Was Vice President JD Vance in Islamabad zu verhandeln hat, ist, wie er sehr genau weiß, eine mehr als schwere Aufgabe. Worum es geht und unter welchen Bedingungen versucht dieser Beitrag in Umrissen darzustellen.
Screenshot X / Rapid Response 47
Vor Fragen und Antworten eine Feststellung zur „regelbasierten Ordnung“ und zum „Völkerrecht“. Wäre es nach beiden im Verständnis ihrer Vertreter gegangen, wäre das alte Iran-Regime unverändert an der Macht und verfolgte seine Ziele wie davor ungestört weiter. Seine weltweite Kampagne der Unterwanderung der Institutionen aller Staaten und Institutionen zur faktischen Übernahme der dortigen Gesellschaften durch Einwanderer aus der islamischen Zivilisation. Und den Bau seiner Atomwaffen.
Trumps Ex-Vize-Sicherheitsberater McFarland hat die Kettenreaktion des Iran mit Atomwaffen geschildert. Saudi Arabia erhält auch welche, dann die Türkei, dann jede andere Regionalmacht.
Terror-Mafia Revolutionsgarden
Während Washington und Teheran verhandeln, fürchten viele Iraner eine brutale Rache gegen das eigene Volk und erleben ein tiefes Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Verlassenheit. In exklusiven Interviews beschrieben Einwohner der Hauptstadt die Verkündung des Waffenstillstands als einen „kalten Regenguss“, der ihre Träume von Befreiung zunichte machte. Diese Menschen, die unter großem Sicherheitsrisiko sprachen, äußerten die tiefe Befürchtung, das Regime, das sich nun angeschlagen fühlt und verzweifelt versucht, seine Autorität wiederherzustellen, werde seinen Militär- und Justizapparat gegen interne Dissidenten einsetzen. Da der Krieg gegen äußere Feinde pausiert, befürchtet die iranische Bevölkerung, allein gelassen worden zu sein und einer Regierung gegenüberzustehen, die noch grausamer und rachsüchtiger geworden ist.
Exil-Iranerin Ida Turan sagt, der Iran wird faktisch von den Revolutionsgarden (IRGC) kontrolliert, einer mafiaähnlichen Terrororganisation. Sie seien nicht nur Militärmacht, sondern beherrschen große Teile der Wirtschaft illegal mit Schmuggel, Monopolen und Geldwäsche. Das IRGC sei klar hierarchisch gegliedert: An der Basis die gehirngewaschenen schiitischen Dschihadisten – arm, mit niedrigem IQ und indoktriniert mit einer apokalyptischen Ideologie. Sie glauben fest daran, die Welt in Brand setzen zu müssen, um den Mahdi zurückzubringen, und sehen Amerika als den Großen Satan. Diese Kämpfer haben keine wirkliche Macht, sie sind lediglich Werkzeuge. Die wahre Macht hätten die obersten Führer. Sie gäben sich fromm und skandieren öffentlich „Tod den USA“, führten aber selbst ein unheiliges Doppelleben. Sie unterdrückten Millionen Frauen brutal mit dem Hijab, skandierten im Parlament Parolen, ordeten die Tötung von Iranern an, die nach Freiheit strebten, während ihre Töchter und Familien ein luxuriöses Leben in den USA und im Westen ohne Hijab und wie Könige führten (die US-Regierung ist dabei, die Visa für fast 4.000 iranische Eliten in den USA zu widerrufen). Aber woher nehmen sie all das Geld?
Das IRGC unterhält in Iran gewaltige Monopole. China und Russland haben massiv in den Markt investiert, wobei Schmiergelder direkt in ihre Taschen fließen. Sie verkaufen Öl über illegale Netzwerke in Dubai und stecken die Hälfte des für „Dschihad“ und Raketen bestimmten Geldes ein, während ihre eigenen Soldaten in bitterer Armut leben. President Trump kennt diese Realität. Diesen Bossen ist es egal, ob Amerika Raketenstellungen oder Atomanlagen angreift. Es ist ihnen egal, ob ihre gehirngewaschenen Basidsch-Kämpfer sterben. Was sie fürchten, ist der Verlust ihres persönlichen Vermögens und ihrer Auslandsvermögen. Wird der Iran zerstört, sind ihre Investitionen verloren. Damit mache Trump Druck auf sie, ihre fanatischen Krieger unter Kontrolle zu bringen, gefährliche Aktionen zu unterbinden und die Straße von Hormus offen zu halten – .und es geht um 400 kg hochangereichertes Uran. Ida Turan ist sicher, es kommt bald zu einem Putsch innerhalb des IRGC, bei dem die hochrangigen Gangster jene loswerden, die ihnen nicht mehr nützen.
