Willkommen bei den Anti-woke-Linken

So genannte ‘Dirtbag’-Linke Amber A’Lee Frost und Anna Khachiyan über Populismus, Feminismus und "cancel culture". Ein Beitrag von Fraser Myers aus dem britischen Onlinemagazin spiked. Übersetzung: Achim Winter.

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Symbolbild

woke: Jargon für ‚Erleuchtete‘ junge Linke, die glauben, begriffen zu haben, wie man sein muss, um eine bessere Welt zu schaffen. Auf deutsch etwa: junger Gutmensch/Teddybärklatscher. Greta Thunberg ist in extremem Maße woke.

Die Linke befindet sich überall im Westen in der Krise. In den meisten Ländern ist sie nicht an der Macht und hat sich von ihren Arbeiterklassenwurzeln entfremdet. Der Klassenkampf ist in Identitätspolitik übergegangen. Und an sich edle Vorhaben wie Antirassismus, Antisemitismus und Antidiskriminierung haben sich zu einem zähflüssigen Morast aus political correctness verdichtet.

Dankenswerterweise gibt es einige wenige Linke, die das erkennen. Ich selbst bin in New York, um die Idee hinter den Drecksack-Linken, der dirtbag left zu verstehen. Diese Bezeichnung wurde von Amber A’Lee Frost, einer Schriftstellerin, Kommentatorin und Aktivistin erfunden, um eine lockeren Gruppierungen innerhalb der amerikanischen Linken zu beschreiben, die die Wohlerzogenheit, die Frömmigkeit und die PC ablehnen, durch die sich große Teile der Linken auszeichnen.

Frost ist Co-Moderatorin einer sehr erfolgreichen Sendung Chapo Trap House, die sich auf witzig-ironische Weise und oft offen vulgär mit der momentanen Politik der Linken auseinandersetzt. Außerdem ist sie Gewerkschaftsmitglied.

Etwas neuer in der Szene ist die scharfzüngige und bösartig lustige Anna Khachiyan, eine Kunstkritikerin, die sich zur Kulturkommentatorin entwickelt hat, und den Podcast Red Scare mitmoderiert. Dort bekommt zumeist der neoliberale Feminismus sein Fett weg.

Das wohl erfrischendste an Frost und Khachiyan ist, dass sie absolut nicht woke sind. „Du kannst den Leuten ruhig erzählen, dass ich eine Transe bin, „sagt Khachiyan mit ihrer charakteristischen Coolness, als wir uns zu dritt im Eastwood in der Lower East Side treffen. Ich bin zwar keine Transe, aber du kannst es spaßeshalber sagen.“ Die Gründe, warum die beiden das woke-sein zurückweisen, sind zugleich pragmatisch und politisch. „Die meisten Leute sind nicht woke erklärt Frost. „Warum sollten wir also die Mehrzahl der Leute als hoffnungslos reaktionär bezeichnen/verunglimpfen?“

Und nicht nur das. Für Frost sind Trennungen aufgrund von Identitätsmerkmalen wie Gender, Rasse oder Sexualität im besten Fall Ablenkung, im schlimmsten aber ein echter Schaden. „Die größte Kluft in der amerikanischen Gesellschaft existiert zwischen den Klassen. Basta. Ich bin eine Person, die sich auf die Klasse konzentriert,“ sagt sie mir. „Im Wahlkampf kriegen wir immer zu hören, dass es wichtig sei, eine Frau zu wählen oder sogar eine schwarze Frau. Der linkste Kandidat ist aber ein alter, weißer, heterosexueller Mann (Bernie Sanders) und ich möchte, dass er gewinnt. Ich bin ein Bernie-bro, ich war einer in 2016 und ich bin es immer noch!“

Aber wäre nicht eine Präsidentin ein echter Durchbruch für die Frauen? „Das ist einfach dumm.(…) Ihr hattet in England auch ein Mädchen als Boss – und die hat es dann den Bergarbeitern gezeigt.“

Frost beschreibt sich als Sozialistin. Sie ist durch feministische Organisationsarbeit dazu gekommen. Aber die momentane Erscheinungsform des Feminismus schreckt sie ab. Da geht es um Mittelklassefrauen, die es in die Führungsetage schaffen wollen. Da geht es in die Richtung: ’Bekämpft die Macht – und setzt mich dann auf den Thron‘. Oder Sachen wie: Männer sind so böse zu mir! Sie erklären mir immer alles!

