Jetzt auch noch Özdemir

Nach Habeck nun Özdemir. Sachsen-Anhalt bleibt wirklich überhaupt nichts erspart. Auf dem Brocken verteidigt der grüne Ministerpräsident die Brandmauer und präsentiert sein neu gelerntes Wort "disruptiv". Das bedeutet unter anderem zerstören. Also genau das, was die Grünen im Musterländle mit der einst blühend Wirtschaft gemacht haben.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Dem Bundesland Sachsen-Anhalt bleibt auch nichts erspart, nach Habeck nun auch noch Özdemir. Wann kommt eigentlich Annalena Baerbock? Und wann Jürgen „Eiskugel“ Trittin? Wahrscheinlich wollte Cem Özdemir seiner Frau einmal den Brocken zeigen. Mit der Schmalspurbahn fuhr er jedenfalls von Wernigerode aus auf den höchsten Berg des Harzes. Auf dem Brocken dürfte es Cem Özdemir so richtig gut gefallen haben, man konnte von da oben herab auf die Eingeborenen, auf die Leute in Sachsen-Anhalt blicken, eine Perspektive, die die Grünen in Ansehung der Mitteldeutschen zu lieben scheinen. Dass Özdemir dafür die Schmalspurbahn nehmen musste, dürfte ihm kaum aufgefallen sein, ist er es doch gewohnt, sie politisch zu nehmen. In Baden-Württemberg heißt die Schmalspurbahn übrigens grünverursachter, wirtschaftlicher Zerfall.

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Aber noch aus einem anderen Grund könnte der Antifaschist Özdemir auf dem Brocken ganz in seinem Element gewesen sein, denn über den Brocken verlief die deutsch-deutsche Grenze, der Antifaschistische Schutzwall. Özdemir ist jedenfalls nach Sachsen-Anhalt gekommen, um die Mauer, die Brandmauer zu schützen. Auf dem Brocken, auf der Brandmauer, die den zugigen Wind der Realität brechen soll, trägt Özdemir aus Solidarität zum kanadischen Premier Mark Carney gegen Trump auch eine rote Jacke mit dem Schriftzug Kanada. Scheint ihm besser zu gefallen als das deutsche Schwarz-Rot-Gold. Allerdings ist Özdemir auch ein wenig abgelenkt, weil er seiner kanadischen Frau alles ins Englische übersetzen muss, als ob es in Deutschland keine Sprachkurse zur Integration gäbe.

Für den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg scheint es indes gut zu sein, dass es wirtschaftlich im früheren Musterländle katastrophal läuft, denn da hat er doch Zeit genug, um für die Grünen eine Woche lang Wahlkampf in Sachsen-Anhalt zu machen. In Baden-Württemberg geht ohnehin alles seinen Niedergang. Baden-Württemberg vor Augen warnt Özdemir auf dem Brocken genau betrachtet eigentlich davor, Grüne zu wählen: „Will man die Abrissbirne wählen oder jene, die unsere schöne Heimat bewahren und verbessern wollen?“, fragt der Ministerpräsident Baden-Württembergs rhetorisch.

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Später, auf dem laut Brandmauermedien gut gefüllten Marktplatz im schönen Wernigerode, vor also gut- und hochgeschätzt 100 Zuhörern, verkündete der zweitbeliebteste Politiker Deutschlands: „Deswegen habe ich, was bei uns nicht jeder versteht, den Bürokratieabbau zum Top-Thema gemacht. Du musst überraschen. Du musst disruptiv sein.“ War Özdemir gerade so „disruptiv“, vorzuschlagen, die Grünen abzuschaffen? Denn waren es und sind es denn nicht die Grünen mit ihrer Klima- und Subventionspolitik à la Mazzucato, die so erfolgreich wie niemand sonst beim Bürokratieaufbau waren.

Doch man darf sich freuen, dass auch Cem Özdemir ein neues Fremdwort gelernt hat: „disruptiv“. Disruptiv bedeutet übrigens, zerstörend, bestehende Märkte, gesellschaftliche Strukturen und Geschäftsmodelle aufzulösen, in diesem Fall durch Brandmauer- und Klimapolitik. Was die Zerstörung von Märkten, von Geschäftsmodellen, von Wertschöpfungsketten, von Wohlstand, von innerer Sicherheit und von Bildung betrifft, können die Habeck-Grünen im Bund und die Özdemir-Grünen im Musterländle ein fröhliches Liedlein singen.

