Trump räumt die nächste CO₂-Hürde ab: Freie Bahn für Kohle und Gas

Die US-Umweltbehörde EPA plant, Vorschriften für Kohle- und Gaskraftwerke zur CO₂-Emission aufzuheben. Ein weiterer Schritt, um die US-amerikanische Energiepolitik von klimaideologischen Vorgaben zu befreien.

picture alliance / Captital Pictures | CNP/ADM

Die nächste CO₂-Sensation aus den USA: Die US-Umweltbehörde EPA bereitet die formelle Aufhebung der CO₂-Emissionsvorgaben für Kohle- und Gaskraftwerke vor. Die Bekanntgabe könnte, wie Bloomberg berichtet, bereits am 14. September im Rahmen des Treffens der G20-Energieminister in Houston erfolgen. Damit würde Donald Trump einen weiteren zentralen Bestandteil der Klimapolitik seiner Vorgänger beseitigen. Reuters hat die Meldung aufgegriffen, sie ist allerdings ausdrücklich noch nicht unabhängig bestätigt.

Die politische Botschaft ist unmissverständlich: Amerikas Energieversorgung soll wieder stärker nach Kosten, Verfügbarkeit und industriellem Bedarf organisiert werden. CO₂-Vorgaben, die Investitionen verteuern und konventionelle Kraftwerke unter Druck setzen, sollen weichen. Trump will damit die Voraussetzungen für mehr Produktion, neue Fabriken und zusätzliche Arbeitsplätze verbessern.

Vorbereitet wird dieser Schritt seit längerem. Bereits am 11. Juni 2025 legte EPA-Chef Lee Zeldin den Vorschlag vor, sämtliche Treibhausgasstandards für den Kraftwerkssektor nach Abschnitt 111 des amerikanischen Luftreinhaltegesetzes aufzuheben. Dies würde sowohl Vorschriften aus der Obama-Zeit als auch die unter Joe Biden 2024 beschlossenen Regeln umfassen. Diese setzen unter anderem auf die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid, kurz CCS. Für betroffene Betreiber bedeutet dies aufwendige technische Anlagen und zusätzliche Infrastruktur.

Der aktuelle Vorstoß folgt einer klaren Linie. Schon am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit hatte Trump mit dem Erlass „Unleashing American Energy“ eine umfassende Überprüfung energiepolitischer Vorschriften angeordnet. Behörden sollten Hemmnisse für die Erschließung und Nutzung heimischer Energieträger identifizieren und deren Änderung oder Abschaffung vorbereiten. Genehmigungen sollten schneller erteilt werden, die Prüfung von LNG-Exportprojekten wieder anlaufen.

Am selben Tag hatte Trump zudem den neuerlichen Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen eingeleitet. Auch amerikanische Zusagen zur internationalen Klimafinanzierung ließ er überprüfen beziehungsweise zurücknehmen. Internationale Verpflichtungen, die Vorgängerregierungen eingegangen waren, dürften laut Trump die amerikanische Wirtschaft nicht unangemessen belasten.

Im Februar 2026 folgte der Angriff auf eine tragende Grundlage der bisherigen Regulierung: Die EPA hob das sogenannte Endangerment Finding von 2009 auf. Diese Gefährdungsfeststellung bildete die Grundlage für bundesweite Treibhausgasvorgaben für Kraftfahrzeuge. Auch diese Emissionsstandards wurden aufgehoben. Umweltverbände kündigten juristischen Widerstand an. Die nun erwartete Kraftwerksentscheidung wäre der nächste eigenständige Schritt beim Abbau der teuren CO₂-Regulierung.

Für energieintensive Unternehmen wäre das ein entscheidendes Signal: Washington will Produktion ermöglichen und regulatorische Kosten senken. Denn verfügbare und bezahlbare Energie ist die Grundlage einer leistungsfähigen Wirtschaft und einer sicheren Versorgung. Wird sie knapp oder teuer, steigen die Kosten für Lebensmittel, Wohnen, Verkehr und industrielle Produktion. Hier setzt Trump an: Seine Regierung will Vorschriften beseitigen, die Kohle- und Gaskraftwerke verteuern und Investitionen erschweren. Das Ziel ist eine reichliche, verlässliche Energieversorgung, die Unternehmen Wachstum ermöglicht und Haushalte entlastet. Die geplante Aufhebung der CO₂-Vorgaben wäre ein weiterer bedeutsamer Schritt in diese Richtung.

