Trotz 120-Millionen-Strafe gegen X-Boss Musk: EU-Kommission betreibt weiter X-Account

Die angeblichen Verstöße des X-Betreibers Elon Musk (54) wiegen angeblich so schwer, dass die EU-Kommission eine Strafe von 120 Millionen Euro bei ihm abkassieren will. Etwas irritierend: Die EU-Kommission betreibt ihren Account auf X weiter.

Screenshot X / DodgeDesigner

Wer sich aktuell auf der Social-Media-Plattform X informieren und austauschen will, wird das Verhalten der EU-Führung nun für noch etwas sonderbarer als bisher halten: Die EU-Kommission hat – statement.at hat berichtet – vor wenigen Stunden gegen Elon Musk, den Betreiber von X, eine Strafe von 120 Millionen Euro verhängt, weil er angeblich die umstrittene Datenschutzverordnung nicht einhalten will.

Die EU-Kommission selbst nutzt aber weiter X für ihre Kommunikation, vor 16 Stunden wurde der jüngste Beitrag gepostet – das Team um Ursula von der Leyen wirbt im Posting dafür, dass die Europäer noch mehr Geld für die Ukraine freigeben sollen: „Die Ukraine befindet sich an einem kritischen Wendepunkt. Russland intensiviert seine Angriffe, und der Finanzierungsbedarf der Ukraine wächst. Wir schlagen zwei Lösungen vor, darunter ein Reparationsdarlehen unter Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte, mit Schutzmechanismen für die EU-Länder, um Russlands Kriegskosten zu erhöhen und Frieden zu erzwingen.“

Ursula von der Leyen lässt also den US-Milliardär und X-Betreiber Elon Musk sanktionieren und provoziert damit weitere Spannungen mit dem Weißen Haus, aber verwendet weiter dessen Social-Media-Plattform zur Bewerbung der eigenen Interessen der EU-Kommission.

Würde X derart massiv gegen die Vorgaben der EU-Kommission verstoßen, müsste die EU-Führung wohl konsequenterweise ihren X-Account löschen und ihren 1,8 Millionen X-Followern Adieu sagen.

Hat die EU-Kommission gegen eigene Regeln verstoßen?

Der X-Account @cb_doge (bekannt als DogeDesigner) wirft der EU-Kommission nun sogar vor, selbst gegen die eigenen Vorgaben verstoßen zu haben. @cb_dodger wird von einem Inder betrieben, der als UX/UI- und Grafikdesigner für das Dogecoin-Team (DOGE) arbeitet. Er ist ein bekannter Fan von Elon Musk und Dogecoin, teilt regelmäßig Memes, Updates zu X (ehemals Twitter) und xAI sowie Inhalte rund um Kryptowährungen. Es gibt Spekulationen in Online-Foren (etwa auf Reddit), dass der Account ein „Alt-Account“ von Musk selbst sein könnte. Aber: Es existieren Fotos und Videos von Treffen zwischen DogeDesigner und Musk von Events.

Auf X empfiehlt DogeDesigner der EU, ihre Flaggenfarbe in Rot zu ändern.

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Kommentare ( 16 )

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P.Schoeffel
1 Monat her

Soll X doch seinen Betrieb in der EUdssR mal für eine Woche einstellen.

Dann wäre die Sache vermutlich erledigt.

Manfred_Hbg
1 Monat her

Zitat: „Würde X derart massiv gegen die Vorgaben der EU-Kommission verstoßen, müsste die EU-Führung wohl konsequenterweise ihren X-Account löschen und ihren 1,8 Millionen X-Followern Adieu sagen.“

> Höhöhö….. -vielleicht übernimmt ja die Löschung des EU-Accounts Elon Musk höchstselbst weil er es der in Brüssel herrschenden Leyen’schen Gurkentruppe und Pseudodemokraten nicht zumuten will (s)eine an (angeblich) Transparenz und anderen demokratischen Redefreiheiten mangelnde Plattform zu nutzen.
Ich jedenfalls würde auf X die Leyen’schen Gurkentruppe und Pseudodemokrate mit deren EU-Account nicht vermissen.