Warum der Waffenstillstandsversuch jetzt?
US-Kenner Rod D. Martin sieht zwei Gründe für den Waffenstillstand jetzt. Beim Iran-Regime, weil es wirklich vor dem Aus steht. Bei Trump, weil er in der Lage ein Verhandlungsergebnis für möglich hält. Oder weil Trump Kräfte innerhalb des Irans (wie Reza Pahlavis „Unsterbliche Garde“) bewaffnet und ihnen Zeit für ihren Aufstand kauft. Welche Erklärung ist richtiger, fragt Martin und antwortet sich selbst, vielleicht beide. Unterdessen erreichen die USS Boxer und die USS Bush ihren Einsatzort in knapp genau zwei Wochen. Die USS Ford kehrt in den Kampfeinsatz zurück. Ganz im Stile Trumps: „Wir werden sehen.“ – Bashkarama meint ähnlich: Mehr als 70 Transportflugzeuge landeten innerhalb von 24 Stunden nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Nahen Osten. Dieses Ausmaß deutet auf mögliche Vorbereitungen für eine Bodenoffensive hin und bestärkt den Verdacht, dass Trump die Waffenruhe zur Neugruppierung seiner Truppen nutzt.
Nilou sagt, die USA hätten zwei Wochen Zeit gewonnen, um den Öl- und Gasmarkt zu stabilisieren und dem Iran-Regime aus einer stärkeren Position zu begegnen. Das habe die Karte „Krise im Öl- und Gasmarkt erzeugen“ verloren. Trumps Drohung, Kraftwerke und Brücken zu zerstören, habe die Drohungen der USA und Israels auf das Niveau einer Bedrohung der Existenz der Islamischen Republik gehoben und das Regime zum Rückzug gezwungen. Die Islamische Republik habe Khamenei, viele Kommandeure und Funktionäre verloren, was die Führungsstruktur auf höchster Ebene fragil gemacht hat. Der Marinekommandeur des IRGC sei tot, die Marine schwer beschädigt und nicht bald wiederherstellbar. Die Luftwaffe sei nahezu zerstört, viele Stützpunkte und Flugzeuge vernichtet. Die Luftverteidigung sei nahezu zerstört und funktionsunfähig, der Luftraum unter Kontrolle der USA und Israels. Ein Großteil der petrochemischen Industrie – eine wichtige Devisenquelle – sei zerstört wie viele militärische Industrien im ganzen Land, wie Basij-Stützpunkte und -Kasernen, Kommandostellen der Polizei und viele Polizeiwachen in den Provinzen. Der Geheimdienstminister und viele Leitende dieses Ministeriums seien getötet wie der Chef des Geheimdienstes des IRGC, der Leiter und Stellvertreter des Geheimdienstes der Polizei, der Leiter und der Stellvertreter der Basij-Miliz, der Generalstabschef der Streitkräfte, Schamkhani, der Sekretär des Verteidigungsrats, der Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden, zwei Leiter der Organisation, die für die Entwicklung von Atomwaffen zuständig waren und der Verteidigungsminister. Die Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrats hätten sich gegen die Islamische Republik gestellt. Der Weg zur Umgehung der Sanktionen über Dubai wurde geschlossen. Die Freundschaft mit Katar ist in Feindschaft umgeschlagen. Das iranische Volk fordere weiterhin den Sturz des Regimes. Nach dem Blutbad im Januar habe ein Meer aus Blut, Hass und Wut eine tiefe Kluft zwischen Volk und Regime geschaffen.
JD Vance sagte auf dem Weg nach Islamabad zu den Verhandlungen: Will der Iran diese Verhandlungen in einem Konflikt scheitern lassen, in dem er wegen des Libanon-Konflikts, der ihn nichts angeht und den die USA nie als Teil des Waffenstillstands bezeichnet haben, stark unter Druck geraten, ist das letztendlich seine Entscheidung. Wir hielten das für unklug, aber es ist ihre Entscheidung.
Gestern Mittag erklärte Irans stellvertretender Außenminister Khatibzadeh: Die Straße von Hormus ist für die gesamte zivile Schifffahrt geöffnet, Berichte über eine Schließung sind falsch. Aufgrund von Minen infolge des Krieges müssen sich jedoch alle Schiffe mit dem Iran in Verbindung setzen, um sichere Routen zu erhalten. „Wer mit den iranischen Behörden kommuniziert, erhält die Durchfahrtserlaubnis.“
Der Iran informiert Vermittler, den Tankerverkehr in der Straße von Hormus auf etwa ein Dutzend Schiffe pro Tag zu beschränken, die sich mit den Revolutionsgarden abstimmen müssten.
