Wenn ein Wahlversprechen zu 100 Prozent eingelöst wurde und das Problem, für dessen Lösung man den Kandidaten gewählt hat, daher schlichtweg nicht mehr existiert: Trump hat ein Imageproblem – seine Erfolge sind vergessen, und die Wähler wieder unzufrieden.
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Es gibt ein grundlegendes Problem bei Wahlen: die Vergesslichkeit der Wähler. Zum einen zeigt sich das bei der jungen Generation, die schlichtweg nicht wahr haben will, was sie (hoffentlich) im Geschichtsunterricht über Sozialismus und Kommunismus gelernt hat. Zum anderen zeigt es sich bei den Midterms, wenn ein Wahlversprechen zu 100 Prozent eingelöst wurde und das Problem, für dessen Lösung man den Kandidaten gewählt hat, daher schlichtweg nicht mehr existiert.
Die illegale Einwanderung über die mexikanisch-amerikanische Grenze war für den größten Teil der Trump-Wähler vor zwei Jahren ein beherrschendes Thema. Joe Biden hatte bewusst die Südgrenze nicht gesichert, was zu einer desaströsen Situation führte. Grenzstädte wurden von illegalen Einwanderern überrannt. Die Kriminalität stieg in ungeahnte Höhen, die Bürger fühlten sich immer unsicherer.
Aber illegale Migration scheint die Wahlchancen der Republicans nicht mehr zu erhöhen, ironischerweise gerade weil Trump so erfolgreich mit seiner Grenzpolitik war. Bereits in den ersten Monaten seiner Amtszeit löste Trump das Problem. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist heute nicht mehr der Ground Zero für Millionen von Migranten, sondern gesichert. In Grenzstädten, die noch vor zwei Jahren von Illegalen überrannt wurden, herrschen jetzt Frieden und Normalität. Die Grenzkrise ist Vergangenheit.
Mit deutlichen Auswirkungen. Die Kriminalitätsdaten der San Jose Police Department Crime Statistics beispielsweise zeigen einen deutlichen Rückgang der gemeldeten Vergewaltigungen zwischen 2023 und 2026 in der kalifornischen Stadt. Zwischen Januar und März 2023 allein wurden hier 222 Vergewaltigungen angezeigt. Nach Trumps Wahlsieg, der Grenzschließung und anschließenden ICE Einsätzen sanken bis Ende 2025 die Vergewaltigungszahlen laut Polizeiberichten um circa 27 Prozent gegenüber den Vorjahren. Ähnlich ist die Situation in El Paso, am Grenzfluss Rio Grande. El Paso hatte während der Grenzkrise eine Kriminalitätsrate, die um 58 Prozent höher lag als der Durchschnitt in Texas. Direkt nach der Wahl war ein sprunghafter Rückgang spürbar. 2025 lag El Paso deutlich unter dem nationalen Durchschnitt der USA. Tendenz fallend.
Trump brauchte nur wenige Monate, um eine Krise zu lösen, die eine ganze Nation plagte. Leider haben die Wähler vergessen, wie die Zustände vor zwei Jahren waren und betrachten nun eben jene Politik Trumps als problematisch, die sie damals gewählt haben.
Die Dynamik in der Einwanderungsfrage hat sich zugunsten der Democrats verändert. Viele Wähler machen sich keine Sorgen mehr um die Einwanderung, weil die Einwanderung kein Problem mehr ist. Sie sind nicht dankbar für das, was die Trump-Regierung getan hat, weil diese Probleme der Vergangenheit angehören. Stattdessen sind sie besorgt über neue, bisher ungelöste Probleme, die die Mainstreammedien immer wieder anprangern: Die Wirtschaft, der Krieg mit dem Iran und ICE.
Trumps derzeitiges Imageproblem ist einfach: Seine Erfolge sind vergessen, und die Wähler wieder unzufrieden.




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Den meisten amerikanischen (und auch nicht-amerikaníschen) Wählern mangelt es offensichtlich an BILDUNG.
Zwischenwahlen wären auch in Deutschland ne sinnvolle Sache.
Wenn ein Politiker unfähig ist, aktuelle Problene zu lösen, muss ein anderer ran.
Nicht wie bei uns, wo seid 70 Jahren die SPD fast ununterbrochen mitregiert oder die CDU trotz ihrer demonstrierten Unfähigkeit wieder die Mandate erhält.
Den Krieg hat Trump selbst geschaffen, obwohl er das genaue Gegenteil versprochen hat.