Radikalkur für das Kassen(un)wesen ist überfällig

Milliardenlöcher und steigende Beiträge der Krankenkassen. Kein Wort der „FinanzKommission“ zu den Ursachen Migration und Deindustrialisierung. Statt echter Reformen plant die Politik Kürzungen. Nur für die Einzahler, nicht für die Kassierer kostenloser Leistungen, nicht für die aufgeblähte Krankenkassen-Bürokratie. Von Lothar Krimmel

picture alliance / Zoonar | stockfotos-mg

Der 31. März 2026 kann zum D-Day der deutschen Krankenversicherung werden. An diesem Tag wird die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte „FinanzKommission“ ihre Vorschläge zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorlegen, die dann noch im laufenden Jahr in die Gesetzgebung einfließen sollen. Und trotz der strikten Geheimhaltung, zu der die zehn Mitglieder der Kommission verpflichtet wurden, ist bereits aus den Anhörungen erkennbar, dass „jeder Stein umgedreht“ und bis ins kleinste Detail nach Einsparungen gesucht wird.

Dadurch haben sich inzwischen offenbar fast 2.000 Einzelvorschläge angesammelt, aus denen die Kommission nunmehr für das Gutachten diejenigen herausfiltert, die am einfachsten und mit der größten Wirkung durch Gesetze und Verordnungen auf Bundesebene realisiert werden können. Weitergehende strukturelle Reformen, wie etwa das derzeit heiß diskutierte „Primärversorgungssystem“, sollen dann in einem Folgegutachten im Dezember vorgeschlagen werden.

Was in allen diesen Vorschlägen aber wieder einmal fehlen wird, ist die Adressierung der beiden wichtigsten Ursachen für die Schieflage der Krankenversicherung, nämlich auf der Einnahmenseite die gezielte Deindustrialisierung und auf der Einnahmen- und Ausgabenseite die Massenimmigration. Solange die Politik in diesen beiden entscheidenden Bereichen ihre Hausaufgaben nicht macht und auch vom Wähler nicht dazu gezwungen wird, werden Vorschläge zu Zuzahlungsanhebungen, Leistungskürzungen oder „Strukturreformen“ keine nachhaltige Sanierung bewirken, sondern vor allem die Bürger bestrafen für fundamentale Fehler der Politik.

Gigantische Defizite ab 2027

Und diese Bestrafung der Bürger und ihrer Dienstleister und Versorger wird massiv ausfallen. Denn die drohenden Defizite sind gewaltig: Belaufen sie sich für 2026 „nur“ auf zwei bis drei Milliarden Euro, so werden für 2027 bereits 13 Milliarden erwartet, für 2028 rund 20 Milliarden und für 2029 bereits um die 28 Milliarden Euro. Das würde durchschnittliche Beitragssätze um 20 Prozent bedeuten, und die Quote aller Sozialabgaben würde sich bedrohlich den 50 Prozent nähern, die gemeinhin als Kipppunkt in Richtung auf den auch wirtschaftlichen Kollaps Deutschlands angesehen werden.

Erstaunlicherweise blieben bei allen bisherigen Reform- und Kürzungsvorschlägen die Krankenkassen selbst weitgehend ungeschoren. Sie selbst feuern nach dem Sankt-Florians-Prinzip immer wieder mit einschneidenden Sparvorschlägen auf ihre „Leistungserbringer“ genannten Vertragspartner, nehmen für sich selbst aber in Anspruch, „nur“ vier Prozent ihrer Einnahmen für die eigene Verwaltung abzuzweigen und damit unter dem Radar der Kürzungsorgien bleiben zu dürfen.

Verwaltungskosten höher als Ungarns Gesamtausgaben

Doch dabei handelt es sich in absoluten Zahlen um rund 14 Milliarden Euro. Dieser stattliche Betrag liegt über den Gesamtausgaben der Krankenversorgung in Ungarn. Es muss also schon die Frage erlaubt sein, warum im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz, in dem zahllose Routinevorgänge automatisiert ablaufen können, nicht zum Beispiel 10 Milliarden Euro ausreichen, um eine gesetzliche Krankenversicherung zu verwalten.

