Marla Svenja Liebich gefasst: Der nächste Akt der Posse bahnt sich an

Mit der Festnahme Marla Svenja Liebichs in Tschechien beginnt der nächste Akt einer Posse, mit der Politik, Justiz und Presse zum Narren gehalten werden und sich dem eigenen Versagen stellen müssen.

picture alliance/dpa | Sebastian Willnow

Berichten zufolge wurde Marla-Svenja Liebich aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Tschechien gefasst.

Damit beginnt der nächste Akt einer gesellschaftspolitischen Justiz-Posse, die man nur als Realsatire bezeichnen kann.

Liebich war im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden und führt seitdem Politik, Justiz und Presse vor.

Zum einen ließ Liebich gemäß des Selbstbestimmungsgesetzes den männlichen Geschlechtseintrag auf weiblich ändern, nahm den Namen „Marla Svenja“ an und ging gegen Medien vor, die über Liebich weiterhin unter dem Namen „Sven“ Liebich berichteten und als Mann titulierten.

Im Zuge dessen gewann das Medium Nius vor Gericht gegen Liebich: Nius-Gründer Julian Reichelt hatte Liebich öffentlich weiterhin als Mann bezeichnet und kritisiert, dass das Selbstbestimmungsgesetz dazu zwinge, eine Unwahrheit – nämlich die, dass Liebich eine Frau sei – zu verbreiten.

Das Landgericht Berlin gab ihm Recht und legte dar, dass in diesem Falle die Meinungsfreiheit höher zu gewichten sei als der Wunsch Liebichs, als Frau angesprochen zu werden.

Medien wie die Tagesschau oder der Stern bezeichnen Liebich in ihrer Berichterstattung dennoch als „Rechtsextremistin“ und „Neonazistin“.

Screenprint: Stern / X

Seit Liebichs Änderung des Geschlechtseintrags und der damit einhergehenden Forderung, in einem Frauengefängnis untergebracht zu werden, äußern sich ausgerechnet Befürworter des Selbstbestimmungsgesetzes kritisch. Sie fassen Liebichs Vorgehen als Provokation auf.

Dies ist aber zum einen juristisch schwer nachprüfbar, zum anderen nicht von Belang, da das Selbstbestimmungsgesetz nicht vorgibt, welche inneren Beweggründe ein Mensch vorweisen muss, um es in Anspruch zu nehmen. Unter anderem dies hatten Gegner des Gesetzes kritisiert, und entsprechenden Missbrauch vorhergesagt.

Mit dieser „Geschlechtsänderung“ wird daher nicht nur die Absurdität des Selbstbestimmungsgesetzes offengelegt, sondern auch die Bigotterie derjenigen, die es befürwortet und durchgesetzt haben: Wer Liebich als Mann auffasst, gibt damit zu, dass eine Änderung des Geschlechts nicht möglich und eine Erfindung und Täuschung ist.

Wer die Änderung als legitim betrachtet, und fortan Liebich als Frau tituliert, bleibt damit konsequent, macht sich aber offensichtlich zum Narren und muss zudem anerkennen, dass das Selbstbestimmungsgesetz keinerlei Schutzmechanismen bereithält, um das Erschleichen des „Frauenstatus“ zu verhindern. Denn damit kann sich jeder Mann Vorteile, die mit Hinblick auf die Benachteiligung von Frauen geschaffen wurden, erschleichen, und Frauen vorbehaltene Räume besetzen.

Die Warnungen der Gegner des Selbstbestimmungsgesetzes, die zuvor als trans- und queerfeindlich gebrandmarkt wurden, erweisen sich nicht nur angesichts des Falls Liebich als zutreffend.

Einige Transgenderideologen fordern bereits eine Anpassung des Gesetzes: Die propagierte „Selbstbestimmung“ soll nur Menschen aus dem eigenen politischen und ideologischen Lager offenstehen.

Doch Liebich beließ es nicht dabei, das Selbstbestimmungsgesetz vorzuführen. Nach der öffentlichkeitswirksamen Ankündigung, die Haft im Frauengefängnis Chemnitz antreten zu wollen, tauchte Liebich im August 2025 unter und ließ die versammelte Presse auflaufen.

Damit wurde allerdings die deutsche Justiz der Verlegenheit enthoben, einen biologischen Mann in einem Frauengefängnis unterbringen zu müssen.

Mit der nun erfolgten Festnahme müssen sich die deutsche Politik und Justiz also den unangenehmen Realitäten stellen, die sie einer aggressiven Lobby zuliebe mit dem Selbstbestimmungsgesetz geschaffen haben.

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Kommentare ( 75 )

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greenout
1 Monat her

Man stelle sich vor im Frauengefängnis erfüllen sie den Wunsch und erlösen ihn von seinem lästigen männlichen Anhängsel

Kampfkater1969
1 Monat her

Man hört und liest, dass Frau Liebich zum Judentum konvertiert sein soll. Lt jüdischer Definition wären dann ihre Kinder automatisch der jüdischem Gemeinschaft angehörig.

