Brasilien erlebt eine denkwürdige Stichwahl. Kurzfristig verlängerte Öffnungszeiten der Wahllokale, unterbrochene Ergebnisveröffentlichung und ein Richter mit engen Verbindungen zu Lula. Am Ende wird der Amtsinhaber als Sieger ausgerufen.
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Die Stichwahl in Brasilien wurde überraschenderweise vom extrem linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gewonnen. In der ersten Runde hatte noch sein Herausforderer Flávio Bolsonaro vorn gelegen. Beobachter gingen von einem Sieg Bolsonaros bei der Stichwahl aus, da zwei der anderen Kandidaten, die in der ersten Runde die meisten Stimmen bekamen, mit zusammen etwa sechs Prozent eher dem konservativen Lager zuzurechnen sind. Bolsonaro lag auch bei den Prognosen vor Lula. Im Kongress und im Senat verfügen die Konservativen nach wie vor über eine Mehrheit.
Bei der Wahl kam es nun zu Ereignissen, die es in Brasilien zuvor noch nicht gegeben hatte: Die Öffnungszeiten der Wahllokale wurden wenige Minuten vor Schließung verlängert. Der Oberste Gerichtshof ordnete diese Verlängerung der Stimmabgabe bis 19 Uhr nach Berichten über fehlende Transportmöglichkeiten an. Dennoch begann das Oberste Wahlgericht bereits damit, erste Teilergebnisse der Auszählung zu veröffentlichen. Kurz darauf wurde die Veröffentlichung jedoch offenbar wieder unterbrochen.
Der Richter des Obersten Bundesgerichts (STF), Cristiano Zanin, hatte zunächst die Verlängerung im ganzen Land angeordnet. In einer weiteren Entscheidung verfügte Zanin dann, dass die Stimmabgabe nur dort verlängert werden müsse, wo die Wahllokale noch nicht geschlossen worden waren. Diese Situation betraf hauptsächlich die Hochburgen der Sozialisten im Nordosten des Landes. Dort regieren sie seit langer Zeit – die missliche Lage des Nahverkehrs in diesen Gegenden muss daher als Folge sozialistischer Politik benannt werden.
Zu Unregelmäßigkeiten bei der jüngsten Stichwahl soll es auch bei der elektronischen Übermittlung von Wahlergebnissen an die Zentrale gekommen sein. Ein Problem, das auch aus Berlin bekannt ist. Auch in Brasilien scheint es wichtiger zu sein, wer die Stimmen zählt, und nicht so sehr, wer wählt.



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Es muss nur demokratisch aussehen, haben die auch Briefwahl?
Wieder Linke… immer und immer wieder LINKE!
Sie können es einfach nciht lassen! Ihre Politik schon immer gescheitert! Es gibt nicht einen linken Staat der nicht irgendwann scheitert! NICHT EINEN und trotdem wird links immer und immer wieder gewählt und dann transformiert es in eine Diktatur IMMER und IMMER wieder! Jetzt auch live in Deutschland…
Zur Wahrheit gehört, dass das Wahlkampfteam von Flávio Bolsonaro am Wahltag selbst ebenfalls eine Verlängerung der Öffnungszeiten beantragt hat. Konkret ging es dabei um die konservativ geprägten Regionen im Süden und Südosten – wie Minas Gerais, Rio Grande do Sul, Paraná, São Paulo und Santa Catarina –, wo heftige Regenfälle und Stromausfälle den Zugang zu den Wahllokalen massiv erschwerten. Wenn beide Lager aufgrund von Infrastruktur- und Unwetterproblemen mehr Zeit für ihre Wähler fordern, greift das Narrativ einer rein einseitigen Justiz-Verschwörung etwas zu kurz. Dass der Autor diesen Aspekt komplett verschweigt, hinterlässt den Beigeschmack von selektiver Berichterstattung. Unabhängig von den prozeduralen… Mehr
Liest sich alles sehr nach dem aufstrebenden Berlin. Nur, dass das Wetter in Brasilien durchweg angenehmer ist. Und die Kopftuch-Dichte geringer.
Tja – wenn Sozialisten/Kommunisten einmal an der Macht sind – wollen sie diese nicht mehr abgeben.
Sieht man ja in Deutschland, wo selbst eine durch Merkel in den Sozialismus gelenkte Union sich auch nicht mehr durch demokratische Wahlen abwählen lassen will.
alles EU-konform herrlich demokratisch,Uvdl und Costas haben ja schon zum Sieg der Demokratie gratuliert 🙂
Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl soll ca. 3 Millionen höher gewesen sein als beim ersten Durchgang. Dafür können die kurzfristig, aus gutem Grund und von beiden Parteien beantragten Öffnungszeiten, Minuten ???, der Wahllokale nicht der Grund sein. Damit auch nicht für das Endergebnis.
Hatte Lula etwa Wahlberater aus Berlin? Ich frage für einen Freund aus Mecklenburg-Vorpommern.