Denunziert wegen Islamkritik: John Cleese reagiert entspannt

Islam-Aktivisten versuchen, John Cleese zu canceln. Weil er sich offen gegen die Islamisierung seines Landes stellt, wurde der legendäre Humorist beim britischen Antiterrorprogramm Prevent gemeldet. Cleese nannte die Aktion „gutes Comedymaterial“. Auch Politikern wie Rupert Lowe drohen Redeverbote.

IMAGO / ZUMA Press

Sein Verbrechen besteht darin, zu sagen, dass er eine bestimmte Kultur anderen vorzieht. So lässt sich die neueste Wende in der Geschichte von John Cleese zusammenfassen. Aktuell wurde der Schauspieler, Komödiant, Drehbuchautor und Produzent beim britischen Antiterrorprogramm Prevent gemeldet.

Hinter der Meldung steht eine Gruppe islamischer Aktivisten namens Deenified, die Cleese beschuldigt, er verbreite „gefährliche Falschinformationen“ und schüre so die „Feindseligkeit gegenüber Muslimen“.

Eine solche Meldung kommt im heutigen Großbritannien fast einer Strafanzeige gleich. Zu rechnen ist mit Hausbesuchen der Polizei und weiterem. Die Regierung hat die einstige „Islamophobie“ nun offiziell als „Muslimfeindschaft“ oder „antimuslimische Feindseligkeit“ definiert. Die Free Speech Union beklagt einen „chilling effect“ durch die Regelung – darunter scheint der 87-jährige John Cleese allerdings nicht zu leiden.

Unter den Formulierungen, die die Gruppe kritisiert, ist beispielsweise die Rede von einer Kultur, „deren heiliges Buch die Tötung aller Menschen befürwortet, mit denen sie nicht einer Meinung sind“. Oder auch die Aussage, Großbritannien werde „von muslimischen Glaubenssystemen angegriffen, insbesondere dem koranischen“.

Cleese: „Gutes Comedymaterial“

Die Gruppe Deenified besteht anscheinend aus lauter jungen Männern mit Bärten. Sie meinen, Aussagen wie „Im Islam geht es nur ums Töten“ seien keine Comedy, sondern etwas anderes, nämlich „Hassrede“. Die Meinungsfreiheit („free speech“) sei damit „zu einem bequemen Schutzschild für antimuslimische Feindseligkeit und Verleumdungen geworden, die keine Konsequenzen nach sich ziehen“.

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Damit fordern sie eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und ein faktisches Blasphemieverbot, das sich an den Vorstellungen von Muslimen orientiert. Der Islam soll unkritisierbar werden. Zitate aus dem Koran können leicht missbraucht werden und müssen daher unterbleiben. Willkommen zurück im Mittelalter!

In einem eigenen Social-Media-Video haben die Aktivisten kritisiert, dass Cleese seine „Plattformen dazu nutze, den Islam anzugreifen“, und forderten, dass ein Auftritt in Birmingham abgesagt würde. Aber die Show „John Cleese and the Holy Grail“ – eine Vorführung des Filmklassikers „Monty Python and the Holy Grail“ mit anschließender Diskussion – fand am 20. September in der Birmingham Town Hall statt, laut Cleese ohne Zwischenfälle. Doch eine weitere Muslimgruppe namens 5Pillars warnt Veranstalter davor, dass aus Gebieten mit „erheblichem muslimischem Bevölkerungsanteil“ weiterhin Forderungen kommen könnten, Cleese-Auftritte abzusagen. Und das natürlich nicht, weil die Shows anstößig wären, sondern der Mensch schlechthin. Cleese soll vom öffentlichen Leben abgeschnitten werden. Das ist ein ziemlich weitgehender Unsinn.

Cleese selbst reagierte äußerst gelassen auf die Meldung wegen Islamkritik: „Wie aufregend!“, und später: „Ich kann es kaum erwarten, verhaftet zu werden. Bitte sagen Sie der Polizei, sie soll meinen Agenten kontaktieren.“ Das Ganze gleiche „einer Situationskomödie im echten Leben“. Ausdrücklich würdigte Cleese die Aktion von Deenified als „gutes Comedymaterial, für die, die Sinn für Humor haben“. Daneben betonte er in einem Tweet: „Ich mag Kulturen, die Lachen, Witze und Ironie gutheißen.“

— John Cleese (@JohnCleese) October 2, 2026

Cleese hat im Übrigen wirklich geschrieben, dass er eine Kultur vorzieht, die „weibliche Genitalverstümmelung, Kinderheirat und die Tötung von Ungläubigen ablehnt“, versehen mit dem lakonischen Hinweis: „Nennt mich altmodisch…“ In jüngeren Tweets fragt Cleese, warum Muslime so oft unter freiem Himmel beten statt in ihren Moscheen, und befasst sich mit den muslimgestützten Wahlerfolgen der britischen Grünen.

Rupert Lowe droht Parlamentsausschluss, weil er von Muslimen spricht

Auch der Politiker und Gründer der Partei „Restore Britain“ Rupert Lowe – den Cleese unterstützt – steht, wenn auch auf anderer Bühne, unter Beschuss durch die neue britische Rechtgläubigkeit. Er muss sich vor dem „Parlamentsbeauftragten für Standards“ (Parliamentary Commissioner for Standards) wegen „wiederholter Äußerungen über Muslime, den Islam und Pakistaner“ verantworten.

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 Laut der Free Speech Union droht Lowe durch diese Vorwürfe der Parlamentsausschluss. Kommen also die Redeverbote mit mundbedeckender Männerburka? Eine Liste verbotener Begriffe, nur für Heterodoxe?

Mit anderen Worten: Die Position, dass Muslime oder Pakistanischstämmige eventuell die Betreiber von landesweit operierenden Grooming- und Vergewaltigungsbanden waren, soll nicht mehr sagbar sein. Lowe hat einen eigenen Bericht zu den „pakistanischen, muslimischen Vergewaltigungsbanden“ erstellt und warnt daneben deutlich vor der angehenden „Islamisierung Britanniens“. Der Vorwurf, Lowe äußere sich in der Grooming-Gang-Frage diskriminierend, ist besonders abenteuerlich, zumal auch der offizielle Bericht der Baroness Casey von 2025 ergeben hat, dass Männer asiatischer und pakistanischer Herkunft überproportional in den Banden vertreten waren.

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