Britischer Verteidigungsminister: „Kauft Notvorräte und Kurbelradios“

„Es gibt kein Beschönigen der Tatsache, dass wir in einer gefährlicheren Welt leben“, meinte Wes Streeting in einem Interview mit der BBC. Der britische Verteidigungsminister hat im Rahmen der neuen Regierungs-Kampagne „Be Ready“ alle Haushalte aufgefordert, Notvorräte anzulegen.

Verteidigungsminister Wes Streeting. picture alliance / PA Images | Annabel Lee-Ellis
Verteidigungsminister Wes Streeting.

Wes Streeting betonte in dem BBC-Interview wiederholt, man wolle die Menschen „alert but not alarmed“ halten und nicht zu Panikkäufen wie zu Beginn der Corona-Pandemie animieren. Bei vielen Briten dürfte die Warnung nicht so gut angekommen sein: In der BBC-Sendung „Question Time“ warf etwa eine Zuschauerin dann dem Verteidigungsminister doch „Scaremongering“ (Panikmache) vor und warnte auch vor leeren Regalen und Preisanstiegen.

Noch ein Fake oder real?
Wieder ein GPS-Angriff? Britischer Verteidigungsminister alarmiert
Tatsächlich ist das Statement des britischen Ministers voll Alarmismus. Zitat: „Es geht darum, den Haushalten im ganzen Land zu sagen, dass sie bereit sein sollen, indem sie einfach einige alltägliche Notwendigkeiten im Haus haben: drei Liter Wasser pro Person und Tag, Konserven im Schrank, die ein paar Tage reichen … Dinge, die nicht unbedingt im Herd oder in der Mikrowelle erhitzt werden müssen. Wenn man Babys hat, Dinge wie Babynahrung und Windelvorräte, Haustiere, Tierfutter, Wasser. Und dann Dinge wie batteriebetriebene Taschenlampen, Ladekabel fürs Handy. Habt ihr genug Bargeld im Haus, falls die lokalen Zahlungssysteme ausfallen? Solche Dinge, die wir alle tun können, um unseren Teil dazu beizutragen, für alltägliche Naturereignisse bereit zu sein.“

Streeting sagte auch, dass es auch um schwerwiegendere Risiken gehe: „Wie ich heute in meiner Rede in Telford gesagt habe, gibt es auch staatlich unterstützte Akteure und Terroristen, die unserem Land schaden wollen und das tun möchten, indem sie das Leben für gewöhnliche Bürger stören.“ In anderen Auftritten sprach er von „state-sponsored terrorism“ und fragte: „Wie würden wir zurechtkommen, wenn die Zahlungssysteme im örtlichen Supermarkt ausfallen?“

Keine Geheimdienst-Infos zu möglichem Angriff

Dann stellte der Verteidigungsminister jedoch fest: „Um die Menschen zu beruhigen: Es gibt keine spezielle Geheimdienstinformation, die darauf hindeutet, dass ein Angriff unmittelbar bevorsteht.“ Die Empfehlungen seien laut Wes Streeting vielmehr Ausdruck einer „notwendigen nationalen Resilienz in einer Zeit zunehmender hybrider Bedrohungen“. Er sagte dazu: „Wenn man sich einige unserer Freunde in Europa anschaut, zeigt sich, dass die britische Regierung Jahre zurückliegt, wenn es um Ratschläge an Haushalte und Unternehmen geht, sich auf jene Situationen vorzubereiten, die ich erwähnt habe, aber auch auf einige der schwerwiegenderen Bedrohungen.“

Einzelne Online-Händler meldeten bereits eine steigende Nachfrage nach Kurbelradios und ähnlichen Artikeln. Auf X und auf anderen Social-Media-Plattformen zeigte sich Skepsis, und User erinnerten an die Toilettenpapier-Hamsterkäufe, es kam zu scharfer Kritik an der Regierungspolitik.