Ich bemerke, dass es doch eine ganze Anzahl von wichtigen Anliegen gibt, die Frauen beschäftigen müssten, besonders Arbeiterfrauen – von schlechter Bezahlung über Kinderbetreuung – also warum werden diese Dinge nicht häufiger beachtet? „Sie interessieren sich nicht für Arbeiterfrauen,“ sagt Frost über zeitgenössische Feministinnen. „Die meiste Zeit verunglimpfen sie sie als reaktionär, weil sie Trump gewählt haben.“ „Ich glaube tief drinnen, dass sie Angehörige der Arbeiterschaft ekelhaft finden,“ sagt Khachiyan. „Richtige Frauen benehmen sich einfach nicht so wie gut erzogene linke Feministinnen,“ sagt Frost. „Das ist alles sehr bedrohlich. Zu viel für die verklemmten, weißen, übergebildeten linken Frauen,“ erwidert Khachiyan.

Also warum haben so viele Leute Trump gewählt? „Es gibt zwei Kategorien von Trumpwählern, die man getrennt betrachten muss,“ sagt Frost. „Einmal gibt es die wohlhabenden kleinbürgerlichen Reaktionären. Aber es gibt genauso gut auch Arbeiter, die nur einen Kandidaten überhaupt über ihre Jobs haben reden hören.“

Trump hat viele Fehler natürlich. „Grundsätzlich ist er einfach ein grausamer und dummer Mann,“ sagt Frost. „Aber er ist ein Meister der Beobachtung.“ Sie gibt zu bedenken, dass Linke, die vom Trump-Derangement-Syndrome – also einer Art Irrsinnigkeit-im-Angesicht-des-unmöglichen Gegners – leiden, viel zu moralisch auf dessen Wahlerfolg reagiert haben. „Die meisten Leute glauben doch gar nicht, dass Präsidentschaftskandidaten die ganze Zeit die Wahrheit sagen.“

Viel schlimmer: Die Reaktion der Linken auf Trump war vollkommen kontraproduktiv. Soll man den Leuten laufend sagen, wie schlecht sie sind? Möchtest du, dass sie bereuen, das sie schlimme Rassisten sind? Oder willst du nicht eher ein linkes Projekt voranbringen?

„Wir müssen diese Leute zurückgewinnen,“ sagt Forst. Das populistische Element ist eine Chance, sagt sie, aber eine, die wir uns gerade total versauen. „Die selbsternannten Linken stehen dem populistischen Zeug sehr skeptisch gegenüber. Schau dir an, was sie über die Gelbwesten sagen: Das seien alle Faschisten! In Wirklichkeit sind es wahrscheinlich einfach normale französische Leute – wer kann die schon auseinanderhalten?

Genauso wichtig wie Trumps Wahlsieg war Hillary Clintons Verlust, sagen die beiden, weil er die Ablehnung einer Ära des Neoliberalismus bedeutet. „Ich bin aus Indiana“, sagt Frost. „Dort hat Bill Clinton das Handelsabkommen NAFTA unterzeichnet. Das hat den Städten, aus denen ich stamme, den Garaus gemacht. Die Leute sind extrem sauer auf Bill Clinton, aus gutem Grund. Und Hillary ist mit ihm verheiratet und damit Teil seiner Hinterlassenschaft. Wie konnten wir es nicht für möglich halten, dass Trump Präsident wird!“

Darüber hinaus präsentiert Donald Trump eine Ablehnung des gesamten Establishments, von Demokraten und Republikanern. „Wir erleben eine schwere Legitimationskrise unserer Institutionen,“ sagt Frost: „Die Republikaner wollten auch nicht, dass Trump gewinnt. Niemand wollte ihn haben, außer offenbar das amerikanische Volk.“

Khachiyan glaubt, dass man viele schlechte Dinge über Donald Trump sagen kann, aber eines nicht: dass er langweilt.