Während der Verhandlungen ab Samstag auf den Ölmärkten
Natasha Kaneva von JPMorgan zeigt, wann die Lieferungen aus dem Persischen Golf in den einzelnen Regionen zur Neige gehen. Asien ist bereits betroffen: Die meisten Lieferungen nach Südkorea (2,2 Mio. Barrel pro Tag), Japan (2,3 Mio. Barrel pro Tag) und China (5,2 Mio. Barrel pro Tag) wurden um den 3. April eingestellt. Südostasien ist bereits abgeschnitten: Indien (2,3 Mio. Barrel pro Tag), Singapur (1,7 Mio. Barrel pro Tag), Malaysia (1,0 Mio. Barrel pro Tag) und Thailand (0,5 Mio. Barrel pro Tag) verzeichneten um den 1. April einen Lieferstopp. Australien und Neuseeland (zusammen 1,1 Mio. Barrel pro Tag) erhalten seit 20. März kaum noch Lieferungen. Europa folgt als Nächstes: Die Niederlande (0,30 Mio. Barrel pro Tag), Frankreich (0,25 Mio. Barrel pro Tag), Italien (0,13 Mio. Barrel pro Tag) und Großbritannien (0,16 Mio. Barrel pro Tag) verloren bis zum 10. April den Großteil ihrer Lieferungen. Der Schock entfaltet sich nicht gleichzeitig, sondern schrittweise – wie eine sich nach Westen ausbreitende, rollierende Versorgungsunterbrechung, von Transportzeiten bestimmt und durch regionale Lagerbestände ungleichmäßig abgefedert. Was wird geschehen, sobald die letzten Tanker eintreffen?
Die Globalisten hatten über Lloyd’s of London, das Versicherungsunternehmen, die „Kriegsrisikoversicherung“ für den Seetransport gekündigt. Ziel war, den Öltransport blockieren, die Rohölpreise in die Höhe treiben und eine Wirtschaftskrise gegen Trump. Der beauftragte die US Development Finance Corporation (DFC) mit der Bereitstellung einer politischen Risikoversicherung und schloss so die von Lloyd’s hinterlassene Lücke. Trump hob einige Sanktionen gegen russisches Öl auf und telefonierte direkt mit Putin über den Konflikt im Iran. Er konnte Putin bewegen, die Öllieferungen aufrechtzuerhalten und umging damit den britischen Druck.
Atlas Will Shrug: Langfristig müssen wir uns von der Straße von Hormus lösen. Wir sollten eine Pipeline von Kuwait zum Golf von Oman bauen und einen Umschlagplatz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, beispielsweise Fujairah, wählen. Die Pipeline müsste zwar durch Saudi-Arabien verlaufen, aber es ließe sich eine Lösung finden, die eine gemeinsame Nutzung oder parallele Leitungen für verschiedene Länder ermöglicht.
Was muss ein Friedensabkommen gewährleisten?
Shanaka Anslem Perera skizziert die Verhandlungsaufgabe: »Trump bietet an, die US entfernen Irans zerstörtes Nuklearmaterial im Austausch für Irans dauerhaften Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag. Die US liefern dem KKW Buschehr kostenlos angereichertes Uran. Iran wahrt sein Gesicht, indem es zivilen nuklearen Brennstoff von dem Land erhält, das sein Atomprogramm bombardiert hat. Trump feiert den größten Erfolg im Bereich der Nichtverbreitung seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Keine Seite gibt eine Niederlage zu. Beide Seiten erreichen etwas, was sie allein nicht gekonnt hätten.
Der von Trump erwähnte Fünfzehn-Punkte-Plan beinhaltet Sanktionen und Zollerleichterungen. Die Hisbollah muss gestoppt werden, die Finanzierung der Huthis eingestellt, die materielle Unterstützung für die Hamas-Überreste entzogen. Israel schwächt das Stellvertreternetzwerk weiter militärisch. Die US bieten die wirtschaftliche Unterstützung, die Ausgaben für Stellvertreterkriege überflüssig macht. Irans Revolutionsgarden-Junta, die das Land durch die „Mosaik-Verteidigung“ ohne einen handlungsfähigen Obersten Führer regiert, steht vor der Wahl: Entweder sie finanziert einen Stellvertreterkrieg, den sie verliert, oder sie akzeptiert eine funktionierende Wirtschaft.
