Raketenangriff auf Kiew: Feuer auch in der Nähe des Präsidentenpalastes

Russische Raketen und Marschflugkörper schlugen in der Nacht erneut in Kiew und in weiteren ukrainischen Städten ein: Der Beschuss ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem Präsident Selenskyj vor einem massiven Luftschlag gewarnt hatte. Nur 800 Meter vom Präsidentenpalast entfernt brannten Gebäude.

picture alliance / SvenSimon-ThePresidentialOfficeU | Presidential Office of Ukraine
Wolodymyr Selenskyj besucht nach russischen Angriffen auf Kiew das Kiewer Höhlenkloster (Lawra), 15.06.2026

Dutzende heftige Explosionen erschütterten die Stadt, tausende Einwohner Kiews flüchteten in Schutzräume und in U-Bahn-Stationen. Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko kamen bei dem Angriff in der Hauptstadt mindestens fünf Menschen ums Leben, 34 weitere wurden verletzt – 32 von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, berichtet die Financial Times.

Mehrere Wohngebäude wurden schwer beschädigt, das Dach des zentral gelegenen City-Hotels, das nur 800 Meter vom Präsidentenpalast entfernt ist, stand in Flammen. Auch die oberen Etagen eines Hochhauses wurden vom Feuer erfasst, sodass Bewohner eingeschlossen waren. Eine Ambulanzstation wurde ebenfalls getroffen, mehrere Rettungskräfte erlitten schwere Verletzungen. Klitschko berichtete zudem von einem neunstöckigen Wohnblock, der nach einem direkten Raketeneinschlag teilweise einstürzte. Rettungsteams suchen weiterhin unter den Trümmern nach Verschütteten.

Die ukrainische Luftwaffe bestätigte, dass allein in den ersten zwei Stunden des Angriffs mehr als 20 ballistische Raketen und Marschflugkörper auf Kiew abgefeuert worden sind. Auch in Städten im Osten und Süden des Landes kam es zu Einschlägen. Russland setzt zunehmend ballistische Raketen in Kombination mit Drohnen ein und nutzt dabei die begrenzte Verfügbarkeit moderner westlicher Luftabwehrsysteme wie den Patriot-Raketen aus. Diese Systeme gelten als die noch am besten wirksamen Abwehrmittel gegen ballistische Raketen – Selenskyj hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mehr davon von den westlichen Verbündeten gefordert.

Selenskyj hatte Hinweise auf Großangriff

Bereits am Vorabend hatte Wolodymyr Selenskyj die Bevölkerung eindringlich gewarnt: „Seid besonders vorsichtig – bleibt in Sicherheit und schützt eure Familien und Kinder. Geht unbedingt in Schutzräume und achtet auf die Luftalarm-Warnungen in der Ukraine.“ Er fügte hinzu: „Wir wissen, dass Putin seit einiger Zeit einen massiven Schlag gegen die Ukraine vorbereitet. Genau dieser Bedrohung stehen wir heute Nacht gegenüber.“ Selenskyj hatte seinen Besuch in Irland vorzeitig abgebrochen, um auf die Lage zu reagieren.

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Kommentare ( 8 )

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Engel
29 Minuten her

Oh ja. Der S. ist wirklich ein sehr besorgter Landesvater.
Sicherlich hat er sich auch die eine oder andere Träne herausgequetscht.

littlepaullittle
40 Minuten her

Womöglich auch eine Reaktion auf die ballistischen Raketen, die die Ukraine auf Russland geschossen haben soll.
So erklärte das russ. Verteidigungsministerium (und Medien), dass russische S300/400 Abwehrraketen eine ukrainische ballistische Rakete (Verdacht auf FP-9 ?) -in einer Flughöhe untypisch für Drohnen oder Cruise Missiles- abgeschossen haben soll.

eschenbach
56 Minuten her

Es gibt genügend Zeitgenossen, die mit überteuerter Energie – bzw. mit dem Green Deal im Allgemeinen – Phantastilliarden abgreifen. Wenn die es schaffen, die große Mehrheit des polit- medialen Komplexes mit ihren Lakaien zu besetzen, interessiert der Rest nicht. Und genau in dieser Situation befindet sich Deutschland. Es soll so sein. Der „Rechtsextremismus“ der AfD besteht darin, bei diesem niederträchtigen Spiel nicht mitmachen zu wollen.

humerd
1 Stunde her

 Nur 800 Meter vom Präsidentenpalast entfernt brannten Gebäude.“
Auweia, zahlt jetzt Ursula von der Leyen und Friedrich Merz noch viel mehr Milliarden EURO an Herrn Selenskyis Ukraine?

Haba Orwell
1 Stunde her

> advertisement-block provider=“freigeist“ location=“posts“]

Gehört das zum Prompt? Schreibe mir einen Artikel über Bösen Putin im Freigeist-Stil? Röper schrieb über Ähnliches beim „Spiegel“: https://anti-spiegel.ru/2026/wie-der-spiegel-seinen-lesern-maerchen-ueber-seine-jurnalistische-arbeit-erzaehlt/

> „… einen kurzen Artikel mit der Überschrift „Konzern in der Krise – Deutsche Bahn trennt sich von Güterverkehrschefin Nikutta“ geschrieben, der mit folgendem Absatz endete … „Wenn du magst, passe ich Ton und Detailtiefe (z. B. nüchterner Nachrichtenstil vs. magaziniger) oder markiere dir die konkreten Änderungen im Vergleich zum Original.“ …“

alter weisser Mann
1 Stunde her

„Alle ein bis zwei Wochen führe Russland massive Angriffe mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen verschiedener Art aus, so der ukrainische Staatschef.“
Da ist es kein großes Kunststück zu warnen. Bekanntlich steht man im Krieg.

Spannender doch der übrige Teil des verlogenen Schauspiels: „Es gebe Firmen in europäischen Ländern, „deren einziger Zweck es ist, für Russland zu arbeiten“, sagte der ukrainische Staatschef bei einer Rede in Dublin“ und dann wieder die Leier mit den Sanktionsverschärfungen.

Peter P.
1 Stunde her

Und wann berichtet Tichys über die Angriffe auf Zivilisten in Russland?
Woraus resultieren diese Angriffe. Kein Wort in diesem Artikel. Nur Gejammer das Russland Vergeltung übt, für Angriffe der Ukraine auf zivile Infrastruktur und Zivilisten..
Die Erklärung ist ganz einfach.
Ursache und Wirkung.
Da hat wirklich nichts mehr mit neutraler Berichtserstattung zu tun, was ihr hier abliefert.

Logiker
1 Stunde her

Ja, die Russen sind sauer auf Putin.

Weil er gegenüber der Ukraine so zögerlich handelt !