Neue Details aus der Polizeiakte zum Sechsfachmord von Stade rücken die Schwiegermutter des SPD-Abgeordneten Deniz Kurku erneut ins Zentrum. Für Niedersachsens SPD ist es der nächste schwere Fall in einer inzwischen langen Kette von Affären und Ermittlungen.
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Wie an anderen Montagen auch verlassen am 29. Juni 2026 sechs Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung und des Jugendamtes in der Region Stade ihre Wohnung, um, wie sie glauben, am Abend von der Arbeit zu ihren Lieben zurückzukehren. Vielleicht denkt der eine oder andere an den bevorstehenden Urlaub oder an Einkäufe, die man nach der Arbeit erledigen will. Eine der Frauen treibt die Sorge um ihre beiden Kinder, 3 und 4 Jahre alt, um, die drei Wochen zuvor ihren Vater verloren hatten, der am 9. Juni laut RTL „nach einem schweren epileptischen Krampfanfall mit anschließendem Herzstillstand“ starb.
Mutter und Tochter von Gazioglu waren beim Gespräch anwesend. Zum Gespräch fuhr ihn Sylvia S., die Schwiegermutter des Landtagsabgeordneten und damaligen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Deniz Kurku. Denniz Kurku ist zwischenzeitlich zurückgetreten. Natürlich nicht vom lukrativen Job des Landtagsabgeordneten, sondern vom Ehrenamt des niedersächsischer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe.
Nicht die ermordeten Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung und des Jugendamtes, nicht ihre Angehörigen, nicht die beiden Kinder, scheinen die wahren Opfer zu sein, sondern der immer noch Landtagsabgeordnete Deniz Kurku, der natürlich „massive Anfeindungen und Drohungen“ erleidet. Der arme Herr Kurku, gegen den „in Teilen der öffentlichen Berichterstattung und den sogenannten sozialen Medien“ Falschbehauptungen verbreitet werden.
Gegen die Schwiegermutter von Kurku wird immer noch ermittelt, aber im SPD-Land Niedersachsen sieht die Staatsanwaltschaft bisher keinen dringenden Tatverdacht. Nun liegt Bild nach eigenen Angaben die „Polizeiakte des Sechsfachmörders von Stade“ vor. Der Inhalt ist erschütternd.
Erschütternd auch, was er über die SPD in Niedersachsen andeutet.
Gazioglu steigerte sich in den Wahn, dass die Ärzte seine Tochter für den Organhandel nutzen wollten. Laut Bild hinterließ er Sylvia S. eine Sprachnachricht: „Alle, die hiermit zu tun haben, f… ich. Leben gegen mehrere Leben! Ihr nehmt mein Kind in Obhut und macht Frankenstein daraus. Dann nehme ich euch in meine Obhut und mache aus euch auch Frankenstein.“ Doch die Migrationsberaterin erkannte weder die Gefahr, die von Gazioglu ausging, noch dass er psychiatrische Hilfe benötigte. Stattdessen wandte sie sich drei Tage vor dem Gespräch per mail an Medien, u.a. an den NDR, um über den Aufenthalt im Krankenhaus des Babys von „Widersprüchen, Ungereimtheiten und unzulänglichen Dokumentationen des medizinischen Personals“ zu sprechen. Sie unterstellte, dass dem Jugendamt „die Darstellung der Eltern des Unfallhergangs offenbar nicht vollständig bekannt“ gewesen wäre. Denn ihrer Ansicht nach wären die Verletzungen nicht durch Schütteln, sondern durch einen „unbeabsichtigten (…) kräftigen Zusammenstoß“ der Stirn des Vaters mit dem Kopf der Tochter im Bett, wo der Säugling mit den Eltern geschlafen habe, zustande gekommen. Es hat den Anschein, dass Sylvia S. Gazioglu in seinem mörderischen Wahn noch unterstützte. Sie fuhr ihn zum Hilfeplangespräch an diesem für sechs Menschen und ihren Angehörigen verhängnisvollen 29. Juni.
Während des Gesprächs zog Gazioglu eine Beretta aus der Ledertasche, die er eine Woche vor dem Gespräch in Berlin gekauft hatte, und zwang die Mitarbeiter unter vorgehaltener Waffe, sich hinzusetzen und die Hände auf den Tisch zu legen. Um die „Wahrheit“ aus ihnen herauszubekommen, so steht es laut Bild im Abschlussbericht der Polizei, wollte er sie mit seinem Handy filmen. Angeblich wollte ein Jugendamtsmitarbeiter Gazioglu die Waffe aus der Hand nehmen, doch der Liebhaber von Sylvia S., die geduldig auf ihn im Garten der Einrichtung wartet, schoss sofort, erst auf den Mitarbeiter, dann auf zwei Frauen, die fliehen wollten. Zweimal lud laut Ermittlungsbericht, wie von Bild dargestellt, Gazioglu die Waffe nach, 21 Schüsse fielen. Ermordet wurden drei Mitarbeiter des Jugendamtes, drei Mitarbeiter des Heims, vier Frauen im Alter zwischen 24 und 54, zwei Männer 34 und 48 Jahre alt. Nach dem Mord rauchte Gazioglu erst einmal eine Zigarette, dann holte er seine Geliebte Sylvia S., die im Garten auf ihn gewartet hatte, ab. Mit der Hand in den Nacken soll er sie zum Auto geführt haben. Die Geliebte setzte sich auf die Fahrerseite, der Sechsfachmörder auf die Beifahrerseite, dann brauste sie mit dem Mercedes-AMG GLE 43 los. Gazioglu rief die Notrufzentrale der Polizei, denn jetzt wollte er ins Fernsehen. Doch kurz darauf wurden beide festgenommen.