Vance nennt den Waffenstillstand brüchig und sagt, Teile des Regimes lügten bei den Waffenstillstandsbedingungen. Dennoch geht er nach Islamabad, um Phase 2 auszuhandeln. Wie sieht Phase 2 im Erfolgsfall aus? Eine gegenseitige Nichtangriffsverpflichtung. Der Iran erhält einen dauerhaften Waffenstillstand und die Garantie auf keine weiteren US-Militäraktionen. Die US gewinnen einen neuen Partner in einer Region, in der China seinen Einfluss durch Infrastruktur, Seltene Erden und Lieferungen von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck ausbaut. Die IRGC-Junta tauscht theokratische Isolation gegen kurzfristige Sicherheit. Dieses Szenario halten die meisten Analysten für unmöglich. Doch Trumps gesamte Karriere basiert auf Abkommen, die bis zu ihrem Abschluss unmöglich erscheinen.
Der gemeinsame Kontrollpunkt. Der Iran betreibt bereits eine Mautstelle in Hormus. Das IRGC erhebt Gebühren in Yuan und Kryptowährung. Die Golfstaaten weigern sich zu zahlen. Die US-Marine eskortiert Schiffe, für deren Einfahrt iranische Streitkräfte Gebühren erheben. Die Absurdität liegt in der Chance. Eine gemeinsame US-iranische Hormus-Verwaltungsbehörde mit ausgehandelten Ausnahmen für verbündete Schiffe, geteilten Einnahmen zur Finanzierung des iranischen Wiederaufbaus und US-Aufsicht zur Sicherheit der Schifffahrtsfreiheit ist genau die Art von Abkommen, die einen aktiven Konflikt in eine Partnerschaft zur Einnahmenteilung verwandelt.
Es klingt verrückt. Es ist aber auch der einzige Rahmen, der die Kerninteressen beider Seiten berücksichtigt: Der Iran braucht Geld für den Wiederaufbau und die Anerkennung seiner Souveränität. Die US brauchen freie Schifffahrt und die Einhaltung der Sanktionen. Alle Maßnahmen basieren auf demselben Prinzip. Der Waffenstillstand verschafft Zeit. Der 50-prozentige Zoll auf Waffenlieferungen setzt China unter Druck. Das Auslaufen der Ausnahmeregelung am 19. April übt Druck auf den Iran aus. Die NATO-Truppenverlegung setzt Europa unter Druck. In Islamabad treffen diese vier Druckfaktoren erstmals aufeinander. Ein Jahrhundertdeal oder der Zusammenbruch einer Generation? Islamabad wird es zeigen.
Mit wem kann ein Friedensabkommen getroffen werden?
Irans Führung steht im Waffenstillstand vor einem totalen Autoritätsverlust, in dem Mudschtaba Khamenei und Hardliner im Militär um die nackte Macht ringen. Widersprüchliche Berichte aus Teheran zeugen von einer Regierung, die durch interne Machtkämpfe und einen verzweifelten Kampf zerrissen ist. Die brüchige Waffenruhe hat die Fassade eines geeinten iranischen Regimes zerstört und eine Regierung im völligen Chaos offenbart. Interne Machtkämpfe und widersprüchliche offizielle Stellungnahmen deuten auf einen nahezu vollständigen Zusammenbruch der Zentralgewalt nach dem mutmaßlichen Tod des Obersten Führers Ali Khamenei hin.
In einer im Iran – soweit möglich – ausgestrahlten Ansprache räumte Reza Pahlavi ein, die Kampfpause habe einige seiner Anhänger entmutigt, argumentierte aber, das Regime sei nach den schweren Verlusten zu Verhandlungen gezwungen worden. Er rief die Iraner auf, den jüngsten Waffenstillstand zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel nicht als Rückschlag zu betrachten, sondern ihn vielmehr als Beweis dafür zu sehen, dass die Islamische Republik erheblich geschwächt wurde.
Liu Feng berichtet aus einer militärischen Geheimdienstanalyse: »„Fällt Khamenei, tritt der Mosaic-Mechanismus in Kraft, niemand kann ihn per Telefonanruf abschalten.“ Da wusste ich, der Waffenstillstand ist Theater.
→ Irans neuer Oberster Führer „genehmigte“ den Waffenstillstand aus dem Krankenhausbett.
→ Der US-amerikanisch-israelische Geheimdienst erklärt ihn für bewusstlos.
