Die Vereinigten Staaten wählen: Hunderte Abgeordnete, 35 Senatoren und zahlreiche Gouverneure werden bei den heute stattfindenden US-Zwischenwahlen bestimmt. Im Senat halten die Republikaner aktuell 53 der insgesamt 100 Sitze.
IMAGO / UPI Photo
Donald Trump tat noch am Vorabend der aktuell stattfindenden Kongresswahlen so, als stünde auch sein Name auf dem Stimmzettel: Der 80-jährige US-Präsident hielt seine Abschlussrede vor dem Wasserbecken des Lincoln-Denkmals und erklärte die Midterms zu den „wichtigsten Zwischenwahlen unserer Lebenszeit“. Seine fast einstündige Ansprache widmete er jedoch überwiegend den Renovierungsarbeiten an dem Becken, die er selbst veranlasst hatte – ein Projekt, das wegen hoher Kosten, Algenproblemen und Schäden zu einem Politikum geworden ist. Trump wirkte sichtlich abgekämpft und hatte zuvor einen Marathon von Auftritten in mehreren Bundesstaaten absolviert.
Demokraten seien Extremisten
Die Rede Trumps war der Abschluss eines Wahlkampfs, in dem inhaltliche Debatten nicht im Vordergrund standen: Trump bezeichnete die Demokraten als Extremisten und behauptete, sie hätten „die extremste und gefährlichste Kandidatenliste der amerikanischen Geschichte“ nominiert. Gleichzeitig räumte er ein, dass amtierende Präsidenten historisch bei Zwischenwahlen meist verlieren – „aber wir haben sehr stark versucht zu gewinnen“.
Dass amtierende US-Präsidenten durchaus die Midterms verlieren können, ist richtig: Obama verlor im Jahr 2010 63 Kongressabgeordnete und 6 Senatoren, 2014 verlor er beide Parlamente an die Republikaner.
Die aktuellen Umfrageergebnisse: Laut Reuters/Ipsos lag Trumps Zustimmung bei nur 32 Prozent, einem Tiefstand seiner Karriere. Viele Wähler machen ihn und seine Partei für die massiv gestiegenen Treibstoff- und Lebenshaltungskosten verantwortlich, die unter anderem auf den seit Februar andauernden Krieg mit dem Iran und die aggressive Zollpolitik zurückgeführt werden. Die Benzinpreise liegen deutlich über dem Vorjahresniveau, Diesel teilweise bei Rekordwerten.
Trump als „Mister Veto“?
Sollte die Opposition siegen – Umfragen sehen die Demokraten klar im Vorteil beim Repräsentantenhaus, wo sie nur wenige Sitze für die Mehrheit brauchen, und im Senat in Reichweite –, will Donald Trump als „Mister Veto“ auftreten. In einem Podcast der New York Post meinte er, er werde unerwünschte Gesetze blockieren und nach ein bis zwei Monaten möglicherweise Deals machen. Aktuellen und früheren Unterstützern, darunter dem Tech-Milliardär Elon Musk, stellte er vorbeugende Begnadigungen in Aussicht, um sie gegen eine mögliche Strafverfolgung zu schützen. Eine demokratische Mehrheit würde Finanzmittel blockieren und auch Untersuchungsausschüsse ermöglichen, im Senat könnte sie die Ernennung von Bundesrichtern, im Extremfall auch am Supreme Court, verhindern.
Alleine Elon Musk investierte Hunderte Millionen Dollar – Berichte sprechen von mindestens 276 Millionen seit Juli – in den Wahlkampf der Republikaner. Die „wichtigste Zwischenwahl“ (Zitat Donald Trump) gilt zumindest jetzt schon als die teuerste der US-Geschichte.



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Ich empfehle den Amerikanern , zum Tanken mal nach Deutschland zu kommen ! So werden Sie dann sehr schnell eines Ihrer Luxusprobleme gewahr !
Wenn er die midterms verliert, macht er Krieg. Dann sind einige europäische Staaten am Ende. Im Falle einer nuklearen Waffe, wird es für die europäischen Staaten heikel. Denn damit sind die freigegeben. Die junge Generation wird verstrahlt nach 2 Jahren gibt es jede Menge Missbildungen. Ob dann die Maschinen schon übernehmen können.
> Der 80-jährige US-Präsident hielt seine Abschlussrede vor dem Wasserbecken des Lincoln-Denkmals und erklärte die Midterms zu den „wichtigsten Zwischenwahlen unserer Lebenszeit“.
Hätte er bloß nicht den Iran-Krieg gestartet, den 2/3 der Amis ablehnen. Jetzt ist Zahltag.