Falls dies heute auf dem G-20 Energieministergipfel verkündet würde, würde dies für einen entsprechenden Paukenschlag sorgen. Bei diesem Gipfel soll übrigens auch Russland mit einer Delegation vertreten sein. Dies teilte der für G20-Themen zuständige Botschafter Marat Berdjew über den Onlinedienst Telegram mit. Zu den Beratungen in Houston im Bundesstaat Texas sollen unter anderem Vertreter des Außen-, Energie- und Rohstoffministeriums anreisen.



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Kommentare ( 40 )

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Mausi
23 Tage her

Und die nächste demokrat Regierung führt das dann wieder ein? Oder gilt auch für sie America First? Und sie freuen sich innerlich über den Absprung?

LukasKontzen
22 Tage her
Antworten an  Mausi

hoffentlich, aber wenn wir glücklich sind werden die Mitterms dass schon verhindern

Mikmi
23 Tage her

Ein Vulkan stößt an einem Tag soviel CO² aus, wie Deutschland bis 2030 einsparen will. Es gibt Weltweit zZ. über 60 aktive Vulkane, was soll dieser Blödsinn? Schaft die CO² Abgabe ab und deckelt den Tankpreis.

LukasKontzen
22 Tage her
Antworten an  Mikmi

und das tun sie schon seit millionen von jahren, nur sind in den letzen paar Hundert Jahren ein paar Milliarden unbehaarter Affen dazu gekommen die unbedingt noch ihren CO2 etc in die Atmosphäre blasen. Schafft die Tanksteuer ab und erhöht CO2 steuern für reiche

Kassandra
22 Tage her
Antworten an  LukasKontzen

: kümmern Sie sich mal um Ihr Verständnis der Photosynthese – und dass ohne CO2 keine Pflanzen wachsen würde – und der Mensch ausstürbe.
Je mehr CO2 desto grüner wird es – was grüne allerdings nicht in ihren Kopf zu bringen scheinen.

niezeit
23 Tage her

Klar vorgezeichneter Weg: Die USA reaktivieren Wirtschaft und Wohlstand, die Deutschen zerfleischen sich in „Nazi“- und CO2-Hysterie, anstatt den Kopf anzuschalten. Und Hollywoods Böse-Deutschen-Filme sorgen mit Tarantino, Pitt & Co. dafür, dass das noch 50 Jahre so weiter geht.

Kassandra
23 Tage her

Zerrspiegel – fällt mir da ein. Auch Hohlspiegel.
Ob wir bei solchen Gerätschaften, die Sie nennen, überhaupt noch konkurrenzfähig sein können?

Johann P.
23 Tage her

Diese irrsinnige, verbrecherische Atemluft-Besteuerung, genannt „CO2-Abgabe“, die nur kranken Hirnen entsprungen sein kann, muß verschwinden und das geht nur mit der AfD!

Kassandra
23 Tage her
Antworten an  Johann P.

Ja.
Zumal Klingbeil ja schon Milliarden aus „dem AblassFond“ für ganz anderes hernimmt!

moselbaer
23 Tage her

Da gibt es ja nur eine Schlussfolgerung: um das Weltklima zu retten, müssen wir in Deutschland das CO2 einsparen, was die Amis jetzt mehr in die Luft blasen. Was wollen wir wetten, dass dieses Argument demnächst von grüner Seite ernsthaft vorgetragen wird?

andreas
23 Tage her
Antworten an  moselbaer

Ja, mit rotgrün werden wir bald anti-co2 herstellen. Irgendein „Genderwissenschaftendes Ens“ wird das schon hinkriegen und ardzdfspiegelfazsztazusw werden das euphorisch bejubeln.

Kassandra
23 Tage her
Antworten an  moselbaer

Denken Sie an Photosynthese, ohne die die Erde wüst und leer bliebe.
Welch Größenwahn bestimmen zu wollen, was der angemessene Anteil in der Atmosphäre sein soll – der über das Erdzeitalter schon oftmals viel höher war als heute.

