Mit einem neuen neunseitigen Aufklärungs-Heftchen für Zuwanderer bestätigt die britische Regierung die akute Problematik: Den Migranten muss offenbar auch mit einer einfach gehaltenen Broschüre erklärt werden, was in allen zivilisierten Gesellschaften nicht erlaubt ist.
IMAGO / Anadolu Agency
Die Broschüre mit dem Titel „Understanding behaviours and expectations in the UK“ wurde nun in der vergangenen Woche veröffentlicht, sie soll den Asylwerbern grundlegende Verhaltensregeln und Gesetze des Vereinigten Königreichs erklären. Das Heftchen ist Teil einer landesweiten Aufklärungskampagne und wird in mehreren Sprachen verteilt, es behandelt die Themen häusliche Gewalt, Sexualverbrechen und das Verhalten in der Öffentlichkeit.
In dem Heft steht unmissverständlich, dass Frauen in Großbritannien das Recht haben zu arbeiten, zu studieren und selbst zu entscheiden, wen sie heiraten. Ein Mann – ob Ehemann, Vater oder Bruder – darf einer Frau weder verbieten, das Haus zu verlassen, noch vorschreiben, was sie anzieht. Weiter heißt es, dass Vergewaltigung ein schweres Verbrechen ist: Sex ohne Einwilligung, auch innerhalb einer Ehe oder Beziehung, ist strafbar. Die Schutzgrenze liegt bei 16 Jahren, Sex mit Personen unter diesem Alter ist stets illegal, selbst bei Zustimmung der Betroffenen.
Darüber hinaus ermahnt die Broschüre die Migranten zu korrektem Verhalten auf der Straße: Pfiffe, Kussgeräusche, sexuell gefärbte Bemerkungen – auch wenn sie als Kompliment gemeint sind –, das Verfolgen von Personen oder das Versperren des Weges sind verboten. Verstöße können zu einer Festnahme, dem Verlust von Unterkunft und Sozialleistungen sowie zu erheblichen Nachteilen bei der Asylprüfung führen.
Parallel erschien eine separate Broschüre zur Kindersicherheit: Darin wird erläutert, dass Babys nie allein gelassen werden dürfen, Kinder nicht geschlagen oder geschüttelt werden dürfen und dass Vernachlässigung – fehlende Nahrung, unsaubere Kleidung oder kein sicherer Schlafplatz – strafbar ist. Auch weibliche Genitalverstümmelung und Zwangsehen werden ausdrücklich als schwere Straftaten genannt. Zu den Materialien gehören zudem Poster mit comicartigen Illustrationen, die in Asylunterkünften und Hotels ausgehängt werden sollen.
Reform UK: „Gefahren sind also bekannt“
Der innenpolitische Sprecher von Reform UK, Zia Yusuf, nannte das Aufklärungs-Heftchen eines der verrücktesten Dinge, die er je gesehen habe: Die Regierung wisse also, dass diese illegal eingereisten Männer eine Gefahr für britische Frauen und Mädchen darstellen könnten, aber quartiere sie dennoch in mit Steuergeld finanzierten Hotelzimmern ein. Und Chris Philp (Konservative) sagte zur BBC, zu viele Migranten kämen aus Gesellschaften, deren Vorstellungen von Frauen mit westlichen Normen unvereinbar seien. Statt sie zu belehren, solle das Home Office sie abschieben.
Allein im Jahr 2025 erreichten nach amtlichen Angaben 41.472 Migranten über den Seeweg Großbritannien, darunter etwa 34.201 erwachsene Männer. Die größten Gruppen stammten aus Eritrea, Afghanistan, Sudan, Iran und Somalia. Anfang August 2026 stellte ein Schlauchboot einen Rekord auf: 230 Personen waren an Bord.


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Wie wäre es mit einer Broschüre für die Europäer, die für mehr Verständnis für die Rituale der Zugewanderten wirbt? Das ist doch viel einfacher bei diesen devoten Menschen, die sich ansonsten doch auch alles von der Obrigkeit gefallen lassen.