Clan-Chef war Backstage: An der Tür abgewiesen – und trotzdem hinter der Bühne?

Die Linke erklärt Remmo für unerwünscht – Reporter sehen ihn im Festsaal und im Backstage. Die Partei hat eine fertige Formel: nicht eingeladen, nicht auf der Liste, rausgeschickt. Sie passt auf Neukölln. In Kreuzberg stehen drei Versionen unversöhnt nebeneinander. Genau dieser Widerspruch ist der eigentliche Skandal.

Screenprint via X/@tomdabassman

Die Berliner Linke sagt: Issa Remmo war nicht eingeladen, stand nicht auf der Anmeldeliste und es gebe weder politische noch persönliche Beziehungen zu ihm. Die Spitzenkandidatin Elif Eralp sagte im ZDF: „Er war nicht eingeladen und wurde wieder rausgeschickt.“ Jorinde Schulz aus dem Bezirksvorstand der Neuköllner Linken erklärte gegenüber dpa, die Veranstaltung sei öffentlich gewesen, auch ungeladene Personen hätten Zutritt gehabt. „Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt.“ Das klingt nach einem abgeschlossenen Fall. Aber es ist keiner: Das ist nur die Version, welche die Medien schlucken sollen.

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Diese Geschichte beschreibt nur den einen Ort. In Neukölln ist sie tatsächlich nachvollziehbar. Der Journalist Yossi Bartal schilderte, er habe Remmo erkannt und die Organisatoren informiert, woraufhin Remmo aus dem Saal verwiesen worden sei. Aber das erklärt nur Neukölln, nicht Kreuzberg.

Im Festsaal Kreuzberg feierte der Landesverband. Und dort zerfällt die von den Linken gestrickte Remmo-Legende. Der Tagesspiegel schreibt nämlich, Remmo sei erst in Neukölln und dann bei der Landesparty gewesen. In Kreuzberg sei er „gleich im Backstage-Bereich verschwunden“. BILD berichtet, Reporter hätten ihn an beiden Orten gesehen, und setzt unter ein Foto aus Kreuzberg die Zeile: Gregor Gysi im VIP-Bereich, „Issa Remmo soll auch da sein“.

Die B.Z. schreibt, Remmo sei später auch in Kreuzberg aufgetaucht und schnell wieder verschwunden; trotzdem hätten ihn B.Z.-Reporter gesehen. Die NZZ beschreibt ihn nicht als Gerücht an der Tür, sondern als Szene im Saal: mit Begleiter unterwegs, im Gespräch mit ein paar Leuten, nicht lange geblieben.

Dagegen steht die zweite offizielle Linie. RTL und ntv berichten unter Berufung auf einen Augenzeugen, Remmo habe die Kreuzberger Party besuchen wollen, sei aber am Eingang abgewiesen worden. Eralp sagte RTL/ntv, er habe keine Einladung gehabt und sei „sofort raus gebeten“ worden.

Also nochmal: Dieselbe Partei, derselbe Abend, derselbe Mann: einmal an der Tür abgewiesen, einmal im Saal gesehen, einmal im Backstage-Bereich verschwunden. Diese drei Versionen sind von den berichtenden Medien bis heute nicht miteinander verrechnet worden. Warum nicht?

Berlin
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Wer die Abweisung für wahr hält, muss erklären, warum Tagesspiegel, BILD, B.Z. und NZZ Remmo innen verorten. Wer die Innen- und Backstage-Berichte für wahr hält, muss erklären, warum die Parteiformel „sofort raus gebeten“ den Vorgang in Kreuzberg nicht trägt. Beides zugleich unwidersprochen stehen zu lassen ist eine klaffende Leerstelle.

Backstage ist dabei kein juristischer VIP-Status. Aus dem Wort allein folgt kein Pass, keine Ehrengastliste, keine Einladung. Es folgt aber eine andere Zugangslogik als die einer öffentlichen Veranstaltung. Der Publikumsraum ist nicht der Bereich hinter den Kulissen.