In einem ist Özdemir verblüffend ehrlich, wenn er in Wernigerode auf dem Marktplatz sagt: „…wir versprechen keine Dinge, die zulasten von Minderheiten gehen.“ Stimmt, in Deutschland geht alles inzwischen zulasten der Mehrheit, der 3. Klasse, der neuen Untertanen, des „Zahlesels“ des Brandmauer-Kombinats.

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Über ihren Ehemann sagt Sziborra-Seidlitz: „Ich will das nicht kleinreden: Er war Teil der rechtsextremen Szene in Quedlinburg. Aber das ist 30 Jahre her.“ Könnte man akzeptieren, wenn die Grünen das Recht, sich zu ändern, auch allen anderen und nicht nur den Grünbekehrten zugestehen würden. So bleibt es Heuchelei. Und dann verunglimpft die aus Berlin stammende Sziborra-Seidlitz noch Sachsen-Anhalt, wenn sie sagt, um die „Jugendsünden“ ihres Ehemannes zu rechtfertigen: „Jeder, der sich in Sachsen-Anhalt auskennt, weiß, wie die Jugend-Szenen in den 90er-Jahren sortiert waren.“ Apropos auskennen, Sziborra-Seidlitz ist im Jahr 2008 von Berlin nach Quedlinburg gezogen, eine Zeitzeugin also.

Doch Sziborra-Seidlitz findet das Timing der Vorwürfe gut, weil ihr das die Gelegenheit gibt, „darüber zu sprechen, was denn nach dem 6. September, ab dem 7. September los ist.“ Die Herrschaft der SED-Linken, vereinigt im Demokratischen Block mit CDU, SPD und Grünen, wenn die Wahlauszählung die „Prognose“ der Forschungsgruppe Wahlen bestätigen sollte.

Und der „Cem“ setzt in der Beleidigung der Mitteldeutschen noch eins drauf, wenn er auf Sziborra-Seidlitz antwortet: „Wenn eine versteht, wie man aus Menschen, die dieses Land hassen, die Nazis sind, gute Bürgerinnen und Bürger für dieses Land macht, dann ist es sie.“ Gemeint ist Sziborra-Seidlitz.

Özdemir steht halt immer noch auf dem Brocken und hält die Wacht am Antifaschistischen Schutzwall.

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Kommentare ( 16 )

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16 Comments
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Llug
15 Minuten her

Herr Oezdemir hat bestimmt einen Sojabratling zuviel gegessen?????Denn genau dass was er kritisiert brauchen wir. Politiker die DISRUPTIV all dass angehen was die Altparteien sich zurechtgelegt haben. Wo abgehalfterte Politiker bei NGOs geparkt werden ( dort weiterkassieren ) dann wieder aktiviert werden und weiterwurschteln. Politiker die DISRUPTIV all das angehen was Deutschland kaputt gemacht hat, wie Migration, Energiekosten und Steuerabgaben. Und ganz besonders DISRUPTIV (im wahrsten Sinne des Wortes ) muss beim oeffentlich rechtlichen Rundfunk vorgegangen werden! So wird ein Schuh drauss Herr Oezdemir Auch im Laendle wird der Wind der Reformen wehen, vielleicht etwas langsamer aber er kommt. Darauf… Mehr

Mikmi
12 Minuten her

Schmalspurpolitiker fährt Schmalspurbahn, passt doch. Und noch eine Lüge der Grünen, E-Autos sind doch nicht Klimaneutral, nur 41% weniger als Benziner!

struwwel
12 Minuten her

Lieber Herr Mai, „unser“ Land hat, wie das aus historischer Erfahrung eigentlich nicht anders zu erwarten war (ist), einen Quasi‐Endpunkt erreicht (d.h. ein kleines bißchen Luft nach unten besteht bei vorsichtig optimistischer Sicht durchaus noch). Die erste Generation baut auf, schafft Werte, reißt sich quasi den Allerwertesten auf ‐ macht aber den m.E. größtmöglichen Fehler mit der Einstellung, die da heißt: „meine Kinder sollen es einmal besser haben“. Bitte das nicht mißverstehen, eine solche Haltung ist grundsätzlich edel und mehr als verständlich. Nur, wer neben der Förderung vergißt, zu fordern, hat im Grunde schon verloren. Die folgenden Generationen nehmen nur… Mehr