„Trump sollte Künstler und kein Politiker sein;“ fügt sie hinzu.(…)

Das Problem mit den Linken, sagt sie, ist, dass sie nicht zwischen ihrer politischen Kritik an Trump und ihren ästhetischen Einwänden gegen ihn unterscheiden können. (…) „Es ist nicht so sehr Trumps Politik, die die Liberalen aufregt aber seine Direktheit, sein Benehmen.“ Frost erinnert daran, dass auch Obama „Tränengas an der Grenze werfen“ ließ.

Drei Jahre nach der Präsidentschaftswahl sind die Demokraten immer noch verzweifelt über seinen Sieg. Die mittlerweile widerlegte Russlandverbindung ersetzte die Ursachenforschung. Die Medien haben die Gehirne der Leute mit dieser dystopsichen Geschichte infiziert,“ sagt Khachiyan. „Sogar meine Mutter, die aus Russland stammt, hat sie geglaubt.“

„Das Ganze war gar nicht so interessant,“ erklärt sie, „aber es zeigt das freiwillige Scheitern der Demokratischen Partei. Sie fallen immer und immer wieder auf die Nase. Es gibt da so eine Art freudianisch-masochistische Geschichte, die sie haben, wenn sie sich laufend öffentlich selbst kasteien.

Aber auch wenn die Linken Wählerstimmen verlieren, so beherrschen sie doch immer noch die Mainstream-Kultur. „‚Links‘ ist das politische Etikett, aber nerd das kulturelle. Die nerds haben mittlerweile triumphiert. Wenn es heute einen Roman wie American Psycho gäbe, würde uns als Hauptfigur nicht dieser breitschultrige Mann im Anzug begegnen, der aussieht, als sei er aus einer Werbung entsprungen, sondern ein Techno-Freak, der gerne Soja-Latte trinkt. Er wäre vornüber gebeugt mit seiner Hängetasche um,“ sagt sie.

Ich habe dieses Buch von Sally Rooney, über das alles sprechen, nicht gelesen, sag Khachiyan und bezieht sich auf den Roman, mit der diese Autorin den Durchbruch schaffte und der sich sich mit einer Beziehung um die Jahrtausendwende beschäftigt. Frost gibt zu, dass sie sich das Buch angesehen habe, um es zu vernichten, weil alle Guardian-Femiistinnen es liebten. Sie fand aber heraus, dass da ein Haufen gutes Zeug drin steht. „Ich glaube, dass Frauen, die es mögen, nicht verstehen, warum sie es tun. Heutige Frauen dürfen keine traditionelle Beziehung haben,“ sagt sie. Khachiyan fügt hinzu: „Das ist doch, was die meisten Leute wollen seit Beginn der Zeit. Einen Freund finden zu wollen ist nicht reaktionär. (…)

Ein anderer aktueller Favorit unter Guardian-Feministinnen ist Kristen Roupenian’s Cat Person. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die ein klein wenig zu spät bemerkt, dass ihr der Sexualkontakt, auf den sich gerade einlässt, dann doch nicht zusagt. Als der Mann begreift, dass er zurückgewiesen wird, schlägt er sie. „Die Guardian-Feministinnen mögen das, weil es beweisen soll, dass Männer schlecht sind. Weil der Mann sie am Ende Hure nennt,“ sagt Khachiyan. „Was es wirklich zeigt ist doch, dass Männer traurig und peinlich sein können.“

Khachiyan erzählt von einer Veranstaltung, auf der eine Rednerin nicht erschienen war, weil sie wahrscheinlich gerade ihre Gebärmutter entfernt bekommen hatte. Frost erklärt, dass jetzt viele amerikanische Frauen ihre Fortpflanzungsorgane entfernen ließen. „Niemand spricht darüber. Es ist ein Mittelklassenproblem, ein sehr elitäres, wenn sie sagen: ‚ich habe gerade Menstruationsprobleme‘, und sich dann gleich die Gebärmutter entfernen lassen.“