„Nicht eingeladen“ ist eine Aussage über die Liste. „Rausgeschickt“ ist eine Aussage über den Moment der Entdeckung. „Im Backstage-Bereich verschwunden“ ist eine Aussage über einen Weg, den normale Gäste in der Regel nicht haben. Die Linke beantwortet bisher nur die erste Ebene – und zwar mit der Erklärung für Neukölln.

Deshalb reicht der Satz von der öffentlichen Veranstaltung hier nicht. Ein Konzert kann öffentlich sein, ohne dass jeder auf die Bühne darf. Eine Wahlparty kann öffentlich sein, ohne dass jeder hinter die Bühne gelangt. Wer behauptet, Remmo sei ein völlig unbekannter, unerwünschter Mann ohne jede Beziehung zur Partei gewesen, muss umso präziser sagen, wie dieser Mann – falls die Kreuzberg-Berichte stimmen – bis in den abgegrenzten Bereich kam. Je größer die behauptete Distanz, desto erklärungsbedürftiger der Zugang, logisch.

Die Fragen sind kein Hexenwerk, sie lassen sich handwerklich beantworten ohne spekulativ zu werden.

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Welche der drei Versionen hält die Berliner Linke für zutreffend? Stand Remmo auf einer Liste der Landesparty? Hatte er Bändchen, Akkreditierung, Begleitung? Wurde er am Haupteingang oder an einem zweiten Zugang kontrolliert? Wer hatte die Backstage-Kontrolle? Wer hat ihn dort gesehen? Existieren Einlasslisten, Security-Protokolle, Videoaufnahmen? Solange das offenbleibt, ist „nicht eingeladen“ keine Aufklärung, sondern eine Vertuschung.

Remmo selbst sagte der Berliner Morgenpost, von der Linken fühle er sich in Deutschland erstmals unterstützt. Das beweist keine Allianz. Es macht die offene Türfrage nur schärfer. Ein ungebetener Mann in einem vollen Saal ist ein Organisationsproblem. Derselbe Mann, von der Partei für unerwünscht erklärt, in den Berichten aber bei der Landesparty und hinter der Bühne: Das ist die ungeklärte Tür.

Nein, nicht der VIP-Pass ist der Skandal. Der Widerspruch ist es. Wer öffnete Issa Remmo in Kreuzberg den Weg hinter die Bühne – oder warum behauptet die Partei eine Abweisung, während Reporter ihn innen beschreiben? Die Berliner Linkspartei wird diese Antwort geben müssen. Und die Antwort sollte gut überlegt sein, denn daran hängt das Schicksal einer Koalition unter linker Führung.

Der Beitrag erschien zuerst bei alexander-wallasch.de.

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Kommentare ( 30 )

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Harry Hirsch
15 Tage her

Die Ausrede, dass es eine öffentliche Veranstaltung war und man deshalb nicht wusste, wer da war, ist sowas von verlogen. Ich bin mir sicher, dass ein Herr Höcke oder ein Herr Maaßen nicht durch die Tür gekommen wäre.

OJ
15 Tage her

Die Linke, ein bürokratisches Tarnnetz für ein kriminelles Raubrittertum, das eine hochmütige Kaste von Staats-Parasiten im puren Luxus schwelgen lässt, während das System ausgesaugt wird.

Fatmah
15 Tage her

Izzat Remmo als Aushängeschild einer neuen SED die die Muslime nur als Mittel zur Macht benutzt. Ist natürlich kein Thema für den berliner Verfassungsschutz, schon klar.

Harry Hirsch
15 Tage her
Antworten an  Fatmah

Natürlich nicht, wenn der Verfassungsschutz selbst mit Linksextremen und Kriminellen besetzt ist.

Antaam
16 Tage her

Ts, Ts, Ts… die Linke, jetzt ist sie aber in Erklärungsnot und reitet sich mit ihren lächerlichen Erklärungen nur noch mehr in den Dreck. Sollte sicher niemand etwas von der Verbindung zur OK wissen. So ist das, wenn man sich mit allerhand dubiosen Leuten, Islamisten, Organisationen und anarchistischen Kreisen einlässt. Es kommt immer heraus und fällt einen letztendlich auf die Beine.