Wenn also nunmehr „alles auf den Prüfstand“ kommt, dann muss das insbesondere auch für die Krankenkassen selbst gelten. Und da gibt es zwei dringend reformbedürftige Bereiche, nämlich erstens die Kassenstruktur und zweitens den sogenannten „Kassenwettbewerb“.

Kassenstruktur aus Bismarcks Zeiten

Der Aufbau der gesetzlichen Krankenversicherung des Jahres 2026 beruht trotz mannigfaltiger Reformen noch immer auf der von Reichskanzler Bismarck im Jahr 1883 geschaffenen Struktur. So revolutionär Bismarcks Geniestreich am Ende des 19. Jahrhunderts war, so überkommen und dysfunktional wirkt dieselbe Struktur im zweiten Viertel des 21. Jahrhunderts.

Die noch immer bestehende „Gliederung“ in Orts-, Innungs-, Betriebs- und Ersatzkassen, ergänzt um die beiden weiteren historischen Stilblüten Knappschaft-Bahn-See und Landwirtschaft, hat ihre Existenzberechtigung schon lange verloren. Im Gegenteil: Sie steht den dringend notwendigen Reformen im Gesundheitswesen nur noch im Weg.

Zwar ist es in Deutschland weitgehend unbestritten, dass eine gesetzliche Krankenversicherung mit mehreren zur Auswahl stehenden Krankenkassen die beste Form eines „dritten Wegs“ ist, angesiedelt zwischen einer zur Mangelverwaltung neigenden staatlichen Gesundheitsversorgung auf der einen und einer zu Risikoselektion und Unterversicherung tendierenden privaten Gesundheitsversorgung auf der anderen Seite.

Aber für einen vernünftigen Wettbewerb und die entsprechende Auswahloption der Versicherten braucht es vielleicht fünf, höchstens 10 Krankenkassen, aber nicht diesen schier undurchdringlichen Wildwuchs von allein sechs unterschiedlichen „Kassenarten“ mit insgesamt 93 Krankenkassen.

Dass große, kompetitive Einheiten die Versorgung ihrer Versicherten gut stemmen können, beweisen die beiden größten Krankenkassen, die Techniker und die Barmer, die zusammen mehr als 20 Millionen Versicherte auf sich vereinen. Warum also sollten sich die Versicherten zusätzlich abkassieren lassen, um weiterhin Hunderte unnützer Verwaltungsräte und Dutzende unnötiger Kassenvorstände mit Jahresvergütungen bis in den Bereich von 400.000 Euro zu finanzieren?

Versicherte zahlen für eine sich selbst feiernde Lobbyszene

Für Aufgaben der Versorgung, aber auch für ihre politische Vertretung haben die 93 Krankenkassen bereits ihren mächtigen Spitzenverband mit mehr als 500 Mitarbeitern im Berliner Regierungsviertel. Doch die zahllosen Vorstände und Verwaltungsräte der Einzelkassen definieren ihre Bedeutung durch die jeweils eigene Nähe zum Berliner Macht- und Lobbyzentrum. Deswegen unterhalten viele Kassen ihre eigenen Berliner Dependancen, ergänzt um die Zentralen der Bundesverbände der einzelnen „Kassenarten“.

Dieses dreistufige Lobbygeflecht, bestehend aus Spitzenverband, Bundesverbänden und Einzelkassen, hat nicht nur mehr als 1.000 Mitarbeiter allein in Berlin, sondern richtet auch jedes Jahr zahllose opulente Empfänge und Feste aus, um die jeweils eigene Bedeutung herausstreichen und sich gegenüber Abgeordneten, Ministern und Ministerialbeamten in Szene setzen zu können.

Im Ergebnis ist vor allem durch die Krankenkassen eine sich selbst feiernde gesundheitspolitische Lobbyszene entstanden, die von den Beiträgen der Versicherten finanziert wird, aber jeden Bezug zu den Anliegen der Versicherten verloren zu haben scheint. Ist das wirklich notwendig oder kann das weg? Es kann nicht nur weg, es muss weg!

