Die First Lady hat erfolgreich einen auf die Stadt Oleshky beschränkten Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine vermittelt: Beide Seiten stellen alle militärischen Aktionen in der südlichen ukrainischen Frontstadt ein.
picture alliance / AP Photo/Mark Schiefelbein | Mark Schiefelbein
Der lokale Waffenstillstand beginnt am Freitag, dem 29. Oktober. Das Ziel ist es, humanitäre Hilfe in die Stadt zu bringen und eine zivile Evakuierung über einen konkret festgelegten sicheren Korridor vorzubereiten.
„Die Lage in Oleshky ist verzweifelt. Oleshky ist eine Frontstadt im Krieg, die am Rande der Katastrophe steht. Die verbliebene Bevölkerung von Oleshky besteht hauptsächlich aus älteren Bewohnern, die dringend medizinische Versorgung, Medikamente, Nahrung und sauberes Wasser benötigen“, informiert Melania Trump (56) in ihrem aktuellen Statement. Und: „Die Menschen in Oleshky haben nur selten Strom, leben inmitten verminter Straßen und ertragen schon seit Wochen militärische Angriffe. Es war klar, dass ohne mein Eingreifen die Möglichkeit, humanitäre Hilfe in die Stadt zu bringen und die älteren Menschen zu evakuieren, unmöglich wäre.“
Die First Lady rechnet damit, dass einige der Bewohner nach Russland und andere aber in die Ukraine wollen. Unabhängige amerikanische Medien sollen den Prozess begleiten und dokumentieren. Beide Länder haben laut Angaben des Weißen Hauses bereits Teams für die komplexe Logistik einschließlich der Minenräumung eingesetzt.
Auch Papst hat um Waffenruhe gebeten
Die humanitäre Notlage in Oleshky ist seit Monaten dokumentiert: Die Stadt am linken Dnipro-Ufer gegenüber dem von der Ukraine kontrollierten Cherson hatte vor dem Krieg 24.000 Einwohner. Heute leben dort noch 1.700 bis 2.000 Menschen, überwiegend ältere Personen sowie 50 Kinder. Nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms 2023 wurde die Stadt überschwemmt, Infrastruktur, Strom und Wasserversorgung brachen weitgehend zusammen. Die Straßen sind vermint, Drohnen und Artilleriebeschuss machen Bewegungen lebensgefährlich. Bewohner berichten von Hunger und dem Zusammenbruch jeder regulären Versorgung seit Monaten. Papst Leo XIV. hatte erst kürzlich in einem Telefonat mit Wladimir Putin um eine Waffenruhe in Oleshky gebeten.
Die Vermittlung der Waffenruhe ist auch innenpolitisch von Bedeutung: Die Midterms am 3. November 2026 stehen bevor. Aktuelle Umfragen zeigen niedrige Zustimmungswerte des US-Präsidenten, und die Republikaner könnten die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, auch der Senat gilt als umkämpft. Ein sichtbarer großer Vermittlungs-Erfolg der First Lady – unabhängig von den stockenden breiteren Friedensbemühungen und den jüngsten Spannungen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – kann dem Image des Präsidenten-Paares helfen.



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Südlich des Dnepr wird die Stadt wohl von den Banderas beschossen – wieso sollten die Russen eigene Positionen beschießen?
eine Exklave rundum eingekesselt,warum wird diese ohnehin verlorene Position inklusive der sowieso wehrlosen Zivilbevölkerung gehalten? warum wurde die Bevölkerung nicht aus dem Kessel(und wenn,dann eben auf die Feindseite) evakuiert?
eine selten dämliche Strategie der Ukrainer