Postbus in Flammen, 6 Menschen tot – ein Anschlag wird vermutet

Feuerinferno in der Nacht auf heute in der Schweizer Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg: Ein Linienbus brannte innerhalb kurzer Zeit vollständig aus. Mindestens sechs Menschen verloren dabei ihr Leben. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Handlung als Ursache aus.

Screenprint via X

Augenzeugen berichten von einem erschütternden Szenario: Meterhohe Flammen schlugen aus dem Fahrgestell des Busses, während dichter, schwarzer Rauch den Himmel über der kleinen Gemeinde verdunkelte. „Es war schrecklich – innerhalb weniger Minuten stand alles in Flammen“, schilderte ein Anwohner gegenüber dem Nachrichtenportal „20 Minuten“. Über der nahegelegenen Supermarkt-Filiale habe sich eine massive Rauchsäule gebildet, die schon von weitem sichtbar gewesen sei.
Die Kantonspolizei Freiburg ermittelt – Polizeisprecher Frederic Papaux erklärte, dass nach ersten Erkenntnissen eine bislang nicht näher definierte vorsätzliche Handlung zu dem verheerenden Brand geführt haben könnte. Ein Brandanschlag gilt als wahrscheinlich – das Motiv dazu ist noch unklar.

Nach aktuellen Angaben der Behörden kamen sechs Menschen ums Leben. Mindestens fünf weitere Personen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Die Schwerverletzten mussten per Rettungshubschrauber sowie mit Krankenwagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Auch ein Rettungssanitäter erlitt während des Einsatzes Verletzungen. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandes insgesamt im Bus befanden, ist derzeit noch unklar.

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen und die Verletzten zu versorgen.

Der betroffene Bus gehörte zum Verkehrsunternehmen Postauto und war auf einer Strecke zwischen den Ortschaften Düdigen und Kerzers unterwegs. Postauto betreibt in der Schweiz zahlreiche Linien, die vor allem ländliche Regionen miteinander verbinden. Nach bisherigen Informationen brach das Feuer kurz vor der Endstation in Kerzers aus.

Zeuge sprach von Brandanschlag

Ein Zeuge lieferte der Schweizer Zeitung „Blick“ Informationen, wie es zu dem Feuer gekommen sein soll: Der Augenzeuge gab an, gesehen zu haben, wie ein Mann im Bus Benzin ausgeschüttet und sich anschließend selbst angezündet haben soll. Diese Hinweise seien laut Polizei auch bei der Exekutive eingegangen. Eine offizielle Bestätigung für diese Darstellung gibt es jedoch bislang nicht.

Die Tragödie löste auch auf politischer Ebene Bestürzung aus: Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin äußerte sich auf der Plattform X betroffen über den Vorfall. Es schockiere und betrübe ihn zutiefst, dass erneut Menschen bei einem schweren Brand in der Schweiz ihr Leben verloren hätten. Im Januar waren bei einem Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans ⁠Montana 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt.

Die Behörden haben strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, um die genauen Hintergründe der Katastrophe zu klären. Für die kleine Gemeinde Kerzers und die gesamte Region bleibt der Schock groß. Noch immer versuchen Ermittler, die Ereignisse dieses dramatischen Abends vollständig zu rekonstruieren.

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Kommentare ( 3 )

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AmpelFluechtling
1 Stunde her

Wusste gar nicht dass die Schweizer solche Pyromanen sind. Wird wieder unter „psychisch gestört“ verbucht. Hat gar nichts, absolut gar nichts mit Einwanderung zu tun.

Liebe schweizer Nachbarn wählt bitte genau so weiter, während Bevölkerungsaustausch und Völkermörder Klaus Schwab sich im schweizer Luxusferienort verwöhnen lässt. Ihr seid nicht besser als wir Dumm-Michels auch wenn ihr gerne so tut.

Last edited 1 Stunde her by AmpelFluechtling
Sonny
2 Stunden her

Schrecklich.
Ich möchte eigentlich nicht spekulieren, w a s für „ein Mann“ das war. Aber die Erfahrungswerte der letzten zehn Jahre produzieren in meinem Kopf automatisch entsprechende Bilder.

twsan
2 Stunden her
Antworten an  Sonny

Vor allem schaffen sie auch üble Vorbilder für Nachahmer jeglicher Couleur.