Kassenwettbewerb ist eine teure Illusion

Neben der dringend notwendigen Reform an Struktur und Zahl der Krankenkassen gibt es ein weiteres wichtiges Anliegen, nämlich eine grundlegende Reform des komplett ins Dysfunktionale abgedrifteten Kassenwettbewerbs. Die Idee, dass Krankenkassen mit zu 99 Prozent identischem, weil gesetzlich festgelegtem Leistungsangebot in einen sinnvollen Wettbewerb um Versicherte treten könnten, war schon bei der Einführung der freien Kassenwahl im Jahr 1996 umstritten.

Denn der Kampf um Versicherte konzentrierte sich natürlich von Anfang an nicht auf eine optimale Krankenversorgung, sondern auf möglichst wohlklingende Zusatzangebote für besonders umworbene Versichertengruppen. Auf diese Weise ist ein Wildwuchs an unterschiedlichsten Angeboten entstanden – von Cashback-Tarifen bei der HEK über Baby-Bonus-Systeme bei der DAK bis hin zu Zusatzangeboten wie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei der Securvita.

Besonders eklatant zeigt sich das Versagen des Kassenwettbewerbs beim Innovationsfonds. Seit 2017 wurden dort Hunderte von Millionen Euro für „innovative Versorgungsprojekte“ ausgegeben, mit denen angeblich die Versorgung der Versicherten verbessert werden sollte. Auf der Webseite des Innovationsfonds sind inzwischen fast 800 Projektleichen zu bestaunen, die sich mit den originellsten Bezeichnungen schmücken, von ABSCHaLoM bis WESPA.

Doch keines (noch einmal: kein einziges!) dieser Projekte ist – wie eigentlich intendiert – in die Regelversorgung übernommen worden, um allen Versicherten zur Verfügung zu stehen. Nicht selten wurde das von der jeweils begleitenden Krankenkasse verhindert, um das Projekt im Wettbewerb gegen andere Kassen nutzen zu können. Die einzigen Profiteure dieses Innovationsfonds sind daher die zur wissenschaftlichen Begleitung der Projekte wie Pilze aus dem Boden geschossenen „Institute für Versorgungsforschung“.

Zusatzbeitrag zerstört die solidarische Krankenversicherung

Als Haupttreiber des Wettbewerbs waren von der Politik aber nicht die Zusatzangebote vorgesehen, sondern vielmehr der Zusatzbeitrag. Im Jahr 2015 wurde der allgemeine Beitragssatz nämlich auf 14,6 Prozent festgeschrieben, sodass Beitragssatzsteigerungen sich seither nur noch im kassenindividuellen Zusatzbeitrag abspielen. Anfang 2026 reicht die Spanne dieser Zusatzbeiträge von 2,2 bis 4,4 Prozent, jeweils zur Hälfte getragen von Versichertem und Arbeitgeber. Bei einem Kassenwechsel lässt sich daher für den Versicherten und auch für seinen Arbeitgeber teilweise mehr als ein Prozent des Einkommens sparen.

Mit dem Ziel, einen fatalen Wettbewerb um „gute Risiken“ auszuschließen, wurde bereits 2009 der „morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich“ (Morbi-RSA) eingeführt, wodurch Kassen mit „teuren“, also insbesondere alten oder chronisch kranken Versicherten entsprechende Zuschläge erhalten. Seither wurde dieses bürokratische Verteilungsmonster mit zusätzlichen Instrumenten wie Regionalkomponente, Risikopool und Manipulationsbremse immer wieder nachgeschärft.

Doch all das hat nichts geholfen. Es lohnt sich für die Kassen offenbar unverändert, um möglichst gute Risiken zu buhlen. Und für diesen Wettbewerb ist ein möglichst niedriger Zusatzbeitrag das wichtigste Instrument.

Nichts zeigt dies deutlicher als die aktuelle Auseinandersetzung der beiden „billigsten“ Krankenkassen, der hkk und der BKK firmus. Beide Kassen haben ihren Hauptsitz in Bremen, sind durch intelligente Fusionen im nordwestdeutschen Raum groß geworden und hatten aufgrund einer exzellenten regionalen Versichertenstruktur einen enormen Startvorteil, als der bundesweite Wettbewerb via Zusatzbeitrag im Jahr 2015 begann.