Ich frage, wie sich diese ganze scheinbare Frigidität der #meetoo-Bewegung verträgt mit der Tatsache, dass moderne Feministinnen normalerweise doch Sex in all seinen Ausdrucksformen, von Polyamorie über Pansexualität bis zu Sexarbeitern geradezu zelebrieren. „Das liegt daran, weil Leute lieber über Sex reden, als ihn wirklich zu haben. Sie wollen keine Verantwortung übernehmen;“ sagt Frost: „Nerds lieben das so. Es ist so Silicon Valley. Sie lieben Spiele und Regeln. Das sind Leute, die sich selbst für links halten, aber wahrscheinlich am links sein gar nichts mögen – außer die Gulags.“

Khachiyan sagt, dass ganz viele dieser Leute tyrannische Narzissten sind. Sie lassen sich auf nichts ein, sind konfliktscheu und haben Angst vor Konsequenzen. Sie würden also lieber ein System mit Polyamorie haben, wo sie Partner wieder loswerden können. Forst meint, dass ganz viele Millennials glauben, Eifersucht abschaffen zu können: „Manchmal wird man aber schlechten Sex haben und manchmal wird man eifersüchtig sein – das ist nicht das Ende der Welt!“

Wir bewegen uns von Eifersucht zu Hass und zur angeblichen Epidemie des Rassismus oder gar des Faschismus, über die die Linken so gerne reden. Hate speech, so heißt es, müsse eingedämmt werden. Khachiyan sieht das erfrischend locker: Man sollte hassen dürfen. Hass sollte sogar geschützt sein, solange er nicht in physischer Gewalt münde. „Da gibt es diese Vorstellung; dass wir in einem ‚weiß-dominierten‘ Land leben. Das stimmt überhaupt nicht,“ sagt Khachiyan. Sie erwähnt die Antifa, die selbsternannte antifaschistische Gruppe, die kurz vor unserem Interview die Schlagzeilen beherrschte, weil sie einen rechtsgerichteten Journalisten in Portland verhauen hat. „Die Antifa haben eine Drohkulisse aufgebaut, um sich eine Identität zu schaffen,“ sagt sie. „All die Leute die sagen, sie seien ‚antifaschistisch,‘ wissen gar nicht, was es bedeutet, verfolgt zu sein.“

Frost und Khachiyan hegen eine marxistische Auffassung von Rasse. „Wir haben Rasse erfunden, um Ausbeutung zu rechtfertigen,“ sagt Frost. Leute auf Basis der Rasse zu trennen, wurde benutzt, um Sklaverei zu rechtfertigen. Die Diskussion über Rasse entstand erst nach der extremen Ausbeutung. „Wenn wir jetzt”, so Frost, „versuchen, nicht rassistisch zu sein, benutzen wir doch denselben Bedeutungsrahmen, der heute in identitärer Form weiterlebt. ‚Rasse‘ ist doch nur, dass einige Menschen Sonnenbrand bekommen und andere nicht. Das ist doch der ganze Unterschied zwischen den Rassen.“

Aber inwiefern kann Marx heute zur Erklärung der Welt herangezogen werden? „Die Twitter-Kultur,“ gibt Frost zu, „kann nicht marxistisch erklärt werden. Sie ist ökonomisch und sogar logisch sinnlos. Marx kann kein soziales Phänomen erklären, in dem man seine besten Freunde fertig macht und sie als reaktionär beschimpft. Warum tut man das? Es ist auf jeden Fall schlecht für Dich selbst.”

Während es viele woke-Typen gibt, die Frost und Khachiyan an den Pranger stellen wollen – und sie sogar als Nazis bezeichnen – besteht die Hoffnung, dass die dirtbag-Linken ihrer Abschaffung widerstehen können. Stimmen wie diese, die die woke-Orthodoxie infrage stellen und für traditionelle linke Werte einstehen, werden mehr gebraucht denn je. Deshalb ein Prosit den dirtbags!


Der Beitrag von Fraser Myers (Autor bei spiked und Gastgeber des spiked podcast) ist zuerst bei spiked erschienen. Übersetzung: Achim Winter.


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Im vorliegenden Debattenband werden die Folgen dieser Identitätspolitik für Migrationsgesellschaften diskutiert.

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Danke für den hervorragenden Artikel!

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