Harry Hirsch
16 Tage her

In einem funktionierenden Staat, dem das Wohl der eigenen Bürger wichtig wäre, hätte der gar nicht auf der Feier auftauchen können, weil er entweder im Knast säße oder längst abgeschoben worden wäre, samt seinem ganzen kriminellen Clan.
Nun ist mir allerdings klar, warum die Linke, die vor rund 3 Jahren noch kurz vor dem Exodus stand, wieder wie Phönix aus der Asche emporkam. Die dunkelrote Kommunistenpartei hat sich durch das kriminelle, antisemitische Islamistenmilleu kapern lassen und das inflationäre Verschenken des deutschen Passes sorgt für die nötigen Wählerstimmen. Finis Germania

olive
15 Tage her
Antworten an  Harry Hirsch

Sie wurde von Kindern gewählt, denen Heidis Tattoos gefallen und natürlich die Behauptung der sozialen Gerechtigkeit.

Weltenwandler
16 Tage her

Lustig ist, daß die Linken meinen, die Araber/Türken/Kurden-Clans wären links und Mitstreiter im Kampf um die Macht. Gleichzeitig benutzen eben diese Clans die dummen Linken solange, bis sie die Macht auf ihrer Seite haben. Ist legitim. Dummheit muß bestraft werden.

Weltenwandler
16 Tage her

Man kann davon ausgehen, daß jede/r mit entsprechendem Namen ein potenzieller Ansprechpartner für diese Clans ist, weil er/sie sich empfindlicher wie Leute mit EU-Namen fühlen. Deutsche müssen sie vielleicht noch mit Geld ansprechen oder ihnen mitteilen, wo ihr Haus wohnt. Für die anderen reichen schon leichte Überredungsmethoden. Dieser Sumpf wird schwer trocken zu legen sein, zumal viele der Clan-Leute deutsche Staatsbürger sind. Meiner Meinung nach ist jede/r Parteifunktionär/-in (ich meine tatsächlich beide Geschlechter) mit nicht-EU-Namen potenziell ein Kandidat zur Mitwirkung bei den Clans, was auch durch wegsehen geschehen kann.

Last edited 16 Tage her by Weltenwandler
hansgunther
16 Tage her

Überall läuft die Übernahme, ganz offen und mit vollem Drohpotential. Die „Schergen“ hier erinnern an die Schergen im Iran!

https://www.achgut.com/artikel/intifada_auf_raedern_und_duesseldorf_schweigt

Kassandra
16 Tage her
Antworten an  hansgunther

Wobei die Schergen im Iran dort zu Hause sind – und bei uns Land für die Umma vereinnahmen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Islam#Ausbreitungsgeschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Expansion
https://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Europa
.
Jetzt noch ein EnergieAusfall im Winter – und das wars dann mit den Christen und der Aufklärung samt der Weißen – auf Dauer.

Haba Orwell
15 Tage her
Antworten an  Kassandra

Noch mehr von dem üblichen wirren Zeug? >>>Remmo-Clan – Wikipedia<<< – Arabische Großfamilie ursprünglich aus dem Grenzgebiet Türkei/Syrien (ab den 1930er Jahren Libanon), während in Iran Perser leben. Perser sind keine Araber. Etwas Grundwissen sollte man sich schon aneignen, bevor man Threads mit Hasbara flutet.