Seither zeigt sich: Der Erfolg nährt den Erfolg, gerade im Kassenwettbewerb. Denn beide ehemals kleine Regionalkassen liegen durch stürmisches Wachstum inzwischen im Bereich von einer Million Versicherten. Und ihr Zusatzbeitrag ist gerade aufgrund der Hunderttausenden von neuen Mitgliedern weniger stark gewachsen als bei den Wettbewerbern, die Mitgliederverluste hinnehmen mussten. Auf ähnliche Weise erklärt sich auch der relativ günstige Zusatzbeitrag des ungleich größeren Marktführers Techniker Krankenkasse (TK).

Kassenwettbewerb ist das Problem und nicht die Lösung

Hier manifestiert sich der ganze Widersinn des Kassenwettbewerbs. Denn offensichtlich wechseln vor allem die „guten Risiken“ im Sinne junger und gesunder Versicherter die Krankenkasse, um durch einen niedrigeren Zusatzbeitrag mehr Netto vom Brutto zu haben. Mit diesem niedrigeren Beitragssatz entziehen sie dem Gesamtsystem aber wiederum wichtige Finanzmittel.

Die Alten und Kranken sind dagegen viel weniger flexibel. Weil sie weniger auf den vielen Vergleichsportalen unterwegs sind, die den einfachen „Online-Kassenwechsel“ anbieten und begleiten. Aber vielleicht auch, weil sie „ihrer Kasse“, die schon so viel für sie gezahlt hat, die Treue halten wollen. Doch diese „Treue“ lässt den Zusatzbeitrag ihrer Kasse immer stärker wachsen. All die komplexen Ausgleichsmechanismen des Morbi-RSA haben daran augenscheinlich nichts geändert.

Spätestens hier zeigt sich, dass der Kassenwettbewerb in seiner jetzigen Form komplett dysfunktional ist und das Konzept einer solidarischen Krankenversicherung massiv beschädigt. Denn dieser Wettbewerb konzentriert sich auf unsinnige Zusatzangebote, begünstigt Risikoselektion und entzieht dem Gesamtsystem weitere Finanzmittel.

Eine Gesundheitsreform, die diesen Namen verdient, muss daher unbedingt auch bei den Krankenkassen ansetzen. Die beiden wichtigsten Ziele sind, die Verwaltungskosten zu senken und den Kassenwettbewerb wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Dafür braucht es erstens eine deutliche Reduktion der Kassenzahl, zweitens eine Verschlankung ihrer Organisationsstrukturen und drittens einen Wettbewerb, der ausschließlich an der bestmöglichen Versorgung der Versicherten ansetzt.

Dr. med. Lothar Krimmel, Facharzt für Allgemeinmedizin, war von 1992 bis 2000 Geschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und ist damit ein genauer Kenner des Medizinsektors.

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Kommentare ( 39 )

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humerd
4 Tage her

erstaunlich, dass folgendes in der Zeit geschrieben wird: Importierte Vergreisung „Insgesamt ist die Zahl der über 65‑Jährigen in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um rund 3,8 Millionen gestiegen. Dieser Zuwachs entfällt komplett auf Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden. Von diesen zusätzlichen 3,8 Millionen sind etwa 2,2 Millionen Zuwanderer aus anderen EU‑Staaten; der Rest stammt überwiegend aus Drittstaaten. “ und weiter “ Die Freizügigkeit innerhalb der EU ist kein „Einwanderungsprogramm“, sondern ein Grundrecht: Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedsstaaten können ihren Wohnsitz weitgehend frei wählen. Deutschland ist inzwischen bevorzugtes Ziel vieler älterer Europäer, nicht zuletzt wegen einer leistungsfähigen Gesundheitsversorgung, eines dichten Pflegesystems… Mehr

woderm
5 Tage her

„Die beiden wichtigsten Ziele sind, die Verwaltungskosten zu senken und den Kassenwettbewerb wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.“ Verwaltungskosten kann man senken durch Reduktion der Kassenzahl. W e t t b e w e r b unter den Krankenkassen zur „bestmöglichen Versorgung der Versicherten“ ist Unsinn. Da sind schon die Regelungen des SGB vor. Krankenkassenwettbewerb in dem zugelassenen Rahmen führt erfahrungsgemäß nur zu sinnlosen Verzerrungen in der Leistungsgewährung. Die bestmögliche Versorgung wird von den Leistungserbringern im Gesundheitswesen gewährleistet. Die Leistungserbringung kann man auch vertraglich regulieren. Ansonsten haben die Kostenträger keinen Einfluss auf das Leistungsgeschehen durch irgendwelchen Kassen-Wettbewerb.  … Mehr