Greenpeace co-founder, Dr. Patrick Moore:
„I am firmly of the belief that the future will show that this whole hysteria over climate change was a complete fabrication.“
„CO2 is the most important nutrient for all life on Earth and without it this would be a dead planet.“ https://x.com/RealJessica/status/1978652717447835746

LukasKontzen
22 Tage her
Antworten an  Kassandra

der Herr war in den 80ern ein Mitglied und Präsident von GreenPeace Canade, nicht ein Gründer. Er ist dort aber schon 86 ausgestiegen, und seit dem seinen Namen und Dienste der Mineralöl und MenschengemachtenKlimaLeugner Lobbie anbietet. Kann kein Komentar von diesem gekauftem Mann ernst nehmen

Kassandra
22 Tage her
Antworten an  LukasKontzen

Ja. Der Herr hat gut verstanden, was Sache ist – nicht wahr?

LukasKontzen
20 Tage her
Antworten an  Kassandra

wenn das für sie bedeuted seine Seele an die Weltzerstörende Großindustriellen zu verkaufen, dann ja (Die da oben, die hier doch alle so fürchten, die gibts nicht nur vom linken NGO lager, sonder bedeuten mehr und schon viel länger von der Kohle, Gas und Mineralöllobby) 😉

bkkopp
23 Tage her

Es wäre in der Tat sensationell wenn die USA in diesen Tagen sehr dezidiert aus dem Dekarbonisierungswahn aussteigen. Ob es in den USA der Industrie und den Verbrauchern kurzfristig viel nützt ist eine andere Frage, weil die US-Industrie, wie schon seit Februar 2026 eingewandt, erhebliche Rechtsstreitigkeiten auf sich zukommen sieht, die u.U. für Jahre eine große Verunsicherung auf sich zukommen sieht, die Investitionen auf breiter Front ausbremsen. Unseren links-grünen Dekarbonisierungsideologen, die vermutlich völlig ausflippen werden, wird man vorhalten können, dass (1) Europa, und auch D, im Durchschnitt per capita nur ungefähr halb soviel CO-2 emittiert als die USA oder China.… Mehr

Rob Roy
23 Tage her

Darüber, dass Naturschutzgebiete aufgelassen werden, um Rohstoffe zu fördern, kann man geteilter Meinung sein. Aber Trump verändert das Land zugunsten seiner Bürger. Die postiven Auswirkungen werden in den nächsten Jahren sichtbar werden. Und solten die Demokraten wieder einen Präsidenten stellen, würde dieser nicht unbedingt Trumps Veränderungen rückgängig machen, solange diese den USA nützen.

Kassandra
23 Tage her
Antworten an  Rob Roy

Bei dem Todesdrang der dems sollte man mit solchen Voraussagen vorsichtig sein. Kommt der Save America Act mit der Wahlrechtsangleichung für alle 50 Staaten allerdings durch, ist mit einer demsAdministration erst mal nicht zu rechnen. Der SCOTUS gab sein ok, bis dahin schon mal per ExecutiveOrder die Briefwahl zu bereinigen:
So sieht es dann in den USA aus, wenn „gleiche“ Voraussetzungen in allen Staaten geschaffen sind:
1. ALL VOTERS MUST SHOW PHOTO I.D. (IDENTIFICATION!).
2. ALL VOTERS MUST SHOW PROOF OF CITIZENSHIP.
3. NO MAIL-IN BALLOTS (EXCEPT FOR ILLNESS, DISABILITY, MILITARY, OR TRAVEL!).
https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116694638006168499

Albert Pflueger
23 Tage her

Hoffentlich stirbt der Klimascam auch in Deutschland einen schnellen Tod. Allerdings muß dafür die AfD ran.

Kassandra
23 Tage her
Antworten an  Albert Pflueger

Es geht leichter für Alternative, wenn Trump vorangeht.

LukasKontzen
22 Tage her
Antworten an  Albert Pflueger

hoffentlich fangen mehr Menschen in Ihrem Alter an den Menchengemachten Klimaeingriff zu glauben

Guzzi_Cali_2
23 Tage her

Tja. Die einen sind für ihre eigenen Leute da.
Die anderen sind für die Ukraine da.
Erkenne den Unterschied.

LukasKontzen
22 Tage her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

die einen sind für die Bankonten der Mineralöl und Großindustriegignaten da und die anderen für alle Menschen auf diesem verbundenen (noch blaue) Planeten