„1000 Tage Zeit“, sich auf Krieg vorzubereiten

Premierminister Andy Burnham unterstützt die neue Linie grundsätzlich und sprach von häufiger werdenden unerwarteten Ereignissen. Sicherheitsminister Dan Jarvis nannte die deutliche Aufforderung zu Maßnahmen für den Fall einer Bedrohungslage „einfache Maßnahmen, um auf alltägliche Notfälle vorbereitet zu sein“ – das stärke die nationale Resilienz.

In einem Beitrag für den Telegraph schrieb Streeting, ein möglicher Gegner – er mint wohl Russland – könnte bis 2030 in der Lage sein anzugreifen, Großbritannien habe „etwas mehr als 1000 Tage“, um mit den Verbündeten bereit zu sein, „zu kämpfen und zu gewinnen“. Die Vorratsempfehlungen sind Teil eines größeren „national resilience conversation“-Ansatzes.

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Kommentare ( 11 )

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11 Comments
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Nihil Nemo
24 Minuten her

Jaaaaa Kurbelradio, damit Schwurbelpropaganda auch im Blackout gehört werden kann. Die wünschen sich alle den Krieg, damit ihre jahrzehntelange Unfähigkeit und Böswilligkeit vertuscht werden kann.

Schwabenwilli
26 Minuten her

„„Es gibt kein Beschönigen der Tatsache, dass wir in einer gefährlicheren Welt leben““

Eine Tatsache die sämtliche Politik des Westens geschaffen hat und jetzt stehen wir vor einem Scherbenhaufen.
Und es ist nicht der Russe wie die jüngsten „Vorkommnisse“ nicht nur in Frankreich aufzeigen.

Kraichgau
27 Minuten her

Globalisten-Chaos-Verbreitung mit „dem bösen Russen“ als Ablenkung vom staatlichen Überschulden und Massenmigration

Haba Orwell
29 Minuten her

> „Wie würden wir zurechtkommen, wenn die Zahlungssysteme im örtlichen Supermarkt ausfallen?“ Mit Bargeld weit besser als mit dem Digitalgeld – auch wenn der Club of Rome massiv für Digitalgeld wirbt: >>>Club of Rome schlägt digitale Einheitswährung für Afrika vor – der Weg soll schrittweise zur gemeinsamen Währung führen – uncut-news.ch<<< > „… Der Club of Rome bringt eine panafrikanische öffentliche Digitalwährung ins Spiel. Ein neuer Bericht schlägt vor, zunächst gemeinsame Zahlungssysteme zu verknüpfen, danach eine digitale Recheneinheit einzuführen und erst viel später zu einer vollständigen gemeinsamen Währung überzugehen. Offiziell soll das System nationale Währungen zunächst nicht ersetzen. Doch der… Mehr

Ralph Martin
30 Minuten her

Über Angst die Menschen manipulierbar machen.
Nichts neues unter der Sonne …

Thalavox
35 Minuten her

Ich befürchte, dass im tiefen Winter 2026/2027 Deutschland von Blackouts heimgesucht wird.

Schon alleine aus diesem Grund habe ich immer Wasser, Konserven, Batterien und meine Medikamente in ausreichendem Umfang für mehrere Wochen gelagert.

Vielleicht sollte ich mir noch ein Akkuladegerät mit Solarpanel zulegen.

Hans F.
37 Minuten her

Was soll er auch sonst tun als warnen und mahnen.

Bernd Solber
37 Minuten her

Alle drehen durch. Was will der Russe hier bei den ganzen Problemen die der Westen vor sich her schiebt. Wir haben noch nicht einmal Bodenschätze,
die Industrie ist kaputt, Aufstände und Bürgerkrieg sind in Kürze denkbar.
Es gibt Schlimmeres, z.B. wenn der Islam übernimmt, aber da kümmert sich niemand drum, das wäre dann egal.

Andres
41 Minuten her

„…alltägliche Naturereignisse…“ ???
Ich würde das eher „politikgemachte Katastrophen“ nennen, was da droht.

Kontra
43 Minuten her

Was wissen die, was wir nicht wissen?