Last edited 5 Tage her by woderm
Reinhard Peda
5 Tage her

„Seit 2017 wurden dort Hunderte von Millionen Euro für „innovative Versorgungsprojekte“ ausgegeben, mit denen angeblich die Versorgung der Versicherten verbessert werden sollte.“ AOK Ihr Antrag auf Kostenübernahme für ein Hilfsmittel (Rollstuhl-Radnabenantrieb) Erhalten 08.01.2026 Damit wir zügig über ihr Anliegen entscheiden können, haben wir weitere Unterlagen angefordert. Sobald diese vorliegen, bearbeiten wir ihren Antrag umgehend weiter. Unsere Entscheidung teilen wir ihnen voraussichtlich bis spätestens 09.03.2026 mit. —————– Ausgangslage NEU – Bescheid Schwerbehindertenrecht: Ihr Grad der Behinderung (GdB) beträgt 100 (%) Sie erfüllen die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Merkzeichen aG, B. Gründe Ein Bescheid ist abzuändern, wenn sich die Verhältnisse wesentlich geändert… Mehr

Mikmi
4 Tage her
Antworten an  Reinhard Peda

Ferndiagnose, Entscheidung nach Aktenlage, Wiederspruch einlegen, mit Klage drohen. Mitarbeiter rufen alte Frau zuhause an, ihren Wiederspruch nehmen sie doch zurück, war eh zu spät und hat kaum Aussicht auf Erfolg. Denen habe ich die Hölle gezeigt, war plötzlich bei der höheren Instanz gelandet, Schlichtungsstelle der GKV. Es muss eine Prämie für die Mitarbeiter geben, wenn sie erfolgreich Anträge ablehnen. Der Vergleich, ob ihre Mitarbeiter früher bei einer Drückerkolonne gearbeitet haben, hat gesessen. Warum Angehörige alle Vollmachten haben und diese bei der Krankenkasse hinterlegt worden sind, wird in Frage gestellt.

Riffelblech
5 Tage her

Der Grundbegriff einer solidarischen Krankenkasse definiert sich erst einmal dadurch das es keine Ausnahmen von der Mitgliedschaft geben dürfte. . Und zwar Personenbezogen . Also ohne Anrechnung von Ehegatten ,Kindern und irgendwelchen im Ausland Mitversicherten. Dann sollten vielleicht unsere „“ ach so fähigen BT Abgeordneten und Mandatsträger „“ins System einzahlen . Und die Privaten Kassen sowie die gesetzlichen Kassen auf jeweils zwei begrenzen . Es könnten Milliarden eingespart werden . Und dann kommen all jene ins Spiel die in diesem System niemals und nirgendwo einen Euro eingezahlt haben . Also Flüchtlinge und Migranten. Diese werden kostenfrei mitbehandelt und zwar zu… Mehr

jsdb
5 Tage her

Meine Forderung zu den Kassen:
Verwaltungskosten anteil auf max. 2% der Einnahme begrenzen.
Jeder euro darüber muß der vorstandschef aus Privatsäckl zurückgeben…

NochNicht2022
5 Tage her
Antworten an  jsdb

Wenn Sie in Jahren seit 1996 bei den Top-Betriebskrankenkassen versichert waren, dann paßt die Forderung. Ansonsten: Vollkommen unglaubwürdig und viel zu spät. – P.S. Zum Verständnis: Die BKKen benötigten für 500 bis 600 Mitglieder mit Masse nur eine Vollzeitkraft (das entsprach etwa 2,0 bis 2,5 %), die AOKen, nahezu alle, schafften das nur bis bestenfalls 300 Mitglieder, einige lagen gar um die 250. Die Angestellten-Krankenkassen und IKKen lagen meistens zwischen 350 bis 450 Mitglieder pro einem Vollzeit-KK-Mitarbeiter.