Doch diese Fragen stellten sich weder der Ministerpräsident Olaf Lies, noch die SPD-Fraktion. Lies hatte zwar seine Erschütterung über den sechsfachen Mord pflichtgemäß kundgetan, doch zugleich im Grunde die Aufarbeitung der Tat mit Fragezeichen versehen, denn Lies warnte davor „voreilige Schlüsse“ zu ziehen, was nichts anderes hieß, als dass alle die Erklärung übernehmen sollten, die die SPD dann gnädig herabreicht. Zudem spielte Lies auf Zeit, spekulierte darauf, dass die Erschütterung mit den vergehenden Stunden und Tagen abklänge, denn es wäre „jetzt die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung.“ Lies und die SPD in Niedersachsen können beruhigt sein, die Zeit hat tatsächlich für sie gearbeitet, Gazioglu hatte sich inzwischen praktischerweise in Untersuchungshaft das Leben genommen, so dass nur die Version von Kurkus Schwiegermutter bleibt.
Viel, viel ernster allerdings klang hingegen, was Lies über Kurku sagte, dem wünschte er nämlich „die notwendige Kraft für die Bewältigung dieser äußerst schweren Situation.“ Ist für Lies Deniz Kurku das eigentliche Opfer? Womöglich, denn auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Stefan Politze, wollte seinem Ministerpräsident in der Unterstützung von Deniz Kurku in nichts nachstehen. Politze schrieb: „Deniz Kurku steht in keinem Zusammenhang mit dieser Tat.“ Woher wusste Politze das? Oder versuchte Politze nur die Richtung der Ermittlungen vorzugeben? „Er hat deutlich gemacht, dass er keinerlei Kenntnis davon hatte. Die familiäre Verbindung, über die in einigen Medien berichtet wird, hat er transparent offengelegt. Daraus erwächst weder eine politische noch eine persönliche Verantwortung für Handlungen anderer.“ Auch hier ist Politze bewusst ungenau, denn Kurku hatte sie offengelegt, nachdem er wusste, dass sie offengelegt werden würden. Politze blies weiter in die SPD-Schalmai: „Deniz Kurku ist ein höchst angesehener und seit vielen Jahren außerordentlich engagierter Abgeordneter…Wer ihn kennt, weiß, mit welchem Verantwortungsbewusstsein und welcher Ernsthaftigkeit er sein Mandat ausübt…Die SPD-Landtagsfraktion steht klar und uneingeschränkt an der Seite von Deniz Kurku.“ Das mag sein, dass die SPD das so sieht, es mag sein, dass die SPD in Niedersachsen, der ja das Land zu gehören scheint, nicht mehr zwischen Partei und Staat, zwischen Steuergeldern und Parteigeldern zu unterscheiden weiß? Doch wie sieht die Wirklichkeit aus?
Am 15.10.2026 durchsuchten Ermittler Ahmetovics Bundestagsbüro und drei Wohnungen, zwei in Hannover und eine in Berlin. Im Fall Lehrte geht es um den Verkauf eines Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover. Gegen Krach wurde als ehemaligen Regionspräsident von Hannover und wird gegen Stefan Politze, Fraktionschef im Niedersächsischen Landtag, ermittelt. D.h. Fraktionschef a.D., denn Politze ist als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten, allerdings nicht von seinem einträglichen Mandat. Vor der Durchsuchung hatte der Bundestag die Immunität von Ahmetovic aufgehoben. Gegen Krach, der jetzt mit den Linken und den Grünen in Berlin eine Clan-Koalition bilden will, ruhen derzeit die Ermittlungen, denn er besitzt als Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin Immunität. In Berlin erwartet man auch nichts anderes mehr.
Seit 2022 gelang Gazioglu, der in der Türkei im Gefängnis saß, weil er seine Tochter missbraucht haben soll, nach der Flucht Dank Merkels rotgrüner Willkommenskultur die Einreise nach Deutschland. In Deutschland wie auch durch Europa konnte er sich frei und problemlos bewegen, obwohl er in der Türkei gesucht wurde. Sein Geld machte laut Bild Gazioglu mit Kfz-Aufbereitung und Immobilien. Anscheinend funktionierte ein Netzwerk der Frauen, eine Ehefrau in Lettland, eine Geliebte in Marokko, zwei Geliebte im Raum Hannover, die Lebensgefährtin Enise Ö., die Mutter des Babys, und seit 2022 Sylvia S., die als Migrationsberaterin in Bremen tätig ist, wo auch der migrationsengagierte Genosse Kurku sich seine Sporen verdiente. Die Polizei schließt zwar nicht aus, dass Sylvia S. Gazioglu bewusst zur Flucht verhelfen wollte, doch ihr Anwalt wird sie sicher vom Verdacht befreien können, denn schließlich ist Sylvia S. verdiente Migrationsberaterin und die Schwiegermutter von Deniz Kurku – und dem hat die SPD in Niedersachsen Beistand versprochen.
Enise Ö. soll, als die Sozialarbeiterin Chantal (32) aus dem Fenster gesprungen war, sie verfolgt und so auf sie eingeschlagen haben, dass die junge Frau nicht wiederbelebt werden konnte.
Der Sechsfachmord ist sicher ein bizarrer Fall, doch auch bizarre Fälle haben einen Nährboden. Es stellt sich die Frage, was mit einer SPD in Niedersachsen los ist, die unter Missachtung des Grundgesetzes auf kaltem Verwaltungsweg das passive Wahlrecht entzieht und das aktive Wahlrecht einschränkt, selbst aber in Skandalen zu versinken droht, bei der die Migrationspolitik eine nicht zu übersehbare Rolle spielt.






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