→ Der oberste Rat der Revolutionsgarden nutzte seinen Namen, um Legitimität zu erlangen.
→ Streubomben der Revolutionsgarden schlugen auch nach dem Waffenstillstand noch in israelischen und Golfstädten ein.
Das System, das das Abkommen unterzeichnete, und das System, das die Raketen abfeuerte, sind zwei völlig verschiedene Systeme. Es hat 31 Provinzkommandos. Jedes autonom. Jedes mit vorab delegierter Startbefugnis. Die eigentliche Krise hat noch gar nicht begonnen.«
Randy Mott sagt, es gibt in Iran keine wirkliche nationale Autorität mehr, nur noch Fraktionen um bestimmte Anführer und einige Hardliner. Jedes Abkommen mit einer Regierung, die nicht die Kontrolle hat, ist nicht durchsetzbar. Niemand hat die Macht, die Einhaltung zu erzwingen. Im Endeffekt muss man sich mit verschiedenen Gruppen auseinandersetzen, deren Schmerztoleranz unterschiedlich hoch ist. Im IRGC wird außer Überläufern niemand den US-Forderungen zustimmen. Indem die Regierung Abkommen mit einer Fraktion verkündet, löst sie interne Machtkämpfe im Regime aus. Dadurch wird viel Arbeit abgenommen, die sonst dem iranischen Volk im Widerstand gegen die Islamische Republik zufallen würde. Dieser Ansatz: (A) reduziert die Zahl der Mitläufer, (B) treibt jeden, der wirklich beim Wiederaufbau eines säkularen Staates mitwirken will, zum Überlaufen, d. h. zum Beitritt zum Widerstand. (C) zerschlägt jegliche koordinierte Opposition gegen den Aufstand des iranischen Volkes vollständig, wenn der Moment gekommen ist. Trump denkt auf einer anderen Ebene als oberflächliche Beobachter. Dies spiegelt eine sehr realistische Sicht der Lage wider, die auf harten Fakten beruht. Jede neue iranische Regierung muss die Revolutionsgarden ersetzen und darf nicht versuchen, mit ihren Mitgliedern eine Übereinkunft zu erzielen. Andernfalls würde die Bedrohung nicht beseitigt. Es gibt eine Schattenregierung in Vorbereitung und Millionen von Iranern sind bereit, sich zu erheben.
Glenn Beck erinnert Irans Zehn-Punkte-Reaktion auf Trumps Ultimatum an das Muster, das zu Amerikas erstem internationalen Krieg führte – ein Muster, das vielen Amerikanern unbekannt ist. Ähnlich wie heute beugte sich Europa dem radikalen Islam und zahlte den Barbaresken-Piraten im Mittelmeer eine Art Schutzgeld im Austausch für sichere Schifffahrtswege. Doch President Thomas Jefferson machte dieses Spiel nicht mit. Die radikalen Islamisten nahmen sich das religiöse Recht, Ungläubige zu besteuern und zu versklaven. Sie würden niemals aufhören. Während Europa beschloss, das Lösegeld zu zahlen, weigerten sich die Vereinigten Staaten. Jefferson warnte: „Wenn wir diesen Krieg nicht beenden, werden die radikalen Islamisten zurückkehren, und wir werden möglicherweise Amerikas letzten Krieg führen müssen.“ – 1815 besiegte die US-Marine die Piraten abschließend. Was damals war, ist heute am Golf und im Suez-Kanal wieder nur allzu wahr.
Amerikanische Streitkräfte, Schiffe und Flugzeuge werden so lange „im und um den Iran“ stationiert bleiben, bis ein „echtes Abkommen“ vollständig in die Tat umgesetzt ist, erklärte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag.
Das US-Militär „rüstet sich auf und ruht sich aus“, und seine nächste Aktion werde „größer, besser und stärker als je zuvor“ ausfallen, sollte das Abkommen nicht eingehalten werden, schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Und betonte, das Abkommen verbiete iranische Atomwaffen und gewährleiste, dass die Straße von Hormus „offen und sicher“ bleibe.

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Ausgerechnet das Land, das schon zweimal die Atombombe auf die Zivilbevölkerung abgeworfen hat und damit hunderttausende Menschen verstümmelt und ermordet hat, ausgerechnet dieser Schurkenstaat will einem anderen Land verbieten eine Atombombe zu bauen. Mal abgesehen, dass der Iran nicht mal ein Atomprogramm hat, geht es Trump und Netanjahu ein feuchten Dreck an, welche Waffen der souveräne Staat Iran zu seiner Selbstverteidigung baut und besitzen will.