Delegro
5 Tage her

Es ist in allen Zweigen die gleiche Problematik. Wir haben massiv Speck angesetzt. Ob Krankenkassen, Finanzinstitute, staatliche Behörden (allen voran die Bundesagentur für Arbeit mit 70 % Verwaltungskosten), ÖRF etc.pp. Alles lebt in Saus und Braus und wehr sich mit aller Gewalt gegen Reformen die für diese Staatsdiener negativ wären. In den oberen Etagen sitzen Bestverdiener und das soll auch so bleiben. Und damit das so bleibt, redet man der Politik nach dem Mund, den die entscheiden über den Status Quo. Deutschland braucht gerade im Staatssektor einen kpl. Neuanfang. Wir kommen ganz sicher mit der Hälte der aktuellen Staatsdiener klar,… Mehr

AlNamrood
5 Tage her

Ein Punkt wäre noch: Produktion kritischer Medikamente in Deutschland, nicht Indien oder China.

NochNicht2022
5 Tage her
Antworten an  AlNamrood

Na ja, Deutschland (gemeint vordringlich Westdeutschland) war bis in die 1980er die „Apotheke der Welt“. Das ist längst unrückholbar vorbei.

Dr. Bomke
5 Tage her

Ach, Ihr armen Unwissenden. Ich habe jetzt auch keine Lust mehr, den Aufklärer zu geben. Immer wieder halbgare Artikel, die sich von alten Vorurteilen ernähren. Nein! Gerade der Problembrei im Gesundheitssystem hat viele Köche, unter Leistungserbringern, Versicherten (durchaus nicht nur Flüchtlingen), höheren Leitungsebenen der Krankenkassen, Kassenverbänden. Jeder trägt sein Schärflein bei – am Ende ergibt sich ein riesiger Berg. Trüge man den konsequent ab, könnten die Kassenbeiträge min. um zirka 2%, heute vllt sogar darüber, sinken. Ich würde als eine Maßnahme die Leistungsarten ausmisten, die erst seit Merkel dazugekommen sind. Und an denen zu viele parasitäre Strukturen hängen – etwa… Mehr

Last edited 5 Tage her by Dr. Bomke
NochNicht2022
5 Tage her
Antworten an  Dr. Bomke

Gute Hinweise, tatsächlich besser als „halbgare Artikel“. Die hängen mir auch schon „zum Halse heraus“.

Paprikakartoffel
5 Tage her

Ähnlich wie der ÖRR dürfte das System zur Unreformierbarkeit verwuchert sein. Daher der Vorschlag: alles abschaffen, ein völlig neues System aufsetzen. Aber nicht neu erfinden (mit 20.000 Sonderregeln für irgendwelche Lobbyfälle), sondern übernehmen. Schweden. Schweiz. Dänemark. Israel. Cz. Nur nicht UK, Frankreich, USS, denn die Systeme sind Mist. Und das neue System ohne Personalkontinuität, kann sich ja jeder neu bewerben.

AlNamrood
5 Tage her
Antworten an  Paprikakartoffel

Das lässt sich auf die meisten bürokratischen Systeme im Land übertragen. Selbst wenn der politische Wille da wäre, es ist eine Generationenaufgabe.

Stormaner
5 Tage her

Was Dr. Krimmel da beschreibt, kann ich nur vollinhaltlich bestätigen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Verwaltungskosten deswegen immer weiter steigen, weil den Krankenkassen ebenso wie allen anderen Akteuren im Gesundheitswesen immer mehr Bürokratie übertragen wird. So ist das für die Krankenversicherung maßgebliche SGB V seit dem Jahr 2020 allein um rund 100 Paragraphen bzw. in der gedruckten Ausgabe um zusätzlich 635 Seiten aufgebläht worden. Das muss dann natürlich alles von den Verwaltungsangestellten umgesetzt werden. Dieses Land ist in allen Bereichen massiv überreguliert, weshalb die Verwaltung in allen Bereichen explodiert. Das Problem mit den Doppelstrukturen kann man im übrigens… Mehr

Stormaner
5 Tage her
Antworten an  Stormaner

Ich muss mich korrigieren. Es sind nur 99 zusätzliche Paragraphen auf 140 neuen Seiten.