Bundesfamilienministerin Karin Prien hat auf der Rückfahrt von Kiew die Präsentation eines gesetzlichen Entwurfs für einen neuen Gesellschaftsdienst angekündigt: Wer dienen wolle, soll das auch können, der Staat soll das garantieren. Zur Pflicht werde dieser Dienst (noch) nicht.
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Der Dienst solle besser bezahlt sein als die heutigen Freiwilligendienste, es dürfe nicht alles am zu kleinen Geldbeutel der Eltern scheitern, meinte Karin Prien. Im selben Gespräch versprach die Bundesfamilienministerin: Eine Pflicht sei nicht geplant. Für eine Änderung des Grundgesetzes sehe sie keine Mehrheit, auch nicht für eine Wehrpflicht.
Anlass für eine Debatte darüber wäre aber doch vorhanden: Karin Prien hält laut WELT einen verpflichtenden Gesellschaftsdienst für zeitgemäßer als nur einen Wehrdienst. Ohne genug Menschen, die im Ernstfall bereit wären, für das Land auch ihr Leben einzusetzen, lasse sich das Land nicht verteidigen, argumentierte die Bundesministerin. Es sei eine Illusion, zu glauben, es ginge auch ohne. Im Entwurf bleibe aber die Freiwilligkeit.
Im Freiwilligen Sozialen Jahr gibt es bisher ein Taschengeld von einigen hundert Euro. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag versprochen, Jugendlichen die Entscheidung unabhängig vom Elternhaus zu ermöglichen. Prien macht daraus einen Anspruch auf einen Platz: Was der kostet, wie viele Stellen fehlen, wer das bezahlt und wer die Arbeit bekommt, sagte sie im Zug von Kiew nach Polen nicht. Ein Rechtsanspruch ohne vorhandene Stellen ist allerdings bloß eine Ankündigung, ein besserer Sold ohne Budget ist eine Verschiebung auf den nächsten Etat.
Ukraine liefert Argument für den Gesellschaftsdienst
Der Vergleich trägt nicht, was sie ihm auflegt. Die Ukraine verteidigt sich gegen einen Angriffskrieg, mit einer Armee, nicht mit einem Jahr im Altenheim. Ein Dienst, der Pflege, Katastrophenschutz und Soziales auffüllt, ersetzt keine Bundeswehr. Er kann die Debatte über die Wehrpflicht nur weicher machen. Wer vom Einsatz des Lebens spricht und im nächsten Satz einen Platz für alle anbietet, vermischt zwei Dinge, die das Grundgesetz trennt. Artikel 12a erlaubt den Dienst mit der Waffe für Männer und einen Ersatzdienst. Einen allgemeinen Gesellschaftsdienst für alle kennt es nicht. Dafür bräuchte es die Mehrheit, die Prien selbst nicht sieht.
Deshalb kommt zuerst die kleinere Variante: mehr Geld, ein Anspruch, keine Pflicht. Die größere steht in dem Satz, was zeitgemäßer wäre. Erst das Freiwillige, das niemand ablehnen kann, weil es freiwillig heißt. Dann die Debatte, für die sie den Anlass schon gegeben sieht. Dann, falls die Mehrheit irgendwann reicht, die Pflicht, die heute noch nicht geplant ist.




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kurz nach Kriegsbeginn lag eine beendigung der Kampfhandlungen unterschriftsrerif auf dem Tisch. Wer hat dies verhindert?
mich würde in der Ukraine der Ausgang einer Tatsächlichen Volksabstimmung interessieren ob weiter krieg oder Kruiegsbeendigung.
Wennj die EU Kriegstreiber nicht wären, würden die Waffen schon lange schweigen.
Man könnte ja einen Pflichtdienst zur Voraussetzung für eine Einbürgerung machen! – OK, war nur Spaß, wird nicht passieren.
Schon lustig, die Reiseprioritäten „unserer“ Politiker. Gefühlt mehr in der Ukraine unterwegs als in Deutschland, wo man sich mal anschauen könnte, wie das ehemalige Volk so lebt und wo der Schuh drückt. Wieso verlegt man den Sitz der Regierung eigentlich nicht gleich nach Kiuff oder wie das jetzt heißt? Spart Zeit, Geld und man kann nach der Befehlsausgabe noch etwas Wodka chillen. Und hier würde sie – bis auf ein paar Grüne – niemand vermissen. Ich werde jedenfalls einen Teufel tun, für den von diesem Personal betriebenen Staat noch irgendwas zu tun oder meine Kinder in eine Richtung zu erziehen,… Mehr
„Wer dienen wolle, soll das auch können …“. Aha, gibt es da noch jemanden von den jungen Leuten, der dienen wolle? Da muss man schon ordentlich in die Kasse greifen. Allerdings wird das dann ein teures Kaffeekochen in den Einrichtungen.
Prien & Co. sorgen mit ihrer „Hilfe“ für die Ukraine dafür, dass der Preis für die Ukrainer unaufhörlich steigt.
Ich wüßte nicht, warum ich für ein Land, welches mir das Leben schwer macht, mein Leben einsetzen sollte.
Eine Art FDJ im Aufbau, wie ich das verstehe.