„Es gibt kein Beschönigen der Tatsache, dass wir in einer gefährlicheren Welt leben“, meinte Wes Streeting in einem Interview mit der BBC. Der britische Verteidigungsminister hat im Rahmen der neuen Regierungs-Kampagne „Be Ready“ alle Haushalte aufgefordert, Notvorräte anzulegen.
picture alliance / PA Images | Annabel Lee-Ellis
Wes Streeting betonte in dem BBC-Interview wiederholt, man wolle die Menschen „alert but not alarmed“ halten und nicht zu Panikkäufen wie zu Beginn der Corona-Pandemie animieren. Bei vielen Briten dürfte die Warnung nicht so gut angekommen sein: In der BBC-Sendung „Question Time“ warf etwa eine Zuschauerin dann dem Verteidigungsminister doch „Scaremongering“ (Panikmache) vor und warnte auch vor leeren Regalen und Preisanstiegen.
Streeting sagte auch, dass es auch um schwerwiegendere Risiken gehe: „Wie ich heute in meiner Rede in Telford gesagt habe, gibt es auch staatlich unterstützte Akteure und Terroristen, die unserem Land schaden wollen und das tun möchten, indem sie das Leben für gewöhnliche Bürger stören.“ In anderen Auftritten sprach er von „state-sponsored terrorism“ und fragte: „Wie würden wir zurechtkommen, wenn die Zahlungssysteme im örtlichen Supermarkt ausfallen?“
Keine Geheimdienst-Infos zu möglichem Angriff
Dann stellte der Verteidigungsminister jedoch fest: „Um die Menschen zu beruhigen: Es gibt keine spezielle Geheimdienstinformation, die darauf hindeutet, dass ein Angriff unmittelbar bevorsteht.“ Die Empfehlungen seien laut Wes Streeting vielmehr Ausdruck einer „notwendigen nationalen Resilienz in einer Zeit zunehmender hybrider Bedrohungen“. Er sagte dazu: „Wenn man sich einige unserer Freunde in Europa anschaut, zeigt sich, dass die britische Regierung Jahre zurückliegt, wenn es um Ratschläge an Haushalte und Unternehmen geht, sich auf jene Situationen vorzubereiten, die ich erwähnt habe, aber auch auf einige der schwerwiegenderen Bedrohungen.“
Einzelne Online-Händler meldeten bereits eine steigende Nachfrage nach Kurbelradios und ähnlichen Artikeln. Auf X und auf anderen Social-Media-Plattformen zeigte sich Skepsis, und User erinnerten an die Toilettenpapier-Hamsterkäufe, es kam zu scharfer Kritik an der Regierungspolitik.
„1000 Tage Zeit“, sich auf Krieg vorzubereiten
Premierminister Andy Burnham unterstützt die neue Linie grundsätzlich und sprach von häufiger werdenden unerwarteten Ereignissen. Sicherheitsminister Dan Jarvis nannte die deutliche Aufforderung zu Maßnahmen für den Fall einer Bedrohungslage „einfache Maßnahmen, um auf alltägliche Notfälle vorbereitet zu sein“ – das stärke die nationale Resilienz.
In einem Beitrag für den Telegraph schrieb Streeting, ein möglicher Gegner – er mint wohl Russland – könnte bis 2030 in der Lage sein anzugreifen, Großbritannien habe „etwas mehr als 1000 Tage“, um mit den Verbündeten bereit zu sein, „zu kämpfen und zu gewinnen“. Die Vorratsempfehlungen sind Teil eines größeren „national resilience conversation“-Ansatzes.



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Die nicht an die Front gehen wie dieser Clown haben immer die größte Fresse. Euer Privatkrieg ist uns egal. Wir kaufen sicher nichts ein
Wenn man eigene Regierung gegen sich hat, braucht man deutlich mehr als Vorräte.
Ich weiss noch wie man die „Prepper“ ausgelacht hat, keine zwei Jahre ist das her.
Ich halte mich an die alte Regel, wenn die Regierung in Panik ist und diese verbreitet (Beispiel Covid), gibt es keinen Grund dazu, wenn sie abwiegelt und beruhigt (Gasmangellage), ist höchste Achtsamkeit geboten.
Also in unserem Unternehmen (grosser DAX Konzern) kam eine ähnliche Mail mit genau den gleichen Hinweisen. Egal, was es sein wird, bereiten Sie uns langsam aber sicher darauf vor. Im Sinne von: wir haben euch rechtzeitig gewarnt.
Kriegstreiber, die ihr eigenes Land schon zerstört haben, wollen im Auftrag ihrer Oligarchen den letzten Rest Briten gegen Russland ziehen sehen. Die Demokratie ist schon längst passé. Wie bei uns Hochverrat allerorten…
„state-sponsored terrorism“ – der schönste Euphemismus für „linke NGOs“
Der sieht aus wie Jens Spahn. Das ist ein böses Omen.
Wenn Staaten das Innere um die Ohren fliegt, muss eine äußere Bedrohung her. Das war schon immer so. Man arbeitet konsequent darauf hin, dass es diese bisher lediglich propagierte Bedrohung auch absehbar in Realität geben wird. Russland zeigt sich gegenüber dem de facto Kombattantenstatus der NATO (mittlerweile sind die USA etwas auf Distanz gegangen) äußerst nachsichtig. Aber sie werden sich genau merken, was die letzten Jahre so vor sich gegangen ist. Im Übrigen wären die Russen mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie sich mit den Wirtschafts- und Demographiebrachen Mittel- und Westeuropas belasten würden. Die baltischen Länder dahingegen haben im Zweifel… Mehr
Naja, die haben Angst, das kann man verstehen. Die Briten provozieren die Russen in der Ukraine am heftigsten, haben auch (inoffiziell) eigene Truppen dort und scheinen unbedingt Kreig zu wollen. Die Russen hingegen haben hundertfach gewarnt: „lasst den Schei**“, wenn ihr nicht die Konsequenzen erleben woll. Anscheinend brauchen die Brtiten diese Konsequenzen, sozusagen als „Denkverstärker“. Und davor hat Streeting zurecht Angst. Im Falle des Falles könnten die Russen die Britischen Inseln z.B. mit einem Poseidon-Torpedo per Riesentsunami schlicht ausradieren. (z.B. https://militaryweaponsystems.nl/system/kanyon-2m39-poseidon/) Und interessanterweise sagen einige der Vorhersagen der alten Seher (z.B. Alois Irlmaier) voraus, dass die britischen Inseln im großen… Mehr
Sind die US B1 Bomber wieder in GB – von was ich weiß nicht. Da war dieser Vorfall eher ein Psyopp als ein echter Grund.
Steht der Russ schon am Ärmelkanal?? Vielleicht sollte sich der gute Streeting mal fragen, was seine Soldaten zur Programmierung von Raketen in der Ukraine machen? Da hätte ich auch Angst vor Aktivitäten der Russen.
Für solche Fälle braucht man eigentlich eine direkte Demokratie – will die Bevölkerung den Krieg, wird man die Aktivitäten fortsetzen, wenn nicht dann nicht. Selbst mit der Propaganda und Zensur wollen die Schwachmaten es nicht probieren – das mit Brexit darf nicht noch mal passieren, wa?