haqus b.
1 Monat her

Ganz ehrlich: Vor ein paar Tagen dachte ich, dass dieses dunkle EU-Blau mit den Sternen nicht besonders schön aussieht. Ich war der Meinung, ein helles Himmelblau würde viel besser wirken – es hätte etwas Leichtes und wäre nicht so drückend wie das derzeit verwendete Blau. Aber Ihr Bild mit dem gewählten Rot und den goldenen Sternen hat wirklich etwas.

eifelerjong
1 Monat her

Musk sollte der EU sämtliche X-Accounts sperren, was zusätzlich den Vorteil hätte, dass die Propaganda dieses Sauhaufens getiltet wäre.

Guzzi_Cali_2
1 Monat her

Wie ich andernorts schon schrieb: BEVOR man irgend eine Aktion startet, sollte man sich der Konsequenzen bewußt sein, die das im Fall bedeuten. Vermutlich haben diese Bürokraten damit gerechnet, daß Musk ihnen die Accounts sperrt, um dann aufzuheulen „Zensur, Zensur“. Tja, getäuscht, dreimal verfluchte Bürokraten. Aber die Amis werden GARANTIERT Wege finden, den Dämlichkeiten und Herrschaften der EU das Leben schwer zu machen – ganz einfach, weil sie erstens am längeren Hebel sitzen und zweitens, weil sich die EU einfach ALLE zum Feind gemacht hat und dadurch keinerlei Alternative hat. Man muß sich nur mal das Aufstands-Potential vorstellen, wenn alle… Mehr

Haeretiker
1 Monat her

Soll doch Musk veranlassen, den account der Kommisionspräsidentierenden zu löschen.

Bernd Bueter
1 Monat her

⁶“Als Reaktion auf einen Verstoß gegen die Transparenzregeln von X, hat man der EU-Kommission das Werbekonto gelöscht. UPS!“
„Die EU nutzte für eine Anzeige einen Trick, bei dem ein Link als Video getarnt war, um mehr Reichweite zu bekommen – und belegte 𝕏 dann wegen irreführender Werbung mit einer Strafe.“
(Quelle: Carsten Jahn, Telegram, 7.12.25)

Jerry
1 Monat her

Kann X denn nicht die Beiträge der EU als Fake News zensieren? Die EU möchte Zensur doch unbedingt!

Manfred_Hbg
1 Monat her
Antworten an  Jerry

Na, dann hätten die bei X zuständigen Angestellten aber wohl viel zu tun um all die Leyen’schen Fake News zu zensieren 😉

Metric
1 Monat her

Was hindert Musk, die X-Accounts der EU-Institutionen, der beteiligten Regierungen und der sie tragenden Parteien zu sperren? z.B. wegen Verstoß gegen die „Gemeinschaftsstandards“?

karl.biermann
1 Monat her
Antworten an  Metric

Elon Musk läßt sich doch nicht auf das Niveau der EU herunter.

Der Person
1 Monat her

Viel besser wäre es, wenn X sich als „Trusted flagger“ nach dem DSA betätigt und den X-Beitrag einfach ergänzt, die Möglichkeiten haben sie ja: EUrsula von der Leyen: „Die Ukraine befindet sich an einem kritischen Wendepunkt. Russland intensiviert seine Angriffe, und der Finanzierungsbedarf der Ukraine wächst.“ TruXed-Flagger: Der Finanzierungsbedarf der ukrainischen Regierung (!) wächst nicht wegen russischer Angriffe, sondern weil Milliardengelder in Kiew veruntreut und gelieferte Waffen auf den internationalen Schwarzmärkten verkauft werden. EUrsula von der Leyen: „Wir schlagen zwei Lösungen vor, darunter ein Reparationsdarlehen unter Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte, mit Schutzmechanismen für die EU-Länder, um Russlands Kriegskosten zu erhöhen… Mehr