Kalmus
1 Monat her

Aah ja, jetzt dämmert mir, was Putin meint, wenn er voller Verachtung vom dekadenten Niedergang des Westens spricht.

Lore
1 Monat her

„Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
1 Monat her

äußern sich ausgerechnet Befürworter des Selbstbestimmungsgesetzes kritisch. Sie fassen Liebichs Vorgehen als Provokation auf.

So schließt sich der Kreis. Ich empfinde die Existenz dieses sogenannten „Selbstbestimmungsgesetzes“ als Provokation.

Montesquieu
1 Monat her

Was hat sie denn eigentlich Schlimmes gemacht, die Svenja?

Der Person
1 Monat her

Ein vom weisungsgebunden Staatsanwalt beantragter und von einem deutschen Richter genehmigter europäischer Haftbefehl wegen eines Äußerungsdeliktes?

Unwahrscheinlich. Da muss mehr dahinterstecken! Kann es sein, dass die oben Genannten der Frau Lieblich amouröse Gefühlen entgegenbrachten, die von dieser nicht erwidert wurde, weswegen jetzt ein Rachefeldzug stattfindet?

Ich frage für einen Unbekannten. Frau Lieblich ist offensichtlich zu sehr Dame, um sich selber dazu zu äußern. Einfach nur bewundernswert, wie sich hier Anmut, Eleganz und Anstand verbinden. Eine Femme totale…

Nibelung
1 Monat her

Ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich Rumpelheinzchen stieß, sagte einst Otto und Märchen überholen sich immer wieder, wenn man sich Wünsche erfüllen kann, mal Mann mal Frau und wem es nicht reicht wird divers und so wird das neue Märchen immer mehr zum Irrenhaus und ist keine Geschichte mehr wert, weil es einfach zu geistlos ist. Den Typen haben sie doch ganz normal in Männerkleidern eingefangen und irgendwann müßte er sich doch mal entscheiden, was er nun wirklich ist oder sein will und das sind heutzutage die Köpenickiaden der Neuzeit, wo man der Jugend das Ichgefühl austreibt um… Mehr

Lamersdorf
1 Monat her
Antworten an  Nibelung

, was sind denn bitte „Männerkleider“? Beschreiben sie es doch bitte einmal mit einfachen Worten. Ich bin gespannt auf ihre Antwort.

A.Heinz
1 Monat her

Au ja bitte ! Erst eine Gesinnungsprüfung per Gesetz und dann ggfs.die Verweigerung der Selbstbestimmung. Genau wie beim Hauskauf – da soll ja auch nur noch an die „richtigen“ verkauft werden dürfen. Die abgehobene,bornierte und arrogante Art der Politikerdarsteller in Berlin gibt Deutschland den Rest. Und immer noch gibt es mindestens 60% die den Schuss immer noch nicht gehört haben.

hansgunther
1 Monat her
Antworten an  A.Heinz

„Nazis“ oder solche, die man dort einordnen will, zurück in die Höhlen, so stellt man sich das jetzt wohl vor. Es ist ja wohl nur noch eine Frage der Zeit bis zum nächsten Schritt. Wenn Mietverträge entsprechend angepasst werden und Mieter eine Zusage von den Sicherheitsbehörden brauchen, sich um eine Wohnung bemühen zu dürfen, oder eben nicht. Freiwerdendes Wohngut für hereingeschneite Grenzstürmer und paßlose schwere Sozialamtsfälle. Wer schon keiner geregelten, sinnvollen Beschäftigung nachgehen will, soll wenigstens standesgemäß wohnen. Der Weg in die Dritte Welt wird eifrig organisiert und beschritten. Ein Land das eine solche Regierung hat, braucht keine Feinde mehr.

Last edited 1 Monat her by hansgunther
ramses82
1 Monat her

Federführend für dieses unsägliche Selbstbestimmungsgesetz war in der Ampel der FDP-Minister Marco Buschmann. Man kann wohl davon ausgehen, dass das ein weiterer Sargnagel für diese Partei war.

Michaelis
1 Monat her
Antworten an  ramses82

Ist der Buschmann nicht auch schwul oder irgendwie „divers“? Sieht so aus. Dieses Gesetz verhöhnt alle geschlechtsnormalen Menschen, also 99 Prozent der Deutschen. So wie das Habeck’sche GEG alle Hausbesitzer verhöhnt, die wenigen, die sich im internationalen Vergleich hier überhaupt ein Häuschen meinten „leisten“ zu können/dürfen.

Last edited 1 Monat her by Michaelis
Ceterum censeo Berolinem esse delendam
1 Monat her
Antworten an  Michaelis

Bemerkenswert, dass sich die Regierung völlig bedenkenlos traut, 99 Prozent der Deutschen immer wieder aufs Neue zu verhöhnen. Sollte uns das nicht irgendwann zu denken geben?

Last edited 1 Monat her by Ceterum censeo Berolinem esse delendam