosmos Londons markiert. Auch dieses Wahrzeichen von „global Britain“ und einer erfolgreichen multikulturellen Gesellschaft verliert allmählich – unwillkürlich – seine Unschuld und Attraktivität. Insgesamt wirkt die ethnisch-kulturelle Zerfaserung des Königreichs zunehmend bedrückend. Das werden freilich die Labour-Regierenden als letzte bemerken – nicht zuletzt, weil sie es sind, die diese Vision Britanniens vorangetrieben haben und nun nur schlecht vom fahrenden Wagen abspringen können. Man könnte es auch anders sagen: Die Entkernung und Umwidmung des Landes läuft ganz nach Plan ab.

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> Denn zugleich ist wiederum der Telegraph an Unterlagen gekommen, die zeigen, dass es unter der chinesischen Botschaft bald geheime Räumlichkeiten geben soll, die vielleicht das Anzapfen von „Großbritanniens sensibelsten Glasfaserkabeln“ erlauben werden.
Aha. Verlaufen denn die „Großbritanniens sensibelste Glasfaserkabel“ direkt unter der chinesischen Botschaft? Falls ja, wäre die Blödheit nicht den Chinesen, sondern den Briten anzulasten. Die Heiligen Amis würden aber nie-nie-niemals die Gelegenheit nutzen und wen abhören?
The Telegraph war schon viel früher immer regierungstreu.
> Sein neuester Tweet ist hingegen eine interessante Einlassung über den iranischen Aufstand, in der er dazu auffordert, doch auf iranische Stimmen zu hören. Über die Zukunft des Irans habe dessen Volk zu entscheiden, was ja auf der Hand liegt. Aber Yousafs Intervention klingt wiederum verdächtig danach, dass er auch die Mullahs und ihre Unterstützer beteiligen will.
Es können wohl nicht ausschließlich westliche NGOs und Geheimdienstagenten sein, wie bisher das westliche Modell für den Rest des Planeten vorsieht.
Wird Zeit daß Reform UK rankommt. Das sind die Einzigen, die den Saustall ausmisten. Alles andere ist verkommen