Antaam
16 Minuten her

Özdemir hätte nicht auf den Brocken fahren müssen, um auf die dummen kleinen Einheimischen von oben herab zu schauen. Das kann er auch ganz gut ohne Brocken. Gerade in Westdeutschland haben sehr viele dieses Hobby ebenso drauf. Schließlich muss man uns dummen Ostdeutschen erzählen, was Demokratie ist und was man darüber zu denken hat. Das wird uns immer wieder erzählt, wie schrecklich undankbar wir wären. Aus diesem Grund wurde in Deutschland eine besondere Art Demokratie hervorgebracht, an deren Busen die Deutschen, vor allem der widerspenstige Osten, genesen sollen und zwar „UnsereDemokratie“. Geheiligt sei sie. Widerstand ist zwecklos. Oh warte, sagte… Mehr

Last edited 15 Minuten her by Antaam
Peter Klaus
26 Minuten her

Wenn man sich halt „dahoim“ nicht aufs Werksgelände nach Sindelfingen traut. Oder nach Fellbach. Oder nach Untertürkheim. Oder nach Gerlingen. Oder nach Waiblingen. Oder nach Raststatt. Oder nach Zuffenhausen. Oder nach Neckarsulm. Oder nach Aalen. Oder unweit seines Geburtsortes ins benachbarte Filstal. 15 Jahren „GRÜN“ in BaWü und darüber hinaus wirken: Wirtschaft in der Krise: Wie ernst ist die Lage in BW? – SWR Aktuell Wirtschaftskrise: Mehr Firmenpleiten in BW im ersten Halbjahr – SWR Aktuell Dann verzapt man halt fern der Heimat den gleichen sinnbefreiten Mist wie schon seit eh und je, solange es noch diesen harten Kern der… Mehr

Lars Baecker
26 Minuten her

Wieviele Hexen braucht es, um soviel Bösartigkeit auf den Brocken zu bekommen, wie es eine Person, in Gestalt von Cem Özdemir, verkörpert?
Wir erleben in diesen Tagen den Abgesang auf Demokratie und Rechtsstaat, der diesen Widerlingen von Politikern nicht mehr die Bohne bedeutet, wenn er es überhaupt je getan hat. Ich weiß nicht, was die Baden-Württemberger geritten hat, diesen Menschen zum Ministerpräsidenten zu machen. Ein Zuviel an Bildung wird es nicht gewesen sein…

Haba Orwell
35 Minuten her

Der Herr ist früher aufgefallen, als Bundesminister das Essen möglichst teuer machen zu wollen. Es wird gemunkelt, es sollte weg vom echten Fleisch und Milch hin zu den Ersatzprodukten zwingen. Dann jetzt der Hammer: >>>Pilzgifte in allen getesteten pflanzlichen Fleisch- und Milchalternativen<<<

> „… Eine Untersuchung von 212 pflanzlichen Fleischersatzprodukten und Getränken aus britischen Supermärkten hat in jedem einzelnen Artikel mindestens ein Mykotoxin nachgewiesen. …“

Ist das in der EUdSSR anders?

Antaam
13 Minuten her
Antworten an  Haba Orwell

Naja, schließlich muss man diesen auf Fleisch- und Milchprodukte nicht verzichten wollende Bürgerschaft vor Augen führen, wie gefährlich es ist, solche Produkte überhaupt anzurühren und wie segensreich in einer Chemiebude zusammengerührte Lebensmittel sind 😉 .

Last edited 12 Minuten her by Antaam
bkkopp
40 Minuten her

Es wäre wünschenswert dass die Grünen in Sachsen-Anhalt an der 5%-Hürde scheitern. Cem Özdemir, mit kanadisch-albanischer Ehefrau, die nach einem Jahr in D noch nicht brauchbar Deutsch zu können scheint, dürfte eher negativ mobilisieren.

Haba Orwell
30 Minuten her
Antworten an  bkkopp

Google-KI:

> „… Sie ist 40 Jahre alt, gebürtige Albanerin (mit zwölf Jahren nach Kanada ausgewandert) und arbeitete in Toronto als Juristin für Umwelt- und Menschenrechtsthemen …“

Irgend ein Posten bei einer „Öko“-NGO müsste sich auf jeden Fall finden? Alternativ die Asylindustrie.

na sowas
43 Minuten her

Als „er“, noch Hanf, auf seinem Balkon anbaute, war er gerade noch zum Aushalten

maps
46 Minuten her

In BW haben die dummen und irren Deutschen ja bei der letzten Wahl wieder gezeigt, wie man das Land weiter zerstören will. Die Mehrheit der Deutschen liebt den Niedergang, kennen wir ja alles.

Ralph Martin
50 Minuten her

BW an die Wand zu fahren reicht Flugmeilen Cem offenbar nicht, jetzt macht er sich auch in Sachsen Anhalt ans Werk.