Last edited 15 Tage her by Haba Orwell
hansgunther
15 Tage her
Antworten an  Kassandra

Sie sind zu pessimistisch – es geht noch was mit Selbstverteidigung! Ein Volk wurde noch nie von Defätisten und Feiglingen verteidigt, sondern von denen, die ein Standing haben für die eigene Sache. Die hat man hier nur in die Ecke gestellt mit Schuld, Sühne, Nazi und solchen Abartigkeiten, aus Gründen der rein egoistischen Sicherung der Macht und der Verteidigung der Pfründe. Keiner dieser Politattrappen hat dabei an Land und Leute gedacht, die eigenen. Sie meinen nur sich selbst! Was meinen Sie, was passiert, wenn hier doch ein Widerstand erwacht, um den eigenen Untergang, den der Kinder und Enkel, nicht einfach… Mehr

Haba Orwell
15 Tage her
Antworten an  hansgunther

Aha. Wie Röper kürzlich berichtete, 82% der „Spiegel“-Leser(:innen) wollen unbedingt an der Ostfront eskalieren. Was zählt schon, dass wer Berlin besetzt? Letztes mal kamen die Russen nach Berlin, diesmal wird Berlin sozusagen aus anderer Richtung besetzt. Was für Fahne könnte jemand auf dem Brandenburger Tor hissen?

Marc Greiner
16 Tage her

Die Sache ist ganz einfach mit Quantenphysik erklärbar. Remmo war in Superposition, also so wie Schrödingers Katze. Er war dort und auch nicht dort, gleichzeitig. Eine grosse Leistung, nach physikalischen Masstäben.

Schmidtrotluff
16 Tage her
Antworten an  Marc Greiner

Es ist reine Physik. Man giesst kaltes Wasser in heißes Wasser. Bleibt das Wasser heiß ?
Spannend ist nur der Ort, wo es passiert. Eigentlich völlig logisch und eigentlich vorhersehbar.

Fatmah
15 Tage her
Antworten an  Schmidtrotluff

Man kann auch heißes.Wasser einfrieren.

Hieronymus Bosch
16 Tage her

Die Clan-Kriminellen suchen bewusst den Anschluss an die Politik! Er sichert Macht und Einfluss! Die naiven Linken, für die Kriminalität eine Art unlauteter Freizeitbeschäftgung ist, die man mit Streetworkern therapieren kann, sind naturgemäss die besten Ansprechpartner! Da existieren bestimmt schon Netzwerke, die jederzeit ausbaufähig sind!

hansgunther
16 Tage her
Antworten an  Hieronymus Bosch

Dies geschieht sowohl subversiv als auch ganz offen, da der Staat sie gewähren lässt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass dieses Handeln von der Politik genau so beabsichtigt ist – andernfalls entbehrt es jeglicher Logik.

Kassandra
16 Tage her
Antworten an  Hieronymus Bosch

Nicht wieder sagen, dass die nicht wüssten, was sie tun!
So blöd sind linke halt auch nicht – oder halten Sie Merkel für dumm?

hansgunther
15 Tage her
Antworten an  Kassandra

Die jüngsten Bilder von ihr, eignen sich nicht für eine ehrliche Stellungname!

Antaam
16 Tage her
Antworten an  Hieronymus Bosch

Naiv ist die Linke nicht. Sie hat ein komisches Weltbild. Sie haben sich 2015 in die migrantische Szene eingeschlichen, weil sie dort Wählerpotential sah. Seit dieser Zeit sind Migranten für die Linke sakrosankt, Fachkräfte, mal mit Merz gesprochen: Menschen, ohne die Deutschland untergehen würde usw. usf. Jegliche Kritik an dieser Ideologie wurde niedergebrüllt und mit die Menschen, die es wagten Wahrheiten auszusprechen wurden mit fiesen Ausdrücken belegt. Migranten sind für diese Personen so etwas, wie eine exotische aussehende Katze, die man sofort bewundert, weil sie eben so exotisch aussieht und vielleicht einen seltsamen Spleen hat. Leute, die fest in Ideologien… Mehr

Fatmah
15 Tage her
Antworten an  Hieronymus Bosch

Ich glaube das es umgekehrt ist. Man fischt bei den Muslimen, die natürlich nicht alle kriminell sind. Allerdings hackt bei denen keine Krähe der anderen ein Auge aus. Deshalb gibt es auch so gut wie keine Kritik von den anständigen und fleißigen muslimischen Mitbürgern.